Interview mit Saosin
Interview mit Beau und Cove am 06.11.2006 in Neu Isenburg Das neue Material ist viel persönlicher...
Saosin dosenmusik (simon): hallo! ich bin simon und das ist joe. sehr schön, euch beide kennenzulernen!
beau: die freude ist ganz auf unserer seite!
dosenmusik (simon): ihr seid jetzt zur hälfte mit dieser taste of chaos tour durch. wie war es so bisher?
cove: oh, mann! die shows waren einfach nur großartig! so viele länder in der letzten zeit - neuseeland, australien, japan, jetzt europa mit italien, frankreich, deutschland - und alles mit der taste of chaos tour! tolle sache!
dosenmusik (simon): wie ist es für euch, nach einigen jahren endlich mit einer lp im gepäck auf tour zu sein?
beau: das wurde mal zeit! es ist klasse, mehr songs zu haben und andere songs als immer die gleichen 5 bei jeder show spielen zu können. wir können die setlist verändern und jedes konzert für uns und für die fans anders gestalten.
dosenmusik (simon): und wie reagiert das publikum auf die neuen songs?
beau: soweit so gut! gerade in den usa natürlich, wo man uns ja besser kennt. hier ist es etwas schwieriger, unterscheide auszumachen, da wir ja noch kaum hier gespielt haben und die meisten alle unsere songs nicht so gut kennen. das alte material kennt man natürlich besser, weil es einfach länger draußen ist. die kids in den staaten sind da sehr verwöhnt mit konzerten und es ist oft so, dass sie auf eine solche tour gehen, um nur eine oder zwei bands zu sehen. hier und auch in australien, japan und so wissen die fans das einfach meistens mehr zu schätzen, wenn eine solche tour zu ihnen kommt, da es einfach nicht so oft passiert. da wird dann jede band und jeder song von der gesamten masse viel mehr abgefeiert, so dass es letztlich kaum unterschiede gibt von den reaktionen auf alte und neue songs.
dosenmusik (joe): das stimmt! in letzter zeit finden zwar einige touren und konzerte dieser art hier statt, aber es ist immer noch kein vergleich beispielsweise mit den usa.
(eine band macht plötzlich ihren soundcheck)
cove: oh, mann! da wird man ja taub! ich hör nix mehr!
joe: am besten ziehen wir mal um in den ersten stock.
(...)
(nachdem wir eine couchecke gefunden haben...)
dosenmusik (simon): so, das ist viel besser! wo waren wir stehen geblieben?
dosenmusik (joe): ich übernehm das mal! nachdem "translating the name", eure erste veröffentlichung, rausgekommen ist, nahm diese sache für euch ziemlich schnell an fahrt auf und eine riesige fanbase entstand um euch und die ep. habt ihr großen druck verspürt, diese ep zu toppen und nicht nur eure alten fans zu behalten, sondern auch neue zu gewinnen?
beau: ja und nein. sicher haben wir einen gewissen erwartungsdruck gespürt, aber der kam eher von uns als von außen, also von fans und label. wir wollen immer das bestmögliche rausholen, egal ob wir einen song auf einer compilation veröffentlichen oder material für ein komplettes album aufnehmen. wir sind natürlich sehr sehr dankbar für die aufmerksamkeit,die man uns zuteil werden lässt, aber es geht für uns nicht darum, erwartungen anderer zu erfüllen, sondern ausschließlich um unsere eigenen.
dosenmusik (simon): als ihr auf der suche nach einem neuen sänger wart und cove's tape gehört habt, dachtet ihr, es sei ein scherz eures ehemaligen sängers. war es nach eurer entscheidung, cove in die band zu nehmen, letztlich in irgendeiner art eure absicht, jemanden zu finden, der doch sehr nach eurem alten sänger klingt?
beau: wir haben so lange gesucht und waren schon fast soweit, dass die restlichen jungs den gesang unter sich aufteilen, ohne dass wir überhaupt einen reinen sänger dabei haben. dann kam cove und natürlich war die ähnlichkeit zu anthony's gesang das erste, was uns aufgefallen ist, aber in die band kam er, weil er ein fan unserer musik ist und einfach sehr gut zu uns gepasst hat.
dosenmusik (simon): und cove, warst du nervös, anthony zu ersetzen? den ansprüchen der band und der fans gerecht zu werden? ich meine, der sänger ist meistens derjenige, der bei den fans den meisten eindruck hinterlässt, der auch bei vielen den wiedererkennungswert einer band ausmacht.
cove: nicht bis zu dem zeitpunkt, als ich mich damit auseinandersetzen musste, zum ersten mal live mit der band aufzutreten. bis dahin - das erste treffen, das kennenlernen, die proben, die aufnahmen - war alles super und ich hab mir kaum gedanken in dieser richtung gemacht. es war einfach nur ein tolles gefühl, meine lieblingssongs mit meiner lieblingsband zu singen und dann eigene songs zu schreiben und ein teil dieser gruppe zu werden. als dann die ersten shows vor der tür standen, kamen solche gedanken in mir hoch - wie werden die leute reagieren? kann ich anthony ersetzen oder mach ich mir einfach zuviel sorgen? er war ein unglaublicher sänger. er ist ein unglaublicher sänger...
dosenmusik (simon): ...ja, aber ich mag seine neue band "circa survive" nicht so sehr.
beau & cove: ja, wir auch nicht! (lachen)
dosenmusik (simon): leider nicht so ganz meine musik.
beau: aber "act appalled" ist ein guter song!
dosenmusik (joe): wie steht ihr denn heute zueinander?
cove: ich bin sehr gut ihm befreundet. die anderen haben nicht mehr so den kontakt zu ihm wie früher.
dosenmusik (joe): auf eurer webseite ist eine liste mit songs, die von euch sind und eine liste, mit songs, die nicht von euch sind, von denen aber immer wieder leute glauben, sie seien von euch.
beau: ja, die hat einer unserer moderatoren gemacht. sehr viele leute sind schon seit langer zeit auf unserem board, aber es kommen natürlich imemr wieder neue dazu und die fragen dann beipielsweise jedesmal nach diesen rap-songs, die chris und ich einfach aus spaß unter dem namem "B2C" gemacht haben, aber die leute labeln diesen song als "saosin". unser moderator war die fragen leid und hat dann diese liste gemacht.
cove: wenn dann leute songs aus dem internet runterladen, kommen diese dann als saosin-songs an - auch sachen von circa survive oder von anthony green.
beau: und manche leute benennen ihre songs als saosin-songs, nur um ihre eigene band zu promoten. so im sinne von "das klingt wie die und die band, also tu ich so, als wäre es ein song von einer anderen band, damit die fans sich diese songs anhören".
dosenmusik (simon): (lacht) ja, stimmt! das gibts auch bei filmen. da willst du den neuen harry potter runterladen und kriegts einen 3 stunden schweden-porno!
beau: (lacht) genau so ist es! aber du wolltest bestimmt den porno und hast harry potter gekriegt, oder!?
cove: das wäre ja mal richtig beschissen! (lacht)
dosenmusik (simon): ok, bevor wir das vertiefen, mal zu eurem neuen album! wie denkt ihr passt es in eure musikalische entwicklung und wie sehr hat sich die chemie innerhalb der band nach den mitgliederwechseln darauf ausgewirkt?
beau: es ist alles komplett anders. "translating the name" haben eigentlich nur justin und ich geschrieben. dann kamen die anderen dazu und haben ihre parts eingespielt. jetzt war es ein kollektiver prozess, bei dem wirklich alle mitgewirkt haben. so ist es viel besser und wir sind alle gleichberechtigt.
cove: das neue matrial ist viel persönlicher, weil eben alle in der band ihren teil dazu beigetragen haben. wir fühlen uns alle viel mehr verbunden mit den neuen songs. bei den alten sachen geht das nicht allen so. wenn wir jetzt eine live-show spielen, dann machen uns die neuen sachen einfach viel mehr spaß.
dosenmusik (simon): habt ihr mal darüber nachgedacht, die alten sachen jetzt nach den besetzungswechseln nochmal neu aufzunehmen, um auch dabei dieses gefühl auf der bühne zu haben?
beau: nein, weil das liegt alles in der vergangenheit. das wäre ja wie wenn metallica nochmal "ride the lightning" aufnehmen würden. dieses album ist einfach so verdammt gut, ein meilenstein, und dabei sollte man es dann auch belassen. so sehen wir das auch bei "translating the name".
dosenmusik (simon): aber ihr werdet einige dieser songs immer wieder live performen...
beau: ...ja, sicher und das macht auch spaß. wenns nach mir geht, würden wir alle songs jeden abend spielen, aber mittlerweile ist es so, dass einige von uns auf bestimmte songs manchmal einfach keine lust haben und da ist es gut, dass wir diese neuen sachen haben, bei denen niemand das gefühl hat, dass sie sich abnutzen.
cove: und es ist auch oft ein zeitproblem. wir spielen ja nur 30 minuten pro show auf dieser tour.
dosenmusik (joe): aber gerade in ländern, in denen ihr noch nicht oder bisher selten gespielt habt, funktionieren auch die alten songs bestimmt sehr gut.
beau: und deswegen spielen wir auch welche davon heute abend. setlisten entwickeln sich immer weiter und wir spielen eigentlich immer das, worauf wir lust haben.
dosenmusik (simon): ich habe gelesen, dass euer aktuelles album ausschließlich neue songs beinhalten sollte...
beau: ...der einzige alte ist "bury your head".
dosenmusik (simon): naja, da sind auch noch "sleepers", "collapse" und "i never wanted to", alles alte songs mit neuem namen und in einer etwas anderen form.
beau: ja, richtig, aber das problem ist, dass die "black ep" mit den meisten dieser songs eigentlich garnicht offiziell rauskommen sollte. unser label capitol records wollte nach unserer langen pause ohne sänger unbedingt etwas veröffentlichen. wir hatten zuvor bei der warped tour eine ep dabei, die wir ohne label unseren fans für ungefähr 5 $ verkaufen wollten. wie ich vorhin gesagt habe, kommen in den usa einige leute auf solche festivals, um nur eine band zu sehen. natürlich zahlen sie den ganzen preis, also dachten wir uns, dass wir für diese leute, die nach unserer ersten ep so lange bei uns geblieben sind, etwas tun sollten. so kamen wir auf die idee, ein paar vorher nicht veröffentlichte songs zu pressen und diese auf der warped tour zu verkaufen.
dosenmusik (joe): und dann gibts die ep 2 stunden nach dem konzert im internet.
cove: sicher, aber es gibt immer genug leute, die diese arbeit zu schätzen wissen, die sich freuen, wenn sie etwas besitzen und was sie dann in den händen halten können. diese ep wurde nur bei unseren shows verkauft und das war so gesehen eine art sammlerstück für die leute, die es sich dort tatsächlich gekauft haben.
beau: wir wollten 30.000 stück machen und das wars. aber die mund-propaganda tat unserer eigentlichen absicht nicht gut, denn als dann die leute erfahren haben, dass wir bei der warped tour eine cd mit neuem material verkaufen, haben andere leute in geschäften danach gefragt. unser label meinte dann, dass wir die ep auch offiziell veröffentlichen sollten, da sie der meinung waren, mindestens 70.000 stück davon verkaufen zu können. wir wollten das zwar nicht, aber sie haben dann über unsere köpfe hinweg entschieden, das alles offiziell aufzuziehen. so kam es dann, dass doch ein paar der songs auf dem neuen album schon mal veröffentlicht wurden, aber dennoch waren es nur demos und wir haben versucht, soviele neue songs wie möglich auf die lp zu packen.
dosenmusik (joe): wie klappt die zusammenarbeit mit capitol abgesehen von dieser episode?
beau: bisher ist alles sehr gut. wir sind über EMI nach europa gekommen und wenn wir wieder zurück in den usa sind, werden wir sehen, wie capitol ihren job weiter machen. aber bisher ist abgesehen von dieser ep-geschichte alles ok.
dosenmusik (simon): ich hab mal ein interview mit thomas von "the fall of troy" gemacht.
cove: der typ ist cool! he's a shredder! (lacht)
dosenmusik (simon): er erzählte, dass er und seine band von capitol auf das dach ihres firmensitzes eingeladen worden wären und sie konnten in einen raum mit den ganzen promos und giveaways und sich alles aussuchen, was sie wollten. das war natürlich dazu gedacht, sie zu einer unterschrift zu bewegen. ihr seid bei seid bei capitol. ist euch etwas vergleichbares auch passiert?
beau: ja, alle labels haben das gemacht! grundsätzlich ist es so, dass wenn ein label eine band unter vertrag nehmen will, dann setzen sie wirklich alles daran, das zu schaffen. sie laden sich zum essen ein...
cove: ..."ja, ja, bestellt was immer ihr wollt!"
beau: genau! (lacht) und sie nehmen dich mit in ihr büro und sagen so sachen wie "schaut mal alle bands, die auf unserem label sind! nehmt euch alles was ihr wollt! cds, t-shirts, alles!" alle tun so, als ob sie die coolsten typen sind. ich bin ein großer metallica und megadeth fan und ron, einer der wichtigen leute bei capitol, war der tourmanager von megadeth...
cove: ...und er war der chef vom metallica-streetteam.
beau: er hat uns dann von seinem metal-background erzählt und ständig meinte er so zeug wie "ihr seid das nächste große ding! ihr werdet so groß wie metallica!" und ich wußte natürlich, dass er nur mist erzählt, aber ich dachte nur "hört sich gut an, red weiter!" (lacht) also, irgendwann meinte er dann, dass er unsere band einfach toll findet und uns unter vertrag nehmen will.
cove: er hat uns zwar den mund wässrig gemacht, aber das alles war, bevor wir für alles eingeladen worden sind und bevor wir geschenke bekommen haben. das fand ich gut und ich dachte, das wäre das richtige label. die meinten auch von anfang an, dass sie uns nicht brauchen - sie hätten die beatles, garth brooks, the beach boys, pink floyd - aber dass sie uns wollen!
dosenmusik (joe): und euer label macht jetzt tatsächlich etwas ganz großes aus euch!?
cove: naja, ich hoffe nicht zu groß! (lacht) "groß" bedeutet, dass du nicht mehr einkaufen gehen kannst, ohne erkannt zu werden und das wäre schon irgendwie ätzend.
beau: justin passiert das schon! mir nicht, ich bin ja auch ein weirdo (lacht), aber justin hat einfach diesen look - die haare, die tattoos - und die leute erkennen ihn. wir waren auf einem taking back sunday konzert in einem laden, in den mit sicherheit 15.000 menschen reinpassen. da wars voll! justin und ich laufen so rum und da kommen ein paar mädchen entlang und sie rennen auf einmal auf justin zu. das war so witzig, weil ich grad noch zu ihm meinte, dass mich die leute bei solchen konzerten nie erkennen und plötzlich stehen diese mädchen vor uns - also vor ihm - und schreien wie bekloppt "oh my god! oh my god! saosin! oh my god! take a picture!", also sage ich, dass ich ja ein foto machen könnte und die mädchen meinten "ja, würdest du ein foto von uns mit saosin machen?" (lacht) und ich sagte "ja, klar!" justin hat mich natürlich ausgelacht!
(alle lachen)
beau: na gut, manchmal erkennen mich die leute auch, aber ganz selten!
cove: große bands sind für uns eher fall out boy, afi, green day und my chemical romance.
dosenmusik (simon): apropos my chemical romance, ihr habt für euer aktuelles album mit howard benson zusammengearbeitet und er hat auch my chemical romance produziert, neben ein paar anderen ziemlichen fehlgriffen wie crazy town. also was habt ihr über ihn gedacht, bevor ihr ihn kanntet und dann nachdem ihr mit ihm gearbeitet habt?
cove: (lacht) das ist witzig! wir dachten uns echt "no way!"
beau: ok, irgendwie war das schon cool, als wir hörten, wir könnten mit ihm arbeiten. er hat schließlich einige meiner lieblingsplatten produziert. "silence" von blindside, "satellite" von p.o.d., riesig klingende platten! ich bin eh ein technikfanatiker und hab ja auch achon einige alben produziert. also hab ich mir noch ein paar seiner sachen angehört. zum beispiel auch crazy town. ich meine, ok, scheiss band, aber toll produzierte platte! die songs sind gräßlich, aber es klingt super. als er dann mit uns arbeiten wollte, waren erst skeptisch, weil wir eher an härtere produzenten wie z.b. terry date gedacht haben. aber nachdem wir uns mit ein paar anderen, auch mit terry date, getroffen hatten, kamen wir zu der einschätzung, dass sie alle uns nichts besonderes, nicht neues geben können. und so kamen wir wieder zu howard benson. also haben wir uns mit ihm getroffen. wir haben ihn dann ein bisschen gedisst und verarscht, so im sinne von "die letzten alben, die du produziert hast, sind ja alle ziemlich schlecht", aber er meinte dann total klischeehaft "aber wieviele platten hab ich verkauft!?" (lacht)
cove: (lacht) genau! "mein zeug ist auf MTV! die zahlen mein hotelzimmer!"
beau: das wurde dann irgendwann ernster. wir haben über harmonies und vocals geredet und plötzlich hatten wir eben den eindruck, dass er doch jemand ist, der uns helfen könnte. wir hatten ja sehr viel zeit bevor wir überhaupt ins studio gegangen sind und als es dann soweit war und wir mit howard arbeiten wollten, war die meiste arbeit eigentlich schon erledigt. das einzige, was noch komplett fehlte, waren die vocals. die musik haben wir also zu großen teilen selbst gemacht und er hat sich zusammen mit cove an den gesang gesetzt.
cove: 90% der zeit haben wir mit der arbeit an meinem gesang verbracht.
dosenmusik (simon): und seid ihr jetzt zufrieden mit dem album?
beau: naja, ich hätte im nachhinein schon ein paar dinge anders gemacht, aber das ist bei mir normal. denke ich an den moment zurück, als es fertig war, war es mit sicherheit das beste album, was wir machen konnten und damit sollte man auch jetzt noch zufrieden sein.
dosenmusik (simon): du hast u.a. "behind two unseens" von taken produziert. machen die jungs noch musik?
beau: wenn dir ray's stimme gefällt, dann solltest du dir mal mikoto anhören! die sind bei abacus auf century media. wir hatten die grad bei ein paar shows dabei und sie bringen bald ihre neue platte raus. sie sind taken schon recht ähnlich, aber man kann sie auch mit beloved vergleichen. schnelle songs, ein paar nette breakdowns - solltest du mal antesten!
dosenmusik (simon): mach ich auf jeden fall! gibt es songs, die ihr gerne selbst geschrieben hättet?
cove: oh, du meinst songs von anderen bands!? da gibt es so viele!
beau: vielleicht der opener vom ersten third eye blind album. (fängt an zu singen).
dosenmusik (simon): ok, dann von diesem jahr!?
beau: hm.. eigentlich nicht. ich musste gerade so eine liste machen - top 10 alben von 2006 - und da ist mir aufgefallen, dass außer unserer eigenen cd dieses jahr nix dabei war, was mich wirklich gefesselt hat. naja, vielleicht die neue afi, die neue tool "10.000 days" ist auch gut...
cove: ...red hot chili peppers!!
dosenmusik (simon): die ist großartig!
beau: die ist doof! ich hasse die chili peppers!
cove: (lacht) mir hat sie gut gefallen!
dosenmusik (simon): ein kritiker meinte, die platte sei ein greatest hits album ohne die alten, aber mit neuen hits.
cove: das passt! die neue underoath finde ich auch klasse! (zeigt auf beau) er ist mehr der "chasing safety" typ. ich denke ich mag die neue so gern, weil ich spencer, ihren sänger, so gut kennen gelernt habe und wir uns soviel über ihre musik unterhalten haben. jetzt ergibt alles einen sinn - die musik, die lyrics - "define the great line" ist einfach ein sehr gutes album. da gibts textzeilen, da denke ich mir immer wieder, ich will die klauen! oder ich wünschte ich hätte das geschrieben! so gut!
dosenmusik (joe): ich hab eine frage zu einem eurer neuen songs und zwar zu "it's far better to learn". von wem handelt das lied?
cove: das ist als einer der letzten tracks enstanden. ich war mit chris und howard im studio. es war der letzte tag der aufnahmen. howard war ziemlich sauer, dass wir noch nichht fertig waren und chris ist gegangen, weil sich diesen mist gerade nicht geben wollte, also sind howard und ich nochmal an den song gegangen. ich muss dazu sagen, dass ich vorher 3 tage bei meiner familie war. da gab es so viele veränderungen zu der zeit und der song "it's far better to learn" ist im prinzip aus diesem gefühl heraus entstanden, dass sich gewisse dinge eben ändern und man lernen muss, damit umzugehen. dieser song ist über mich - wer bin ich? was geht in meinem leben vor sich? - und wie ich mit veränderungen umgehe.
dosenmusik (simon): fangt ihr euer live-set mit diesem lied an? das machen ja einige bands - mit opener ihres aktuellen albums eine live-show beginnen.
beau: ja, das machen wir meistens. also heute auch!
cove: da wir ja nur eine halbe stunde zeit haben, ist unsere setlist etwas eingeschränkt. wir spielen das meiste vom neuen album, aber auch einige alte songs von der ersten ep.
dosenmusik (simon): unsere zeit wird auch langsam knapp, also noch eine frage. was ist für saosin das beste szenario für die zukunft?
cove: das beste szenario wäre, wenn wir all das weitermachen können und noch genauso viel spaß daran haben wie jetzt.
dosenmusik (simon): ok, diese antwort hab ich schon irgendwie erwartet.
beau: es gibt soviele bands, die keine lust haben auf solche interviews. ich kann das nicht nachvollziehen! beau und ich lieben es, uns mit anderen leuten über unsere musik und auch über viele andere dinge zu unterhalten. ich meine, wieso sollte man eine möglichkeit auslassen, mit menschen zu sprechen und mit ihnen interviews zu machen, wenn es genau diese menschen sind, die deine musik gut finden!? es kommt oft genug vor, dass man sich mit typen herumschlägt, die keine ahnung haben, wer du bist und was du machst. dann kommen leute wie ihr und das macht spaß. all das gehört auch zu diesem leben und wir lieben unsere musik, unsere fans und diese momente!
dosenmusik (simon): ihr seid auch in meinen all-time desert island top5 interview partnern!
beau: (lacht) siehst du? so sollte es doch sein!
cove: genauso sehe ich das auch! stellt uns noch eine frage!
dosenmusik (joe): (lacht) also gut, noch eine frage. was würdet ihr machen, wenn ihr euer geld nicht in einer rockband verdient?
beau: (lacht) geld verdienen!? wer hat was von geld verdienen erzählt!?
cove: ich würde wahrscheinlich pizza ausliefern! ach was, ich würde sicher garnix machen. my life would suck!


Cove Reber
Beau Burchell
Chris Sorenson
Justin Shekoski
Alex Rodriguez

www.saosin.com

autoren: Coney & Zoolander | 06.11.2006
Dosenmusik : der neue Shop
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