Interview mit On The Might Of Princes
Interview mit Chris am 05.03.2004 Eine inoovative Band stellt sich vor
On The Might Of Princes dosenmusik: Wann und wo habt ihr One The Might Of Princes gegründet?
Chris: On the Might of Princes gibt es seit 1998. Tommy und Lou haben vorher zusammen in einer Hardcoreband namens Box gespielt. Tommy zog eine Zeit nach Florida, nachdem seine damalige Band sich auflöste. Jason kommt eigenltich aus Long Island, hat aber einige Zeit mal hier und mal da gewohnt, bevor er wieder zurück zog. Tom kam auch wieder in die Heimatstadt zurück und beide suchten nach Bands. Jason und Tom haben sich dann getroffen, nachdem Tom in einem lokalen Musikladen einen Aushang machte, auf den Jason reagierte. Bei einer lokalen Show trafen sie dann Lou, der als Gitarrist einstieg. Bei dieser Show fanden die Jungs auch den ersten Schlagzeuger der Band, von dem sie sich dann aber Ende 1999 trennten. Da bin ich dann eingestiegen und seit dem dabei.
dosenmusik: Was macht ihr denn, wenn ihr nicht gerade mit eurer Musik beschäftigt seid, habt ihr "normale" jobs?
Chris:Hmm, unsere Jobs beschreiben... Das ist nicht ganz einfach. Es ist schwer sich den Lebensunterhalt nur durch die eigene Musik zu verdienen. Manchmal können wir uns über Wasser halten einfach dadurch, dass wir viel auf Tour sind. Dort bekommt man in der Regel eine Unterkunft, Essen und Trinken. Wenn wir aber wieder zu Hause sind, dann wird es schwerer. Dort muss man für Essen, Trinken, die Miete und all den Kram aufkommen.
dosenmusik: Also habt ihr alle noch Jobs nebenbei?
Chris: Ja, ohne das würde es nicht funktionieren. Wir haben aber alle eigenltich keine festen Jobs, denn in der Regel müssen wir unsere Jobs kündigen, wenn wir auf Tour gehen. Entsprechend haben alle von uns eigenltich schon recht viel gemacht - Gelegenheitsjobs eben. Ich zum Beispiel arbeite zur Zeit als Ober, habe im Grunde schon in jedem Cafe und jedem Musikladen hier in der Gegend gearbeitet. Lou hat vom Hausmeister bis hin zu Verpacker und Pizzalieferant alles gemacht. Tommy arbeitet zur Zeit leidenschaftlich mit authistischen Kindern. Jason war schon bei diversen Zeitarbeitsfirmen, hat auch in Musikläden oder Kaufhäusern gearbeitet. Wir machen eigentlich alles um zu überleben und dabei so viel Musik wie möglich spielen zu können.
dosenmusik: Wie bist du denn zur Musik gekommen und was inspiriert dich immer wieder neu, diesen harten Weg zu gehen?
Chris: Ich habe irgendwie nicht in das "normale Leben" in meiner Heimatstadt gepasst. Ich war nicht sportlich, war kein Gangster. Als Außenseiter habe ich zur Musik gefunden. Sie hat mir eine Art Rebellion und Selbstwert gegeben. Durch meine Schwester kam ich zum New Wave und Punk Rock, hörte Bands wie Pixies, The Cure, Jane's Addiction, Bad Brains, Fugazi und viele mehr. Irgendwann waren meine Eltern im Urlaub in Florida, um Freunde zu besuchen. Ich bin zu Hause geblieben und war tagsüber in einem Kinderzimmer, in dem ein Schlagzeug stand. Auf meinem Heimweg traf ich einen guten Musiker meiner Schule, der mir ein paar Sachen auf dem Schlagzeug beibrachte. Kurze Zeit später kaufte ich mir selbst eine kleine Drummachine und probierte damit ein bisschen was aus. Später hatte ich dann genug Geld für ein eigenes Schlagzeug und brachte mir selbst das Spielen weiter bei, indem ich Musik hörte und mir Musikvideos ansah.
dosenmusik: Du hast ein paar Bands aus deiner Kindheit aufgezählt, welche Bands siehst du als wichtigsten Einfluss für On The Might Of Princes?
Chris: Ich denke die wohl wichtigsten musikalischen Einflüsse der Band reichen von den Red House Painters und My Bloody Valentine über Quicksand und Failure bis hin zu Fugazi. Ich selbst bin ein Kind der frühen 80er. Als ich klein war hörte ich Musik von Billy Joel bis hin zu The Police. Irgendwann drehte sich das ein bisschen und ich begann Metallica, Guns N' Roses und all das zu hören, bis ich dann Nirvana für mich entdeckte. Erst am Ende kam ich dann zu Musik von den Bad Brains, Fugazi, Quicksand und ähnlichen. All diese Bands haben mich über all die Jahre beeinflusst und inspiriert.
dosenmusik: Was sind denn dann jetzt gerade deine drei Lieblingsalben?
Chris: Oh, das ist eine schwere Frage. Ich denke Year Of The Rabbit, die neue Platte von Death Cab For Cutie und das Album "Suicide Invoice" von den Hot Snakes.
dosenmusik: Und welchen Pop-Song würdest du am liebsten mal covern?
Chris: wir haben mal ein Cover von Jawbreaker gespielt, die sind sehr poppig. Wenn es ein neuer Popsong sein soll, dann wäre es wohl der aktuelle Hit von Vanessa Carlton. Wir alle lieben ihr Zeug. haha
dosenmusik: Die Musik alleine ist ja nicht alles. Wie wichtig sind dir der Inhalt der Texte eurer Songs?
Chris: Unsere Texte sind sehr wichtig. Jason, Tommy und Lou arbeiten zusammen an den Songs, teilen ihre Gedanken auf eine kreative Art und Weise. Ich denke man hat da recht viel Macht, denn durch die Texte wird eine tiefe Verbindung zu den Menschen hergestellt, die die Musik hören und man hat dadurch einen recht großen Einfluss. Es ist schön zu sehen, dass Menschen den Wert der Musik und der Texte zu schätzen wissen und umgekehrt wissen wir das in der Band sehr zu schätzen. Wir haben große Achtung vor den Leuten, die unsere Musik hören und uns damit supporten.
dosenmusik: Mit welchem Record Label würdet ihr gerne zusammen arbeiten?
Auf Tour gehen wollten wir bisher am liebsten mit Cursive, das hat aber leider bis jetzt noch nicht geklappt. Mein Traumlabel wäre sicherlich Jade Tree, aber da werden wir sicherlich nie landen, denn das Label signed nur Bands aus der "Familie". Ich liebe es, wie die offensichtlich ihr Label führen - zumindest was das angeht, was ich davon gehört habe. Es ist wohl so, dass alles von nur zwei Leuten geleitet und organisiert wird. Die zwei teilen dann alles 50/50 mit den Bands, alles ist irgendwie bodenständig und fair für die Bands - so sollte es sein. Das ist großartig, denn gerade heutzutage werden viele Bands ganz schön verarscht.
dosenmusik:Würdet ihr lieber große Shows spielen und damit viel geld verdienen, oder eher unabhängig sein?
Chris: Naja, das ganze hat zwei Seiten, Natürlich wäre es toll, große Shows zu spielen, viele Menschen damit zu erreichen und am Ende genug Geld zu verdienen, um davon leben zu können. Wenn man dafür aber seine Eigenständigkeit und Ehrlichkeit verliert, dann ist es das wohl nicht wert. Schön wäre es große Shows zu spielen und dabei das eigene Gesicht wahren zu können.
dosenmusik: Was habt ihr für generelle Zukunftspläne mit der Band?
Chris: Als erstes werdeb wir im April bis Anfang Mai zum ersten Mal nach Europa gehen und eine Tour spielen. Außerdem haben wir ein Cover eines Songs einer großartigen lokalen Band namens Garden Variety aufgenommen. Dieser Song soll in Kürze auf einer Compilation von Interscope erscheinen. In Kürze wollen wir auch unser erstes Musikvideo aufnehmen. Im Sommer werden wir hoffentlich eine gute US-Tour spielen können.

Vielen Dank für das Interview.

Jason Rosenthal - voice, guitar, melodica
Lou Fontana - voice, guitar
Tom Orza - voice, bass
Chris Enriquez - Drums, percussion, piano
Ethan Dussault - pure rock fury

www.onthemightofprinces.com

autor: biffy, dose | 05.03.2004
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