Interview mit Spineshank
Interview mit Robert Garcia am 16.03.2003 Über "self destructive pattern", seine Songs und was im Leben wichtig ist...
spineshank dosenmusik: lass uns über euer neues album sprechen, ‚self destructive pattern' , was heist das eigentlich für euch?
robert: es war einfach so das es zeiten gibt wo man irgendwie selbstzerstörerisch mit sich selbst umgeht, wenn einem alles entgleitet, dass ist spineshank sehr oft passiert, uns als einzelnen mitgliedern, das alles einfach über den rand kippt uns irgendwie nicht richtig läuft und das meint ‚self destructive pattern' so ganz allgemein gesagt.
dosenmusik: ich denke ihr hab schon einen schritt voran gemacht was das neue album angeht im vergleich zu ‚strictly diesel' z.b...es bringt irgendwie ein anderes feeling rüber...wie denkst du darüber?
robert: also das album das wir vorher geschrieben haben, da ging alles ziemlich schnell, so ca. innerhalb eines monats schon nachdem wir den plattendeal unterzeichnet haben, damals waren wir einfach noch nicht so weit wie wir heute sind, wir wollten auf keinen fall einen 2. version der ersten alben rausbringen, das wäre nichtwirklich ‚gesund' für unsere entwicklung gewesen, wir haben uns musikalisch und mental weiterentwickelt und das kommt in ‚self destructive pattern'auf jeden fall zum tragen, so eine kleine evolution in unserer musik eben, wir hatten ja auch fast zwei jahre zeit und da passiert schon einiges, das ist einfach eine natürliche sache sich weiterzuentwickeln, es war einfach zu dem zeitpunkt genau das richtige für uns dieses album rauszubringen.
dosenmusik: nehmen wir mal den titelsong ‚self destructive pattern' und sprechen etwas darüber...da steckt schon mehr melodie drin, zum beispiel der chorus ist sehr schön!
robert: in unseren songs steckte ja schon immer viel melodie drin, diesmal wollten wir die melodiösen songs in diese richtung verbessern und die heftigen lauten songs noch krachiger machen. geplant war das allerdings nicht wirklich, es kam einfach so.
dosenmusik: wie lange hat es gedauert bis ihr das album eingespielt habt?
robert: so zweieinhalb monate glaube ich ungefähr, wir haben darauf geachtet das alles präzieser und genauer war als vorher, es wäre sogar noch schneller gegangen, wenn wir keine computerprobleme gehabt hätten und nicht irgendwelche leute währendessen krank geworden wären. dann wäre es bei manchen parts einfach noch etwas zügiger vorangegangen.
dosenmusik: viele bands haben recht viel material, so 20-30 songs bevor sie ein album aufnehmen und suchen die besten für ein neues album raus, seid ihr da genauso vorgegangen?
robert: ja natürlich war das auch bei uns so, wir hatten eine mengen songs und haben natürlich die besten rausgesucht... (cristian, sänger von ill nino läuft vorbei und beugt sich über das diktiergerät)
cristian: lügen über lügen, alles gelogen....(grinst,läuft weiter) (mächtiges gelächter)
robert: ...also wiegesagt in die ersten songs konnten wir uns nicht so richtig reinfinden und deshalb haben wir sie dann letztlich rausgeschmissen und nur die besten rausgesucht. unser produzent hat da auch ein bisschen mitgewirkt als wir die songs für das album rausgesucht haben.
dosenmusik: irgendwelche songs die speziell du rausgesucht hast?
robert: ja schon, aber ich meine wir haben sie eigentlich zusammen rausgesucht, sie uns als band noch mal angehört und gesagt welchen wir nehmen und welchen nicht.
dosenmusik: für ‚smothered' auf dem album habt ihr auch ein feines video gedreht wie lief das shooting?
robert: wir haben das in einem alten haus in downtown l.a. gedreht, es war so ein altes ding wo auch manchmal obdachlose leben, also nicht so schön eigentlich, aber das war fürs video so gedacht. es war ein haus aus den 20er jahren, wir waren da alle in einem raum in dem gedreht wurde. insgesamt hat es ca. 18 stunden gedauert, am ende haben wir dann den raum zerstört, das gehörte zum video dazu, wir haben einfach alles rausgelassen irgendwie war das sogar wie so eine kleine therapie für uns, sehr befreiend auf jeden fall (grinst) . wir haben es dem raum richtig dreckig gegeben, das hat schon mächtig spaß gemacht.
dosenmusik: der song ‚begining of the end' weshalb wurde der genau geschrieben...ich weis das ist eigentlich eher eine frage für den sänger aber ich frag dich trotzdem mal..!
robert: ich denke das ist so ein beziehungskisten ding,die frustration die du hast wenn es nicht richtig gelaufen ist. auch generell ein bisschen darüber wenn so etwas ausser kontrolle gerät ohne das du es noch wirklich beeinflussen kannst und das dann eine grosse frustration nach sich zieht. also das war es mit sicherheit für jonny was diesen song betrifft. generell auch etwas darüber wenn etwas einfach aus den fugen gerät und du kannst nichts machen.
dosenmusik: eigentlich aber mehr so ein beziehungs ding oder? als ich den song zum ersten mal gehört habe hab ich mir nur gedacht: ja genau das ist es das trifft genau den punkt, so fühl ich mich dabei...
robert: ja sicher ich meine er hat da in so was drin gesteckt denke ich und es ging um liebe und es kam nicht das dabei raus was er sich gewünscht und erhofft hat, sehr persönlich eben er mag es über solche sachen zu schreiben. mein drummer macht das eigentlich ähnlich. ich meine bei mir wars auch mal ähnlich, deshalb fühle ich da ähnlich wenn ich den song höre das ist dann genauso wie bei dir oder bei ihm.
dosenmusik: ja den song und worum es geht das kann man direkt fühlen wenn man ihn hört!
robert: danke, finde ich gut das du das sagst, das ist eine gute sache. schön wenn das jemand sagt der sich einen unserer song anhört und ihn versteht und das fühlt und weis worum es geht. das ist das schöne an dem wie jonny schreibt, man kann es wirklich verstehen und auf sich beziehen.
dosenmusik: hattest du irgendwelche hoffnungen oder erwartungen als ihr die neue platte aufgenommen habt?
robert: also was mich selbts betrifft war es für mich die grösste ding danach wieder damit auf tour zu gehen, ich konnte es kaum erwarten. wir wollten auch das wir da etwas auf den weg bringen das die leute an uns erinnert, was zu schreiben was unser leben betrifft und vielleicht auch den leuten gefällt die es dann schlussendlich hörn. und was das angeht ist es richtig gut gelaufen. die kids haben unsere songs gesungen bevor das album rauskam, das war ein tolles gefühl und ehrlicherweise muss man auch sagen das irgendwo die erwartung mit drin gesteckt hat das sie uns nicht vergessen.
dosenmusik: was hörst du den lieben langen tag lang sonst so?
robert: so einiges, ich mag sehr gerne die musik aus den 60ern, ich höre viel von den beach boys und auf jeden fall auch die beatles...
dosenmusik: das hab ich jetzt schon öfter gehört, ich hab mich mal mit james root von slipknot unterhalten der hält auch sehr viel von den beatles und solcher
musik...
robert: ja den kenn ich, wirklich? schön...also ich denke so lange die band gute, ehrliche musik macht kann man sich alles reinziehn von den beach boys über die beatles bis hin zu slayer. viele glauben das nicht weil alle denken das die die krasse musik spielen auch nur metal und all so was hören und das ist einfach nicht so ich meine wir sind mit anderer musik ebenso gross geworden und sie hat einen irgendwo geprägt, und was jim root betriff ist es eben genauso. wenn du die ganze zeit auf tour bist wie slipknot oder wir dann kannst du den harten kram auch irgendwann einfach nicht mehr hören, was nicht heißen soll das er schlecht ist, aber da tut ausgleich auch mal gut. für dieses album waren es aber natürlich auch faith no more und slayer die mit reingespielt haben...
dosenmusik: ich denke schon das es wichtig ist das man da offen ist und viel verschiedene musik zulässt, du siehst das ja ähnlich wie ich raushören kann?
robert: ja man muss da offen sein das finde ich ist sehr wichtig auch für die entwicklung...
dosenmusik: was treibt ihr wenn ihr mal nicht am spielen seid?
robert:eigentlich machen wir nicht viel anderes, ich spiele sehr viel zuhause und ansonsten sitze ich im studio oder bin auf tour oder wir schreiben songs, ich will das so und wollte nie was anderes, solang ich mich erinnern kann.ich wollte einfach mein instrument spielen und das wir es jetzt alle zu unserem lebensinhalt gemacht haben, damit ist wirklich ein traum wahr geworden, das geht uns allen in der band so.
dosenmusik: denkst du das man seine träume leben sollte?
robert: ja natürlich, ich meine was bringt es dir denn wenn du zuhause sitzt und einen job hast auf den du keinen bock hast, mit deinem leben nicht zufrieden bist und dich beschissen fühlst!? immer nur rumzumeckern und sich vorzustellen was man gerne im leben erreicht hätte. wenn man einen traum hat, soll man den auch leben. es gibt einfach viel zu viele menschen die viel zu schnell aufgeben wenn es darum geht!
dosenmusik: ein schönes schlusswort...danke fürs interview robert, genieß deinen auftritt!

jonny santos - vocals
tommy decker - drums
mike sarkisyan - guitars
robert garcia - bass

www.spineshank.com

autor: shavo | 16.10.2003
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