Interview mit Luke Pickett
Interview mit Luke Pickett im Café Steinbruch in Duisburg am 31.05.2008 Ich schreibe viele Songs in der Küche.
Luke Pickett Bei seinem ersten und vorerst einzigen Konzert auf dem europäischem Festland hatten wir die Möglichkeit dem englischen Singer-Songwriter Luke Pickett einige Fragen zu stellen, bevor er in seinem engen Zeitplan zu einem Fotoshooting und einer ausgiebigen Autogrammstunde für die vorwiegend weiblichen Anwesenden überging.

Dosenmusik: Vielen Dank, dass du dir Zeit für das Interview genommen hast.
Luke: Das ist kein Problem, mach dir keine Sorgen.
Dosenmusik: Es ist dein erstes Konzert in Deutschland, wie kam es dazu?
Luke: Um ehrlich zu sein, ist mein Manager dafür verantwortlich.
Der Manager: Ja. Wir waren sehr zurückhaltend mit den europäischen Shows. Aber jetzt wollten wir mal damit anfangen, etwas neues zu machen. Es ist eine nette Option mal aus England zu kommen.
Dosenmusik: Wie ist es, eine ausverkaufte Show in einem Land zu spielen, in dem du nicht einmal eine CD veröffentlicht hast?
Luke: Das ist echt unheimlich, ich habe nicht damit gerechnet, dass mich hier so viele Leute sehen wollen. Aber es ist großartig.
Dosenmusik: Magst du Deutschland denn bisher?
Luke: Oh ja, ich war hier schon in Urlaub, aber das ist lange her.
Der Manager: Wir sind auch erst seit zwei Stunden hier. Aber es ist cool.
Dosenmusik: Du warst Mitglied in der Emocore-Band Her Words Kill. Wann hast du dich dazu entschieden, das Solo-Projekt zu beginnen?
Luke: Ich habe schon immer gerne Akustik-Gitarre gespielt und dazu gesungen, daran habe ich viel Freude. Vor drei oder vier Jahren habe ich dann meine erste EP "For Every Petal Lost, Another Gained" produziert. Ich habe nicht erwartet, damit Erfolg zu haben. Der Kerl, bei dem ich die EP aufgenommen habe, hat es zu einem Label geschickt. Und die haben mich unter Vertrag genommen. Um ehrlich zu sein, habe ich die Sache noch nicht einmal ernst genommen, als ich diese CD aufgenommen habe. Es war eher Spaß. Aber es wurde ernst, und ich bin sehr froh darüber. Ich liebe es, Musik zu machen. Es ist gut.
Dosenmusik: Wann hast du damit angefangen, Gitarre zu spielen und zu singen?
Luke: Ich bekam meine erste Gitarre als ich sieben war. Ich habe sie ein paar Monate gespielt und mich dann nicht weiter damit beschäftigt. Erst mit elf oder zwölf habe ich dann wieder damit angefangen. Und das Singen, das war ich etwa vierzehn oder fünfzehn. Das war nichts, was ich geplant habe, ich wusste nicht wirklich, dass ich es kann.
Dosenmusik: Wie schreibst du normalerweise Songs?
Luke: Das unterscheidet sich von Song zu Song. Manche Songs kommen über die Gitarren-Riffs, manche eher über die Lyrics. Manche Songs geistern auch als Melodie in meinem Kopf herum, und dann bringe ich sie über die Gitarre nach draußen. Es ist wirklich verschieden.
Dosenmusik: Woher nimmst du die Inspiration zu deinen Liedern?
Luke: Was die Songtexte angeht, meistens Beziehungen. Es sind nicht immer nur Situationen, die ich so erlebt habe. Ich denke mir viele Szenarien in meinem Kopf aus, das ist wie ein Film, zu dem ich die Storyline kreiere. Über alles was mir etwas bedeutet. Musikalisch bekomme ich auch viel Inspiration von der Musik anderer Künstler oder Bands.
Dosenmusik: Hast du einen bestimmten Platz, an dem du am besten schreiben kannst?
Luke: Ich schreibe viele Songs in der Küche. Wir haben ein dreistöckiges Haus, und dort unten bin ich am weitesten davon entfernt, wo die anderen schlafen. So kann ich so viel Krach machen, wie ich will.
Dosenmusik: Was wärst du, wenn du kein Musiker geworden wärst?
Luke: Ich wollte Fußballer werden als ich vierzehn war. Aber ich war nicht gut genug. Und dann habe ich angefangen Musik zu machen.
Dosenmusik: Verdienst du genug Geld mit der Musik oder hast du noch einen anderen Job?
Luke: Ich hatte schon Jobs, ich habe in Kleidergeschäften gearbeitet oder so. Aber momentan mache ich genug Geld mit der Musik.
Dosenmusik: Kennst du die Band, die dich heute Abend supportet?
Luke: Das klingt jetzt sehr schlecht aber nein.
Dosenmusik: Das ist nicht so schlimm. Was ist deine Lieblings-Band?
Luke: Da gibt es so viele. Der erste der mir in den Sinn kommt ist Prince, Ich liebe Prince. Dashboard Confessional. Ich mag R'N'B-Musik, Justin Timberlake, der hat eine tolle Stimme. Aber auch Tracy Chapman. Oder Michael Jackson.
Dosenmusik: Kannst du auch seine Tanz-Moves?
Luke: Daran arbeite ich noch.
Dosenmusik: Das könnte zu einem Teil deiner Show werden.
Luke: Ich glaube nicht. Vermutlich würde ich einen Idioten aus mir machen.
Dosenmusik: Wo hast du deine ersten Songs aufgenommen, bevor du zum Label kamst?
Luke: Ich nahm zwei EPs fürs College auf, da ich dort Musik studierte. Ich habe in meinem Haus aufgenommen, sie hatten eine sehr schlechte Qualität. Das waren die ersten. Mit Her Words Kill haben wir in einem Probe-Studio aufgenommen.
Dosenmusik: Du warst auf dem College, wirst du nicht weiter studieren?
Luke: Ja als ich 16 war. Die Kurse dauerten nur zwei Jahre, ich habe die Qualifikation bekommen und könnte jetzt zur Universität gehen, wenn ich wollte.
Dosenmusik: Das hat ja noch etwas Zeit. Das da drüben ist dein Bruder, er hat eine T-Shirt-Line...
Luke: Ja, sie heißt "Alone In Iceland". Aber es ist noch eine Testversion, um herauszufinden, wie gut es läuft. Ich finde es sieht großartig aus, ihr solltet dort Shirts kaufen.
Dosenmusik: Hat er auch deine Tour-Shirts designet?
Luke: Er hat ein paar Pins und sowas gemacht. Die Shirts, die wir hier dabeihaben, aber nicht. Er ist heute Abend für den Verkauf am Merchstand zuständig.
Dosenmusik: Was sind deine Pläne für die nächste Zeit?
Luke: Im Moment arbeite ich an meinem Album. Ich war für einige Monate im Studio und werde dort vermutlich auch noch für ein paar Monate sein. Es läuft gut, wir werden bald die erste Single veröffentlichen.
Dosenmusik: Wann werden wir denn das Album bekommen?
Luke: Das hängt davon ab, wann es fertig ist. Wir wollen es in den nächsten Monaten fertig stellen.
Der Manager: Es wird wohl September werden.
Dosenmusik: Wird es auch in Deutschland veröffentlicht werden?
Der Manager: Wir werden es erst in Großbritannien herausbringen und dann wohl europaweit ausweiten.
Dosenmusik: Gut. Möchtest du unseren Lesern noch etwas sagen?
Luke: Erm ja...
Der Manager: Wir sind sehr gerne hier!
Luke: Ja natürlich. Und viele Grüße und vielen Dank für das Interview.
Dosenmusik: Ich danke dir.


Gesang und Gitarre - Luke Pickett
www.myspace.com/lukepickett

Autor: panic-at-my-disco | 6.6.08
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