Interview mit Heavy Heavy Low Low
Interview mit Danny Rankin und Chris Fritter bei ihrem Konzertes im Kölner Underground am 28.08.07. Wir wollen damit eigentlich überhaupt nichts beweisen
Heavy heavy Low Low Dosenmusik: Schön euch hier zu haben, ich habe gelesen das ihr bisher noch nicht in Deutschland wart, wie gefällt es euch bisher?
Danny: Es ist ziemlich aufregend für uns, da es das erste mal ist das wir übehraupt im Ausland sind! Es ist einfach unglaublich.
Dosenmusik: Bleibt euch den bei den Konzerten und der vielen Herumfahrerei überhaupt Zeit zum Sightseeing?
Danny: Ach, wir haben so einiges gesehen...
Chris: Paris, den Eifelturm...
Danny: Oder zum Beispiel das Brandenburger Tor in Berlin, das war auch toll.
Dosenmusik: Ihr habt ja gestern schon in Berlin gespielt, wie findet ihr das deutsche Publikum im Vergleich zum amerikanischen Publikum?
Chris: Die stehen alle so weit von der Bühne entfernt hier, weißt du wie ich das meine? In den Staaten gibt es meistens ein Gedränge und alles rennt direkt nach Einlass nach vorne, um möglichst nah bei der Bühne zu stehen. Hier in Deutschland bilden sie fast einen Kreis um die Bühne...
Danny: Es kommt denke ich sehr darauf an wer gerade spielt.
Chris: Oder auch wo du spielst, wenn wir z.B in unserer Heimatstadt spielen ist es echt verrückt, die drehen alle durch und machen Sachen kaputt.
Dosenmusik: Wie würdet ihr jemandem, der noch nie von euch gehört hat euere Musik beschreiben?
Chris: Hm, wie würdest du sie beschreiben?
Danny: Sie macht Spaß, ist aber heavy und energiegeladen...
Chris: Sehr experimentell auf jeden Fall. Hauptsächlich Heavy und experimentell.
Dosenmusik: Was würdet ihr sagen ist der größte Unterschied zwischen euch und anderen Bands in der Szene?
Danny: Hm, weiß ich gar nicht um ehrlich zu sein. Viele andere Bands beschränken sich sehr auf ein Genre, sei es Hardcore, Metal oder was auch immer. Wir versuchen einfach alles zu mischen was nur geht.
Chris: Ja, wir hören alle sehr verschiedene Arten von Musik, die bringen wir dann zusammen und so haben wir dann unseren eigenen Sound. Wir versuchen damit aber nicht in eine Spezielle Kategorie zu passen wie die meisten anderen Bands.
Danny: Wir versuchen vor allem in den Live Shows in die Musik reinzukommen und einfach zu spielen.
Dosenmusik: Könnt ihr denn ein paar direkte musikalische Einflüsse nennen?
Chris: The Plot to Blow Up the Eiffel Tower, Chinese Stars, As the sun sets...
Danny: Men at work, Daughters.. keine Ahnung eigentlich, da gibt es so viele…The End natürlich (lacht)
Dosenmusik: Ich habe gelesen das ihr eher als Screamo Band angefangen habt, euch es aber jetzt zur Aufgabe gemacht habt die merkwürdigste Musik zu machen die man nur machen kann. Was kann man sich darunter vorstellen?
Danny: Wir rauchen einfach ziemlich viel Gras.
Chris: Ja, hauptsächlich kommt das vom vielen Gras.
Dosenmusik: Aha, dann ist also nicht anzunehmen das ihr euch in naher Zukunft wieder auf einen spezifischeren Sound festlegen werdet?
Danny: Das nächste Album wird ganz einfach alles werden was man sich wünschen kann. Und ich meine alles. Wie seid ihr auf eueren Band Namen gekommen?
Chris: Naja, wir sind halt Heavy und Low.
Danny: Wir waren auf einer Party und ein betrunkener Freund von uns hat sich online irgend so ein Video reingezogen, er war einfach total dicht und als er reinkam waren das die ersten Worte die er gesagt hat. Einfach so, "Heavy Heavy, Low Low" Irgendwie hat uns das gefallen. Eigentlich wollten wir uns "Motherfucking Black People" nennen, aber das ging dann irgendwie nicht.
Dosenmusik: Verständlicherweise.
Danny: Naja, irgendwie (lacht)
Dosenmusik: Ist der Name eueres Albums "Everything's watched, everyone's watching" nur eine offensichtliche Anspielung auf die Big Brother Situation in der man heutzutage lebt oder steckt noch mehr dahinter?
Chris: Ja, das ist eigentlich worum es geht.
Danny: Es ist ja so das egal was du tust, irgendwer es bestimmt beobachtet , oder würde das zumindest gerne tun.
Dosenmusik: Ihr wart mit Bands wie Fall of Troy unterwegs, mit wem würdet ihr gerne mal auf Tour gehen wenn ihr freie Auswahl hättet?
Danny: (lacht) Naja, mit Fall of Troy werden wir beispielsweise eher nicht mehr auf Tour gehen.
Chris: Poison the well.
Danny: Ja, Poison the Well sind echt gut, und natürlich Fear Before, mit denen haben wir schon wahnsinnige Tours gehabt, die sind super.
Chris: Thursday. Ich mag Thursday.
Dosenmusik: Wie steht ihr zur Musik-Szene in den USA momentan?
Danny: Wir versuchen erst gar nicht dort hineinzupassen oder es absichtlich nicht zu tun, wir rauchen einfach nur ne Menge Gras und machen Musik.
Chris: Wir wollen einfach unser eigenes Ding machen. Hardcore ist ja ne ziemlich große Sache...
Danny: Ja, Hardcore ist ne ziemlich große Sache in den USA, da passen wir wohl am ehesten rein.
Dosenmusik: Könntet ihr euch vorstellen auch kommerziellere Musik zu machen?
Chris: Ich würde diese Band gerne genau so behalten, wie sie jetzt ist und für kommerziellen Erfolg eher eine neue Band gründen, die dann wirklich auf kommerziellen Erfolg aus ist.
Dosenmusik: Was waren die merkwürdigsten Erfahrungen die ihr bisher auf Tour gemacht habt?
Danny: (lacht und sieht Chris an)
Chris: Erst neulich, als ich am Essen war, kam so ein Kerl rein, hat sich den Speck von meinem Teller geschnappt, ist wieder raus aus dem Restaurant und abgehauen. Das war echt merkwürdig.
Danny: Auf der Bühne ist eigentlich bisher nichts abgefahrenes passiert, man trifft ganz einfach sehr merkwürdige Leute, oder zieht sich merkwürdigen Speed rein.
Chris: Ja, jede Nacht gibt es irgendwas neues, wie in einem Videospiel. Naja, vielleicht eher wie in einem Film.
Dosenmusik: Man traut sich ja kaum zu fragen, aber was ist euer Lieblingszeitvertreib auf Tour?
Danny: Gras rauchen, Bier trinken, Pussys.
Chris: Bier trinken und schlafen. Ich dusche auch sehr oft.
Danny: Ich hohle mir oft einen runter. Wirklich oft. Oder wir machen untereinander rum.
Dosenmusik: Na, da hätte man wirklich besser nicht gefragt. Gibt es denn bestimmte Musik die ihr euch nur anhört, wenn ihr selber gerade auf Tour seid?
Chris: Tribute Musik.
Danny: Ziemlich viel Pop. Blink 182 und solche Sachen.
Chris: Ja, Blink 182 sind meine absolute Lieblingsband. Oder die Flaming Lips. Und viele Soundtracks.
Danny: Martin. Ricky Martin.
Dosenmusik: Ich habe gelesen das ihr gerade erst eure EP neu rausgebracht habt, wie kam es dazu?
Danny: Du meinst "Fuck it"? Ja, aber nur online. Es ist wesentlich heavier als unser Album, und die Kids haben viel danach gefragt.
Chris: Unser Label wollte das wir es machen, also haben wir eine Limited Edition von etwa 100 Stück rausgebracht.
Dosenmusik: Dann weiterhin alles gute und danke für das Interview.

Robbie Smith - Vocals
Chris Fritter- Drums
Danny Rankin- Gitarre/Vocals
Andrew Fritter- Bass
Ryan Madden- Gitarre

www.myspace.com/heavyheavylowlow

Autor: jerseydevil | 06.09.2007
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