Interview mit Shinedown
E-Mail Interview mit Barry Kerch am 13.11.2008 Weltherrschaft, Zukunft und eine Menge Enthusiasmus
Shinedown Shinedown sind groß im Kommen in Europa und Drummer Barry Kerch hat sich für uns schriftlich etwas Zeit genommen um den Wissensdurst über ihre Musik, die Band und aktuelle News zu stillen.

Dosenmusik: Euer drittes Album ist "The Sound of Madness", wie seht ihr euch und eure Entwicklung entlang des ersten Erfolgs mit "Leave a Whisper" bis heute?
Barry: Ich glaube, dass wir als Musiker und Songschreiber gewachsen sind. Jedes Album ist besser als das vorangegangene geworden. Und hoffentlich wird auch jedes weitere immer noch ein Stück besser. Es war ein langer Weg und es ist uns eine große Ehre, weiter in der Lage zu sein, als Shinedown Musik machen zu können.
Dosenmusik: Ihr seid Vorband von "Disturbed" auf ihrer diesjährigen Tour. Fühlt ihr euch wohl im Vorprogramm einer anderen Größe zu spielen, da ihr ja nun auch schon einige Zeit (2001) erfolgreich Musik macht?
Barry: Wir mögen zwar hier in den USA erfolgreich sein, aber in Europa sind wir eine neue Band. Es war großartig für uns, jeden Tag vor so vielen Leuten als Vorband von Disturbed aufzutreten. Es war eine hervorragende Möglichkeit für uns und wir schulden Disturbed eine ganze Menge, dass sie uns diese Chance gegeben haben.
Dosenmusik: Gerade hat sich ja für euch im Rahmen der Besetzung von "Shinedown" viel verändert. Euer Sound spricht positiv dafür, aber gab es auch Schattenseiten durch die Auswechselung?
Barry: Veränderungen in der Besetzung einer Band sind immer sehr schwierig. Die einzige Schattenseite war, dass ich mich an die Eigenarten der anderen gewöhnen musste, weil wir gemeisam auf Tour gehen und in einem Bus leben. Ich muss immer wieder herausfinden, wie ich sie anstacheln kann. Nein, um ehrlich zu sein, gab es wirklich keine Schattenseite.
Dosenmusik: Wenn man von den dadurch vielleicht erzeugten Spannungen bei den Aufnahmen für "The Sound Of Madness" absieht, wie lief dieses doch recht große Projekt für euch?
Barry: Zunächst sehen wir uns als Band, nicht als Projekt. Projekte macht man nebenbei. Brent und ich trafen die bewusste Entscheidung mit Shinedown weiter zu machen, egal was passiert. Es wird nur immer größer und besser. Wir bereuen nichts und schauen auch nicht zurück. Der Kurs dieser Band heisst Weltherrschaft. Wir wollen einfach überall spielen.
Dosenmusik: Würdet ihr die Songs, die mit Orchester eingespielt wurden, auch gerne auf der Bühne in einer solchen Besetzung performen?
Barry: Wir haben schon mit einem Orchester in Salt Lake City, Utah, gespielt. Das hat sehr viel Spass gemacht, war aber auch ein logistischer Albtraum. Wir werden es möglicherweise noch einmal tun, aber es müsste schon eine ganz besondere Gelegenheit sein.
Dosenmusik: An anderer stelle hast du, Barry, erwähnt, dass "Shinedown" mit ordentlich viel Härte zurückkehren wollte. Woher kommt diese Intension? Was steckt dahinter?
Barry: Wir hatten sehr viele Agressionen und Probleme, die wir von unseren Schultern bekommen mussten. Diese wurden im Album kanalisiert. Wir wollten ein Album haben, das sehr viele Emotionen besitzt und einen mit auf eine Reise nimmt. Es beinhaltet sowohl sehr harte als auch einige sehr von Pop beeinflusste Songs. Das Album ist aber genau so geworden, wie wir es wollten.
Dosenmusik: Brent Smith ist wohl der Wortkünstler unter euch. Besprecht ihr untereinander auch gelegentlich Themen, die nicht von ihm kommen aber in einem Song verarbeitet werden könnten?
Barry: Nicht wirklich, Shinedown ist und war immer eine Reflektion unseres Lebens und dessen, was wir in der Vergangenheit Gutes und Schlechtes durchgemacht haben. Lieder über etwas zu schreiben, was nicht aus unseren Herzen und Seelen kommt, ist einfach nicht unser Stil.
Dosenmusik: Wie empfindet ihr speziell die Kritiken, die in Europa/Deutschland über euer neues Album veröffentlicht wurden?
Barry: Wir haben bisher großartige Kritiken bekommen. Wir sind wirklich sehr zufrieden damit. Ich denke, dass wir insgesamt in dem Monat, den wir in Deutschland und Europa verbracht haben, mehr in der Presse vertreten waren als in den Monaten, die wir durch die Vereinigten Staaten getourt sind. Europa liebt Rockmusik und wir lieben Europa.
Dosenmusik: Könnte man sagen, dass ihr in der neuen Härte von "The Sound Of Madness" "Shinedown" neu erfunden oder geformt habt? Vielleicht geht diese Spekulation schon einige Schritte zu weit, allerdings wirkt das ältere Material von euch dementsprechend anders im direkten Vergleich.
Barry: Ich denke, dass wir eher natürlich gewachsen sind, als dass wir uns reformiert haben. Die Zeiten ändern sich und man wächst als Musiker und Songschreiber. The Sound of Madness ist anders als die vorangegangenen Alben, und ich vermute, dass die zukünftigen Alben auch anders sein werden.
Dosenmusik: Was sind eure Vorstellungen für die Band, wenn die Tour mit "Disturbed" vorbei ist? Gibt es konkrete Pläne?
Barry: Wir wollen noch mehr auf Tour gehen. Im Moment und noch bis Weihnachten sind wir zusammen mit Avenged Sevenfold und Buckcherry auf US-Tournee. Im Januar kommen wir dann für unsere eigene Tour zurück nach Europa. Und danach geht es in den USA weiter. Wir lieben es, auf Tournee zu sein und wollen mit Sound of Madness noch ein paar Jahre unterwegs sein.
Dosenmusik: Vielen Dank für deine Zeit, Barry.

Brent Smith - Vocals
Barry Kerch - Drums
Zach Myers - Guitar
Nick Perri - Guitar
Eric Bass - Bass

www.shinedown.com

Autor: censored | 13.11.2008
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