Interview mit Kill Hannah
Interview mit Gitarrist Johnathan Radtke und Bassist Greg Corner in Köln Wir sind wie Kakerlaken, wir sind einfach nicht loszuwerden.
Kill Hannah Bei ihrem Konzert mit Aiden stellten sich die sympatischen Amerikaner gut gelaunt unseren Fragen und erzählten uns die ein oder andere Anekdote aus ihrer mehr als 10jährigen Bandgeschichte.

Dosenmusik: Ihr seid ja jetzt das erste Mal hier in Deutschland und habt gestern schon in München gespielt, wie gefällt es euch bisher und was erwartet ihr von heute Abend?
Johnny: Es gefällt uns bisher sehr gut hier zu spielen.
Greg: Ich glaube, heute Nacht wird es besser. Irgendwie habe ich in dieser Stadt ein besseres Gefühl als in München. Da war es sehr....steif. Selbst bei Aiden ist das Publikum nicht gerade abgegangen, ganz anders als beispielsweise im UK. Das heißt ja nicht, dass es ihnen nicht gefällt, immerhin haben sie ja die Tickets geholt...
Dosenmusik: Die positiven Reaktionen, die ihr bisher immer im UK bekommen habt, haben ja zum Re-Release von "Until there's nothing left of us" geführt- Gibt es etwas an dem Album, das ihr am liebsten noch mal geändert hättet?
Greg: Schwierige Frage. Aber ich glaube, generell betrachtet hätte es kein Lied auf das Album geschafft, mit dem wir nicht einigermaßen zufrieden wären. Es gibt einige Dinge die wir Live ganz gerne anders machen als auf dem Album, aber das Album an sich würde ich, glaube ich, nicht ändern wollen.
Johnny: Es gibt einige Tracks von unserem ersten Album, "Forever and Never" bei denen ich mich jetzt im nachhinein wundere, dass sie damals überhaupt aufs Album gekommen sind... aber an dem Neuen würde ich nichts ändern.
Greg An der Produktion und dem Mix würde ich vielleicht manchmal was ändern, an den Liedern selbst aber nicht. Wir basteln so sehr an jedem einzelnen Lied rum bevor es aufgenommen wird, dass wir alle Eventualitäten erst mal aus dem Weg schaffen. Wir schreiben die Lieder so oft um, bevor wir sie überhaupt dem Produzenten zeigen, der dann auch wieder etwas ändern will...
Johnny: Ich könnte mir die Lieder mittlerweile glaube ich gar nicht mehr anders vorstellen als sie es jetzt sind. Wir haben so lange mit ihnen getourt...für euch in Deutschland sind sie ja jetzt ganz neu, wir touren mit ihnen aber jetzt schon knapp 2 Jahre lang.
Dosenmusik: Ihr habt euch ja 1994 als Band zusammengefunden...
Greg: Ja, etwa in dem Dreh hat Matt die Band gegründet, in dem jetzigen Line-up gibt es uns bereits seit 2000, oh Mann, das sind auch schon wieder 8 Jahre. Wahnsinn. Wir sind wie Kakerlaken, wir sind einfach nicht loszuwerden.
Dosenmusik: Damit seid ihr offensichtlich eine Band, die schon vor Myspace und LastFM auf sich aufmerksam machen konnte. Würdet ihr sagen, Bands hatten es damals schwerer bekannt zu werden oder heute, wo es einfach zu viele Möglichkeiten gibt?
Greg: Schwieriger war es damals.
Johnny: Das einzige Problem heutzutage ist, dass es einfach zu viele Bands gibt. Andererseits ist es dadurch aber auch sehr einfach für die Kids, ihre Musik bei Myspace online zu stellen und entdeckt zu werden. Das Internet hatte damals keinen so großen Stellenwert, weswegen man sich nicht so einfach Gehör verschaffen konnte wie jetzt durch Myspace. Da musste man halt durchs Touren bekannt werden und sich aufs Radio verlassen, und wenn man neues Material aufgenommen hat, war man erst mal weg vom Fenster- jetzt könnten wir uns ein Jahr Zeit nehmen, um ein neues Album aufzunehmen und die Leute durch unsere Internet-Präsenz auf dem Laufenden halten.
Greg: Wir waren damals eine der ersten Bands, die ihre eigene Homepage und ihr eigenes Street Team hatten, und das Mitte der 90er Jahre, bevor es einfach dazugehörte, eine Homepage zu haben. Ich erinnere mich an ein Musik-Seminar in Chicago, das Matt und ich besucht haben, in einem riesigen Hörsaal voll mit Leuten, wo einige Leute aus dem Musikbusiness erklärt haben, wie man es in dieser Branche zu etwas bringt, und dann taucht auf einmal unsere Website auf. Da fingen die tatsächlich an, über uns zu reden, und den Fakt dass wir eine Homepage haben, obwohl wir noch nicht mal einen Plattenvertrag hatten! Die haben uns als Beispiel genommen wie man einen Plattenvertrag kriegt, obwohl wir nichtmal selbst einen hatten! Aber was unsere Homepage anging hatten wir einigen Leuten etwas voraus.
Dosenmusik: Matt, du meintest eben ihr seid wie Kakerlaken, nicht loszuwerden. Was wäre für euch ein Grund, mit der Musik aufzuhören?
Greg: Wenn es uns keinen Spaß mehr macht. Ich glaube aber, dass selbst wenn wir uns trennen, wir trotzdem noch etwas mit Musik machen würden, zumindestens ich auf jeden Fall. Naja, oder wenn wir alle anfangen würden uns zu hassen.
Johnny: Ich schließe mich an. Wenn man keinen Spaß mehr an der Musik hat, die man macht. Oder an den Leuten, für die man sie macht, oder mit denen man sie macht- aber wir sind schon so lange ein Band, wir sind schon so lange verheiratet....
Greg: Ja, auf die Bühne zu gehen und Musik zu machen ist einfach das, was für uns am normalsten ist, und wir kennen uns schon so lange, dass wir die anderen einfach einschätzen können.
Dosenmusik: gibt es denn trotzdem noch Angewohnheiten von den anderen, die euch auf die Palme bringen?
Greg: Ohhhhh ja. (lacht) Vor allem bei unserem Lead Sänger Matt. Es ist wie in einer Ehe, also nicht, dass ich schon verheiratet gewesen bin, aber man regt sich über so viel Mist auf und trotzdem kommt man damit klar und lebt damit. Man akzeptiert die Person so wie sie ist.
Dosenmusik: was würdet ihr am meisten vermissen, wenn ihr nicht mehr in Kill Hannah wärt?
Johnny: Ich glaube, Live zu spielen. Man kann, selbst wenn man nicht mehr in einer Band ist, zwar immer noch Musik im Studio schreiben, aber Live vor einer großen Menge, oder auch 20 Leuten zu spielen ist einfach... es ist anders als im Studio zu spielen, denn da ist man wesentlich egoistischer, man schreibt die Musik nur für sich selbst. Wenn man aber Live spielt, kriegt man sofort eine Reaktion, man bekommt das Feedback, das einem zeigt ob das, was man macht, das Richtige ist.
Dosenmusik: Würdet ihr also sagen ihr schreibt eher für euch, oder für eure Fans? Matt. Das ist schwierig, ich würde sagen beides.
Johnny: Wir schreiben einfach das, was wir fühlen, von dem, wovon wir etwas verstehen, und es gibt scheinbar einige Leute, die das genau so verstehen, die sich dort hineinfühlen können.
Greg: Dann gibt es noch genügend Lieder, die jeder von uns einzeln schreibt, die nicht zu Kill Hannah passen, aber wir wissen ganz genau was Kill Hannah ausmacht.
Dosenmusik: Matt schreibt ja den größten Teil der Songs erst mal selbst, bevor er zu euch kommt und ihr alle daran arbeitet. Ist es schon vorgekommen, dass ihr euch über ein paar seiner Ideen richtig in die Haare bekommen habt?
Greg: Über den generellen Sound von Kill Hannah haben wir mit ihm eigentlich nie diskutieren müssen, aber es gab schon das ein oder andere Lied, was er uns vorgeschlagen hat bei dem wir dachten "ist der Mist wirklich dein Ernst?". Und es ist eigentlich eine richtig beschissene Sache, so was zu sagen, aber wenn man schon so lange eine enge Beziehung zu der Person hat, kann man sehr ehrlich sein. Es ist nicht einfach ein Lied zu schreiben und das wissen wir alle, aber wo Kritik angebracht ist, muss sie auch ausgeübt werden können.
Dosenmusik: Würdet ihr sagen, dass der Titel eures Albums "Until there's nothing left of us" eurer Bandphilosophie entspricht?
Greg: Ziemlich, ja. Als wir dieses Album aufgenommen haben, hatten wir ziemliche Probleme mit unserer damaligen Plattenfirma Atlantic, und wir haben versucht alles in dieses Album zu stecken. Wir haben alles in die Musik, ins touren gesteckt, und haben nicht aufgehört, bevor wir komplett am Ende waren. Und jetzt bekommen wir durch eben dieses Album die Chance, überall auf der Welt zu touren, momentan in Deutschland und im UK, das ist unglaublich. Das ist es, was immer unser Traum war, hierher auf Tour gehen zu können. Es ist einfach großartig.
Dosenmusik: Würdet ihr auch sagen, dass das Tourleben das ist, was ihr am meisten daran liebt in Kill Hannah zu sein?
Greg: Ja. Obwohl, jein. Nicht wirklich auf Tour zu sein, aber dort touren zu können, wo wir noch nie waren, und wahrscheinlich auch so nie hingekommen wären, wenn wir nicht in der Band wären.
Dosenmusik: Wart ihr denn auch schon an dem Punkt angekommen, wo ihr kurz vor dem Aufgeben standet?
Greg: Ja.
Johnny: Oh ja. Das ist auch gewissermaßen die Bedeutung des Albumtitels, nach dem Motto, wenn es jetzt nicht klappt, ist es vorbei. Wir haben wörtlich gesprochen alles in das Album gesteckt, und als wir die Probleme mit unserem Label in den USA hatten, hat es sich so angefühlt, als ob es bald vorbei sein würde, und plötzlich bot sich eine zweite Möglichkeit.
Greg: Wir haben die Sache selbst in die Hand genommen, wir haben nicht mehr darauf gewartet, dass die Plattenfirma uns nach Europa schickt, denn das hätten sie nicht getan. Daraufhin sind wir 4 Mal mit eigener Organisation ins UK gereist, wir haben keine wirkliche Hilfe bekommen sondern haben es alles alleine gemacht, so sehr glauben wir an diese Band. Wir wollten einfach die Reaktionen hier austesten.
Dosenmusik: Und die Reaktionen, die ihr vor allem in England schon bekommen habt, geben euch recht.
Greg: Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, das ist eine Lektion die wir gelernt haben, seitdem wir in der Band sind, je mehr du auf dich selbst hörst und nicht auf irgendwelche Plattenfirmen, sondern rein auf deinen Instinkt, desto eher wird es funktionieren.
Dosenmusik: Was würdet ihr sagen ist in diesem Zusammenhang das wichtigste Lied, was ihr geschrieben habt?
Greg: Was wir geschrieben haben? Oh man....(überlegt) Live ist eines meiner Lieblingslieder "Kennedy" weil es die Spannweite der Band am besten erfasst. Es hat elektronische Elemente, aber auch Rock Elemente und fasst unser Spektrum ziemlich gut zusammen, ähnlich wie "Lips like Morphine" und "Nerve Gas".
Dosenmusik: Gibt es ein Lied von jemand anderem, was für euch sehr wichtig/prägend ist?
Greg: Das ist eine gute Frage. Eines meiner absoluten Lieblingslieder aller Zeiten ist Bad von U2- das hat mich sehr beeinflusst.
Johnny: Wahrscheinlich etwas aus den Alben "Frement" oder "Chrome" von Catherine Wheel. Da gibt es so viele Songs, die einen ähnlichen Vibe haben wie unsere.
Greg: Das war ja auch zu dem Zeitpunkt, als Kill Hannah gegründet wurde. Matt hat all diese Songs geschrieben und die Haupteinflüsse waren Sachen von Shoegazern.
Johnny: Das sind die Sachen, die ich auch heute noch am liebsten höre (lacht)
Dosenmusik: Wie wichtig ist euch euer Image?
Greg: Wir sind für unser Image eigentlich immer verspottet worden, selbst am Anfang der Band-
Johnny: Ich glaube das wir- entschuldige, dass ich dich unterbreche- wir haben immer schon sehr eigene Ansichten gehabt, so wie wir jetzt rumlaufen kleiden wir uns auch normalerweise. Deswegen sind wir schon immer sehr stark kritisiert worden, anfangs vor allem fürs Make-up, und jetzt siehst du alle Bands so rumlaufen. Wir waren schon immer von Leuten wie David Bowie fasziniert, er sah einfach so cool aus, genauso wie Robert Smith.
Greg: Anfangs war es auch, um die Art von Musik, die man machte, äußerlich zu repräsentieren. Aber in den letzten drei, vier Jahren ist das einfach mal zur Hölle gegangen. Jede Band versucht auf einmal auszusehen wie The Cure, aber sie klingen wie Slipknot. Es ist total irreführend. Es hat nichts mehr zu sagen, weil jetzt alle hübsch und anders aussehen und was weiß ich wie wollen. Es bedeutet nicht mehr so viel wie früher.
Dosenmusik: Stört es euch dann jetzt zusammen mit Bands kategorisiert zu werden, so wie du sie gerade beschrieben hast?
Greg: Ja, das ist schon frustrierend. Aber die Musik spricht, denke ich, für sich selbst. Ich glaube nicht, dass wir uns auch wie eine dieser Bands anhören. Bevor die Leute uns aber hören, wenn sie z.B. nur unser Foto irgendwo sehen, denken sie sich erst mal "Oh nein, noch eine Emo- oder Metalcore Band", vor allem mit dem Namen Kill Hannah kann einen das schon in die falsche Richtung bringen. Darum haben wir immer versucht da irgend eine Balance zu finden, sei es mit dem Äußeren, den Videos oder dem Merchandise, es einfach so zu machen, dass es uns zu 100% entspricht. Das ist auf jeden Fall eine ziemliche Herausforderung.
Dosenmusik: Abgesehen von dem Image, mit welchen falschen Ansichten müsst ihr euch noch auseinandersetzen?
Greg: Ich glaube, die größte ist wirklich, dass bei uns Style über Substanz steht. Obwohl, mittlerweile nicht mehr so sehr, aber das haben wir früher oft zu hören bekommen, bevor alle ein Image in der Art hatten. Da hieß es halt, wir wären total gekünstelt und totaler Mist. Dabei haben wir einfach nur Bands wie The Cure geliebt, und versucht, wir selbst zu sein.
Johnny: Und jetzt sind wir ja angeblich eine Emo Band. Es gab uns schon lange bevor der ganze Emo-Mist anfing. Als ich das erste Mal was von Emo gehört habe wurde das Wort noch benutzt, um Bands wie Jimmy Eat World oder die Getup Kids, Jawbreaker oder sogar Fugazi zu beschreiben. Und jetzt ist es so was wie "Alternative" in den 90ern. Alles was damals nicht Metal war, wurde Alternative genannt. Es ist einfach Rock Musik, aber es war nicht Metal, also wurde es in eine andere Kategorie gestopft, genau so wie es momentan läuft. Alles wird in den Emo-Eimer geworfen, obwohl es überhaupt nicht zusammenpasst. Im UK stehen wir in der "Heavy Metal" Abteilung im Plattenladen. Wir haben in der "Rock" Abteilung gesucht und uns gewundert, wo unser Album war, dann habe ich rüber zur Heavy Metal Abteilung geschaut und wir waren der Tipp des Monats! Neben Angels and Airwaves, Paramore und 30 Seconds to Mars! Wir sind also alle Metal! (lacht)
Dosenmusik: Wie sieht es denn mit neuem Material aus? "Until there's nothing left of us" ist ja eigentlich schon über 2 Jahre draußen, habt ihr schon Ideen für ein neues Album?
Johnny: Ja, auf jeden Fall. Wir haben schon einiges geschrieben, und wenn wir von der Tour zurück sind werden wir uns einfach eine Zeit lang frei nehmen und daran arbeiten, sehen welche Ideen es wert sind, sie weiter zu verfolgen und welche wir verwerfen. Genug Material für ein neues Album hätten wir auf jeden Fall. Ich hoffe, dass wir bis zum Ende des Sommers einen genauen Plan haben. Dann werden wir anfangen aufzunehmen und hoffentlich bis Anfang nächsten Jahres damit fertig sein.
Dosenmusik: Und das wird dann hoffentlich auch wieder bei Roadrunner erscheinen?
Greg: Oh ja, definitv. Alle, die wir hier vom Label getroffen haben, sind einfach nur großartig. Das ist so eine Veränderung im Vergleich zu dem, womit wir in den USA bei Atlantic zu tun hatten... Es ist ein Label, das auf dem Touren, auf diesem Lebensstil basiert, anstatt zu sagen : "Wenn es nicht genug über euch in der Presse gibt, ist es das Ende der Band." Sie glauben an das, wofür sie arbeiten.
Dosenmusik: Habt ihr dadurch vielleicht auch eine etwas positivere Einstellung zur Musikindustrie an sich bekommen?
Greg: Ne, die ist immer noch im Arsch (lacht). Nein im Ernst, unsere Plattenfirma ist toll.
Johnny: Alleine die paar Monate, die wie erst bei ihnen sind, waren besser als die 6 1/2 Jahre bei Atlantic.
Greg: Ich wünschte es gäbe einen Weg, die Leute dazu zu bringen, mehr Platten zu kaufen, so dass die Plattenfirmen weiterhin ihren Job tun können. Aber man kann natürlich niemanden zwingen, Platten zu kaufen. Und das sind die Plattenfirmen genauso schuld wie die Käufer, indem sie einfach so viel Mist rausbringen. In den 90ern wurden Bands wegen einem Lied unter Vertrag genommen, das als Single rausgebracht wurde und Leute zum Kauf des Albums gebracht hat. Heute denkt sich doch jeder "Warum das ganze Album kaufen wenn ich nur das eine Lied haben will"
Johnny: Alles ist so zugänglich. Kids tauschen ihre Musik aus...
Greg: Aber auf der anderen Seite würde man uns hier in Deutschland oder in Frankreich gar nicht kennen, wenn es das Internet nicht gäbe.
Johnny: Wenn jemandem etwas wirklich gut gefällt, dann wird er es auch kaufen. So mache ich es auch. Ich kaufe mir ein paar Lieder online bei Itunes, aber ich will bei guten Sachen auch das Gesamtpaket inklusive Artwork, dann gehe ich in einen Plattenladen und hole es mir. Ich bin Oldschool! (lacht)
Greg: Das ist allerdings definitv am aussterben glaube ich, also, CDs in einem Laden zu kaufen. Es gibt nur noch einen Plattenladen in ganz Chicago.
Dosenmusik: Nicht dein Ernst.
Greg: Ich schwöre bei Gott. Du kannst CDs bei Best Buy oder Marks and Spencer, also großen Ketten mit CD Abteilung immer noch kaufen, aber so etwas wie HMV oder Virgin gibt es da nicht mehr. Der große Virgin Laden in Chicago war einer meiner absoluten Lieblingsorte, da war ich fast jeden Tag wenn wir zuhause waren, und selbst den gibt es nicht mehr. Es ist echt schockierend wenn man drüber nachdenkt, alle Läden, in die ich immer gegangen bin, sind weg.
Dosenmusik: Ist das der Grund warum so viele Bands in den Usa bei Hot Topic ihre CDs rausbringen?
Greg: Das machen wir auch, wir sind sexy, darum gibt es uns bei Hot Topic (lacht). Aber im Ernst, da kann man unsere CDs auch finden. In Chicago gibt es allerdings keinen Hot Topic. In irgendeinem der Vororte, aber nicht in einer so großen Stadt wie Chicago.
Johnny: Wenn man also CDs kaufen will muss man zu Best Buy oder Borders, dem Buchladen gehen. Und selbst die CD Abteilungen da sind am schrumpfen, man kriegt hauptsächlich DVDs und Games.
Dosenmusik: Wie steht ihr zu der Aufmerksamkeit, die ihr vor allem im UK von der Presse bekommt?
Johnny: Wir waren schon in der Kerrang und in Rocksound...ein paar mal sogar. Es ist cool. Es macht sogar tatsächlich Spaß wieder Interviews zu geben (lacht). Ernsthaft, das letzte Mal, dass wir das gemacht haben war 2003, als unser erstes Album rausgekommen ist. Und selbst da haben wir nicht soviel Presse gehabt wie jetzt. Es ist toll die Unterstützung einiger Zeitschriften und vor allem positive Reviews zu bekommen. Es ist schön, dass wir ein bisschen präsenter sind- und nicht nur auf Myspace (lacht). Ich hoffe wir können mehr machen. Wir müssen die verlorene Zeit aufholen.
Dosenmusik: Was war denn für euch überhaupt der entscheidende Moment, in dem ihr gemerkt habt, dass ihr Musik machen wollt?
Johnny: Meine Eltern sind Musiker, ich hatte also gar keine Wahl. (lacht) So lange ich denken kann wollte ich Musik machen.
Greg: Bei mir war es bei meinem ersten Konzert, 1987, als ich Poison live gesehen habe. Ich war echt jung, aber ich erinnere mich, dass ich danach direkt angefangen habe Gitarre zu spielen. Und ich war richtig schlecht. (lacht) Danach hat es eine Weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, das Bass das richtige Instrument für mich ist.
Dosenmusik: Könnt ihr uns, da wir langsam zum Ende kommen müssen, noch kurz sagen, was für euch als nächstes ansteht und ob wir euch dieses Jahr vielleicht noch mal wiedersehen?
Greg: wir werden dieses Jahr erst mal einige Festivals im Sommer spielen, ein paar auch in Deutschland, und für eine richtige Headlining-Tour werden wir, denke ich, im Herbst noch mal wieder kommen.
Dosenmusik: Irgendwelche letzten Worte an unsere Leser?
Greg: Danke. Danke das ihr unsere Musik hört, uns unterstützt, denn das ist der einzige Grund warum wir hier sind.
Johnny: Und unterstützt uns bitte weiter, denn wir würden sehr gerne wieder hierher kommen! (lacht)

Mat Devine - Vocals, Guitar
Jonathan Radtke - Guitar, Backing Vocals
Dan Wiese - Guitar, Backing Vocals
Greg Corner - Bass
Elias Mallin -Drums

www.killhannah.com

Autor: Jerseydevil | 20.06.2008
Dosenmusik : der neue Shop
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