Interview mit Voltaire
Interview mit Hadda am 08.02.2007 Ein guter Freund von uns sagte, "das sei der absolute Tiefpunkt, den Voltaire erreicht hätte"
Voltaire Eine der Fünf schönsten Aussichten für 2006 (Rolling Stone) hält Ausblick, auf das Jahr 2007. Und Hedda, der Mann am Klavier gewährt hierbei Einblicke in das neu entstehende Album, spricht über Erfolgsaussichten und seine ganz persönliche Ansichten zu kreischenden Teenies.

Dosenmusik: Ihr steckt gerade voll im Songwriting für euer neues Album - kann man sagen, dass die Band und die neuen Songs gerade dein Leben bestimmen? Wie viel Voltaire spukt am Tag in deinem Kopf rum?
Hedda: Also von den Sounds ganz viel, die Texte sind auch noch im entstehen - das ist diesmal anders als beim letzten Album, weil Texte und Musik viel mehr parallel entstehen. Daher ist auch die Richtung der Texte noch nicht ganz klar. Aber an der Musik bin ich eigentlich den ganzen Tag innerlich dran - da kommen Sounds in den Kopf, Melodien, oder ich denke über das nach, was wir gemacht haben. Insofern ist es im Moment schon das, was am meisten mein Leben bestimmt. Und ich glaube, das geht den anderen auch so.
Dosenmusik: Wenn du eine Idee für einen Song hast, setzt du dich dann gleich hin und schreibst auf und probierst aus oder wie läuft das?
Hedda: Ja, im Idealfall schreibe ich's direkt auf oder hole mir so ein schönes Gerät wie du hier hast (grinst) und nehme es auf. Gerade heute, das ist ganz ärgerlich, bin ich durch das Viertel gelaufen und hatte eine - wie ich finde - supergeile Idee für eine Melodie (lacht), die ich eigentlich auch gerne den anderen Jungs gezeigt hätte. Und dann habe ich kurz meinen Fokus verloren und als ich wieder in der Schule war, da war's weg. Jetzt habe ich schon vorhin eine halbe Stunde lang überlegt - ah, wie war das noch - und es ist einfach weg. Also insofern ist es schon gut, immer aufzuschreiben.
Dosenmusik: Aber Handys haben ja auch diese Aufnahmefunktion, vielleicht hättest du es da reinsingen sollen...
Hedda: Ja, aber meines ist so alt, das hat dieses Feature noch nicht.
Dosenmusik: Wie verteilen sich bei Voltaire die Rollen beim Songwriting generell so?
Hedda: Das ist auch gerade ziemlich im Wechsel. Im Moment ist es so, dass sehr viel zusammen, zu fünft im Proberaum entsteht. Das ist auch anders als beim letzten Album, wo doch immer die Grundidee von einem kam, oder höchstens von zwei. Jetzt ist es so, dass wir hier richtig zu fünft was entwickeln. Wir haben auch angefangen, zu Hause am Rechner - aber auch zu mehreren - zu basteln. Das merkt man einigen Songs auch an, dass da viel mehr Elektronik im Spiel ist. Wobei wir jetzt noch nicht wissen, wie viel davon nachher im Studio übrig bleibt, weil wir letztlich doch keine Elektro-Band sein wollen. Aber insofern ist das mit dem Songwriting jetzt ein bisschen verteilter als beim letzten Album. Zuletzt erst hat David was angebracht, was schon ziemlich weit war, davor haben wir alle zu fünft einen Song gemacht.
Dosenmusik: Wie oft kommt es bei euch vor, dass ihr Songideen nach einigem Rumprobieren doch wieder in die Tonne kloppt, weil ihr einfach nicht weiter kommt? Oder probiert ihr ewig rum, bis was Gutes dabei rauskommt?
Hedda: Es gibt wirklich total viele Songs, die auch schon weit gediehen waren, und die dann aus den verschiedensten Gründen nicht den Weg über die Ziellinie schaffen. Sei es, dass manchmal auch von außen massive Kritik kommt (grinst). Wie bei einem Song, den wir letzten Sommer gemacht und auch bei ein paar Konzerten gespielt haben - der hatte noch keinen richtigen Namen. Wo dann ein guter Freund von uns sagte, "das sei der absolute Tiefpunkt, den Voltaire erreicht hätte" (lacht) - was ich nebenbei überhaupt nicht so finde. Der Song ist dann eigentlich sogar wegen der Kritik von uns selbst auf Halde gelegt worden. Ich selbst fände es schön, wenn wir den wieder reinnehmen, vielleicht noch ein bisschen was dran machen würden. Aber das ist so ein Beispiel, wo ein Song wieder aus der Liste rausgekommen ist. Ja, es kann wirklich alles Mögliche sein: Dass wir irgendwie an einem Punkt nicht weiterkommen, weil der Song zu sehr in eine Richtung geht etwa. Zum Teil ist es uns schon erschienen, dass es zu schlageresk wurde. Da wo wir die Gratwanderung zwischen einer Pathetik, die wir mit Gefühl füllen können, und solch einem Schlagerpathos nicht hinbekommen haben - wie wir selbst fanden -, da ist der Song auch wieder rausgeflogen.
Dosenmusik: Wie oft trefft ihr euch denn zum Proben, um an den neuen Songs zu arbeiten?
Hedda: Momentan mehrmals pro Monat ein paar Tage am Stück. Wir hatten eine zeitlang probiert, jede Woche feste Proben auszumachen. Aber dadurch dass immer Tage dazwischen waren, kam nicht so die richtige Stringenz auf. Weil alle doch so verschiedene Leben haben, sind dann alle wieder raus und so dauert's erst ein bisschen, bis man wieder zusammen drin ist. Diese mehreren Tage, die man wirklich zusammen verbringt, das hat bis jetzt eigentlich das Meiste gebracht. Da sind wir den ganzen Tag im Proberaum und abends machen wir noch was zusammen.
Dosenmusik: Was wird denn das neue Album vom Alten unterscheiden?
Hedda: Also bis jetzt ist mein Eindruck, dass das Album eine eindeutigere Handschrift haben wird und nicht so viele verschiedene Seiten wie das erste Album. Ich glaube, das kommt daher, dass jetzt wirklich alle Songs zusammen entstehen und im ersten Album doch auch viele Songs dabei waren, die uns über eine ganz lange Zeit begleitet haben. Das geht wahrscheinlich den meisten Bands so, dass im ersten Album die Eindrücke von vielen, vielen Jahren drin sind. Und beim zweiten Album, dass sich das dann mehr darauf konzentriert, was wirklich uns fünf zusammen ausmacht. Insofern ist es vielleicht ein bisschen eindeutiger in der Sprache, ein bisschen mehr Elektronik zeichnet sich im Moment ab; und auch textlich habe ich das Gefühl, dass Roland sich selbst noch klarer ist, in dem was er sagen möchte. Bei der ersten Platte ist uns auch oft gesagt worden, dass viele Texte irgendwie kryptisch bleiben - was ja auch was Schönes hat, weil das so eine Ahnung wachruft und so was Wages darin ist, was nur einen Hauch von Gefühl weckt. Jetzt ist es eher so - zumindest erlebe ich es so - dass es Gefühle sehr aus der Tiefe sind, die aber vielleicht noch ein bisschen direkter nachvollziehbar sind, als das, was auf dem ersten Album war.
Dosenmusik: Roland ist also immer noch der Einzige, der die Texte schreibt - oder kommt von euch da auch was?
Hedda: Es hat sich einfach so entwickelt, dass wir auch viel mehr zusammen über die Texte reden. Aber wir reden dann über die Texte, die prinzipiell schon da sind. Vielleicht wird hier was weggelassen oder ein bisschen umgeändert, aber die ganze Idee des Textes und auch der Bilder, die ist schon von Roland.
Dosenmusik: Hofft ihr, mit dem neuen Album den Durchbruch in den Charts zu schaffen?
Hedda: Also, da sind einige Smash-Hits drauf, das kann ich dir versprechen (grinst). Wir haben auch schon für Sommer Ibiza gebucht - ja, da geht einiges (lacht). Aber nein, natürlich ist alles ganz anders. Auch die neue Platte zielt darauf, ein möglichst kleines, erlesenes Publikum zu erreichen (grinst), das sich von unserer Musik berühren lässt. Also, wir würden uns bestimmt nicht wehren, wenn viele Leute uns gerne sehen und hören wollen. Aber ich selbst kann sagen, ich denke da eigentlich überhaupt nicht drüber nach, ganz ehrlich. Mir macht das Spaß, wie es so ist. Manchmal habe ich sogar ein bisschen Angst davor, was wäre, wenn wir ein bisschen mehr durchstarten würden. Das ist ja schon ein Wunsch, den ich wahrscheinlich mit allen anderen Bands teile, die in unserem Stadium - Stadion (grinst) - sind. Aber eigentlich ist es jetzt auch eine tolle Zeit. Wir sind ganz frei, können die Musik machen, die wir machen wollen, (lacht) können überall unerkannt rumlaufen. Deswegen, ich denke selbst nicht über das Durchstarten nach und was wäre wenn. Aber schön wäre es glaube ich schon für alle von uns.
Dosenmusik: Also brauchst du die kreischenden Teenies nicht so dringend, die dir ihre Schlüpfer und BHs auf die Bühne werfen...
Hedda: Doch, das schon (lacht). Hat ja auch sein Gutes. Wobei der Altersdurchschnitt bei unseren Konzerten etwas höher ist - zumindest bis jetzt. (grinst) Aber auf dem neuen Album ist alles ganz anders, wir haben uns gezielt an die Gruppe der 10- bis 14-Jährigen gewandt. (lacht) Es gibt einige Lieder über Tiere. Und das neue Konzept auf der Bühne ist auch, dass David, vor allen Dingen, halbnackt spielt. Aber nur so viel sei vielleicht schon verraten, es gibt was zu sehen, zu gucken und zu fühlen (schallendes Gelächter). - Was war die Frage noch mal?
Dosenmusik: (unter Lachen) ... die kreischenden Teenies...
Hedda: Nö. Ja, so. Kommt ruhig.
Dosenmusik: Okay, du meintest vorhin, dass ihr die Songs jetzt mehr geballt schreibt - wird sich damit so was wie ein roter Faden durch das Album ziehen, oder dass es gar ein Konzept-Album wäre?
Hedda: Das kann ich eigentlich noch gar nicht so genau sagen. Zumindest ich selbst sehe im Moment noch keinen roten Faden. Aber wir haben da auch öfter mal überlegt, ob sich das noch entwickeln wird; das kann auch ein Sound sein. Oder wir hatten öfter schon Ideen für so kurze Song-Schnipsel, nur so ganz kleine Miniaturen, die zwischen den Songs kommen - das könnte auch so eine Art roter Faden sein. Aber, wie gesagt, bis jetzt sehe ich keinen.
Dosenmusik: Wie könnt ihr denn Song-Schnipsel basteln, die zwischen die Songs kommen, wenn ihr die Songs noch gar nicht habt? Die sollen die Songs doch sicher verbinden...
Hedda: Die Wege des Herrn sind unergründlich (lacht). Es kann ja auch aus dem einen das andere fruchten, also dass aus einem Song-Schnipsel dann die Idee für den nächsten Song kommt. Manchmal ist es wirklich so, dass nur ein Schnipsel da ist - das ist so ähnlich wie die eine Frage mit dem Weiterkommen, die du vorher schon gefragt hast - und dann kommen wir eben nicht weiter und dann bleibt es eben so ein Schnipsel. Im Moment ist es einfach ein Sammeln und Zusammensuchen; es ist alles so offen und so wenig festgelegt. Es gibt schon wirklich massig Baustellen, an denen wir arbeiten. Einige Songs sind auch so gut wie fertig.
Und mit dem Konzept, da sprichst du was an: Wir sind noch am Überlegen, ob wir live vielleicht was Konzeptmäßigeres machen. Wir haben im letzten Jahr selbst auch viele andere Bands gesehen, und eine Show, die uns glaube ich allen sehr gefallen hat - also mir auch besonders - waren die Konzerte von Archive. Davon habe ich drei oder vier gesehen. Da ist für mich immer so eine unglaubliche Intensität auf der Bühne entstanden, so was total Konzentriertes. Die hatten meistens alle schwarze Klamotten an, das müssen wir nicht unbedingt auch so machen - aber man konnte es spüren, dass dahinter ein Konzept steckte. Ich kann es eigentlich gar nicht genau in Worten sagen. Vielleicht war es in Wirklichkeit auch so, dass die alle so konzentriert wirkten und auch wenig Kontakt zum Publikum aufgenommen haben; es gab eigentlich überhaupt keine Ansagen, sondern nur Song für Song - ich stand da wie betäubt. (lacht) Und das würde ich mir auch wünschen, dass es bei unseren Konzerten unseren Zuhörern so geht. Weil ich das selbst ein tolles Gefühl finde, das würde ich auch gerne auslösen können.
Dosenmusik: Wobei der Kontakt zum Publikum ja auch was Feines ist, oder nicht?
Hedda: Ja, das ist jetzt auch nicht in Stein gemeißelt. Aber das ist so eine Idee, die wir haben.
Dosenmusik: Da würde sich Roland auf jeden Fall leichter tun...
Hedda: (lacht) Auf jeden Fall.
Dosenmusik: Du hast vorhin gesagt, beim letzten Album konntet ihr aus einem Pool von Songs wählen, die ihr in Jahren gesammelt hattet. Wie viele Songs plant ihr jetzt zu schreiben? Gerade so viele bis ein Album voll ist und ihr das ins Studio mitnehmen könnt - oder produziert ihr erstmal Überschuss?
Hedda: Auf jeden Fall Überschuss. Es sind jetzt schon so viele Songs in Arbeit, dass die gar nicht alle aufs Album drauf könnten. Und dann - werden sich die Besten durchsetzen, (grinst) ich hoffe einige von mir. Wir haben da ja alle eigentlich keine Erfahrung mit, wir wachsen da dran und wissen auch nicht, wie es am Besten wäre. Im Moment ist es einfach so, dass wir Songs schreiben, dass wir in diesen Songs drin sind, drin leben und dann eben gucken, was übrig bleibt. Vielleicht auch einige Songs zusammen, die diesen roten Faden ergeben, den wir uns alle wünschen (grinst).
Dosenmusik: Habt ihr euch ein Datum gesetzt à la "im Sommer müssen alle Songs fertig sein und dann gehen wir ins Studio"?
Hedda: Das planen wir, ist aber auch nicht total festgelegt. Das wünschen wir uns, dass wir bis dahin fertig sind und dann ins Studio gehen können.
Dosenmusik: Nehmt ihr die Festival-Saison im Sommer dann trotzdem mit, wie ihr es letztes Jahr gemacht habt?
Hedda: Ja, wir hoffen, dass da so viele wie möglich zusammen kommen. Das hat letztes Jahr tierisch Spaß gemacht. Wir haben geile Bands gesehen, eine super Zeit gehabt. Das wollen wir dieses Jahr auf jeden Fall wieder machen. Letztes Jahr waren für uns schon ein paar totale Highlights: das Hurricane, das Southside, die Rheinkultur, unser Heimat-Festival in Bonn. Mal sehen, wie es dieses Jahr wird. Wir machen jetzt erstmal im April drei Konzerte, in Köln, in Hannover und in Leipzig. Und da wollen wir die neuen Songs, die bis dahin da sind, schon mal ein bisschen ausprobieren. Die richtige Tour wollen wir dann gegen Herbst fahren.
Dosenmusik: Hat euch Universal ein Datum gesetzt "so und so lang habt ihr Zeit, dann wollen wir das Album rausbringen"?
Hedda: Nee, das ist eigentlich sehr toll. Das kommt auch dadurch, dass wir mit den Leuten, die uns betreuen, inzwischen einfach auch befreundet sind. Denke ich zumindest, dass die uns den Rücken frei halten und uns terminlich überhaupt keinen Druck machen. Die wollen eben, dass wir das abliefern, wo wir auch dahinter stehen; und haben bis jetzt ja auch noch nie reingeredet, dass wir irgendwas anders machen sollten. (lacht) Aber ich denke, dass die auch ganz froh wären, wenn wir im Sommer aufnehmen würden.
Dosenmusik: Bestimmt. Habt ihr schon einen Plan, wo ihr das Album aufnehmen werdet - hier in Köln oder fahrt ihr weg, nach London oder sonst wo hin?
Hedda: Nee, das ist noch nicht klar. Das letzte Album haben wir ja in Bonn aufgenommen, und ein bisschen auch in London - aber das Meiste in Bonn. Diesmal ist es so, dass wir - auch um unseren eigenen Horizont zu erweitern und damit wir nicht immer so in unserem eigenen Mief drinhängen - probieren, in anderen Studios Demos aufzunehmen, uns mit anderen Produzenten zu treffen und zu gucken, ob da vielleicht andere Ideen kommen. Das wird auch noch ein bisschen Zeit brauchen, bestimmt so bis April, Mai. Das letzte Mal haben wir was in Köln ausprobiert; wir wollen auch mal was in Berlin ausprobieren - und dann wird sich das entscheiden. Bei der Demo-Session in Köln ist es uns zum Beispiel gelungen - finde ich - alles noch deutlicher auf den Punkt zu bringen. Und das kommt auch echt durch den Produzenten dort. Insofern haben wir da echt was mitgenommen.
Dosenmusik: Also hat das Album dann am Ende ganz viele verschiedene Produzenten oder gibt es einen Hauptproduzenten?
Hedda: Es soll auf jeden Fall ein Hauptproduzent sein. Das würde sonst vom Sound glaube ich auch in zu viele verschiedene Richtungen gehen. Eigentlich hatte bis jetzt jeder Produzent, mit dem wir gearbeitet haben - das waren so vier oder fünf - SO verschiedene Sound-Ideen oder hat so was Anderes in uns drin gehört, dass das auf keinen Fall auf einem Album zusammen Platz hätte.
Dosenmusik: Mehrere Versionen eures Albums...
Hedda: Genau, zum Aussuchen (grinst).
Dosenmusik: Habt ihr denn vor, das Album in einem Rutsch einzuspielen oder steht ihr danach noch Monate lang im Studio und bastelt rum?
Hedda: Also, wir würden es gerne in einem Rutsch einspielen. (grinst) Das wäre der Wunsch. Und erfahrungsgemäß ist es wohl eher so, dass - wir es in einem Rutsch einspielen - dann ein bisschen warten - merken, dass wir alles scheiße finden und dann monatelang im Studio rumwerkeln, dass es wieder gut wird. Also, nee, ich denke, dass mit dem in einem Rutsch einspielen kann ich mir so, wie ich uns kenne, nicht vorstellen. Aber vielleicht ist es ja diesmal anders als alle anderen Male, bei den zehn anderen Alben, die wir gemacht haben.
Dosenmusik: Wie lange dauert das denn so, ein Album aufzunehmen - ich habe davon ja keine Ahnung...
Hedda: Ja, ich auch nicht so richtig (grinst). Bei dem einen Album waren es insgesamt vielleicht - reine Aufnahmezeit - drei, vier Wochen. Wobei ich das gar nicht mehr so genau sagen kann, weil ein paar Songs vorher schon in Rohversionen standen. Es dauert eben so lange, wie es dauert - ist ja auch eine Kostenfrage... Aber Universal ist da ja extrem großzügig und hat gesagt, wir können aufnehmen, solange wir wollen. Die zahlen alles. Das werden wir dann auch ausnutzen, wir wollen ja auch dem Produzenten was Gutes tun, dass der in seinem Studio möglichst viel Zeit mit uns verblasen kann. Ja, insofern, ein halbes Jahr sollte schon drin sein (lacht)! So wie du für deine Radio-Sendung wahrscheinlich auch immer irre viel Zeit fürs Studio bekommst, um die vorzubereiten - ja, so ist das bei uns auch.
Dosenmusik: Ja, dann werdet ihr genauso gekillt wie ich.
Hedda: Letztes Mal ging es. Aber ja, die Uhr tickt.
Dosenmusik: Habt ihr denn schon einen Album-Titel?
Hedda: Nein. Eigentlich überhaupt keinen. Da habe ich auch ehrlich gesagt noch überhaupt keine Vorstellung von. Jetzt im Moment, wo ich mir das vorstelle, ist das echt wie eine weiße Wand. Es gibt ja immer so einzelne Textzeilen, die mir auch jetzt schon im Kopf rumgehen. Eine ist "Morgen vor der Nacht". Aber, wie gesagt, weiße Wand im Kopf, ich habe überhaupt keine Vorstellung.
Dosenmusik: "Morgen vor der Nacht" würde aber schön zu "Heute ist jeder Tag" passen...
Hedda: (lacht) Ja, in der Tat. Kann man auch eine schöne Doppel-CD draus machen, ne? (grinst)

Roland Meyer de Voltaire (voc, git)
Marian Menge (git)
Rudolf M. Frauenberger (bass)
Hedayet Djeddikar (keys)
David Schlechtriemen (drums)


www.voltaire-musik.de

autor: Martinchen | 08.02.2007
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