Interview mit The Bled
Interview mit The Bled am 11.12.2005 im o25 Taco bell! damn!
The Bled Am 11.12.2005 traten The Bled als Headliner bei der von Dosenmusik präsentierten Tour auf. Dosenmusik hat dabei die Gelegenheit wahrgenommen, der Band einige Fragen zu stellen. Beantwortet wurden sie von James Munoz (Gesang) und Jeremy Talley (Gitarre).

Coney: hallo! vielen dank, dass ihr euch so kurz vor der show noch zeit nehmt für dieses interview!
Jeremy: wir danken euch! für wen machen wir das denn gerade?
Coney: wir machen das im auftrag von dosenmusik, dem veranstalter heute abend. das ganze ist eine online-community von knapp 2500 mitgliedern, deren betreiber partys, discos und konzerte veranstalten.
Jeremy: oh, ok! dann schießt mal los!
Coney: ihr seid jetzt seit dem 24. november in europa. wie verläuft dieser abschnitt eurer tour bisher?
Jeremy: es ist sehr aufregend bisher! wir waren zwar schon mal hier, aber es ist immer noch alles sehr neu. new people, new vibes, same quality! in england und schottland lief es sehr gut und die shows in deutschland waren alle klasse, auch wenn wir ab und zu probleme mit dem sound hatten. mal schauen, wie es heute abend so läuft.
Coney: ihr habt bereits 3 shows in deutschland gespielt und diese show heute abend ist die letzte bevor ihr für 2 weitere konzerte nach italien fahrt. hattet ihr eine gute zeit in trier, berlin und münster in den letzten 3 tagen und nächten?
James: ja, alles war sehr gut. nette leute, gutes publikum und gutes essen.
Zoolander: apropos 'gutes essen', wir haben vorher im internet nachgeschaut, wie lange ihr schon nicht mehr in den usa wart, aber ihr seid ja erst 3 wochen in europa, sonst hätten wir euch was von taco bell mitgebracht!
James: taco bell! damn! [klatscht in die hände] das wäre toll gewesen!
Jeremy: das wäre echt klasse gewesen! vielleicht als geschenk, james? Ihr müsst wissen, er hat heute geburtstag!
Coney: wow, echt!? happy birthday!
Zoolander: happy birthday! wie alt bist du denn geworden?
James: 23! glaube ich!? [grinst]
Zoolander: das mit taco bell machen wir einfach beim nächsten mal!
Jeremy: ok! abgemacht! [handshake] wo waren wir? ...ach ja, berlin war großartig! das nachtleben dort ist einfach verrückt!
Zoolander: ich glaube ihr wart an einem freitag da, oder!?
Jeremy: ja, es war ein freitag.
Zoolander: dann ist es natürlich gleich nochmal so gut! berlin macht unheimlich spaß am wochenende! ok, vergleicht mal das publikum hier in deutschland mit den kids in den staaten und anderen ländern!
Jeremy: jede show ist anders und jedes publikum reagiert anders. diesmal ist es etwas besser, da wir mehr feedback auf der bühne bekommen, als beim letzten mal.
Coney: die menschen kennen euch mittlerweile besser, da bleibt ein gewisser erfolg nicht aus. zeigen euch in deutschland oder in den usa mehr mädels ihre titten?
James: [beide lachen] eher in deutschland! aber in den staaten spielen wir vor mehr menschen als in anderen ländern. so entsteht da auch manchmal mehr energie. zum beispiel auf der warped tour. some crazy shit happened there! da gibts sogar eine nette story: billy idol war auf einigen dates dabei! he's a joke! er hat so viele neue songs gespielt und niemand wollte diesen mist hören. alle haben nur "white wedding" und "rebel yell" geschrien! aber er hats voll durchgezogen!
Zoolander: ist der nicht schon uralt?
James: stimmt schon! [grinst] aber immerhin sieht er für sein alter noch ziemlich gut aus. er hatte die ganzen shows über kein shirt an!
Zoolander: der muss doch aussehen wie iggy pop!?
Jeremy: [lacht] nein, nein! der hat sogar ein richtiges six-pack!
Coney: ja stimmt! ich hab ihn im sommer auf dem rock am ring festival gesehen. apropos, spielen the bled im sommer auf den großen festivals in europa?
Jeremy: wir waren ja in diesem jahr schon auf dem download festival. das war riesig! wer war nochmal da? ach ja, metallica und slayer! hell, yeah! aber für nächstes jahr ist noch nichts konkretes geplant!
Coney: leider habe ich euer konzert im vergangenen juni hier in diesem club nicht miterleben können. damals wart ihr ja auf tour, um die songs eures neuen albums "found in the flood" live vor publikum zu testen. "found in the flood" wurde dann im august veröffentlicht. habt ihr dieses mal auch wieder neue songs im gepäck, die ihr live ausprobiert?
Jeremy: wir spielen bei den soundchecks immer wieder neue songs, aber live vor publikum ist keiner dieser songs geplant. sie sind zu diesem zeitpunkt einfach noch nicht ausgereift, also hätte es keinen sinn, den leuten halbfertige stücke vorzustellen. vielleicht spielen wir ja den ein oder anderen song mal kurz an, aber nur wenn sich das spontan ergibt. es ist eher unwahrscheinlich.
Coney: das heißt ihr arbeitet ständig an neuem material? oder habt ihr einen bestimmten rhythmus wie in etwa 'tour - songwriting - studio - tour'?
Jeremy: bis "pass the flask" haben wir kontinuierlich an neuen songs auch während der tour und in unserer freizeit gearbeitet. für "found in the flood" haben wir uns das erste mal gemeinsam hingesetzt und nichts anderes gemacht, als neues material zu schreiben. die leute von vagrant records haben uns dafür genug zeit gegeben, so dass wir ohne druck arbeiten konnten und sich unser sound frei entwickeln konnte. so kann man letztlich wohl sagen, dass sich bei uns mittlerweile ein gewisser rhythmus eingespielt hat. aber wie gesagt, auch während der tour proben wir ein paar neue songs, aber nur bei den soundchecks.
Coney: die songs auf dem aktuellen album zeigen eine deutliche entwicklung eures songwritings verglichen mit euren vorherigen veröffentlichungen. habt ihr absichtlich auf diese veränderung hingearbeitet oder war das mehr wie ein natürlicher prozess, der während der aufnahmen deutlich wurde?
James: das hat sich einfach so ergeben. dadurch dass wir mehr zeit hatten als zuvor, konnte sich unser stil entwickeln. einige der songs auf dem album wurden über einen zeitraum von mehr als 2 jahren geschrieben. eine gewisse entwicklung ist also in diesem fall ganz natürlich. außerdem war es auch unser ziel, etwas neues zu machen, unseren horizont zu erweitern und den menschen zu zeigen, dass wir in der lage sind, uns zu verändern. die soften parts sind softer und die harten parts sind härter!
Zoolander: ihr habt nach "pass the flask" einen plattenvertrag bei vagrant records abgeschlossen. musstet ihr euren stil verändern, um in das label zu passen?
James: nein, ganz und garnicht! wir hatten absolut freie hand bei dem album. deshalb haben wir uns ja auch für vagrant entschieden. es ist ein hervorragendes label und alle mitarbeiter unterstützten uns von anfang an bei allen entscheidungen.
Zoolander: kommt ihr gut klar mit den anderen bands auf dem label?
Jeremy: wir sind gut befreundet mit den meisten bands. wir waren ja auch schon mit einigen gemeinsam auf tour, beispielsweise bei der warped tour. reggie and the full effect, emanuel und senses fail sind sehr gute freunde von uns.
Coney: was wäre euer traum-lineup für eine tour - egal ob es die bands noch gibt oder nicht?
Jeremy: hmm… gute frage! vielleicht king crimson, radiohead, led zeppelin und black sabbath… oh, und mötley crüe und PRINCE! [lacht]
Zoolander: welche bands haben euch zu beginn eurer karriere inspiriert, musik zu machen?
Jeremy: hauptsächlich radiohead und the obsession of me.
Coney: apropos radiohead... wenn ich mir "found in the flood so anhöre, dann habe ich den eindruck, dass die vocals viel breiter gefächert sind verglichen mit euren vorherigen veröffentlichungen. der gesang auf dem song "antarctica" erinnert mich doch sehr an tom yorke von radiohead und die screams auf dem album haben eine gewisse ähnlichkeit zu dennis lyxzén von refused.
James: wie schon gesagt ist radiohead eine unserer größten inspirationen und tom yorke ist einer der besten sänger, die es überhaupt gibt. ich wollte für das neue album unbedingt an meinen vocals arbeiten. ich hab tatsächlich gesangsunterricht genommen und mich dann bei den aufnahmen zu "antarctica" an tom yorks stil orientiert. refused sind eine großartige band und neben radiohead definitiv eine unserer vorbilder. oh, die haben wir bei der frage vorhin wohl vergessen!?
Coney: ja, hast du! macht aber nix!
James: also, dann könnt ihr refused auch noch zu unseren einflüssen dazu zählen.
Zoolander: was ist das beste daran, ein rockstar zu sein?
James: oh, das ist schwer zu sagen. wir sind ja nicht wirklich rockstars, aber was nicht ist, kann ja noch werden! [grinst] oh, aber eine gute geschichte hab ich dazu: auf einem konzert hatte so ein typ im publikum ein prince-shirt an. ich wollte das ding unbedingt haben und hab dann zwischen zwei songs zu ihm gesagt: "dude, i want that shirt!" er hats dann doch tatsächlich ausgezogen und mir auf die bühne geworfen. ich hab ihm dann nach der show ein shirt von meiner lieblingspizzeria aus meiner heimatstadt gegeben.
Coney: auf eurer website habt ihr eine link-section, in der man links zu eurem label und anderen bands finden kann. eine der darin aufgeführten bands fällt einem sofort ins auge und zwar slipknot! seid ihr mit denen gut befreundet oder gibt es einen anderen grund dafür, dass sie in dieser link-liste sind?
Jeremy: wir haben auf einer ihrer tourneen bei 5 shows als opener gespielt. ursprünglich sollte eigentlich kein opener mehr geholt werden und wir waren dann die letzte band, die mit an bord gekommen ist. die jungs sind echt in ordnung.
Zoolander: das war sicher ziemlich cool, oder!? wieviel spielzeit hattet ihr bei diesen shows?
James: das war das problem! es war zwar schön und gut, mit slipknot und ein paar anderen bands auf tour zu sein, aber wir hatten als opener gerade mal 15 minuten spielzeit! that was a pain in the ass! wir mussten unsere sachen immer in kürzester zeit auf- und abbauen und konnten so nie eine gute und ausgewogene show zeigen.
Coney: letzte nacht hatten wir eine party in diesem club, für welche die besucher unserer webseite die top 30 charts wählen konnten. und wenn ich mich recht erinnere, dann war euer song "i never met another gemini" auf platz 3! also erstmal gratulation dazu!
Jeremy: vielen dank! er ist auch immer noch einer unserer lieblingssongs.
Coney: ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass sich euer publikum heute abend ziemlich freuen würde, wenn ihr diesen song spielt!? ich habe eine setlist von einem eurer auftritte in england vor ein paar tagen gesehen und da war er nicht dabei.
Jeremy: wir haben ihn auf dieser tour meistens in unserer setlist gehabt und auch für heute abend haben wir geplant, ihn zu spielen.
Coney: dann wünschen wir euch alles gute für die show heute abend! nochmal vielen dank für dieses interview! hat spaß gemacht!
Zoolander: ja, danke, dass ihr euch die zeit genommen habt!
Jeremy: wir danken euch! have a good time tonight with the bled!
James: thanx and have fun!

James Munoz - Vocals
Jeremy Talley - Guitar
Ross Ott - Guitar
Darren Simoes - Bass
Mike Pedicone - Drums



autoren: Coney, Zoolander | 11.12.2005
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