Interview mit Mindless Self Indulgence
Interview mit Little Jimmy Urine, Steve, Righ?, Kitty + Lyn-Z am 10.04.08 in Köln Wir verwirren einfach gerne die Leute, die alles ein bisschen zu ernst nehmen. Mindless Self Indulgence Es gibt wohl kaum eine so chaotische und liebenswerte Band wie Mindless Self Indulgence. Als sich die vier allerdings vor ihrem Konzert in Köln Zeit für ein Interview mit uns nahmen, wurde eins sehr schnell klar: Die sarkastischen und leider völlig unterschätzten Amerikaner sind durchaus gewillt, auch mal ein paar ernst gemeinte Fragen zu beantworten. Zumindestens manchmal.

Dosenmusik: Hallo und vielen Dank, dass ihr euch Zeit für uns nehmt. Ich habe gehört, dass ihr, als ihr mit My Chemical Romance hier wart, vor lauter Interviews zu nichts anderem gekommen seid?
Steve: Das war ja auch nicht hier, die kommen alle immer nur zu den großen Shows, wo es Catering gibt.
Jimmy: Wir haben hier auch Catering! Wir haben sogar eine Ananas! (zeigt auf den Tisch) Die haben wir extra für dich aufgehoben, ich hoffe du hast Besteck dabei? Das hat man uns nämlich nicht gegeben.
Dosenmusik: Ihr seid jetzt zum dritten Mal in relativ kurzer Zeit hier, welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht, dass ihr so schnell wiederkommen wolltet?
Steve: Wir hatten letztes Mal ein paar Probleme, in Köln den Durchbruch zu schaffen, im Oktober waren gerade mal 15 oder 20 Leute da. Heute ist es wohl fast ausverkauft.
Jimmy: Die Leute, die da waren sind aber total ausgerastet.
Steve: Ja, da waren es wenige Leute und eine super Stimmung, heute wird's wahrscheinlich größer und lahm (lacht). Nein, wir freuen uns, dass heute mehr Leute da sind, irgendetwas scheint also zu funktionieren.
Dosenmusik: Als ihr das letzte mal hier gespielt habt, gab es eine andere große Veranstaltung am selben Abend, vielleicht lag es daran.
(Alle: Ohhhhhhhhhhh)
Jimmy: Das heißt wir hätten letztes mal schon Erfolg haben können!
Steve: Na toll, das hat uns natürlich bisher niemand gesagt, wir waren sieben Monate lang depressiv!
Jimmy: Da haben bestimmt die Scorpions gespielt. Oder Tokio Hotel. Da hatten wir keine Chance, die sind süß.
Steve: Oh ja. [Jimmy,] trinkst du Wein?
Jimmy: Nein, das nennt sich Coca Cola. Ich wollte sie nur mit ein bisschen mehr Klasse trinken, das soll doch eine Dinner-Party werden.
Steve: Wo hast du denn das Weinglas her?
Lyn-Z: Schaut mal, was ich von einer Dame draußen bekommen habe.
Jimmy: Was, du hast ein Geschenk gekriegt? Das ist ja sogar ein cooles Geschenk! Ah, nein, wir konzentrieren uns jetzt auf das Interview.
Steve: Wir wollen ja nicht, dass irgendwelche Insider-Informationen an die Außenwelt gelangen. Also am besten alle Details nachher streichen.
Kitty: Abgesehen von dem Fakt, dass wir Geschenke lieben (lacht)
Dosenmusik: Aha, wollt ihr mir dann nicht gleich eine Wunschliste mitgeben?
Jimmy: Oh ja, alle gebootlegten Filme, die so noch nicht draußen sind.
Steve: Dein Ernst? Du hast so viele Möglichkeiten und das ist es, was du dir wünschst?
Dosenmusik: Spielt sich das nicht eh alles eher online ab?
Jimmy: Schon, aber kriegt man da irgendwo schon Batman- The Dark Knight? Nein....
Kitty: Er ist auch extrem faul, selber finden würde er so was also eh nicht. Aber nächste Frage, wir müssen fokussiert bleiben.
Jimmy: Ja, du musst uns unter Kontrolle bringen.
Dosenmusik: Na gut, dann von Geschenken zu anderen Gegenständen, gibt es etwas, ohne das ihr auf Tour nicht überleben würdet?
Steve: Es wäre super wenn wir überall drahtlosen Internetzugang hätten.
Jimmy: Oh ja, ohne das können wir eigentlich nicht leben, aber wir leben ohne es.
Steve: Ja, es ist wirklich schwer ans Internet zu kommen . Wie du sehen kannst laufen wir alle mit Laptops durch die Gegend und suchen nach einer Funkverbindung, wie ein Verdurstender auf der Suche nach Wasser.
Jimmy: Eigentlich sind es alles technische Sachen die wir brauchen, von Blackberrys bis hin zu Skype oder PSPs.
Steve: War die Frage, ohne welche Gegenstände oder ohne welche technischen Errungenschaften wir nicht auf Tour leben könnten?
Jimmy: Es ging generell um Gegenstände, aber ich dachte mir, dass bei uns allen die wichtigsten Sachen aus dem technischen Bereich kommen.
Steve: Stimmt, alles was wir besitzen kann man irgendwo anschließen.
Lyn-Z: In der Beziehung sind wir ziemliche Nerds.
Jimmy: Ja, das gerade ist ein einziger Nerdgasmus.
Dosenmusik: Wenigstens sind technische Gegenstände nicht so leicht zu vergessen wie andere, Lyn-Z du hast ja den Ruf sehr vergesslich zu sein.
Lyn-Z: Ohja, ich vergesse alles irgendwo...Ich breite meine gesamten Sachen einfach überall aus....
Steve: .....und lässt sie dort liegen.
Lyn-Z: Andere Leute freuen sich bestimmt darüber.
Steve: Oh, da ist ja ein alter Schuh von Lyn-Z. Ernsthaft, es fliegt noch ein paar Schuhe von dir in meiner Wohnung rum.
Lyn-Z: Das glaube ich dir gerne, ich glaube Jimmy hat auch noch welche.
Jimmy: Oh ja, aber ich habe sie verkauft. Bei Ebay.
Dosenmusik: Wie sieht es eigentlich mit eurem neuen Album aus? Kommt das diesmal direkt in Deutschland raus oder müssen wir wieder ein paar Jahre lang warten?
Steve: Ich denke es kommt auch in Deutschland raus.
Jimmy: Jein, ein bisschen später. Im Rest von Europa dauert es immer ein bisschen länger als im UK. Es sind aber nur 5/6 Tage mehr dieses Mal. Ich erinnere mich aber nicht genau an das richtige Datum.
Steve: Ich meine es ist der 1. oder 2. Mai...
Jimmy: stimmt, am 29. April kommt es in den USA raus, also irgendwann in dem Dreh.
Dosenmusik: Was könnt ihr uns denn schon über das Album verraten?
Jimmy: Das alle es kaufen sollten!
Dosenmusik: Und warum sollten sie ausgerechnet euer Album kaufen?
Jimmy: Na, damit ich verdammt noch mal Geld kriege! (lacht)
Kitty: Ich würde eher sagen, weil auf dem Album wirklich viele gute Songs vertreten sind. Es weicht nicht völlig von dem ab, was wir bis jetzt gemacht haben, es hat immer noch den selben mindless Sound, aber es ist wesentlich besser entwickelt. Wir machen das hier ja schon ziemlich lange und wir haben immer versucht, die Musik zu machen, die auch uns glücklich macht. Und hoffentlich gefällt sie immer noch den Leuten, die bisher unsere Musik mochten, und natürlich auch anderen Leuten, die das ganze bis jetzt noch nicht verstanden haben.
Jimmy: Aber sie werden es verstehen!
Steve: Wir haben uns dieses Mal auch sehr viel Zeit für das Artwork genommen, bzw. wir konnten uns dieses Mal diese Zeit nehmen. Es gab so viele Optionen und jetzt gibt es viele besondere Dinge auf jeder der Versionen.
Jimmy: Es gibt vier verschiedene Versionen: Eine Vinyl Version, die besonders cool ist, weil man dafür erst mal einen Plattenspieler braucht, dann gibt es eine normale Version und eine jugendfreie Version die sich im Artwork unterscheiden, und dann gibt es die Super-Deluxe Version, mit Artwork von Jhonen Vasquez, einem Comic, einem Poster und einer DVD und jeder Kontinent bekommt es in verschiedenen Farben . Im UK ist alles sehr rot gehalten, in den USA eher weiß.
Dosenmusik: Der Album-Titel lautet ja "If" Was war bisher bei euch ein wichtiger Moment in dem ihr dachtet "Wenn etwas bestimmtes passiert, dann würde ich..."
Steve: An dem Punkt stehen wir jetzt, würde ich sagen.
Kitty: In dem Boot sitzen wir gerade alle.
Steve. Und wir können noch nicht einmal wirklich erklären, was wir damit meinen. Es ist ein gutes Schlagwort für viele Dinge, vor allem aber für den Wendepunkt an dem wir als Band und auch privat gestanden haben.
Dosenmusik: Wie standet ihr zu den Songs von eurem letzten Album als es in Europa nach zwei Jahren neu veröffentlicht wurde? Gab es etwas, was ihr am liebsten noch geändert hätte?
Jimmy: Nicht wirklich.
Steve: Wir nehmen uns vor der [ersten] Veröffentlichung normalerweise sehr viel Zeit, die Fehler auszubügeln.
Jimmy: Und wenn du mich an solche Sachen noch mal dranlassen würdest, damit ich alle Kleinigkeiten, die mich stören, ändern kann, wäre das Album nie auf den Markt gekommen.
Steve: Dann würden wir wahrscheinlich jetzt noch an "Tight" arbeiten...
Jimmy: Es gibt bei jedem Song etwas, an dem ich theoretisch noch etwas ändern würde. Aber die meisten Sachen sind im Endeffekt doch recht gut, ich war sogar echt überrascht, als ich mir Frankenstein [Girls Girls Will Seem Strangely Sexy] noch mal angehört habe, was nicht oft passiert, ein paar der Lieder finde ich jetzt besser, als zu dem Zeitpunkt, wo wir das Album rausgebracht haben.
Dosenmusik: Eure Texte sind ja relativ provokativ- Gab es bisher jemals ein Thema, bei dem ihr untereinander diskutiert habt, ob man es wirklich behandeln sollte?
Jimmy: Das ist eine gute Frage.
(alle sehen Steve an)
Steve: Nicht wirklich. Man sollte alle Lieder mit einer großen Prise Humor nehmen. Wenn wir jetzt etwas davon wirklich fies meinen würden, dann gäbe es eher Diskussionen. Es gibt ein Thema mit dem ich Probleme hatte, das werde ich aber besser nicht erwähnen.
Kitty: Und wenn wir von Humor reden meinen wir nicht, dass es ein Witz ist, oder überhaupt witzig sein sollte, sondern eher leichtfertig oder...
Steve: ...geistreich. Das Lied "Bitches" macht sich offensichtlich über Macho-Songs über Frauen lustig, es ist nicht so, dass wir jemanden wirklich so nennen.
Kitty: Schau dir Jimmy doch mal an, glaubst du, dass er irgendwen eine Bitch nennen kann? (lacht) Wir verwirren einfach gerne die Leute, die alles ein bisschen zu ernst nehmen. Und, na gut, es gibt auch Musik von Künstlern die ich sehr ernst nehme, aber zu so einer ernsten Band gehören wir nicht. Uns geht es eher darum, Spaß zu haben, und klar, wir haben auch Botschaften in unseren Liedern, aber sie sind nicht so unbeholfen wie einige Leute denken.
Jimmy: Wir sind pfiffig, manchmal habe ich das Gefühl, dass wir klüger sind als es gut für uns ist. (lacht)
Steve: Unsere Nachrichten sind ein bisschen versteckter, aber es ist natürlich wesentlich einfacher für Leute zu sagen "Oh, er hat das Wort Bitch benutzt, er diskriminiert Frauen!"
Kitty: Wir hassen Frauen.
Jimmy: Ja, vor allem die zwei Frauen in der Band hassen und diskriminieren Frauen (lacht)
Lyn-Z: Viele Leute, die Probleme mit unseren Songs haben, lieben die Misfits, und die haben die fiesesten Lyrics die ich bisher gehört habe! Ich meine "I have something to say, I raped your mother today?" Und alle diese Kids, die sich über uns beschweren tragen Misfits Schuhe oder schauen sich Borat an und lachen sich über seine Juden-Witze kaputt?
Kitty: Wir mache Witze über die Art von Leute, die so was tatsächlich komisch finden, selbst wenn es das eigentlich nicht ist.
Lyn-Z: Wenn man uns also hassen will sollte man sich vielleicht erst mal über die Bands erkundigen, die tatsächlich üble Texte haben.
Jimmy: Viele Leute haben eine sehr falsche Einschätzung was Lieder angeht, ich kriege zum Beispiel ziemlich viele E-Mails über den Song "Bring The Pain", der ein Cover von einem Methodman Song ist, und Methodman schreibt über den Wu-Tang-Clan, Sachen wie "I'm gonna go stab niggers in the back". Ich finde das Lied klasse, und wollte es covern, und die Leute denken "Oh mein Gott! Du willst Farbige abstechen? Du Rassist!" Und ich denke mir dann nur, warum wenden die sich nicht an Methodman?
Lyn-Z: Manchen Leuten fehlen bei so was kritische Nachdenk-Fähigkeiten.
Kitty: Natürlich sorgen wir gerne für ein bisschen Aufruhr. Wir haben Spaß an ein wenig Antagonismus und daran, dass wir die Leute irritieren, ansonsten würden wir uns viel mehr erklären. Es ist aber auch schön für uns, dass viele Leute beginnen es zu verstehen.
Jimmy: Es ist wie ein Insider-Witz unter Freunden den jetzt immer mehr Leute verstehen. Und die Leute, die ihn noch nicht kapiert haben und denken unsere Musik ist grausam hören sie durch irgendeinen Freund, und bevor sie wieder sagen können, dass es schlecht ist merken sie "Oh nein, ich glaube ich mag das Lied Faggot"
Dosenmusik: In den USA haben sich wohl viele Katholiken beschwert, dass ihr immer noch auf iTunes zu finden seid...
Jimmy: Oh ja, unsere Platte war auf Platz 21 der Religiösen Pop Charts! Das war Klasse. Aber ernsthaft, was ist Religion? Wir haben fanatische Fans, die zu all unseren Shows kommen und dafür weit reisen, wo ist da der Unterschied?
Steve: Die machen Geld mit Religion.
Jimmy: Ah, das wird's sein....
Dosenmusik: Frustriert es euch manchmal auch, dass einige Leute euch immer noch nicht verstehen oder freut ihr euch darüber eher?
Jimmy: Naja, man kann es ja nicht kontrollieren. Wir waren schon immer der Underdog und haben uns daran gewöhnt.
Steve: Es gibt ganz andere Dinge über die wir uns Sorgen machen als ein paar Katholiken.
Lyn-Z: Ich glaube bis zu einem gewissen Punkt gefällt uns das aber allen. Ich liebe es. Es muss eine gute Balance zwischen den Leuten geben, die es verstehen, und denen, die es eben nicht tun.
Dosenmusik: Was ist euch denn lieber?
Jimmy: Eigentlich die Leute, die noch dazwischen sind. Weißt du was wirklich Spaß macht? Auf Festivals zu spielen. Wo du vielleicht 1000 Leute hast die dich sehen wollen, und 300 die hinten stehen und keine Ahnung haben was wir machen, dann hat man eine gute Mischung aus Leuten die sich denken "Was zum Henker? Fuck You!" und ein paar Leuten, die vorne stehen und mitsingen. Eine große Ansammlung an Leuten, die es lieben, hassen oder einfach nicht verstehen, und auch nicht verstehen wollen. Das ist großartig.
Kitty: Man sieht viele heruntergefallene Kinnladen, man sieht dann förmlich den Denkprozess im Kopf dieser Leute passieren. "Oh...Ich verstehe. Ah, nein, ich glaube doch nicht, oder doch?" (lacht)
Jimmy: Ich liebe es, vor Leuten zu spielen, die vorher von uns noch nichts gehört hatten, und die uns dann die ganze Zeit anstarren, aber am Ende denken "Das ist das Beste, was ich je gesehen habe!" Wenn sie dann so fasziniert sind und so aussehen als seien sie in einer Trance...
Steve: Auch wenn man den Ausdruck dann wieder schnell mit Langeweile verwechseln könnte. Bei der Show gestern war jemand dabei, der unsre CD erst den Tag davor gehört hatte und mir nur sagte, dass es die merkwürdigste Show gewesen sei, die er je gesehen hätte. Ob er sie gut oder schlecht fand hat er nicht einmal gesagt.
Kitty: War das der Typ mit der Ente auf dem Kopf? Wir hatten gestern auch jemanden da, der eine Ente auf dem Kopf trug...Wir waren in Rotterdam, aber ich glaube, er war gar nicht da, um uns spielen zu sehen, er wollte nur in die Bar.
Jimmy: Er war da um The Ducks zu sehen!
Dosenmusik: Ihr habt ja schon mit sehr vielen bekannten Bands zusammengespielt, gab es bei jemandem ein richtig schwieriges Publikum?
Kitty: Das kann man nie wirklich sagen.
Steve: Das letzte Festival, auf dem wir waren, war das Soundwave in Australien, und die Bands dort waren meilenweit von denen entfernt, mit denen wir sonst spielen würden. Das war am schlimmsten. Damit meine ich nicht, dass es schlecht war sondern einfach...
Kitty: Das wir dort am wenigsten reingepasst haben. Und trotzdem war es großartig.
Steve: Wenn wir uns umgedreht haben standen mindestens 20 Mitglieder von anderen Bands da, die sich uns angesehen haben.
Kitty: Sie waren auch alle sehr nett zu uns. Allgemein waren alle Leute auf dem Festival sehr nett und haben sich richtig gefreut, dort zu sein.
Steve: Wir haben dort auch einige kleine Shows gespielt und waren total überrascht, wie viele Leute tatsächlich gekommen sind. Und die meisten von ihnen kennen uns schon seit fünf oder sieben Jahren....
Jimmy: Und sagten uns, dass es verdammt noch mal an der Zeit war, dass wir mal dort spielen! Wir werden zurück kommen! Vorher fahren wir erst mal nach Bora Bora, aber dann werden wir zurückkommen! Go Germany.
Kitty: Wir lieben Deutschland. Wir arbeiten daran, es auch hier zu schaffen.
Steve: Wir werden ja heute sehen, wie es läuft. Wer auch immer letztes mal hier war, selbst wenn nur diese Leute hier wären und alle anderen ruhig bleiben, wäre es toll. Die Leute vom letzten Mal waren vollkommen durchgeknallt, es war toll. Und dann gab es ja noch Punk-Rock Karaoke danach, das wird es heute aber wohl hier nicht geben. Letztes Mal war der Club hier doppelt gebucht, so dass wir früher aufhören mussten, damit die Clubnacht anfangen konnte und die Leute Karaoke singen konnten.
Dosenmusik: Ihr habt doch hoffentlich auch noch mitgemacht?
Steve: Fuck yeah!
Kitty: Wir sind ja umsonst reingekommen, es war lustig.
Jimmy: Ich habe geschlafen, aber hast du nicht was von The Police gesungen?
Steve: Ja...ich habe einfach ein wenig Unruhe gestiftet...
Dosenmusik: Abgesehen vom Offensichtlichen, was denken die Leute über euch, was ihr so nicht stehen lassen wollt?
Steve: Ich glaube, es kommt alles darauf zurück, dass die Leute denken, dass wir Idioten und Rassisten sind.
Jimmy: Dabei sind wir eigentlich eher künstlerische, pfiffige Leute.
Steve: Ich habe das Gefühl, dass gerade künstlerisch angehauchte Bands immer eine Seite haben, die so absurd ist, dass sie diese zeigen, nur um zu provozieren und man sich wie ein Idiot aufführt, um gewisse Leute einfach noch mehr aufzuregen. Und manchmal sind es so kleine Sachen, die nicht übereinstimmen, wie zum Beispiel, dass man schwarze Kleidung trägt.
Lyn-Z: Und dabei ist das sogar eher aus Hygiene-Gründen, die schwarzen Sachen sind wesentlich einfacher sauber zu halten als die weißen.
Dosenmusik: Wo ihr gerade eure künstlerische Seite erwähnt, ihr hattet immer sehr interessantes Artwork für eure CD's. Ist das etwas, was euch sehr wichtig ist?
Steve: Absolut.
Jimmy: Oh ja, wir lieben Image und Artwork, ich denke, dass ist es auch, wo wir hauptsächlich unsere Einflüsse hernehmen. Musik ist da eher zweitrangig, das Meiste kommt von verschiedenen Kunstwerken, Videospielen und Filmen.
Steve: Ich würde Musik jetzt nicht als zweitrangig bezeichnen....Ich würde eher sagen, dass Sachen wie Filme einfach Einfluss auf sämtliche Aspekte der Band haben. Sie beeinflussen unsere Musik, aber auch unsere Bühnenshow. Man klaut so was ja nicht von anderen Bands. Wir nehmen Dinge aus vielen Bereichen, wie eben Filmen, und fügen sie nachher alle zusammen. Darum ist es auch so schwer, uns nachzumachen. Man merkt den Leuten, die es tun, sofort an, was sie versuchen. Wenn sie uns nachmachen, nehmen sie sich einfach die Bestandteile, die sie für die Wichtigsten halten, alle werden sie aber nie erfassen können.
Jimmy: Andererseits schaffen wir es mit diesen Sachen auch immer, uns in eine Sackgasse zu manövrieren. Nach dem Motto, hätten wir es so gemacht, hätte es einfacher funktioniert, so machen es alle, darum ist es ein Standard, nein, wir gehen gegen den Standard! Und dann kommt immer "Oh nein, wir haben uns wieder alles vermasselt."
Steve: Wir müssen mit dem Strom schwimmen....
Dosenmusik: Wenn man euch also den besten Plattenvertrag anbieten würde...
Jimmy: (unterbricht) Das hatten wir ja schon! Da haben wir es ja versaut.
Steve: Wir hatten einen guten Vertrag, wir haben bei Elektra angefangen, und es gab einen richtigen Krieg unter den Plattenfirmen, um uns zu bekommen. Die haben völlig am Rad gedreht. Und dann wussten sie nicht, was sie mit uns anstellen sollten. Sie hatten ein Meeting, mit einem Tisch, der wahrscheinlich größer war als das gesamte Zimmer hier, mit Chefs aus allen Abteilungen, die sich fragten "Was machen wir nur mit euch?" Die haben uns gefragt, dabei sind sie das verdammte Label!
Jimmy: Wir waren keine eindeutige Rockband und sie wussten nicht, in welche Schublade sie uns stecken sollten. Wir waren das Sechseck, dass nicht durch die quadratische Öffnung gepasst hat, an der irgendein Genre steht.
Kitty: Es hatte aber auch viel damit zu tun, wo sich die Musik zu dem Zeitpunkt befand. Und die Richtung, in die sich die Musik jetzt weiterentwickelt sehe ich sehr positiv.
Jimmy: Vieles hat uns wieder eingeholt.
Kitty: Wir sind endlich an einem Ort angekommen, in dem es auch für uns möglich ist Gehör zu finden und gesehen zu werden. Die Leute sind mittlerweile wesentlich offener für neue Dinge und haben keine Angst davor, diese gut zu finden. Gerade Teenager. Wenn man in der Schule ist und es einen neuen Trend gibt wie Emo oder Nu Metal oder was auch immer, dann will man sein wie seine Freunde, man will das mögen was alle gut finden. Und dann gibt es Leute, die etwas anderes wollen, und ich glaube das der Trend momentan ist, individuell zu sein und neue Sachen auszuprobieren.
Steve: Als wir diesen Vertrag hatten lebten wir gewissermaßen im "Land von Limp Bizkit" und die Leute haben so engstirnig gedacht, ich habe diese Zeit gehasst.
Dosenmusik: Naja, wenigstens hat eure Plattenfirma nicht versucht aus euch die nächsten Limp Bizkit zu machen.
Steve: Du wirst lachen, man hat uns manchmal vorgeworfen wir würden so klingen. Ich meine, er rappt ja auch, wie verrückt (verdreht die Augen). Jimmy, du solltest auch mal aufhören diese rote Kappe zu tragen. (lacht)
Kitty: Ich freue mich über die ganzen verschiedenen Arten von Musik, die momentan auf den Markt kommen. Wir alle haben so unterschiedliche Einflüsse, die sich manchmal überschneiden, aber jeder hat seine persönlichen Lieblinge. Es gibt soviel, von dem man sich inspirieren lassen kann.
Steve: Es ist jetzt auch viel einfacher für die Kids verschiedene Dinge zu mögen, ohne dafür den Kopf abgerissen zu bekommen. Es ist wesentlich offener, man kann alles mögliche gut finden, auch wenn es nicht zusammenpasst. Viele Dinge werden dadurch auch schnell langweilig.
Dosenmusik: Wo ihr so viele verschiedene Einflüsse erwähnt, wird es da nicht manchmal schwierig beim Schreiben von neuem Material?
(langes Überlegen)
Jimmy: Nicht wirklich. Ich denke, jeder von uns hat sehr gute Ideen, und selbst wenn etwas mal nicht so gut ankommt gehen wir nicht gleich aufeinander los.
Steve: Wir streiten uns eher über Dinge, wie wer wo am Tisch sitzt oder wer das Kabel mit der Internetverbindung hat.
Jimmy: Wir würden nie jemanden wegen seiner Idee als Idioten bezeichnen, wir sind auch untereinander sehr offen für diese Dinge.
Steve: Wir streiten uns eher ums Fernsehen. Also die wichtigen Dinge.
Dosenmusik: Also kommt es bei euch eher auf Tour zu Streit?
Steve: Ja, vor allem durch den sehr beengten Lebensraum, wo man sich dann schon mal darüber in die Haare kriegt, wer die letzte Diet Coke getrunken hat. Es würde bei uns nie um etwas wirklich wichtiges wie Artwork oder Musik gehen.
Lyn-Z: Oder wir streiten uns darum, dass ich meine Sachen überall verteile.
Dosenmusik: Was mögt ihr denn am liebsten am Tour-Leben?
Steve: Ich mag es gerne zu verreisen.
Jimmy: Ja, Reisen ist super. Ich mag meine kleine Koje, das hat etwas von einem Sarg, in dem ich alle meine Dinge angeschlossen habe und Dvds gucke, PSP spiele, an neuer Musik arbeiten oder welche hören kann.
Steve: Ich mag die Maschinerie, nicht die Reale Welt die ich nie verstanden habe. Diese kleine Welt funktioniert für mich, weil ich nicht so viel tun muss. Die Dinge, in denen ich nicht gut bin werden hier eh von anderen erledigt. Und die Dinge, in denen ich gut bin, darf ich machen.
Lyn-Z: Ich liebe es, einen Terminplan zu haben. Darauf steht dann "Heute ist Mittwoch um 10 Uhr musst du hier sein, um 11 Uhr dort" Ich weiß nie, was für einen Tag wir haben. (allgemeines Gelächter)
Steve. Für mich ist es etwas ganz Neues, einen Scheck auszustellen. Ich habe früher mein ganzes Geld mit mir rumgetragen, ich war quasi meine eigene Bank.
Jimmy: Ja ich erinnere mich daran, dass du mal beim Ausziehen deiner Hose dein gesamtes Geld im Tourbus verteilt hast.
Steve: Jetzt habe ich Kreditkarten! Aber das ist es, was ich am Touren liebe, viele Leute helfen einem bei diesen Dingen.
Dosenmusik: Seid ihr also noch nicht an einem Punkt angekommen, wo euch euer Terminplan zu voll ist, mit Dingen, die ihr eigentlich gar nicht machen wollt?
Steve: Von den Dingen die man auf Tour macht, kann der Plan eigentlich gar nicht zu voll sein. Interviews sind okay, die Live-Shows machen Spaß, es ist eher beunruhigend wenn man an Orten spielt, in denen man das Gefühl hat wie ein Neandertaler in einer Höhle zu spielen, wenn es keine Toilette gibt. Oder man seine Wäsche nicht machen kann. Ich bin nicht die sauberste Person auf der Welt, aber wenn man seine Hosen nicht mehr waschen kann wird es bedenklich. Wir lieben es, viel zu tun zu haben, wir sind Workaholics. Naja, man nennt es Arbeit, eigentlich ist es keine.
Jimmy: Es ist zumindest kein gewöhnlicher Bürojob.
Kitty: Dafür sind wir eine sehr involvierte Band. Wir sind an jedem Aspekt, der die Band angeht, beteiligt. Seien es Bühnenoutfits, Hintergründe oder Album-Artwork.
Dosenmusik: Wenn ihr also noch einmal die Chance auf einen richtig guten Plattenvertrag hättet, dafür aber alle kreativen Aspekte an jemanden abgeben müsstet, würdet ihr es machen?
Steve: Ich glaube nicht.
Jimmy: Kommt drauf an, um wie viel Geld es hier geht. Wenn sie uns einfach kaufen wollten und wir das Album nicht mehr selbst promoten müssten, sonder sie es kaufen und uns dafür ein paar Millionen geben.
Kitty: Oder wie eine Kids-Army Sache, wo wir von 16jährigen ersetzt werden, die nur so aussehen wie wir?
Jimmy: Das würde ich sofort machen!
Steve: Die müssten nur in eins der Fatcamps gehen und mir da einen Ersatz holen, ich bin dabei.
Dosenmusik: Jimmy, ich habe gelesen, dass du einmal gesagt hast, das jetzt, wo es Mp3s gibt, die Leute Alben nicht mehr nur noch wegen der Musik kaufen werden. Meinst du wirklich, dass jeder Künstler von jetzt an pompöses Artwork braucht, um überhaupt noch etwas zu verkaufen?
Jimmy: Ich denke, man braucht irgendetwas um es interessant zu machen, ansonsten kann man das gesamte Album auch einfach downloaden. Man muss die Band mögen, nicht nur wegen dem Artwork, sondern auch wegen der Band. Nehmen wir als Beispiel eine Band, die ich nicht mag, Panic at the Disco. Ich mag Panic at the Disco nicht, aber für ihre Fans machen sie viele tolle Dinge. Sie haben eine pompöse Show, ihren Look, extravagantes Artwork, so dass die Leute nicht nur sagen werden "Oh ich mag das eine Lied, ich werde es runterladen" sondern sie werden sagen "Ich lieeeebe Panic at the Disco, ich muss jedes Album und jede Vinyl haben". Und so sollte es bei einer Band sein. Nicht "Oh, ich will ein Lied von Disturbed, aber eigentlich hasse ich sie." Man sollte das gesamte Package mögen.
Steve: Na toll, das Zitat für das Interview wird jetzt werden "I love Panic at the Disco"
Jimmy: (brüllt) Ich liebe Panic at the Disco! Ich will Sex mit ihnen! I wanna shish-kebab them all as one with my hard wiener!
Kitty: (lacht) Das ist das Zitat!
Kitty: Es gibt eine Download Kultur und natürlich gibt es auch Leute, die Sachen downloaden und sie bezahlen, aber ich denke, wenn man etwas Materielles in einem Laden kauft, kann es nicht nur eine CD mit Hülle sein.
Jimmy: Es sollte ein bisschen mehr sein.
Kitty: Es muss noch irgendetwas dabei sein, das es interessant macht.
Jimmy: Ich lade mir massenhaft Sachen runter, und das letzte Mal, dass ich mir dachte "Oh mein Gott, das will ich wirklich kaufen!", auch wenn ich es dann nie getan habe, war das letzte Beck Album. Das hatte Sticker, mit denen man das Cover neu anordnen konnte und all solche verrückten Sachen, das ganze Ding war wie ein einziges Puzzle.
Kitty: Man konnte sich sein eigenes Album-Artwork machen. So was ist fantastisch. Wurde er nicht irgendwo dafür disqualifiziert? Wie ungerecht ist so was?
Jimmy: In Europa gab es zu der CD noch eine DVD, auf der es ein von ihm selbstgemachtes Video für jedes einzelne Lied gab, und sie haben ihn von sämtlichen Award-Verleihungen ausgeschlossen, weil sie fanden, dass er einen unfairen Vorteil hatte. Und das ist so typisch. Da macht man etwas wirklich Kreatives und kriegt direkt aufgezeigt, dass man es nicht tun sollte.
Kitty: Man wird noch dafür bestraft.
Dosenmusik: Habt ihr aus solchen Gründen auch bestimmte Sachen nicht gemacht?
Jimmy: So was in der Art. Das ist es, was ich vorhin damit meinte, als ich sagte, dass wir klüger sind als es gut für uns ist. Wir wollen cool, kreativ und interessant sein, aber es ist schwierig und man ist auch nur so cool, kreativ und interessant, wie die Umwelt es einem erlaubt. Wenn mir jemand eine Millionen Dollar geben würde, dann würde ich auch erst mal denken "Okay....jetzt bauen wir erst mal ausgestopfte Eisbären in unsere Bühnenshow mit ein..."
Lyn-Z: Ich hätte lieber ein Gerät was mich ins Publikum schießt!
Jimmy: So etwas wie eine Kanone? (alle lachen) Hey, das wäre toll!
Lyn-Z: ....und dann würde ich wahrscheinlich gegen eine Wand klatschen.
Dosenmusik: Wie würdet ihr euch also eine perfekte Bühnenshow vorstellen?
Jimmy: Oh mein Gott! Ich würde...
Steve: Na super, jetzt sitzen wir ewig hier.
Jimmy: Es gibt so viel was ich mir vorstellen könnte! Die Eisbären wären toll, oder alles was ich reiten kann.
Steve: Ich hätte gerne jemanden der Clips mit Animationen zu all unseren Songs macht, so dass die dann im Hintergrund ablaufen könnten. Das wäre genial, dann müssten wir auch vielleicht gar nichts mehr machen, die Leute würden sich einfach die Clips ansehen. Und Laser, die bräuchten wir auch unbedingt!
Dosenmusik: Kommen wir von fantastischen Bühnenshows wieder zum realen Geschäft, wie steht ihr zur momentanen Situation der Musikindustrie?
Steve: Wir sind ziemlich sauer und abgestumpft.
Jimmy: Musik ist zu einer reinen Geschäftssache geworden, es ist kein Entertainment mehr. Wenn ich ein Lied höre oder mir jemand sagt ich soll mir etwas anhören, dann empfinde ich das als Arbeit, weil ich es sofort analysiere. Wenn ich mir hingegen einen Film ansehe, kann ich mich entspannen. Ich finde, dass die Musikindustrie selbst völlig im Eimer ist, durch Sachen wie Mp3s, Myspace und Youtube kriegen große Bands, die schon zig Alben raus haben, teilweise kein Geld mehr, weil jeder sich ihre Discographie komplett aus dem Internet laden kann, während ein John Doe aus dem Niemandsland seine Sachen bei Myspace veröffentlicht und sie nachher im Internet an Leute aus der ganzen Welt verkauft, ohne dass er einen Plattenvertrag hat.
Steve: Die Plattenbosse haben außerdem richtig viel Angst um ihr Geld.
Jimmy: Ohja, sie haben Angst und wollen kein Geld für irgendwelche kreativen Sachen ausgeben, da sie nicht wissen, wie die Industrie darauf reagiert und sie keine Risiken eingehen wollen. Wenn man also jetzt einen Plattenvertrag abschließt, wird man den schlechtesten Vertrag kriegen, den es gibt. Die werden jetzt alles von einem wollen, sämtliche Rechte an den Touren, am Merch, und man selbst wird nichts mehr davon sehen, und den Major-Labels geht es trotzdem nicht so schlecht. Alles, was wir am Anfang aus Eigeninitiative gemacht haben, Sachen wie eine Homepage oder Promotion für unser eigenes Album, ist mittlerweile zum Standard geworden. Jeder hat Youtube. Gibt es noch irgendeinen Grund ein teures Video für MTV zu machen, wenn man eins für unter 1000 Dollar auf Youtube setzen kann? Warum sollte man ein 300.000 Dollar teures Video machen, wenn es nachher eh nirgendwo gespielt wird? Wenn ich eine Show hätte, das wäre was anderes! Wir sollten echt eine Show haben! So was wie "The Hills"!
Lyn-Z: Das ist eine gute Idee! Wie der ganze Miley Cyrus Bullshit. Lasst es uns in 3D machen. Dann kriege ich auch meine Kanone für die Bühne!
Kitty: Dann bräuchten wir aber auch andere Persönlichkeiten, wie Miley und Hannah Montana. Wie würdest du heißen Jimmy?
Jimmy: das ist eine echt gute Frage! Mein echter Name wäre James und mein Hannah Montana Name Big Brown Dooty Bear. Ich würde nur noch im Bärenoutfit auftreten!
Kitty: Die Sendung ist echt peinlich.
Jimmy: She's just being Miley!
Kitty: Es ist angsteinflößend in den USA, seit es Miley Cyrus gibt.
Jimmy: Aber ja, wenn wir das neue Hannah Montana sein könnten, würden wir das sofort machen!
Dosenmusik: Dann wünsche ich euch viel Erfolg für eure Fernseh-Karriere und bedanke mich nochmals für das Interview.
Jimmy: Wir danken dir.

Steve, Righ?- Guitar
Little Jimmy Urine-Vocals
Kitty- Drums
Lyn-Z - Bass

www.mindlessselfindulgence.com

Autor: Jerseydevil | 27.04.2008
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