Interview mit Dorfdisko
Interview mit Daniel Rotham 04.11.2006 im Schlosskeller in Darmstadt Über Tim Renner, Indie-Mucke und Weltverbesserungstheorien
Dorfdisko Schlosskeller Darmstadt, Samstag, der 4. November. Stress pur. Während Dorfdisko an diesem Abend zuerst noch einen Gig in Weinheim geben, lauschen wir zum Warm-up schon einmal den Klängen von Krakeel. Und trara, logistische Meisterleistung:
Pünktlich kommen die Dorfdiskos in Darmstadt an! Schnell aufgebaut, Soundcheck gemacht und ein sehr schönes Konzert hingelegt. Mittlerweile war es so etwa 1 Uhr nachts und ich schluppe mit meiner Dose Red Bull in der Hand und einem leicht schlechten Gewissen ob der späten Stunde Backstage zu Daniel, dem Sänger. Feierlich überreiche ich ihm die versprochene Dose Wachmachmittel und wir unterhalten uns im Beisein von zwei Mädels von den Diskofreunden - dem Fanclub - über Tim Renner, Indie-Mucke und Weltverbesserungstheorien.

Dosenmusik: Ihr seid so etwas wie das "Pilotprojekt" von Tim Renner gewesen, ward die erste Motor-Veröffentlichung nach der Gründung des Labels. Wie lebt es sich so als Pilotprojekt - steckt da nicht ein wahnsinniger Druck dahinter?
Daniel: Druck nicht wirklich. Also ich find's nicht wirklich gut, weil wir Vorreiter sind, weil wir Sachen ausprobieren. Tim hat, glaube ich, auch ziemlich viel Stress mit ein paar Leuten gehabt. Er hat ja auch dieses Buch geschrieben, "Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm". Es ist eher eine Last, eine Bürde, die man mit sich trägt. Da wir davor nichts mit dem Musikgeschäft zu tun gehabt hatten, Tim Renner auch nicht wirklich kannten und uns das auch nicht so interessiert hat, hat es uns dann ziemlich überrascht, dass in den ersten Interviews, die wir hatten, dauernd von Tim die Rede war. Tim ist ein netter Kerl und echt ein schlauer, liebenswürdiger und intelligenter Mensch, mit dem man gerne zusammen über Musik spricht und etwas schafft und kreiert. Er hat eine tolle Vision, die wir auch probieren zu haben. Aber es war eben seltsam, bei diesen Interviews die ganze Zeit über Tim zu reden. Und da haben wir manchmal vielleicht auch nicht so tolle Sachen gesagt. - Nein, ich fand's nicht gut. Es ist aber auch nicht schlimm. Fazit. Und jetzt ist das vorbei. Jetzt gibt's ja auch noch ganz viele andere Bands bei Motor.
Dosenmusik: Könnt ihr mittlerweile von der Musik leben - oder was habt ihr für nette Nebenjobs, um euch über Wasser zu halten?
Daniel: Also ich lebe grad davon, mehr oder weniger. Ein Studentenleben, sag ich mal. Man hat seine paar Euros, aber irgendwas leisten kann man sich auch nicht wirklich. Aber darum geht's ja auch nicht. Ich habe ja eine Schauspielschule besucht und das dann ab dem Punkt aufgehört, ab dem es zu viel wurde, zu diesem Album hin. Weil mich das einfach so gefordert hat, mir meine gänzliche Konzentration und Passion abverlangt hat. Da konnte ich mich nicht auf noch was anderes konzentrieren. Es funktioniert und ich bin glücklich. Und die Anderen: Peer, der Gitarrist, arbeitet noch beim WDR. Er hat da einen ganz schönen Job, die sind sehr arrangierfreudig. Marc ist Krankenpfleger. Da geht das auch, da er sich Schichtdienste selber einteilen kann. Und David macht natürlich nichts.
Dosenmusik: Warum natürlich?
Daniel: (grinsend) Weil er ja ein Rock'n'Roll-Star ist.
Dosenmusik: Auch wenn ihr Dorfdisko heißt, wird eure Musik wahrscheinlich nie oder nur in den seltensten Fällen in irgendeiner Dorfdisko im Sauerland oder in der Walachei laufen.
Daniel: Manchmal bekommt man Emails...
Dosenmusik: Bist du mit eurer Indie-Ecke zufrieden?
Daniel: Nö, wir haben keine Indie-Ecke. Beim ersten Album wurden wir nicht wirklich im Independent-Bereich angenommen. Wir wollten da auch nicht hin. Wir wollten uns nie einer Szene zugehörig fühlen. Ich finde, die Musik macht das auch nicht. Die ist der Versuch des Spagats zwischen Mainstream und Independent. Einfach einen neuen Baum zu pflanzen. Darum ging es von Anfang an und darum geht es auch weiterhin. Also nicht, sich einer Szene zugehörig zu fühlen, sondern was Eigenes auszuprobieren und ein Stück weit zu versuchen, neue Wege für deutsche Musik zu finden. Darum geht es. Ganz visionär gesprochen. Mit dem zweiten Album sind wir jetzt, finde ich, mehr in eine gewisse Ecke gekommen. Aber die finde ich okay. Also die Leute sind alle nett da, in dieser kleinen gemütlichen Ecke.
Dosenmusik: Und wie würdest du die Ecke bezeichnen?
Daniel: Das ist jetzt schon so eine Independent-Ecke geworden. Aber ich muss da nicht bleiben… Es gibt im Prinzip ja nicht so was. Ist Klee Independent, zum Beispiel? Wir machen unsere Musik, fertig. Und wer dabei sein will, ist herzlich eingeladen.
Dosenmusik: Was braucht dann deiner Meinung nach ein Song oder eine Band heutzutage, um groß in den Charts anzukommen?
Daniel: Da gibt's verschiedene Bereiche. Einmal das Songwriting, ganz klar. Es gibt bestimmte Dinge, die man machen muss bzw. sollte, um im Radio gespielt zu werden, um Teenie-kompatibel zu sein. Man muss sich Käuferschichten angucken und sehen, was hören die für Musik und was verstehen die. Also welche Dinge funktionieren da. Die muss man natürlich bedienen. Man muss in einer gewissen Sprache sprechen, die die Leute verstehen. Es darf nicht zu verschroben sein und nicht zu musikalisch oder verspielt. Zuletzt muss natürlich ein super Marketing-Konzept dahinter stehen und Geld! Das machen ja andere Bands gerne, einen Newcomer-Deal bei MTV zu kaufen, dem einzigen Musiksender, den es noch gibt. Dann wird man gespielt. Ansonsten wird man nicht wirklich gespielt. Man hat einfach keine Chance, weil der Sendeplatz sooo unglaublich gering ist. Das ist im Prinzip wie Werbung, man bezahlt für einen Werbespot - und das ist in dem Fall ein Video. Das wollten wir nicht. Wir haben auch kein Geld. Motor ist kein reiches Label. Tim und Petra sind wahrscheinlich reich, aber die geben nichts davon ab (lacht)! Auf jeden Fall, ohne das, funktioniert das dann auch nicht. Auch die großen Radios tun sich immer schwer, mal ein bisschen was Anderes zu spielen, wenn es nicht ganz in dieses Schema reinpasst. Da hat man's schon ein bisschen schwer. - Aber das war ja gar nicht die Frage. Sondern der Teenie-Hit funktioniert glaube ich aus diesen beiden Bereichen. Einmal dass man die große Masse, die man erreichen will - den Mainstream -dementsprechend bedient und dass das finanzielle Budget dahinter steht.
Dosenmusik: Nachdem das finanzielle Budget bei euch schon nicht dahinter steht, versucht ihr dann wenigstens das Erstere?
Daniel: Bisher haben wir's nicht. Wir schreiben Songs. Wir schreiben keine großen, langen, wahnsinnig ausgefeilten, tollen Lieder - obwohl wir das auch spielen können. Das ist ein Trugschluss. Alle Musiker, die in dem Metier sind, wo wir uns befinden, die können ja auch andere Sachen machen. Es ist ein Auswahlprozess. Man hat ganz viel zur Hand und sortiert dann und wählt aus und guckt einfach, was mich selber berührt. Das ist der Auswahlprozess letztendlich: das was dein Herz dir sagt. Und das machen wir. Wir haben darüber auch mit Motor gesprochen, über gewisse Single-Kandidaten, wo Motor dann meinte, das können wir hier vielleicht ein bisschen anders machen etc. - und das haben wir dann nicht gemacht. So. Wir probieren immer, auch ein bisschen eigenständig zu sein. Dann klappt's halt nicht so in dem Maße (lacht). Aber auf Dauer (lacht).
Dosenmusik: Denkt man auch manchmal daran aufzugeben, falls der große Erfolg nach dem dritten, vierten Album immer noch nicht kommen sollte? Oder macht das nichts und ihr spielt in dieser Formation noch weiter bis ihr 60 seid - auch vor kleinerem Publikum?
Daniel: Keine Ahnung. Die Formation hat sich ja mit unserem Bassisten schon ein bisschen geändert. Wichtig sind Prozesse. Wir haben vom ersten Album zum zweiten Album einen ganz großen Schritt gemacht. Wir haben ganz viel geändert. Wir haben alle Sachen, die es so gibt, was man an einer Band ändern kann, geändert. Einfach weil wir das so gefühlt haben. Weil wir den Weg weiter gegangen sind. Und das wollen wir jetzt genauso machen. Wenn dieser Prozess einmal aufhört - ich glaube nicht, dass ich dann noch großartig Lust habe, Musik zu machen. Darum geht's einfach, um die Wege, die total Spaß machen. Es geht nicht darum, irgendwo anzukommen. Wir wollen nicht irgendwo im Stadion spielen - sind wir dann angekommen? Auf keinen Fall. Darum geht's nicht. Das ist das Wichtige, worauf man sich konzentriert. Und solange Prozesse da sind, lebt die Sache, lebt die Musik und ist interessant und spannend.
Dosenmusik: Vielen Kritikern hat euer Zweitling nicht sonderlich gefallen, die fanden, ihr hättet euch nicht weiterentwickelt. Seid ihr selbst mit eurer aktuellen Scheibe zufrieden? Was antwortest du solchen Nörglern?
Daniel: Also, erstmal habe ich nur eine schlechte Kritik gelesen und die war im Musikexpress - von Martin Weber, verdammtes Arschloch. Sag ich jetzt einfach so. Ansonsten habe ich keine schlechte Kritik gelesen. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich fand, dieses Album ist bei allen Leuten gut angekommen. Ich habe entgegengesetzte Kritiken gehört. Wir kriegen ja auch Pressemappen und da stand drin, so was wie "ist interessant, was sie gemacht haben; wir finden's gut und freuen uns schon aufs nächste Album". So war der allgemeine Konsens, fand ich, von dem, was ich gelesen habe. Musst du mir mal zeigen, lässt du mir mal zukommen, ja? Ansonsten kann jeder schreiben, was er will.
Dosenmusik: Okay. Euer aktuelles Album trägt den hübschen Titel "Kurz vor Malmö". Eure Plattenfirma schreibt, Malmö soll für euch so etwas wie das Shangri-La des Nordens sein, Schweden demzufolge das Gelobte Land. Bedeutet "Kurz vor" dann etwa, dass dieses Album für euch nur ein Wegbereiter für den ganz großen Wurf beim Nächsten ist? Oder seid ihr kurz vor dem Gelobten Land damit gescheitert?
Daniel: Nee, da steht ja nichts von scheitern. Also ich fand das ganz schön, wie du das jetzt gesagt hast. Man kann das auf ganz verschiedene Art und Weise auslegen. Deswegen ist das auch ein guter Albumtitel. Wir werden sehen. Ich denke schon, dass das dritte Album der große Wurf ist (lacht). Aber das denkt man ja jedes Mal. Aber das Shangri-la des Nordens hat nicht die Plattenfirma geschrieben, sondern ein Bekannter, der gut Texte schreiben kann. Ich finde das eine ganz schöne Biografie. Ja, was soll ich dazu sagen? Das Shangri-la des Nordens mit Augenzwinkern, natürlich. Das ist alles nicht ganz ernst zu nehmen.
Dosenmusik: Aus Schweden kommt ja z.Z. mit die angesagteste Indie-Musik. Was hältst du von der Musik - Malmö liegt ja auch in Schweden? Dient die vielleicht auch ein bisschen als Vorbild für euch?
Daniel: Ich denke, die angesagte Musik kommt eher aus England. Die Schweden kopieren ja auch oft von den Engländern. Aber das gehört ja so ein bisschen zusammen. Ja, ich finde die Musik von manchen Bands ganz toll. Da darf man sich jetzt nicht dranhängen, da wird auch viel abgekupfert. Vieles ist jetzt auch schon gehört. Aber die haben ganz tolle Sachen. Total gute Riffs, gute Hooks. Wir orientieren uns schon ein bisschen da dran. Aber Kurz vor Malmö ist auch so ein bisschen dieses Augenzwinkern dazu. Wenn eine Band aus Schweden kommt, hat sie hier ja mal generell Erfolg (lacht). Und wenn sie aus Deutschland kommt, ist sie ja erstmal uncool.
Dosenmusik: Aber ich glaube, das hat sich doch gewandelt...
Daniel: Ja, da arbeiten wir auch alle dran. Nee, quatsch.
Dosenmusik: In der einen Hälfte deiner Liedtexte singst du davon, wie hoch entwickelt und doch einsam, kalt und in Trümmern unsere Gesellschaft liegt. Glaubst du wirklich, es ist unsere Generation, die da was ändern wird?
Daniel: Ja, glaube ich. Bin ich fest davon überzeugt.
Dosenmusik: Warum wir?
Daniel: Na, weil wir doch jetzt dran sind. Wir können's doch jetzt anders machen, oder? Ich meine, reden wir mal von 20 Jahren oder so. In einem solchen Umfang. Es gab die 68er und die Generation Golf und die Party-Generation. Aber der Käse ist doch jetzt auch irgendwie gegessen - also für mich ist der auf jeden Fall gegessen. Ich habe da einfach auch Lust drauf. Und ich finde, egal in welchen Kunstbereich man geht - außer Theater, das ist im Moment ein bisschen rückläufig - sonst finde ich das durchaus echt interessant. Ich lese z.B. gerade Juli Zeh "Spieltrieb". Da sind ganz irre tolle Gedanken drin, die auch genau diesen Weg gehen. Auch musikalisch sind da einige Bands, die Antrieb geben. Ich habe viel Blumfeld, Tocotronic, Kante und so Zeug gehört. Nun muss es ja auch einen Schritt weiter gehen. Und das probieren wir jetzt. Das hört sich jetzt alles sehr großkotzig an, so ist das aber nicht gemeint. Im Prinzip versuchen wir, Hoffnung zu machen (lacht).
Dosenmusik: Auf eurem Erstling waren solche gesellschaftskritischen Texte ja eher rar. Was hat sich verändert, dir die Augen geöffnet - wenn man das so sagen darf?
Daniel: Mir hat nichts die Augen geöffnet. Ich habe beim ersten Album auch darüber geschrieben. Es ist kodierter, würde ich sagen. Ich habe beim ersten Album gerade Schiller gelesen. Der hat ein Theoretikum geschrieben, "Die ästhetischen Briefe zur Erziehung des Menschen". Die waren so ein bisschen philosophische Grundlage dazu. Das ist jetzt ein bisschen weiter gegangen. Aufgabe für dieses Album war es für mich, dass ich Sachen mehr auf den Punkt bringen wollte. Mehr auf den Begriff. Und auch ein bisschen radikaler. Das möchte ich jetzt auch, das würde ich gerne noch weiter führen. Aber es muss ein Prozess geschehen, das kann man nicht einfach so machen, weil es sonst nicht ehrlich ist. Das ist eine Entwicklung, die man geht. Wo man selber auch überlegt, was funktioniert, was nicht. Und sich auch selber weiterentwickelt. Die Vision auch klar angreifen kann. Also, wie kommen wir denn dazu? Ich meine, es gibt ja ganz viele verschiedene Ansätze von anderen Bands oder generell in der Intellektuellen-Szene. Also, ich würde mich nicht dazuzählen - wir machen Pop- bzw. Rockmusik. Auf emotionaler Basis geschieht da etwas. Es geht um Gefühle und eine gute Zeit, auf Konzerten und wenn man die Musik hört. Und sich mit sich selber auseinanderzusetzen. Aber ein gewisser Bezug bleibt da. Außerdem ist das Jahr über ja auch ziemlich viel passiert, was ich interessant fand - ich lese viel Zeitung und so Zeug.
Dosenmusik: Noch kurz zum "Album-Outfit": Die Special Edition enthält ja Polaroid-Fotos mit den Songtexten auf der Rückseite. Wessen Idee war das? Muss man auf dem hart umkämpften Plattenmarkt immer was Neues bringen, um überhaupt noch etwas absetzen zu können? Zahlt sich das dann auch aus?
Daniel: Fangen wir von hinten an. Auszahlen tut es sich nicht. So etwas ist schweineteuer und man verdient nicht wirklich was dran. Aber es war's uns wert. Es war unsere Idee. Wir haben das auf unserer Demo schon mal gemacht. Ich finde das einfach total schön. Wir haben 13 Tage Foto-Shooting gehabt. Es war ein Freund, mit dem ich dann rumgezogen bin. Dann haben wir uns noch mit einem Designer getroffen und Bier getrunken und darüber geredet, wie man die Songs illustrieren könnte. Dann haben wir uns die Sachen überlegt und extrem viel fotografiert. Und es ist total schön. Ich finde das eine super Idee. Es ist ja deine Platte, du machst so eine Platte ja nur einmal im Leben, also eine zweite Platte (lacht): Wir hoffen natürlich, dass wir eine Dritte machen. Machen wir auch. Und eine Vierte. Aber im Moment weiß ich ja nicht, ob's noch ein nächstes Album gibt. Da versuchst du halt, das Allerbeste herauszuholen. Eben auch mit Bildern.
Dosenmusik: Ist ja auch schön geworden. Ihr macht ja auch unglaublich viele Fan-Aktionen, bindet Fans auch in eure Promo-Arbeit ein. Verändert sich da das Verhältnis zwischen Künstler und Publikum? Inwiefern?
Daniel: Wir haben ja hier gerade Zwei sitzen, die dazu Näheres sagen können. Ich weiß ja nicht, wie Bands sich früher verhalten haben. Ich meine, dieses Star-Ding haben wir ja so überhaupt nicht, würde ich mal sagen, ne, Frauke?
Frauke: Neeeeeiiin.
Daniel: (lacht) Also wir probieren da schon integer und das zu sein, was wir singen und worum es geht. Nämlich dass man zusammen ist und zusammen etwas macht. Eben nicht alleine, sondern gemeinsam einen Weg geht. Da gibt es dann halt auch Leute, die da mitmachen. So. Ich kenne da auch ein paar, die kamen nach Köln und haben bei mir gepennt (lacht rüber zu Frauke und ihrer Freundin). Das geht dann auch. Und dieses Aufkleber verteilen ist ja irgendwie Gang und Gebe, das macht jeder. Kommunikation ist halt ein extrem wichtiger Punkt. Musik ist im Prinzip nichts anderes als Kommunikation auf einer gewissen Ebene. Und die kann man ja auch ausweiten. Das ist es, worum es geht. Dass man sich zusammensetzen kann und über etwas reden - und dass man das dann auch macht!
Dosenmusik: Letzte Frage, du bist gleich erlöst. Eure Tour umfasst ja wahnsinnig viele Städte. Manchmal sogar zwei Gigs an einem Tag. Warum ist euer Tourplan so vollgestopft? Geht das nicht manchmal auch auf die Nerven?
Daniel: Nee. Ich habe auch ein bisschen Angst davor, wenn wir keine Konzerte mehr spielen. Was soll ich denn dann machen? Das ist das elementare Ding überhaupt. Dieser Live-Moment, im Konzert zu spielen, ist das Schönste auf der Welt. Heute war es wirklich ein bisschen schwer. Also zwei Konzerte auf einmal sollte man nicht unbedingt machen. Weinheim und Darmstadt liegen nicht so weit auseinander, von daher geht das schon. Aber es war echt ein wenig stressig und man kann sich nicht richtig auf den Ort einlassen und ist dann auch ein bisschen konfus. Aber es ist eine wahnsinnig coole Zeit, die man da hat. Ganz toll. Und ich hoffe, dass wir noch hunderte Weitere spielen.
Dosenmusik: Würde mich auch freuen. Also danke schön.
Daniel: Vielen Dank.

Daniel Roth - Gesang & Gitarre
Peer Hartnack - Gitarre
David Oesterling - Bass
Marc Pampus - Schlagzeug


www.dorfdisko.net

autor: Martinchen | 04.11.2006
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