Interview mit Neaera
Interview mit Benny und Sebastian am 02.04.2006 Vielleicht können wir ja eine etwas brutalere Richtung einschlagen.
Neaera dosenmusik: hallo! ich bin simon. schön euch kennenzulernen!
benny: hi! benny!
sebastian: ich bin sebastian!
dosenmusik: danke, dass ihr euch vor eurem auftritt noch die zeit nehmt, mit mir zu sprechen!
sebastian: kein problem, machen wir gern!
dosenmusik: erstmal eine kurze erklärung, für wen wir das interview hier jetzt machen... ich bin im auftrag von dosenmusik hier. das ist eine online-community mit einer e-zine section für news, reviews und interviews und gleichzeitig veranstalter von clubabenden und konzerten.
sebastian: wir sind beide angemeldet bei euch! wir kriegen immer euren newsletter. (lacht)
dosenmusik: ok, sehr gut! dann brauch ich das alles ja nicht mehr großartig vorstellen.
sebastian: ich hab auch schon dein review zu unserer neuen platte gelesen.
dosenmusik: oh... ok! dazu kommen wir sicher später noch. also legen wir mal los... ihr seid jetzt seid 3 tagen im rahmen der "darkness over europe" tour unterwegs mit caliban, the agony scene und maintain. wie gehts euch und wie waren die shows in hamburg und berlin?
sebastian: eigentlich alles super. berlin gestern war ein richtiger kracher!
benny: bei der ersten show muss man immer erst mal gucken, da läuft alles noch recht chaotisch ab, auch mit den instrumenten gabs ein paar probleme. diese dinge muss man erstmal auf die reihe kriegen und ab da gehts dann meistens stetig aufwärts.
sebastian: ich glaub gestern in berlin haben wir das konzert von hamburg auf jeden fall getoppt und die leute waren auch super drauf.
dosenmusik: ihr steht jetzt bis zum 17. april jeden tag auf der bühne. braucht ihr zwischendurch nicht mal eine pause?
sebastian: das ist kein problem, da gab es schon krassere shows. zum beispiel haben wir ja im letzten jahr die hell on earth tour gespielt mit evergreen terrace, heaven shall burn und as i lay dying und da waren es insgesamt 3 1/2 wochen jeden tag.
dosenmusik: jeden tag!? war das alles im rahmen der hell on earth tour oder hattet ihr auch ein paar off-dates?
sebastian: nein, alles für die hell on earth tour. wie unsere plattenfirma immer sagt: "day off is verlust!" (lacht)
benny: aber das alles kein problem. die tour lief echt entspannt ab. wir brauchen wie gesagt immer ein paar tage, bis alles passt. so 3-4 tage dauerts bis meine stimme auf dem richtigen level ist, aber dasist eigentlich bei allen so.
sebastian: ich hab mir gestern zum beispiel eine riesen blutblase zugezogen und da bin ich jetzt mal gespannt. hoffentlich heilt das wieder schnell. das ist natürlich dann das problem. du kannst halt nicht sagen, wegen so was spiel ich jetzt nicht. man muss sich dann irgendiwe arrangieren und genauso ist das auch bei ihm mit seiner stimme. er kann auch nicht sagen, er fühlt sich ein bisschen schlecht.
dosenmusik: was macht ihr, wenn einer von euch krank wird oder sich ernsthaft verletzt? habt ihr leute, die dann einspringen können?
benny: nee, so kurzfristig nicht. das ist auch immer blöd. ich kenn das ja selbst. wenn ich irgendeine band sehen möchte, dann will ich sie schon in dem richtigen lineup sehen. wir sind mittlerweile auch so gut aufeinander eingespielt. sebastian hatte sich mal seine hand gebrochen und da mussten wir ihn eben für längere zeit ersetzen, aber das ist einfach nicht dasselbe gewesen und wir waren froh, als er wieder bei uns war.
dosenmusik: die bands aus übersee oder skandinavien könnte ich jetzt fragen, ob sie sich bei einer tour durch mitteleuropa zwischen den auftritten die städte anschauen, in denen sie spielen. für die ist das ja alles unbekannt, aber was macht ihr in den pausen? ihr geht doch nicht raus und schaut euch die städte an!?
benny: ach, sag das nicht! sag das nicht!
dosenmusik: ok, berlin macht da vielleicht eine ausnahme, aber hier ist wiesbaden, ich wohne hier und hier gibts halt nix zu sehen.
benny: naja, hier hat mich jetzt das wetter davon abgehalten rauszugehen, aber normalerweise ist das schon so, dass ich und stefan (anm. d. verf.: der gitarrist) gern ein bisschen sightseeing machen. kommt halt auch drauf an, wo der club liegt, in dem wir spielen - ob in der innenstadt oder außerhalb. gestern waren wir in berlin tempelhof und bis du da in der innenstadt bist, das dauert einfach zu lange.
dosenmusik: hier in wiesbaden ist die innenstadt auch nicht gerade der bringer. also ich finde als besucher lohnt es sich nicht, jetzt im vergleich zu anderen städten, sightseeing zu machen. hier gibts eine fußgängerzone und einen marktplatz mit einer kirche. aber vielleicht liegts auch daran, dass ich hier wohne.
sebastian: wie groß ist denn wiesbaden?
dosenmusik: naja, hessens landeshauptstadt, damit können die frankfurter meist nicht leben (grinst) und vielleicht so 250000 einwohner. das hört sich jetzt nicht so wenig an, aber das verteilt sich halt auch auf viele vororte. in wiesbaden selbst gibts nicht viel. gerade was die jugendkultur betrifft oder auch bezogen auf alternative musik, da gibts eigentlich nur den schlachthof. am wochenende ziehts die wiesbadener meistens nach mainz in die studentenstadt oder nach frankfurt. ok, aber genug davon! ich hatte euch damals als teil der hell on earth tour leider verpasst. darkness over europe und hell on earth, das sind im grunde 2 touren mit relativ vielen bands. wann plant ihr eure eigene headliner-tour?
sebastian: witzigerweise hatten wir eine eigene headliner-tour schon bevor eine cd von uns draußen war. das war so eine kleine tour durch österreich und das lief auch garnicht so schlecht.
dosenmusik: war das noch unter eurem alten namen?
sebastian: nein, da hießen wir auch schon neaera.
dosenmusik: ok, wie genau sprecht ihr euren namen aus?
benny: n-i-e-r-a. man kann auch n-e-a-e-r-a sagen. ist halt ein griechischer name und dadurch vielleicht ein bisschen schwierig, aber man ihn deutsch aussprechen oder auch international. jeder wie er meint. nur nicht n-a-i-r-a! das hören wir ganz oft. oder nena! (lacht)
dosenmusik: nena ist gut! (lacht)
benny: also eine eigene headliner-tour macht im moment noch nicht so viel sinn. wir spielen hier und da mal ein paar headliner shows, die dann auch mit bis zu 300 leuten ganz gut besucht sind, aber manchmal sind es halt auch deutlich weniger. dieses jahr fahren wir glaube ich ganz gut damit, wenn wir uns an größere bands dranhängen. dadurch erreichen wir auch andere leute, die dann vielleicht im jahr darauf zu uns kommen wollen.
dosenmusik: gerade caliban ist ja mit die größte deutsche band aus diesem genre.
sebastian: genau. und das ist eben einfach eine gute möglichkeit, uns da dranzuhängen und auszutesten, was bei uns so geht. wir sind immer noch in der lernphase und sammeln erfahrungen.
dosenmusik: wie siehts aus mit sommer-festivals dieses jahr? habt ihr ein paar auftritte geplant?
benny: ja, sicher. also summer breeze spielen wir, summer blast, dann noch metalcamp in slowenien - sind schon ein paar dabei dieses jahr.
dosenmusik: und wie stehts mit den größeren festivals?
sebastian: du meinst jetzt wacken und with full force?
dosenmusik: ja, auch. aber auch ring und park zum beispiel. letztes jahr waren ja schließlich caliban dabei und dazu auch einige kleine bands aus eurem bereich.
sebastian: nee, noch nicht. klar haben wir interesse daran. es kann ja keine band von sich behaupten, da nicht spielen zu wollen, aber dieses jahr noch nicht.
dosenmusik: club-gigs und festival-auftritte unterscheiden sich ja grundlegend. in clubs und kleinen hallen kriegt man ja bei einer veranstaltung meistens nur bands aus einem oder zwei genres zu sehen, wohingegen auf festivals mit metal, pop, indie, hardcore, hiphop und reggae usw. alles abgedeckt wird. welche bands würdet ihr einladen, um euer perfektes festival auf die beine zu stellen?
sebastian: welche bands ich immer als potentes dreierpack betrachtet hab, sind isis, converge und mastodon. das sind einfach unglaubliche bands. jede ist für sich, in dem was sie macht, einfach nur top. sie sind vorreiter für ihre genres. ich denke das wäre so mein lieblingslineup.
benny: von den großen bands ausgegangen, würde ich gerne iron maiden, in flames, boysetsfire zusammen sehen. und von den kleineren vielleicht end of days, heaven shall burn...
sebastian: und neaera!
benny: ...genau! (grinst)
dosenmusik: laut eurer online-biographie habt ihr auf den tag genau heute vor 2 jahren das angebot von metalblade bekommen.
benny: das kann sein.
dosenmusik: 2. april 2004. ich sag mal glückwunsch!
sebastian: danke! da müssen wir später nochmal anstoßen!
dosenmusik: also ganz kurz zur bandgeschichte. das ging für euch ja alles sehr schnell. vielleicht erzählt ihr mal, wie ihr euch getroffen habt und wie dieser deal mit metalblade für euch zustande gekommen ist!?
sebastian: also, ganz kurz (grinst)... tobi, der eine gitarrist, und ich wollten zusammen musik machen. tobi hatte seine grinddeath band malzan, in der auch stefan und benjamin gitarre gespielt haben. letzterer spielte dann bei uns dann bass. wir wollten einfach mal ein bisschen rumexperimentieren. tobi war auch schon sehr schwedisch beeinflusst und zu der zeit konnte er das bei malzan nicht wirklich rauslassen. und natürlich war auch ein bisschen mosh mit drin. ich hatte ja auch schon mit tobi vorher musik gemacht und dann haben wir uns einfach ihn hier gekrallt (haut benny auf die schulter). er ist immer rumgerannt und hat rumgeschrien. also keine musikalische vergangenheit, aber eben eine vergangenheit, die den schluss nahelegte, dass er mal irgendwann als sänger auf die bühne muss (lacht). jetzt hat sich natürlich im laufe der zeit rausgestellt, dass er der beste sänger ist, den man sich nur vorstellen kann.
benny: vielen dank!
sebastian: jedenfalls nachdem wir uns dann formiert hatten, sind wir durch zufall an ein recht großes konzert gekommen. ich weiß nicht, vielleicht waren so ungefähr...
benny: so 600 leute!
sebastian: ...das kommt hin, ja. wir sind eingesprungen für eine band, die kurzfristig abgesagt hatte. wir als kleine band mit 5 songs hatten damals nur einen gitarristen, also haben wir den stefan von malzan als 2. gitarristen dazugeholt. wir haben dann bei diesem konzert gemerkt, dass wir bei den leuten schon ganz gut ankommen. die songs haben die leute schon begeistert, auch wenn sie damals noch nicht so ausgereift waren. dann haben wir für uns gesagt, wir nehmen jetzt einfach mal was auf. das demo haben wir dann rumgeschickt, um meinungen dazu zu hören. ein paar freunde meinten dann auch, dass wir das mal an die labels schicken sollten und dann kam natürlich der oberknaller, als sich dann metalblade bei uns meldete. nuclear blast übrigens auch. wir hatten die mehr oder weniger aus spaß angeschrieben, so im sinne von - sagt mal wenigstens eure meinung zu unserer musik. metalblade zeigten dann sofort interesse und wollten mehr von uns hören. dann kam irgendwann eine email...
benny: die betreffzeile war: "jetzt gehts los!" ich denk nur so, was geht denn jetzt!? und das war dann gleich ein ganzer vertrag.
sebastian: "jetzt wirds ernst für euch! wir möchten eurer band gern einen vertrag bei metalblade records anbieten."
dosenmusik: mit sowas habt ihr dann wohl eher nicht gerechnet, oder!?
benny: wir sind alle fast von stuhl gekippt! (lacht) das war echt oberkrass! einfach nur hammer!
dosenmusik: oh, mein gott! das war ja der 2. april! habt ihr da nicht kurz gedacht, das sei ein aprilscherz!?
sebastian: ja, stimmt! da haben wir gedacht, wie asozial wäre das denn jetzt von denen!? (lacht)
benny: wir haben uns da schon sachen ausgemalt, wie uns so ein 12-jähriger hacker verarscht hat. wir sind dann nämlich auf ihre einladung dahin gefahren. irgendwo in süddeutschland. wir sind immer mehr durch irgendwelche käffer gekommen, total in der pampa. wir haben gedacht, am ende stehen wir vor so einem einfamilienhaus und dieser kleine junge guckt ausm fenster und meint nur: "scheisse! die trottel sind ja wirklich gekommen!" (lacht) so wars natürlich nicht. wir sind dann mit den leuten von metalblade mittag essen gegangen, um uns über ein paar sachen zu unterhalten. die fragten uns dann, wieviel konzerte wir so gespielt haben. wir haben uns alle nur angeguckt - keiner wollte es wirklich sagen - aber es waren bis dato tatsächlich nur 3 und eigentlich kann man nur 2 davon werten.
sebastian: das eine war in so einer kleinen kneipe, nur vor unseren freunden in der alten 4er-formation.
benny: einfach so aus spaß! das war echt... oh, mann-o-mann! (grinst und schüttelt den kopf)
dosenmusik: wie dann die dinge immer so zusammenkommen... ich meine euer erstes album klingt schon super!
benny: vielen dank!
dosenmusik: das soll auch keine schmeichelei sein oder so. ich finds einfach wirklich klasse! und so ein album nach so einer kurzen zeit! der nachfolger "let the tempest come" erscheint ja am nächsten freitag. (anm. d. verf.: 07.04.2006)
sebastian: ja, stimmt. in deutschland erscheinen die neuen alben ja jetzt immer freitags.
dosenmusik: ich hab eine promo des albums und konnte schon vor ungefähr 2-3 wochen ein review dazu schreiben, ihr habts vorhin schon erwähnt. meiner meinung nach hat sich seit eurem debüt nicht wirklich viel geändert - vielleicht etwas weniger metalcore und mosh und dafür mehr death metal - aber alles klingt abwechslungsreicher und homogener als auf dem vorgänger. wie passt "let the tempest come" in eure musikalische entwicklung?
sebastian: ja, das passt schon. wir haben uns letztens auch schon selbst darüber unterhalten, ob das gewollt ist oder ob das einfach irgendwie so gekommen ist. und ganz ehrlich, wir haben nicht gesagt, dass muss jetzt so und so klingen. wir haben einfach weitergemacht, songs zu schreiben. "mechanisms of standstill" war der erste song, den wir für das neue album geschrieben haben und zwar direkt nachdem wir aus dem studio nach den aufnahmen zur letzten platte gekommen sind. da gabs also noch garkeine reaktion auf die andere platte, wir haben einfach weitergeschrieben und hatten also schon den ersten song der neuen platte fertig. wir haben nicht überlegt, was kommt gut an und was kommt nicht gut an. wir haben nur darüber nachgedacht, was uns gefällt. die neuen songs haben auf jeden fall eine festere struktur und vielleicht auch mehr wiedererkennungswert eben durch die festeren strukturen.
dosenmusik: ich meine wie ist es denn heutzutage!? da kannst du ein album rausbringen mit viel mosh und so. das kickt dann zwar eine weile, aber es hört sich so schnell aus und das passiert meiner meinung nach mit eurem neuen album nicht, weil es eben einfach abwechslungsreicher ist als viele releases anderer populärer bands dieses genres.
benny: das ist schön zu hören!
dosenmusik: ihr hattet also dementsprechend auch kein bestimmtes konzept für das neue album oder gibt es doch ein zugrunde liegendes thema?
benny: wir haben schon überlegt, in welche richtung es weitergehen soll. vielleicht können wir ja eine etwas brutalere richtung einschlagen. das war vielleicht irgendwie im hinterkopf, aber nie so im sinne von - wir wollen bzw. müssen das jetzt so und so machen.
sebastian: das ist das, was ich meine. wir haben uns im grunde nicht wirklich was vorgenommen. die songs sind einfach aus einer gewissen dynamik heraus entstanden. das ganze klingt vielleicht ein bisschen ernster, strukturierter und durchdachter.
dosenmusik: klar, aber das bringt die zeit ja auch mit sich und die erfahrung, die man als band sammelt.
sebastian: richtig! wir haben viel live gespielt und sind an unseren instrumenten gewachsen. da liegen dann auch die hauptunterschiede zwischen den beiden alben. die letzte ist keinesfalls schlecht, aber vom musikalischen her, also vom rein instrumentellen, kann man glaube ich schon eine weiterentwicklung erkennen.
dosenmusik: wie schreibt man bei neaera neue songs? ist das eine kollektiver prozess, also arbeiten alle bandmitglieder an der musik und den texten mit oder sind die aufgaben auf die einzelnen personen verteilt?
sebastian: bei der letzten platte waren die voraussetzungen anders als bei der aktuellen platte. zum beispiel haben wir da alle noch in münster gewohnt und mittlerweile ist der benny nach luxemburg umgezogen. wir haben rausgefunden, dass es für uns beste methode ist, wenn die hauptsongwriter, das sind tobi und stefan, mit mir zusammen an den drums, alles von anfang an gemeinsam in eine bestimmte struktur packen, um neue songs direkt zu verwirklichen. da shaben wir eigentlich die ganze zeit strikt so gehalten. tobi, stefan und ich schaffen also das grundgerüst und hinterher kommen dann die anderen dazu und hauen ihre note drauf.
dosenmusik: und die lyrics?
benny: bei der ersten platte haben stefan und ich uns das geteilt. stefan studiert englisch und spricht es einfach wesentlich besser als ich. irgendwann fragte ich ihn dann,ob er das alleine machen will. damit hab ich absolut kein problem.
dosenmusik: bei in flames war das auch so. da hat auch ein anderer für anders friden die texte geschrieben, weil der kein wort englisch sprechen konnte.
benny: so läuft das auch bei uns ganz gut.
dosenmusik: was macht ihr neben neaera? studieren oder arbeiten?
benny: ich studiere soziologie in trier.
dosenmusik: ja, das hab ich auch mal probiert.
benny: es ist schon ein interessanter studiengang.
dosenmusik: naja, weiß ich nicht. ich bin in die erste vorlesung gegangen und da wurden direkt referate verteilt. ich dachte mir nur, das geht jetzt garnicht und hab mich sofort wieder abgemacht.
benny: das kenn ich! das kenn ich! (lacht) studieren ist halt die einzige möglichkeit, alles mit der band unter einen hut zu bringen.
sebastian: ich geh auch zur schule und mach grad das abi nach. es ist halt schwieriger. du hast feste ferien und feste schulzeiten und wenn dann eine tour ansteht, dann musst du schauen, was du machen kannst. es ist auf jeden fall schwieriger als mit einem studium nebenher. stefan ist jetzt fast fertig mit seinem englischstudium und wird dann wohl nächstes jahr das examen angehen. benjamin, unser basser, will wieder anfangen zu studieren. es ist halt auch immer so eine geldsache, weswegen er nebenher noch arbeiten geht. tobi dümpelt so ein bisschen vor sich hin und hat wohl auch vor ende des jahres wieder mit einem studium anzufangen.
benny: die band ist halt sehr sehr wichtig geworden und alles, was wir für die nahe zukunft planen, wird halt so organisiert, dass es kompatibel ist mit der band.
dosenmusik: gut, kommen wir so langsam aber sicher zum ende... wie sieht eure setlist auf dieser tour aus? internet hin oder her, aber die meisten kids da draussen kennen eure neuen songs wohl noch nicht. spielt ihr hauptsächlich songs von "the rising tide of oblivion" oder gehören die neuen songs schon zum aktuellen programm?
benny: naja, das blöde ist, wir haben einfach nicht so viel zeit - eine halbe stunde - und da müssen wir uns eben überlegen, wie wir die zeit am besten ausnutzen. natürlich würden wir gerne die neue platte promoten, aber wir möchten auch den leuten, die wegen uns kommen, nicht nur neuen kram vorsetzen, weil die meisten halt wegen den alten sachen kommen. wir haben uns das jetzt so gedacht, dass wir in einer halben stunde so 7 songs unterbringen können und wir spielen 4 alte und 3 neue.
dosenmusik: das ist doch eine gute mischung.
benny: die 4 songs von der alten platte sind so die hits davon, also die, die immer am besten ankommen und dann eben noch die 3 neuen.
dosenmusik: nicht dass das jetzt wichtig wäre, aber ich hatte vor ein paar tagen geburtstag und ich wollt emir einen song wünschen... und zwar "plagueheritage" vom neuen album!?
benny: der kommt! (lacht) der kommt!
dosenmusik: sehr gut!
benny: "this country suffers from my plague..." (fängt an den song zu singen)
dosenmusik: (lacht) es geht um die gitarrenmelodie, die ab mitte des songs einsetzt. die ist einfach die beste...
sebastian: du meinst den cleanen part?
dosenmusik: genau den!
sebastian: ja, der ist echt geil! finden wir auch. also der song kommt heute.
benny: dann grüß ich dich! (grinst) (anm. d. verf.: hat er nicht gemacht!!)
dosenmusik: ok... zu guter letzt noch ein kleines spiel. ich fange einen satz an und ihr vervollständigt ihn, ok!? also wenn euch was einfällt!
benny: ok, schieß los!
dosenmusik: mein peinlichstes lieblingslied ist...
benny: boah, da muss ich ja gleich richtig drüber nachdenken! ich hatte mal eins letztens (grübelt) oh, ja! da hat mich meine freundin immer ausgelacht. "she's a maniac, maniac..."
sebastian: genau! so ein 80er zeug! vielleicht a-ha!
dosenmusik: auf eine einsame insel nehme ich mit...
sebastian: einen computer und ein paar 2. weltkrieg spiele. (lacht)
dosenmusik: (lacht) der sänger von the agony scene hat geantwortet, er würde seine freundin mitnehmen.
benny: ach, das ist doch langweilig! das weib hab ich in der rechten hand! (lacht)
dosenmusik: "let the tempest come" ist...
sebastian: cool!
benny: noch nicht draußen!
sebastian: genau! da gibts immer ganz dreiste leute, die sich die neuen songs runterladen und uns dann fragen, ob wir denn die lyrics nicht mal online stellen könnten.
dosenmusik: ich kaufe mir eher wenige cds, um ehrlich zu sein. ich halte mich dann an bandmerch, auch weil die bands damit mehr geld verdienen.
benny: vielleicht kauft er sich ja dann auch merch von uns. von daher, ich seh das auch nicht so wild. aber egal, weiter jetzt! ich will auch mal eine vernünftige antwort hier geben!
dosenmusik: ok, probieren wirs mal mit: drogen sind...
benny: geil! ...nein! ich nehm keine drogen. scheisse! (lacht)
sebastian: bier ist gut, drogen sind scheisse.
dosenmusik: unter der oberfläche bin ich...
benny: nackt! weiß nicht...
sebastian: bin ich ich.
benny: stimmt! bin ich ich.
dosenmusik: in 10 jahren werde ich...
benny: mein studium immer noch weitermachen.
sebastian: langsam alt.
dosenmusik: naja, ich dachte es würde noch etwas spontaner gehen mit den fragen. wieder was dazugelernt. ok, neaera ist...
benny: eine frau!
sebastian: schwer auszusprechen.
benny: mist, mann! the agony scene waren bestimmt witziger als wir. (grinst) hast du das mit caliban auch schon gemacht?
dosenmusik: nee, mit denen hatte ich vor kurzem erst ein email-interview.
benny: achso, ok.
dosenmusik: gut, dann wären wir fertig. fix und fertig!
benny: dann vielen dank!
dosenmusik: ich habe zu danken!
sebastian: war ein nettes gespräch.
dosenmusik: das fand ich auch. ich wünsch euch eine gute tour und viel erfolg für die zukunft.
sebastian: danke und viel spaß heut abend!


Sebastian Heldt - drums
Stefan Keller - guitar
Benjamin Hilleke - vocals
Benjamin Donath - bass
Tobias Buck - guitar

www.neaera.com

autor: Coney | 02.05.2006
Dosenmusik : der neue Shop
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