Interview mit The Ocean
Interview mit Robin Staps, Nico Webers, Hannes Hüfken am 09.11.2007 im Schlachthof, Wiesbaden Wir sind Prog und stehen dazu.
The Ocean Einleitung: Nach zwei Vorbands die musikalisch perfekt ins Programm von The Ocean passen, erlischt das Licht und durch Musik vom Computer wird die Ankunft von The Ocean verkündet. Wie auch schon damals auf dem Gig als Support von The Black Dahlia Murder, erwartet den Zuhörer wieder eine Lichtshow der extra klasse. Auch aus diesem Grund sind die Leute extra nah an die Bühne herangekommen und platzen förmlich schon vor Neugier. The Ocean haben gerade mit Precambrian ein riesiges Konzeptalbum erschaffen. Nun sind alle im Raum gespannt auf die visuelle Umsetzung dieses Albums. Und wer The Ocean live schon gesehen hat, weiß wie mitreißend so eine Show werden kann. So steht die Menge im Dunkeln, wird von einem schönen klassischen Sample begrüßt und erkennt ein wenig wie sich die Band auf der Bühne bereitmacht. Kaum hat das Sample seine letzte Sekunde erreicht, bricht eine atmosphärische Gitarre die Stille, flackern die Lichter auf und hüllen die Bühne in ein unheimliches grünes Licht. Man ist sofort gefangen, wie auch schon im Interview gesagt beginnt nun der Film den The Ocean für uns heute ausgesucht haben. Diesmal ein Film mit Überlänge denn anscheinend hat es den Jungs sehr gefallen, denn diesmal kamen alle Zuhörer in den Genuss einer Zugabe. Man kann sich also vorstellen, dass die Show ein Erlebnis war. Trotz der kleinen Bühne entwickelte die ganze Band unheimliche Präsenz, erweckte die Lichtshow beim Zuschauer Emotionen die von der Musik noch weiter getragen wurden. Man konnte also ohne Probleme komplett versinken in dem was man sah und hörte. Wie auch auf dem Album durchlief man alle Stadien des Bewusstseins, mal nachdenklich, mal wütend, episch oder doch wieder kurzweilig. Aggressiv und doch friedlich, bedrohlich und von unglaublicher Schönheit. So kann man in etwa das beschreiben was man 70 Minuten lang von The Ocean erleben durfte. Stimmung die durch die Musik hervorgerufen wurde und mit der Lichtshow unterstütz wurde. Hier ist es fast schon eine Sünde die Augen zu schließen, so viel gibt es zu entdecken. Leider war die Leinwand die sie sonst auf größeren Bühnen haben nicht mit dabei, sonst wäre der Visuelle Rausch noch intensiver geworden. Aber das fehlen der Leinwand machten die Jungs mit Spielfreude und unglaublicher Hingabe weg. Wer The Ocean auf den Alben schon mag sollte sich keine Live Show in der nähe entgehen lassen. Ein Audio-visuelles Großereignis welches gerade in kleinen Club eine unglaublich intime und überwältigende Präsenz entwickelt

Cubtb: Heute Abend seid ihr ganz schön im Stress wie wir mitbekommen haben?!
Nico: Ja heute geht's noch 1200 Kilometer weiter nach Toulouse.
Cubtb: Ist das dann die erste richtig große Tour außerhalb von Deutschland?
Robin: Neee...
Cubtb: Weil ich hab euch das erste Mal auf der Tour mit The Black Dahlia Murder gesehen im Nachtleben. Diesmal seid ihr Headliner spielt ihr dadurch auch mal in größeren Clubs? Ich weiß jetzt nicht ob ihr auf der letzten Tour auch schon in großen Hallen gespielt habt?
Nico: Nein, da war damals auch schon alles dabei.
Robin: In Berlin haben wir im 36 gespielt. Der Gig war sehr gut besucht da waren glaub ich an die 400 Leute da. Das war sogar einer der besseren Gigs auf der Tour, immerhin war das im August und da ist es wegen dem Sommer ja schwer Leute in Clubs zu bekommen. Also bei der Tour waren es manchmal schon richtig fette Hallen und dann so was wie das Nachtleben. Für uns ist das nichts neues, es ist unsere dritte oder vierte Tour die wir so als Headliner spielen, natürlich im kleineren Rahmen. Aber wir waren letztes Jahr im März auch schon bis Portugal unterwegs also auch Europaweit. Im letzten Jahr haben wir auch noch eine einmonatige Tour im November gemacht, da haben wir dann das was wir im März bis April nicht geschafft haben abgedeckt, sprich Skandinavien und England
Cubtb: Also richtig viel auf Tour?!
Nico: Ja das ist unser Ansporn auf einer Tour viel abzudecken.
Cubtb: Und dann jetzt auch noch gleich die Tour im Anschluss nach Amerika?
Nico: Naja das ist so geplant.
Robin: Wir hoffen, dass das dann nächstes Jahr im April steigt.
Cubtb: Und werdet ihr dann auf dieser Tour euch die Leute mit einladen die ihr auf dem neuen Album drauf habt?
Robin: Naja, dass ist immer schwer zu realisieren. Wir hätten die natürlich gern alle mit dabei. Aber ich meine wir können uns das auch logistisch nicht leisten, die Leute mit im Bus unterzubringen. Und die haben ja auch andere Dinge zu tun. Wenn wir dann mal in einer Heimatstadt von einem spielen kann man das sicherlich arrangieren. Wie jetzt zum Beispiel jetzt auf der Tour in Holland wo Eric Kalsbeek mal dabei sein wird. Würden wir in Nord-Schweden spielen singt sicherlich der Thomas Hallborn mit…
Nico: Der hat auch schon mitgesungen, ich glaub der war schon bei insgesamt vier Shows mit dabei. Den haben wir dann extra eingeflogen, also das kommt also schon mal vor. Aber das ist jetzt nicht die Regel, denn manchmal sind die Leute auf dem Album ja auch nur für einen Part gedacht. Oder wie jetzt beim Eric nur für einen Song und da macht es keinen Sinn die dann die ganze Tour über dabei zu haben. Wir sind ja so schon genug im Bus.
Robin: Es hat sich bisher auch noch niemand bei Live Shows beschwert. Auch wenn die Parts nur von unseren beiden Hauptsängern hier Nico und Mike übernommen werden, früher war es der Meta. Das ist Live nicht so entscheidend ob das nun genau die gleiche Stimme ist wie auf dem Album.
Coney: Das wäre jetzt auch genau meine Frage gewesen, die Live Umsetzung. Gibt's also auf einer Tour sozusagen den Rough Edit, so wie ihr vorher geklungen habt auf der "Aeolian"?
Robin: Nein, also das ist alles schon zu 100% so wie es auf dem Album ist, die ganzen Streicher und so weiter, da arbeiten wir halt viel mit Samples. Also die ganze Sinfonie ist da, das einzige was du halt nicht auf einer Live Tour hast, sind die Gastsänger, das wir halt von Nico und Mike übernommen. Das fällt wie gesagt Live den meisten auch gar nicht auf. Die beiden haben Stimmen die das gesamte Spektrum abdecken können. Auf einem Album ist es wieder was anderes. Da freut es einen ja auch wenn man mal mit Musikern zusammen arbeiten kann, von Bands die man mag. Wir machen das auf unseren Alben sehr gerne.
Cubtb: Jetzt waren wir ja gerade bei den Samples, die nutzt ihr ja auf jedem Gig. Nun steht die Lichtshow bei euch besonders weit im Vordergrund, warum eigentlich?
Robin: Die Frage ist durchaus berechtigt. Und da gibt es auch eine ganz klare Antwort drauf. Weil wenn ich eine Band Live sehe, dann möchte ich mehr geboten bekommen als eine bloße Replikation der CD. Das ist ne Show, man stellt sich auf die Bühne und rockt und da kann man dann versuchen das Beste draus zu machen. Bei atmosphärischer Musik, wie wir sie machen, die ja viel auf atmosphärischen Flächen und Samples basiert ist es wichtig das auch optisch um zusetzten. Der Mensch reagiert halt eben nicht nur auf auditive Reize sondern auch auf visuelle. Meistens sogar mehr auf die visuellen, die meisten Menschen gehen ja auch viel lieber ins Kino als auf eine Konzert, nur mal so als Beispiel. Beide Welten sind uns halt unheimlich wichtig. Wir haben es früher sehr oft erlebt bei Clubshows, dass von Bands versucht wurde da nen Brett aufzubauen, mit schöner düsterer Atmosphäre und dann funkeln da im Hintergrund drei rote Lampen rum, das macht keinen Sinn. Deshalb haben wir von Anfang an Licht als festen Bestandteil unserer Show eingebaut und rücken da auch ungern von ab. Das mussten wir erstmalig auf der Black Dahlia Murder Tour machen, weil wir da ja nur Support waren. Aber wir proben zum Beispiel auch mit dem Licht, auch um da selber rein zu kommen.
Coney: Ihr nehmt also das Licht auch auf jede Show selber mit, dass ist ja schon ein großer Aufwand. Habt ihr dann auch Leute die das für euch aufbauen?
Nico: (lacht) Nee, das mach alles ich. Ich bin der Mann fürs grobe.
Robin: Naja, manchmal hilft da noch einer. Aber es ist schon ein großer Aufwand und nimmt auch eine menge Platz weg. Wenn ich mir mal unsere Reisesituation ansehe, die ist nicht so komfortabel.
Coney: Mit was reißt ihr, habt ihr einen Bus oder Van?
Nico: Nen Neun-Sitzer Van
Robin: Ja das ist dann schon eng und das liegt halt hauptsächlich am Licht. Also man zahlt schon einen hohen Preis dafür aber es lohnt sich.
Cubtb: Es lohnt sich auf jeden Fall, auf der Black Dahlia Tour hab ich euch das erste Mal gesehen und war neben der Musik vom Licht natürlich auch begeistert. Immer der Wechsel zwischen Grün und Rot. Am besten hat mir der Orangene Ton gefallen.
Nico: Ja da haben wir mit wenig Aufwand noch was guten hinbekommen.
Coney: Seid ihr dann was eure Setlist anbelangt da auch ziemlich festgelegt? Wenn bei euch so viel von verschiedenen Komponenten abhängt.
Nico: Klar, das steht im groben schon alles fest. Wir können zwar ein wenig improvisieren, mal einen Song muten aber im Großen und Ganzen steht alles vorher schon. Wir einigen uns halt vorher was wir spielen wollen und auch machbar ist. Wir haben ja zwei neue Gitarristen dabei da muss man dann auch drauf achten. Wir können mal einen Song dazunehmen oder einen weglassen aber wie gesagt eigentlich steht das alles vorher schon fest.
Robin: Aber ich bin auf der Tour doch überrascht wie flexibel wir eigentlich sind. Denn eigentlich ist ja alles vorher schon einprogrammiert. Da gibt's dann so zusagen ein A, B oder C Set, aber in letzter Zeit haben wir viel rumexperimentiert. Haben halt mal einen Song übersprungen oder hinten dran gehängt usw. Ist halt nicht so einfach wir wollen ja das die Songs auch in einander übergehen. Liegt viel an den Samples die wir verwenden, das soll ja eine komplette Show sein, ohne viel dazwischen Gelaber zwischen den einzelnen Songs. Wir wollen halt permanent Mucke haben und das heißt, dass man alles eben hintereinander bauen muss. Das schränkt die Flexibilität schon ein, das stimmt.
Coney: Das ist für mich halt eine ganz andere Herangehensweise, so etwas habe ich vorher noch nicht gehört. Ich geh auf ein Konzert und will überrascht werden.
Nico: Bei uns ist es halt so eine Sache, wir haben normalerweise noch eine Leinwand im Hintergrund, die Midi-gesteuert Bilder zur Musik zeigt, die dann auch punktgenau passen usw. Also ein weiterer visueller Anreiz für den Zuschauer. Es läuft halt alles ab wie in einem Film, daher spielen wir auch so gut wie keine Zugaben, es kommt mal vor wenn das Publikum echt mitgeht und wir selber auch voll drin sind. Normalerweise ist es wirklich so konzipiert das es reicht.
Coney: Ich habe Kritiken von euren CDs gelesen und was Wort cineastisch fällt fast überall.
Nico: Ja das freut uns auch sehr, wir sind selber Cineasten und haben immer eine Menge Filme mit dabei. Wir sind alle ziemliche große Film-Geeks und das versuchen wir halt auf der Bühne zu kombinieren, daher auch das Licht und Leinwand.
Robin: Es geht auch einfach darum zu versuchen die Atmosphäre nicht einbrechen zu lassen. Wir fangen an und dann läuft im Prinzip eine Stunde lang der Film durch und wir machen mehr oder weniger den Soundtrack dazu. Das ist halt das, was ich bei anderen Bands manchmal sehr schade finde. Da bauen sie eine Stimmung auf und dann ist der Song zu ende und man ist wieder bei Null. Dann geht der nächste Song los und muss dann die Stimmung erst wieder herstellen. Daher versuchen wir das immer in einem Fluss durchzuspielen.
Cubtb: Ist es dann auch angedacht mal ein Soundtrack zu einem richtigen Film zu machen?
Robin: (mit ziemlich breitem Grinsen) Wir haben gerade die letzten Tage überlegt wie kann man "Precambrian" unser Doppel Konzeptalbum noch topen kann. Und das wäre so ein Ansatz zu sagen, komm man macht einen Film. Man Released das dann auch als Film, also als DVD und Musik CD in einem und macht eine durchgehende Storyline. Man filmt das dann vorher und macht dann die Musik oder parallel. Also das wäre auf jeden Fall noch eine ganz große Herausforderung.
Coney: Das hieße dann wirklich über die Grenzen hinausgehen, so wie du es zum neuen Album schon geschrieben hast. Und wäre auch was anderes, denn du hast ja auch geschrieben das du jetzt erstmal kein neues Album aufnehmen willst.
Robin: Das ist auch noch immer der Fall.
Cubtb: Nach 6 Monaten Arbeit am neuen Album kann man da auch verstehen. Wie habt ihr das eigentlich mit euren Gastmusikern gemacht. Seid ihr zu denen hingeflogen und habt mit ihnen die Songs aufgenommen. Oder habt ihr ihnen eure Wünsche und Vorstellungen geschickt und gesagt, nehmt das mal so und so auf?
Robin: Also die Drums haben wir wieder in Finnland aufgenommen. Wir waren da drei Wochen lang in so einem Stall eingeschlossen, völlig isoliert von allem anderen. Haben da dann das Schlagzeug und die Gitarren eingespielt. Den Rest haben wir in Berlin aufgenommen. Die Gastvocals haben die Leute alle bei sich aufgenommen. Außer Nate Newton von Converge, die waren gerade in Berlin auf Tour und wir kennen uns schon. Er war ja auf dem letzten Album dabei und daher war er bei uns im Studio. Die anderen haben das bei sich in den Studios gemacht. Wir haben ihnen halt unsere Texte und Arrangements geschickt und die haben das dann eigenständig alles gemacht. Ich wäre zum Beispiel auch gern nach New York zum Nic geflogen weil, dass wäre auch schneller gegangen. Wir haben ja sehr große polyphone Tracks mit 84 Spuren, so was wird per E-Mail relativ kompliziert zu steuern. Dadurch hat das ganze natürlich länger gedauert und mehr Geld verschlungen als hätte sein müssen. Daher wäre ich schon gerne runter geflogen, aber dann wäre das Album noch später raus gekommen und der Track musste halt während unserer Black Dahlia Murder Tour fertig werden. Beim Mastern war das ähnlich, wir mussten es ja noch einmal Re-Mastern lassen, weil wir mit dem ersten Mal nicht zufrieden waren. Darum hat sich das dann alles so wenig hingezogen.
Coney: Hattet ihr dann bei diesem Album auch ein größeres Budget zur Verfügung, dass euch da Metalblade eine wenig mehr gibt?
Robin: Geringfügig, also wir haben viel aus eigener Tasche dazubezahlt. Aber ich bin sehr froh das Metalblade, das alles so realisiert hat. Mit dem Package und dem Artwork, das geht alles auf den ihren Kappe. Die haben alles so gemacht wie wir das wollen, dass hab ich am Anfang nicht erwartet. Das wenn du dir die CD jetzt anschaust, so was hab ich echt noch nicht gesehen. Wir haben die CD jetzt auch erst vor zwei Tagen erhalten. Es ist halt wahnsinnig aufwändig das Artwork mit all den Sonderfarben, das Digipack mit dem Booklet was rein geschoben werden kann und so weiter.
Coney: Das ist ja auch das Beste an CDs, das sich da soviel Mühe gegeben wird. So lohnt sich dann auch wirklich der CD kauf.
Robin: Genau wenn man sich heute noch Cds kauft, dann auch viel deswegen. Denn so ein Jewelcase mit einem kleinen Booklet, das muss ich nicht unbedingt besitzen. Aber wenn man dann so was in den Händen hält, ist das was komplett anderes. Das will man dann auch haben.
Cubtb: Und wie seid ihr dann auf euer aktuelles Konzept gekommen, die Geburtsstunde der Erde. Wurde das viel von der Novelle des Lautréamont beeinflusst?
Robin: Naja die beiden Sachen haben erstmal nichts miteinander zu tun. Wir wollten aus verschiedenen Gründen ein Konzeptalbum machen. Wir hatten halt immer die Zweiteilung innerhalb der Band. Auf dem ersten und zweiten Album waren wir viel mit Streichern unterwegs und dann später etwas rockiger. Live haben wir eh immer die beiden Aspekte berücksichtigt. Also dachten wir uns, bringen wir das ganze doch mal unter einen Hut. Da war unser erster Gedanke da wir das beides wirklich trennen. Eine ganz kurze harte Scheibe und eine zweite richtig lange ausufernde epische Scheibe zu machen. Und da sollte nun ein Konzept her was das unterstütz und auch tragen kann. Schlussendlich bin ich dann auf das Konzept wieder durchs visuelle gekommen. Immer wenn ich die Mucke gehört habe, hatte ich Bilder von Vulkanen und zähfließenden Lavaströmen im Kopf. Und da ich ja auch Geologie studiert habe war mir die Materie dann auch nicht ganz fremd so das ich nicht viel recherchieren musste. Wir hatten dann noch das Problem, dass wir eine Zeit finden mussten die dann auch auf die Songanzahl passt. Das war nicht ganz einfach.
Cubtb: Das heißt, ihr hattet die Songs alle vorher schon und habt dann nur noch eine passende Zeitperiode gesucht?
Robin: Zum teil, wir hatten die meisten Songs vorher schon aber die genaue Aufteilung war noch nicht klar. Wir haben dann auch noch zwei Songs hinzugefügt um die entsprechenden Zeiten befüllen zu können. Einen haben wir auch in zwei Songs unterteilt, was aber auch vom Lied her sinn macht, weil es eigentlich zwei komplett verschiedene Parts waren. Wir haben da also noch ein wenig Kosmetik betrieben.
Coney: Kurze Zwischenfrage, seid ihr dann mit diesen nachträglich aufgenommenen Songs genauso zufrieden wir mit dem Rest?
Robin: Ja klar, also na ja wir haben die dann nicht noch nachgeschoben. Wenn das jetzt so rüber kam hab ich das falsch formuliert. Das Konzept stand schon sehr früh fest. Und als wir uns dann darauf schlussendlich geeinigt hatten, haben wir halt die Songs die wir noch im Hinterkopf hatten weiter komponiert. Bis wir dann alle Zeiten bedienen konnten, dass ganze ging aber so ziemlich Hand in Hand. Da sind also keine Füller auf dem Album gelandet, so nach dem Motto wir brauchen jetzt noch einen Song, also schreiben wir mal schnell einen.
Cubtb: Und was hat es dann mit Lautréamont auf sich?
Robin: Achso ja, also erstmal das Album ist ein Konzeptalbum über das erste Kapitel der Entstehung der Erde. Vor 4,5 Millionen Jahren gab's noch kein Leben auf der Erde, geschweige denn menschliche Belange. Nun ist es natürlich sehr schwierig Texte zu schreiben die immer wieder von Vulkanausbrüchen handeln, dass wird dann doch recht schnell langweilig. Wenn Musik emotional sein will, was eigentlich immer der Fall ist, dann muss sie sich mit menschlichen Belangen auseinander setzten. Daher sind wir textlich dem Konzept nicht mehr ganz treu geblieben. Es wird schon ein wenig aufgegriffen, es gibt halt Textpassagen die man schon auf die Entstehung der Erde beziehen kann. Und da war ein wichtiger Einfluss Lautréamont. Auf Hadean/Archean haben wir bei drei Songs komplette Textpassagen aus den "Gesängen des Maldoror" übernommen. Und das heißt nicht in dem Sinne übernommen, boar das finde ich toll usw. Wir haben da richtig zitiert aus dem Buch.
Cubtb: Das habt ihr dann übersetzten müssen, Lautréamont ist ja Brasilianer?
Robin: Nein, das Buch gibt's ja auch in verschiedenen Sprachen, Englisch, Deutsch usw.
Coney: Dann ist es auch kein Problem eure Texte zu finden. Stehen die im Booklet mit drin?
Robin: Ja das steht alles mit drin. Auch die Quotes die sich so durch das ganze Booklet ziehen sind alles Zitate von Lautréamont. Für mich ist die "Gesänge des Maldoror" die perfekte Metallnovelle überhaupt, dass ist dermaßen Boshaft und voller Abscheu für die Menschlichkeit und Menschheit, die Moral und die Tugenden des Menschen. Da hatte ich schon länger den Gedanken das mal zu benutzen und ich war überrascht wie gut das passt.
Cubtb: Und wie sieht's dann mit den anderen Bandmitgliedern aus. Haben die sich dann das Buch auch mal zu Herzen genommen und gelesen?
Robin: Also es ist schon mein Brainchild wie auch viele Komponenten der Musik. Daher weiß ich gar nicht genau viele Bandmitglieder das Buch gelesen haben. Nico hast du es gelesen?
Nico: (lacht) Nee, ich glaube nicht. Aber ich hab schon gemerkt als ich die Texte bekommen habe, ich mein ich weiß ja wie Robin schreibt, hey das ist aber nicht von dir?! Das klingt ja wie aus einem Buch. Also ich denke ich werde es auch mal lesen.
Cubtb: Also ist das Album so ne Art Kaufanreiz?
(alle lachen)
Cubtb: Zu den Orchestralen Parts auf dem Album, wie kam da der Kontakt zu Stande. Seid ihr zu Metalblade hin und hab gesagt wir wollen wieder Streicher und klassische Instrumente. Oder kennt ihr da einige Musiker aus dem Orchester?
Robin: Das hat sich alles so ergeben, das sind letztendlich alles Bekannte und Kontakte von uns. Keiner von denen wurde zum Beispiel bezahlt für das was sie da tun. Das waren halt immer Freunde von Freunden. Das ist ja auch nichts Neues für uns wir hatten ja schon immer einige klassische Instrumente auf unseren Alben. Das sind jetzt nicht mehr dieselben wie damals aber man hat über Zeit genügend Kontakte gesammelt das man einige Leute mal anrufen kann. Und für die ist das ja auch spannend mal bei was ganz anderem mitzuwirken.
Coney: Das wäre jetzt auch meine Frage gewesen. Wie ist das denn für solche Musiker, die ja nun ganz andere Musik hören und spielen, und die werden dann mit euren Sachen konfrontiert?
Robin: Da können wir Hannes einfach mal Fragen, der kommt ja aus dem Bereich.
Hannes: Naja nicht aus der Klassik, aber stimmt schon ich bin kein Metaller.
Robin: Also die Klassiker finden das in erster Linie ziemlich spannend. Den spiele ich dann aber nicht gleich den kompletten Song vor. (alle lachen) Die kriegen erstmal Noten und einen Metronomtrack, die werden da vorsichtig rangeführt. Für viele ist das auch eine Herausforderung nach Metronom zu spielen, weil das hat ja viel mehr Tempokurven als das war sie normalerweise machen.
Coney: Hast du auch eine klassische Ausbildung?
Robin: Nein ich bin Autodidakt.
Hannes: Ja das merkt man manchmal auch. Denn das nächste Mal kann ich dir dann sagen, das Tempokurven Agogik heißt.
(alle lachen)
Robin: Zum Teil betrifft das auch Hannes. Ist ja seine erste Tour mit uns und er kommt ja aus einem ganz andere Bereich. Ihn haben wir auch über verschiedene Kontakte kennen gelernt. Wir brauchten ja noch unbedingt jemanden er uns den Bass einspielt, für Album. Denn Mike unser zweiter Sänger musste ja öfter wieder nach England. Und so sind wir dann zu Hannes gekommen und er hat dann auch sagt er kommt mal mit auf Tour.
Hannes: Jup und jeden Abend hab ich dann Kopfschmerzen.
(alle lachen)
Robin: Aber du hast trotzdem Spass.
Hannes: Ja.
Cubtb: Wie sieht es denn eigentlich mit der Visions aus. Die Zeitschrift war ja nie so eurer richtig großer Fan? Aber an dem aktuellen Album kann sie ja eigentlich nicht vorbei, zumal ihr ja von allen anderen Kritikern, zu recht, immer nur gelobt werdet.
Robin: Naja am Anfang fand uns die Visions schon recht cool. Ich bin mal gespannt auf die Kritik, wir haben die noch nicht vorliegen. Bisher haben wir nur sechs oder sieben Rezessionen bekommen, die fasst alle lächerlich gut sind. Würde mich nicht wundern wenn die Visions da mit einstimmt in den Tenor. Die mochten halt die Aeolian nicht, die war denen zu sperrig und krass. Ist ja auch eher Blatt was mehr Mainstreamiger orientiert ist. Aber unser erstes Album Fogdiver ist bei denen damals sehr gut angekommen. Da hatten wir damals auch eine eigene Story im Heft. Wie das neue einschlägt wird sich zeigen, es interessiert mich schon, ich les das Blatt zwar nicht mehr aber es ist schon interessant zu erfahren was die dazu sagen werden.
Cubtb: Es ist euch also schon wichtig was Kritiker zu euren Alben sagen? Oder zieht ihr euer Ding durch, so nach dem Motto nach uns die Sinnflut.
Robin: Naja es ist nicht so das uns die Kritiken indem beeinflussen was wir machen. Wir ziehen unser Ding durch und dann kommt die Sinnflut. Aber es ist schon interessant wie die Sinnflut aussieht. Ich les mir Kritiken auch immer gerne durch, weil man auch mal einen anderen Blickwinkel aufs eigene Schaffen bekommt. Man wird ja dann mit der Zeit vielleicht doch mal von der eigenen Wahrnehmung verblendet. Ich war auch erstmal geschockt als wir die erste Antwort unseres Labels aufs Album bekommen haben. Die war erstmal gar nicht so gut wie ich sie mir gewünscht hatte. Ich hatte immer das Gefühl das diese Platte unsere eingängigste Platte ist. Das lag aber damals am alten Mastern, mittlerweile sind sie da komplett zurückgerudert.
Coney: Haben Metalblade euch dann damals gesagt ihr müsst daran was verändern?
Robin: Nein, es war halt eher eine etwas verhaltene Reaktion. Ich hatte eigentlich erwartet, dass sie da Freudensprünge machen. Aber die Antwort war eher, boar die ist aber schon sehr sperrig. Aber man hat uns nie reingeredet oder gesagt das geht so gar nicht.
Coney: Bei Konzeptalben ist das ja auch immer so ne Sache. Wenn man das jemanden vorspielt muss der ja auch erstmal dahinter steigen usw.
Robin: Wobei ich sagen muss, dass mit dem Konzeptalbum ist ein Angebot von unserer Seite. Das muss man nicht unbedingt mitmachen um die Musik zu verstehen oder schätzen zu können. Das ist halt für die Leute da, die halt mehr wollen. Aber man kann die Platte auch einfach reinschmeißen, ohne was davon gehört zu haben das funktioniert dann auch so. Das war uns auch sehr wichtig.
Cubtb: Wenn man über 6 Monate an so einer Scheibe arbeitet, da gibt's ja auch Momente in denen man am liebsten alles hinschmeißen will. Wie schafft man es sich da zu motivieren? Gibt's da nen Trick?
Robin: Nein eigentlich nicht, gerade bei diesem Album gab's viele Momente in denen man sich motivieren musste. Aber ich hab dann immer das Endziel vor Augen und das motiviert. Klar kackt man sich mal an im Studio, dann geht man mal raus und joggt ne weile. Aber das legt sich dann auch wieder.
Coney: In erster Linie seid ihr also Künstler. Wie Musiker, Schriftsteller oder Maler jeder hat seine Muse und irgendwann packt es einen weder.
Robin: Genau, das ist Leidenschaft, es ist ganz schwer die zu bezwingen und das verhindert das man in eine Art Lustlosigkeit verfällt die länger als einen Moment anhält.
Nico: Was vielleicht auch noch mit reinspielt in die Sache ist das Budget, da ja vieles aus eigener Tasche kommt.
Coney: Wie finanziert ihr euch dann?
Nico: Das Problem ist das wir halt gar nicht von der Musik leben können.
Coney: Das heißt ihr geht nach Hause und arbeitet dann wieder?
Nico: Ja jeder macht irgendwie was anderes. Ja, ja.
Robin: Ja ich hab in das Album natürlich ne ganze Menge eigenen Cash gesteckt und hoffe, dass das jetzt wieder reinkommt. Das war auch nicht geplant, aber es ist auch schon sehr schwer so ein Projekt im Vorfeld zu planen und durchzurechnen. Wir haben das Album zu einen viertel des Preises realisiert, was man eigentlich zahlen müsste, wenn man nicht jeden Pfennig so umdrehte wie wir das machen. Ich hab zum Beispiel meine Recording-Stunden auch nicht berechnet, dann wäre das gleich sechsmal so teuer geworden. Zum Bespiel als wir in Finnland waren haben wir 8 Stunden mit dem Engineer aufgenommen und dann hab ich noch mal 8 Stunden daran gearbeitet und dann 8 Stunden geschlafen. Da haben wir also aus dem Studioding schon mal das Doppelte rausgeholt. Viele Gastmusiker haben ihre Sachen umsonst gemacht. Anders wäre das auch nicht möglich gewesen, wenn man dann noch Profitarife gezahlt hätte, wäre das ganz schnell ein sechsstelliger Betrag geworden. Wir haben ja so das Budget schon überzogen.
Coney: Wo bringt euch denn dann eure Leidenschaft hin? Ich meine die Verkaufszahlen müssen steigen, die Hallen müssen größer werden usw.
Robin: Ja das wird jetzt alles passieren und alles wird gut. (alle lachen) Momentan schauen wir halt einfach wohin es uns treibt. Das kann man ja im Vorfeld nicht planen. Wir müssen halt mal schauen wie die Kritiker es annehmen oder die Endverbraucher um mal ein schönes Wort zu nehmen. Ich kann halt nicht sagen wie es angenommen wird. Irgendwann ist halt mal Schluss, da muss man halt schauen ob man noch mal ein Jahr investiert will und am Ende kommt nichts Finanzielles dabei raus. Man muss ja schauen das man irgendwie auch Geld verdient und das kann dann nicht immer nur auf Arbeit nebenbei herauslaufen. Aber diese Überlegung ist noch nicht gekommen, dass Album kommt ja jetzt erst raus und dann schauen wir mal was passiert.
Nico: Wir freuen uns momentan erstmal, dass das Album draußen ist. Das ist schon mal ein sehr großes Geschenk. Und was mir große Kraft gibt ist auch immer wenn du dann eine Show spielst, dann sind da Menschen die dich verstehen und die auch wissen warum die das machen.
Robin: Es ist auch schon cool wenn man mal zurückblickt, mit 14 oder 15 hätte ich nicht gedacht das ich mal mit meinen eigenen Song durch Europa toure. Das war damals wirklich so ein Kindheitstraum, da muss man auch mal inne halten. Auch wenn man damit vielleicht jetzt nicht reich wird. Aber die Band trägt sich schon soweit das am Ende von einer Tour für jeden beteiligten noch was übrig bleibt. Man muss halt schauen, dass man auch seine Miete zahlen kann und man kann durch Europa touren und das ist eigentlich schon recht nett.
Nico: Und es macht halt auch jeden Abend Spass zu spielen. Du freust dich dann auf einen bestimmt Song und so weiter. Anders würde das auch gar nicht gehen wenn man das nicht aus ganzem Herzen machen würde.
Coney: Genau und dann enttäuscht es mich, von Bands wie Panic At The Disco zu hören, dass sie Songs nur so schreiben damit sie den Fans gefallen. Die schreiben dann die Musik so oder so weil sie wissen das wollen die Fans hören. Und dann höre ich euch und ihr macht es weil es euch etwas bedeutet Musik zu machen und das ist was ganz anderes.
Nico: Das ist ne ganz andere Herangehensweise, wenn eine Band schon so kalkuliert das sie nur den Fans gefallen will. Dann können sie sich an daran erfreuen, dass ihre Verkaufszahlen so hoch sind. Die machen es halt dann wegen der Kohle, es gibt halt solche und solche Bands.
Coney: Aber es gibt ja auch Bands die es geschafft haben, zum Beispiel Isis, mit denen ich letzten ein Interview hatte. Die haben eine ähnliche Herangehensweise wie ihr und haben jetzt auch ihr eigenes Label, produzieren Bands und sind in der Welt unterwegs. Eure Nische ist halt klein aber wer weiß…
Cubtb: Aber ich denke der Markt öffnet sich da auch gerade. Wenn man sich das neue Between The Buried And Me Album mal anschaut. Ist ja auch ein Konzeptalbum und die Band hat auch im Interview gesagt, sie wollen einfach wieder den Charakter aus den 70igern aufleben lassen. Wo man sich noch Alben gekauft hat weil man sie am Stück anhören wollte.
Robin: Exakt, unterschreibe ich sofort, dass ist auch der Gedanke dabei. Das ist auch heute so ne Sache bei der ganzen Myspace rumgetuerei, wo die Leute zu sehr auf nur einzelne Songs konditioniert sind, nicht auf Alben. Für mich waren damals schon immer die Alben besonders wichtig die ich am Stück durchgehört habe. Das müssen jetzt nicht immer Konzeptalben sein. Das Gefühl geht heute völlig verloren, bei Myspace bekommt man dann immer nur vier Songs geboten, dann geht man weiter zur nächsten Seite. Heute wird Musik eh nur als Datenmaterial begriffen was man auf der Festplatte abspeichert. Der ganzheitliche Albumgedanke gerät leider völlig in Vergessenheit. Auf diese Art und Weise gewinnt Post-Rock oder Post-Core eine ganz neue Bedeutung, Postmoderne. Vielheit statt Ganzheit und das wollen wir umkehren. Zurück in die 70iger zurück zum guten alten Rock. Was ein Begriff ist, vor dem die meisten sich gesträubt haben oder zusammengezuckt sind, Prog, ist genau das was die meisten Post-Core Bands heute sind. Das war und ist Prog und nichts anderes und dazu stehen wir.
Coney: Kennt ihr Porcupine Tree?
Robin: Jup, das ist die erste und einzige Band die sich offen wieder dazu bekannt haben, Prog zu spielen. Sehr mutig und Otep kommen da auch langsam hin.
Cubtb: So dann noch eine Sache die ich als gebürtiger Berliner noch unbedingt wissen muss. Warum Berlin als Hauptzentrale?
Nico: Kreuzberg rules.
Robin: Berlin ist ne tolle Stadt, ich bin vor 7 oder 8 Jahren nach Berlin gezogen. Weil ich Musik machen wollte und das war bei mir in der Provinz recht schwierig denn da hat's immer an qualifiziertem Personal gefehlt. Da bot sich Berlin als größte deutsche Stadt und auch als kulturell fortschrittlichste Stadt an. Ich bin nicht enttäuscht worden, es war zwar schwierig und hat auch lange gedauert Leute für diese Band zu finden. Aber in Berlin passiert so viel aber wenn's irgendwo klappt dann in Berlin. Es ist auf jeden Fall die Stadt meiner Wahl sei es musikalisch, wohnen ist auch billig und es gibt einen unglaublich groß gefächertes Angebot, was man sucht kann man dort finden. Was ich auch noch an Berlin so mag ist das es keinen eigentlichen Stadtkern hat. Jeder Stadtteil hat seine eigene Identität, oft kommen die Leute da gar nicht so raus. Ich hab mal einen gefragt wo eine Straße in Berlin Charlottenburg ist und der sagte mir der ist da seit 27 Jahren nicht mehr gewesen. Damals dachte ich, was'n hier los aber heute kann ich das verstehen ich wohn da jetzt seit 7 Jahren und war vielleicht zwei Mal in Charlottenburg.
(alle lachen)

Nach sehr langen aber durchweg lustigen und informativen 41 Minuten geht dann unser Interview mit The Ocean zu Ende. Liest man sich jetzt das Interview durch und lässt das Konzert Revue passieren, muss man sagen, den Jungs hat es gefallen. Eine sehr lange Zugabe die perfekte Balance zwischen harten und neuen softeren Liedern. Am Ende steht ein Konzertbesuch der sich sehr gelohnt. The Ocean kann man live nun wirklich jedem ans Herz legen also geht zu den Shows und zeigt den Jungs das ihr Engagement nicht umsonst ist.


drums, percussion - Torge Liessmann
guitars - Matt Beels, Robin Staps, Walid Farruque
bass - Mike Pilat, Hannes Huefken, Jonathan Heine
cello - Stefan Heinemeyer
viola - Karina Suslov
violin - Christoph von der Nahmer
piano - Katharina Sellheim
saxophone - John Gürtler
glockenspiel - Daniel Eichholz
tambourine - Jonas Olsson
additional samples - Tomas Svensson
vocals - Mike Pilat, Nico Webers, Rene Nocon, Robin Staps,
Nate Newton, Dwid Hellion, Jan Oberg, Caleb Scofield,
Eric Kalsbeek, Jason Emry, Meta
live percussion: Gerd Kornmann
live visuals: Nils Lindenhayn
samples, creative despotism - Robin Staps

www.theoceancollective.com
www.myspace.com/theoceancollective

Autoren: Cubtb & Coney | 25.11.2007
Dosenmusik : der neue Shop
dosenmusik at Facebook Follow dosenmusik on Twitter RSS Feed
cd-empfehlungen
Asking Alexandria - From Death to Destiny I Is Another - I Is Another
Five Finger Death Punch - The Wrong Side Of Heaven and The Righteous Side Of Hell Alice in Chains - The Devil Put Dinosaurs Here
Heaven Shall Burn - Veto Le Fly - Grüß Dich Doch Erstmal!