Interview mit The Red Chord
Interview mit Guy Kozowyk im Underground in Köln am 09.12.2007 Wir sind eine sehr natürliche und bödenständige Band
The Red Chord Vor dem Konzert mit The Black Dahlia Murder und Job For A Cowboy, hatte ich Gelegenheit mit Guy Kozowyk von The Red Chord zu sprechen. Auch er hatte sich grade von einer kleinen Grippe erholt die auf dieser Tour umherging. Ziemlich gut aufgelegt und geduldig sprachen wir über The Red Chord, zukünftige Kollaborationen und Produzenten der Kindheit. Ein sehr schönes Interview, das nur kurz durch Soundcheck-Verpflichtungen am Micro unterbrochen wurde.

Dosenmusik: Hi erste Frage gleich wie gefällt dir die Tour?
Guy Kozowyk: Großartig, die beste Tour die wir bisher in Europa hatten. Wir haben ja mit Black Dahlia Murder schon mal einige Male in Amerika getourt. Wir haben Sie damals mit auf eine von unseren Touren genommen als Sie noch recht unbekannt waren. Nun haben Sie sich mit dieser Tour bei uns bedankt. Und wie gesagt es macht eine Menge Spass.
Dosenmusik: Ich hab gelesen das ihr euren Namen aus einem deutschen Stück habt, wie kam es dazu?
Guy Kozowyk: Ich hab an der Uni Musik und Geschichte studiert. Damals bin ich auf einem Komponisten Alban Berg mit seinem Stück "Wozzeck" aufmerksam geworden. Da geht es um einen Schizophrenen der eine Frau umbringt indem er ihr die Kehle aufschneidet. Er bekommt das aber wegen seiner Krankheit nicht richtig mit, und als er es dann wahrnimmt sagt er immer wieder: "My god what ist hat Red Chord across your throat!?" Tja und das hab ich dann als Bandnamen übernommen.
Dosenmusik: Sehr schön aber weitere Verbindungen gibt es jetzt nicht zu Deutschland?
Guy Kozowyk: Nein da gibt's keine. Obwohl unserer Drummer soll ja einen sehr lustigen Nachnamen hier in Deutschland haben, Fickeisen?! Haben wir vorher gar nicht gewusst aber da gab's schon viele Lacher auf der Tour.
Dosenmusik: Ja, der Nachname ist schon sehr lustig. Gib uns doch mal bitte eine kurze Übersicht über die Entstehungsgeschichte von The Red Chord.
Guy Kozowyk: Klar, uns gibt's jetzt ungefähr seit 1999 2000, aber mit dem richtig heftigen Touren haben wir dann erst gegen 2001 begonnen. Damals gab es noch nicht viele Bands die die Genre Deathmetal, Hardcore und Grindcore verbunden haben. Sonst gibt's da eigentlich nicht viel zu erzählen, seitdem sind wir nur am Schreiben und Touren.
Dosenmusik: Das stimmt ich habe gelesen das ihr schon mal 300 Tage in einem Jahr getourt seid?!
Guy Kozowyk: Ja das ist richtig, wir touren sehr sehr viel da kommen da auch schon mal so hohe Zahlen bei heraus.
Dosenmusik: Wie bleibt ihr denn dann im Kontakt zu euren Familien?
Guy Kozowyk: Da gibt's das Internet, Handys usw mittlerweile ist das schon recht einfach geworden.
Dosenmusik: Du hast ja ein eigenes Label, Black Market Activities auf dem einer meiner Lieblingsband, From A Second Story Window gesigned sind. Ist es für dich als aktives Bandmitglied einfacher ein Plattenlabel zu führen? Gegenüber jemanden der jetzt zum Beispiel Marketing studiert hat?
Guy Kozowyk: Nunja es ist für mich natürlich einfacher nachzuvollziehen was eine Band will, oder worin ihre Ziele liegen. Ich denke auch das ich mit meinem Label mehr den Künstler sehe und mehr auf seine Wünsche und Bedürfnisse eingehe, als es vielleicht ein Unternehmens basiertes Label macht.
Dosenmusik: Jetzt kann ich mir aber vorstellen, dass es schon sehr anstrengend ist, so viel unterwegs zu sein, ständig auf Tour und dann noch das Label. Wie bringst du das unter einen Hut, wie zum Beispiel suchst du die Bands raus, die aufs Label sollen?
Guy Kozowyk: Das ist vollkommen richtig, es ist super anstrengend. Daher outsorce ich viel, verteile die Arbeit halt auf Leute ich dafür angelernt habe. Besonders wenn es um die Auswahl der Bands oder halt die ganzen anderen Kleinigkeiten geht. Ich hoffe das ich irgendwann mal die Verkaufzahlen so im Griff hab, dass ich mir ein sehr gutes Raster an Bands aufbauen kann und es dann fast von allein läuft.
Dosenmusik: Kommt daher auch der Zusammenschluss mit Metal Blade Records, da gab's ja dann auch Verwechslungen, zum Beispiel welche Band wo unter Vertrag steht?!
Guy Kozowyk: Nö das eigentlich nicht, Metal Blade ist in den Staaten nur ein Auslieferer meiner Artikel, wir sind da nicht so was wie Partner oder so. Aber es nervt schon das dadurch manchmal die Band zu Metal Blade gezählt wird, obwohl sie eigentlich bei mir ist. Da hoffe natürlich auch, dass sich das in Zukunft mal ändern wird.
Dosenmusik: Dann mal wieder zurück zu deiner Band. Vorhin hast du erwähnt das es in der Zeit als ihr begonnen habt, nicht viele Bands gab die die Genre so gemischt haben wir ihr. Siehst du The Red Chord als eine Art Vorreiter an, was diese Genrevermischung betrifft?
Guy Kozowyk: Ja auf jeden fall. Ich meine klar gab's es schon einige Bands die das gemacht haben. Converge natürlich die viele Stile gemischt haben, Dying Fetus hat auch auf seine weise schon diesen Weg beschritten. Aber von denen mal abgesehen, gab es nicht wirklich viele Bands die sich dieser "Vermischung" angenommen haben. Ich meine Dying Fetus waren schon immer mehr Richtung Death Metal unterwegs und Converge halt eben mehr zum Hardcore. Von daher denke ich schon das wir eine der ersten Bands waren die das fast 50/50 aufgeteilt haben.
Dosenmusik: Momentan hab ich auch den Eindruck, dass wieder ein kleiner Umbruch stattfindet. Viele Bands orientieren sich wieder in die Richtung des Progressive. Allen voran Between The Buried And Me mit ihrem aktuellen Album. Aber auch bei euch habe ich diese Veränderung auf dem letzten Album gefunden. Denkst du, dass ihr da auch wieder ganz vorne mit dabei seid?
Guy Kozowyk: Hmm also ich denke das kommt immer darauf an. Wenn du eine Band hast die einfach den Leuten wieder was neues präsentieren kann wirst du immer als Vorreiter beschrieben. Between The Buried And Me zum Beispiel, sind halt durch das neue Album besonders in den Staaten sehr populär geworden. Daher denke ich, dass diesem Beispiel nun wieder viele andere Bands folgen werden. Das bedeutet aber eigentlich nur, dass die anderen sehen das man damit Geld machen kann und springen dann einfach auf den Zug mit auf. Aber jetzt bitte nicht falsch verstehen, wir und Between The Buried And Me sind sehr gute Freunde. Es eine Rivalität zu nennen wäre halt viel zu viel aber der eine tut was verrücktes, also zieht der andere nach. Wie zwei gute Freunde die sich halt immer ein wenig übertrumpfen wollen, da will keiner hinten anstehen. Aber so was geht natürlich nur wenn man wirklich gut befreundet ist.
Dosenmusik: Das letzte Album "Clients" war ja ein Konzeptalbum, wie sieht es mit "Prey For Eyes" aus?
Guy Kozowyk: Es ist nicht wirklich ein Konzeptalbum aber wenn es ein Thema geben sollte was sich durch das Album zieht, dann geht es da mehr um Doppel- oder Dreifachbedeutungen. Das muss jetzt nicht mal von Song zu Song gesehen werden, die haben miteinander nicht viel zu tun. Aber was halt die meisten Verbindet ist, dass man aus mehreren Perspektiven das ganze Betrachten kann. Das wird also mehr zum vereinigenden Thema des Albums daher ist es aber nicht wirklich ein Konzeptalbum.
Dosenmusik: Es hat also nichts mit dem Titel zu tun, der ja von deinem Bruder gekommen ist?
Guy Kozowyk: Nicht wirklich, aber auch dieser lässt halt mehrere Blickwinkel zu.
Dosenmusik: Wie sieht es denn momentan aus, wenn man so erfolgreich ist, wird man da noch von anderen Bands beeinflusst, so wie vielleicht früher in der Kindheit?
Guy Kozowyk: Eigentlich nicht, klar es kommt immer mal wieder vor das eine andere Band ein richtig gutes Album veröffentlicht. Aber das spornt dich dann eigentlich nur an selber an die und an deiner Band noch härter zu arbeiten. Es ist aber nicht so, dass ich jetzt zum Beispiel eine Band sehe wie Job For A Cowboy und denke, wow die machen das gut, dass müssen wir jetzt auch so machen. Sondern man sieht eher, dass man mit der eigenen Band immer weiter arbeiten muss, und sich immer weiter pushen muss um das beste aus einem herauszuholen.
Dosenmusik: Ist es eigentlich Zufall, dass Job For A Cowboy mit euch auf Tour sind. Immerhin hat Jonny Davy seine Stimme bei zwei Song auf "Prey For Eyes" beigesteuert.
Guy Kozowyk: Ja das ist mehr Zufall. Jon hat einfach eine großartige Stimme. Das gab irgendwie zustande als Job For A Cowboy aus einer Tour in Europa zurückkamen mit Unearth. Zu dem Zeitpunkt waren wir in New Jersey in einem Tonstudio. Am ende hat es sich dann so ergeben, dass wir alle in einem Haus waren, von einem Typen der bei Ferret arbeitet und Job For A Cowboy betreut. Dort sind wir ins Gespräch gekommen und haben sogar eine Woche lang mit ihnen zusammen Shows gespielt. Und ich finde seine Stimme passte einfach zu einigen Ideen die ich fürs neue Album hatte und wir sind dann einfach zusammen ins Studio. Wie ich finde hat sich das echt gelohnt.
Dosenmusik: Wie sieht es denn bei euch mit dem Songwriting aus, wer ist für was verantwortlich?
Guy Kozowyk: Auf dem neuem Album haben wir allen miteinander gearbeitet. Also ein richtiges Gemeinschaftsprojekt welches wir zum ersten Mal hatten. Auf allen anderen Alben haben wir in dieser Form noch nicht gearbeitet.
Dosenmusik: Und wie kann man sich so eine Zusammenarbeit vorstellen. Jamed ihr da oder tüftelt jeder für sich was aus und am Ende wird alles zusammengetragen?
Guy Kozowyk: Nein wir haben viel über unsere Ideen gejamed. Wir haben uns hingesetzt und jeder hat zu jedem Zeitpunkt seine Ideen präsentieren können. Dann haben wir es einfach ausprobiert und weiter getüftelt bis es gepasst hat. Auf den anderen Alben war es wie gesagt nicht so und ich denke das es dieses mal besser gelaufen ist dadurch. Natürlich ist es nicht einfacher, es ist definitiv eine größere Herausforderung aber wie ich denke eine die sich gelohnt hat.
Dosenmusik: Das nächste Album wird vermutlich dann wieder so entstehen? Wann findet man bei so vielen Touren eigentlich Zeit dafür neue Sachen zu schreiben?
Guy Kozowyk: Man muss sich die Zeit nehmen. Wenn wir wieder einige Touren hinter uns gebracht haben, wie letztes Jahr zum Beispiel nach dem Ozzfest, nehmen wir uns eine Auszeit. Da haben wir uns 3 - 4 Monate Zeit genommen und in dieser Zeit das Album geschrieben.
Dosenmusik: Sie so dann auch der Plan für die nächsten Jahre aus?
Guy Kozowyk: Ja auf jeden Fall, man muss da in so einem Zyklus bleiben. Man muss touren damit einen die Leute nicht vergessen man muss sich aber auch die Auszeit nehmen für ein neues Album. Und das wird auch so bleiben, man muss viel Touren und sich da echt reinknien denn es ist schwer mit Extrem-Metal seine ganzen Rechnungen zu bezahlen.

Dann musste er kurz Weg für den Soundcheck um nach 10 Minuten das Interview fortzusetzen.

Dosenmusik: Wow, danke das du trotzdem Zeit hattest für das Interview.
Guy Kozowyk: Klar kein Problem, klar ist man 24 Stunden hier eingespannt aber man findet dafür schon Zeit.
Dosenmusik: Sehr schön, wie sieht es denn aus, die Tour geht jetzt noch bis Mitte Dezember und wann fängt die nächste schon wieder an?
Guy Kozowyk: Die startet schon am 20. Januar. Wir hoffen auch das wir im Juli wieder nach Deutschland kommen können, dass hängt momentan noch alles in der Schwebe aber drückt uns mal die Daumen. Dann hoffen wir, dass wir einige Festivals spielen können, das fehlt uns nämlich noch.
Dosenmusik: Also sieht man euch vielleicht bei Rock Am Ring?
Guy Kozowyk: (lacht) Mal sehen, es ist schon recht spannend weil wir in den Staaten nicht solch große Festivals haben. Klar gibt es das Ozzfest usw aber Wacken oder Rock am Ring sind schon richtig riesen Dinger.
Dosenmusik: Was ich auch gelesen hab ist, dass die Kanadische Grenze bei US Bands nicht sehr beliebt ist. Wie sieht's hier in Europa aus, ist es einfacher?
Guy Kozowyk: Da hast du recht, die Kanadische Grenze ist echt schwierig da kommt hier in Europa vielleicht noch die Schweizer Grenze ran. Obwohl dieses Jahr war's wirklich einfach. Solange du auf dem Festland bleibst in Europa hat man mit den Grenzen eigentlich kein Problem. Du brauchst zum Beispiel keine Arbeitsbestätigung wie in England. Man kann auf dem Festland seine ganze Ausrüstung einfach mit durchschleusen ohne Probleme. In Kanada ist das wieder schwieriger, weil die die ganze Zeit irgendwelche Änderungen haben. Aber was nimmt man nicht alles für die Kanadischen Fans auf sich. Es macht echt Spass dort zu spielen und die Kids verdienen es auch das man zu ihnen kommt. Aber die Grenze verursacht dann doch schon den einen oder anderen dicken Hals.
Dosenmusik: Fast jeder in The Red Chord hat nebenbei noch kleine Seitenprojekte. Du hast dein Label und die anderen sind noch in anderen Studioprojekten unterwegs. Braucht man das damit man all sein Kreativität ausleben kann?
Guy Kozowyk: Hmm, schwierige Frage. Klar bei einigen mag das zutreffen aber ich denke, dass es wohl auch daran liegt, dass man seine eigenen Sachen so sehr mag. Ich meine bei The Red Chord geht einfach alles, wir sind so lange so gut befreundet, man kann in dieser Band machen worauf man Lust hat. Manchmal glaube ich sogar, das es die Band nur gibt weil wir alle so gut miteinander auskommen und hier keiner den anderen enttäuschen will. Und bei den kleineren Projekten geht's dann halt auch mehr in Richung eigene Verwirklichung im kleinen Rahmen. Ich meine mit The Red Chord ist es Arbeit, es ist unser Job so viel zu Touren und neue Alben zu veröffentlichen. Es macht also Spass nebenbei noch einige Projekte zu haben wo man sich keine Sorgen um Verkaufszahlen oder irgendwas machen muss. Da geht's nur um den Spass den man damit hat.
Dosenmusik: So was steht als nächsten an bei euch, gleich wieder ein neues Album?
Guy Kozowyk: Das nächste was wir uns vorgenommen haben, bevor wir das neue Album schreiben, ist eine Zusammenarbeit mit einem Japanischen Noisekünstler Merzbow. Ich weiß da noch nicht genau was und wie viele Songs wir aufnehmen werden. Oder ob er einige Sachen von uns Remixen wird. Hängt alles noch ein wenig in der Schwebe und danach haben wir dann Zeit für ein neues Album.
Dosenmusik: Wie kam denn da der Kontakt zu Merzbow zustande?
Guy Kozowyk: Ich hab ihm einfach eine E-Mail geschrieben, eigentlich für Black Market Activities. Wir haben uns dann viel Geschrieben und ich hab ihm verschiedene Bands vorgeschlagen und Ideen die ich hatte und er fragte dann, wie es mit The Red Chord aussieht. Meine Jungs waren begeistert und so hat sich das dann einfach ergeben.
Dosenmusik: Werdet ihr bei dem neuen Album auch wieder mit Erik Rachel zusammenarbeiten? "Prey For Eyes" war ja eure erste Zusammenarbeit mit ihm. Gab's unterschiede zur Arbeit mit Zeuss?
Guy Kozowyk: Ja da gab's viele Unterschiede. Erik hat viele unserer Jugendalben produziert, wie Snapcase und Deadguy und die erste Hatebreed. Wir hatten also die Gelegenheit mit ihm zu arbeiten, die Zeit hatte gepasst und das Budget auch, also warum nicht. Ich meine mit Zeuss war es großartig aber warum eine Möglichkeit verstreichen lassen mit jemanden zu arbeiten, zu dem wir sehr lange in unserer Jugend aufgeschaut haben. Ich meine viele Kids heute wachsen mit den Alben auf die Zeuss produziert hat, wie Shadows Fall usw. aber für die Leute die ein wenig älter sind so wie ich wird Erik interessanter. Zeuss hat mit dem recorden angefangen als er noch selber in einer Band gespielt hat. Und Erik produzierte schon seit 20 Jahren Alben. Das soll jetzt nicht heißen das es da Qualitätsunterschiede gibt, aber es ist einfach was anderes mit jemanden zusammen zu arbeiten, der das schon so lange macht.
Dosenmusik: Sehr interessant, ich hab noch nie gehört, dass ein Künstler von einem Produzenten musikalisch beeinflusst wurde.
Guy Kozowyk: Naja ich habe es zu dem damaligen Zeitpunkt, als ich noch der Teenager war bestimmt nicht gemerkt. Denn wenn ich damals mit 15 mit Erik Rachel was aufgenommen hätte, dann hätte mich das nicht sonderlich beeindruckt. Erst wenn du Jahre später dann selber in den Aufnahmeprozess eintrittst merkst du wie damals eine ganze Menge Bands Ähnlichkeiten aufweisen. Ähnlichkeiten wie sie Aufgenommen wurden und immer wieder am gleichen Ort. Wir wurden allen von diesen Alben beeinflusst. Alle klingen irgendwie anders aber jedes klingt ziemlich gut. Und dann sagst du dir, wow das muss schon mit den Fähigkeiten des Produzenten zusammenhängen. Daher warum es spannend mit ihm zusammen zu arbeiten.
Dosenmusik: Gibt's dann noch Träume die du mit The Red Chord verwirklichen möchtest?
Guy Kozowyk: Was ich mit The Red Chord noch erreichen will, ist das wir uns vergrößern das wir wachsen usw. Da gibt keine bestimmten Ziele, wie zum Beispiel ich will noch in die oder die andere Band. Sondern es geht mehr darum mit der und der Band möchte ich noch auf Tour. Obwohl ich auch gelernt habe nicht mehr mit allen auf Tour gehen zu wollen. Wenn du erstmal ein wenig drin bist in der Materie dann entdeckst du auch Bands mit denen man nicht gerne Touren möchten, weil sie einen einfach schlecht behandeln. Darum passiert es auch das ich mir einige Bands einfach nur noch ansehe und das genieße aber nicht mir ihnen touren will. Denn dann könnte das ganze ruinieren. Ich unterscheide da schon zwischen der Musik die sie machen und wie sie sich verhalten. Das ist mir dann auch egal. Natürlich kann es auch passieren das dir die Musik gefällt und du dann doch mit denen auf Tour endest und plötzlich stellst sich heraus du liegst mit denen auf gleicher Wellenlänge. Dann bekommt das ganze noch mehr Tiefe und wird noch besser. Wie zum Beispiel Iron Maiden, ich hab von Mastodon mitbekommen, dass die Jungs einfach so super nett zu ihren Supportbands sind. Ich meine sie sind hier so große Legenden und trotzdem sind die total normale Leute. Ich meine Iron Maiden könnten auch auf ihren Support scheißen, die brauchen den nicht. Aber das die sich da halt so viel Mühe geben usw ist schon bemerkenswert. Klar ich denke das sollte eigentlich zum guten Umgangston gehören das sich jede Band seinen Supports gegenüber gut verhält.
Dosenmusik: So macht ihr das dann sicherlich auch?
Guy Kozowyk: Klar wir sind so aufgewachsen. Ich meine in dem ganzen Hardcore Umfeld mit der DIY Ethik, geht es ja auch um die Community. Man sollte selbst wenn einen große Band mal scheiße behandelt das dann nicht weiter tragen.
Dosenmusik: Das heißt heutzutage gibt es noch eine Menge DIY Bands obwohl die großen Label da überall mitmischen?
Guy Kozowyk: Klar, du musst ja keine DIY Band sein die selbstständig deine Platten veröffentlicht. Du kannst auch bei Epitaph oder Metal Blade sein und trotzdem DIY, es heißt ja nur das du für dich selbst und deine Band eigene Verantwortung übernimmst. Man muss sich ja nicht aufführen wie Rockstars nur weil deine Band einen gewissen Popularitätsgrad hat. Es lohnt sich immer mal was von deinem Geld zu sparen und für schlechte Tage aufzuheben. Du brauchst keine gigantische Produktion oder du musst nicht in einem super angesagten Club spielen. Und ich denke, dass der ganze Punkrock das ja auch aussagt. Selbst wir, die ja auf Metal Blade sind, bleiben eine bodenständige natürliche Band, die noch immer die Mentalität einer DIY Band in sich hat.
Dosenmusik: Das finde ich ein gutes Schlusswort, oder willst du noch was hinzufügen?
Guy Kozowyk: Nein finde auch das passt. Danke fürs Interview und genieß die Show.

Guy Kozowyk - vocals
Mike "Gunface" - guitar/vocals
Greg Weeks - bass
Mike Keller - guitar
Brad Fickeisen - drums

www.theredchord.com

Autor: CUBTB | 20.01.2007
Dosenmusik : der neue Shop
dosenmusik at Facebook Follow dosenmusik on Twitter RSS Feed
cd-empfehlungen
Asking Alexandria - From Death to Destiny I Is Another - I Is Another
Five Finger Death Punch - The Wrong Side Of Heaven and The Righteous Side Of Hell Alice in Chains - The Devil Put Dinosaurs Here
Heaven Shall Burn - Veto Le Fly - Grüß Dich Doch Erstmal!