Interview mit den Deftones
Interview mit Frank und Abe am 23.03.2007 im Schlachthof in Wiesbaden Wir waren lange nicht so gut drauf wie jetzt! - eine Momentaufnahme der Deftones im Spätsommer ihrer Karriere
Deftones Das Interview mit den Deftones sollte um 17:00 Uhr stattfinden. Um auf Nummer sicher zu gehen, plant man natürlich mindestens alles für eine Stunde früher. Und wenn es dann doch länger dauern sollte, kann man wenigstens die Zeit nutzen, um die eigene Nervosität weg zu rauchen.

An der Halle war ich bereits um 15:00 Uhr, da ich mit einer Freundin vorher noch Will Haven, die Support Band des heutigen Abends, interviewen wollte. Nachdem das alles glatt über die Bühne gegangen war (» Interview mit Will Haven lesen), wurde ich dem Tour Manager der Deftones vorgestellt, der sich um die Interviews kümmerte. Nach mehreren Anläufen und ein paar kleinen Notlügen durfte ein Freund von mir die Halle bereits vor dem Konzert betreten und sogar das Interview zusammen mit mir durchführen.
Bevor das jedoch losging, bekamen wir bei dem Soundcheck der Deftones eine kleine private Show. Insgesamt mehr als 30 min und dabei ca. 5-6 komplette Songs spielte die Band. Und - ich konnte mein Glück kaum fassen - hörte ich zum ersten Mal live meinen Lieblingssong "Damone", den Hidden Track auf ihrer zweiten Platte "Around the Fur". Schon hier bekamen wir einen guten Vorgeschmack auf das, was uns am Abend noch bevorstehen sollte.

Wir bekamen die Ansage, dass die Jungs nach ihrem Soundcheck noch etwas essen möchten und dann bereit wären, das Interview mit uns zu machen. Diese Pause zog sich so sehr in die Länge, dass wir sogar den ganzen Will Haven Soundcheck mitbekamen.
Danach führte uns der Tour Manager in den Backstage-Bereich, wo wir auch schon von zwei Mitgliedern der Deftones - Abe Cunningham (Drums) und Frank Delgado (DJ) erwartet wurden.

Wenige Stunden nach ihrer Ankunft aus Paris und dem langen Soundcheck sahen wir in zwei gutgelaunte aber müde Gesichter.

Dosenmusik: Ihr habt gestern in Paris gespielt, das erste Konzert auf dieser Tour...
Frank: ...nein, nein! Wir sind schon länger auf Tour!
Dosenmusik: Ich meinte, es war der erste Abend eures Europa-Trips!
Frank: Ja, das stimmt. Sorry! Ich bin noch nicht ganz anwesend. Wo sind wir hier? Im Schlachthof?
Dosenmusik: Allerdings! Und das war hier tatsächlich mal ein Schlachthof.
Beide: (lachen) Creepy!
Dosenmusik: Also wie war das Konzert gestern?
Abe: Großartig! In Frankreich gehts uns eigentlich immer gut. Gutes Essen, tolles Publikum.

Die Deftones waren schon immer eine Band, die auf Äußerlichkeiten kaum Wert gelegt hat. Bei den Chippendales wird sicherlich keiner der Jungs eine zweite Karriere starten, dann doch lieber vor den Fans ein Konzert nach dem anderen spielen - und offensichtlich hat es ihnen Frankreich irgendwie angetan.

Dosenmusik: Ihr kommt auf eurer Reise durch Europa auch insgesamt 5 mal nach Frankreich.
Abe: Wir spielen da auch ein Festival diesen Sommer.
Dosenmusik: Spielt ihr lieber auf Festivals oder bei Clubshows?
Abe: Mal so, mal so. Clubshows sind intimer und die Leute kommen nur wegen deiner Band. Bei Festivals weiß man nie, wie alles abläuft, wie der Sound ist und so. Aber dafür ist es eine riesige Party und es macht immer sehr viel Spaß, mit anderen Bands abzuhängen. Man sieht auch Bands, die man schon immer sehen wollte und hat die Möglichkeit, Freunde zu treffen.
Dosenmusik: Ihr spielt dieses Jahr nicht auf den großen europäischen Festivals, oder!?
Abe: Nein, wir sind da in den USA unterwegs. Wir wollten mal in einigen Städten auftreten, die wir bisher noch nie oder eher selten besucht haben. Im nächsten Jahr planen wir die europäischen Festivals aber wieder mit ein.

Die Deftones und ihre berühmt-berüchtigten Festivalauftritte! Von unglaublich gut bis unfassbar schlecht reicht die gesamte Bandbreite an ihrer Shows, die sie auf Festivals in 18 Jahren Bandgeschichte zum Besten gegeben haben. Das Bizarre Festival vor einigen Jahren ist ein Beispiel für einen ihrer guten Auftritte und gleichzeitig für eine lustige Erinnerung. Bei strömendem Regen fällt mitten in der Show der Sound aus und es dauert einige Minuten, bis alles wieder funktioniert.

Dosenmusik: Ich hab euch mal vor einigen Jahren auf dem Bizarre-Festival hier in Deutschland gesehen...
Abe: ...hey! Ich hab die ganze Show daheim auf Video!
Dosenmusik: Auch den Teil, als die Soundanlage ausfiel und einer von euch - ich glaube es war Stephen - irgendwas ins Mikrophon gesagt hat, was ja niemand verstehen konnte, bis plötzlich der Sound wieder da war und man nur noch von ihm hörte: "...Chino sucks cocks!"
Abe: (lacht) Oh, Mann! Das war da!? Ist ja verrückt!
Dosenmusik: War eine tolle Show damals! (grinst)

Zurück in der Gegenwart und zu den Songs des aktuellen Albums, deren Live-Tauglichkeit und den entsprechenden Setlists für eine Tour.

Dosenmusik: Ihr seid jetzt ca. 1 Jahr mit dem neuen Material auf Tour. Wie sind die Reaktionen des Publikums?
Frank: Naja, meistens sehr gut. Es gibt Ausnahmen, aber so ist es immer, wenn die Leute etwas neues von uns hören. Aber insgesamt ist das alles sehr gut angenommen worden. Wir haben jetzt schon fünf Alben veröffentlicht. Das gibt uns natürlich die Möglichkeit, frei zu entscheiden, welche Lieder wir an einem Abend spielen. Auch heute ist mit Sicherheit einiges von den alten Platten dabei.
Dosenmusik: Ändert Ihr eure Setlists jeden Abend?
Abe: Kleine Änderungen kommen schon vor, aber das Grundgerüst aus bekannten Sachen steht eigentlich für jede Show fest. Wenn mal ein Set sehr gut läuft, dann behalten wir das auch über einen längeren Zeitraum bei.
Dosenmusik: Wenn ihr so lange auf Tour seid - Europa und USA bis einschließlich Juni - wie bereitet ihr euch auf so einen langen Trip vor?
Abe: Die Tage vor der Tour entspannen wir uns. Wir haben früher auch mal Rehearsals gemacht, aber die machen wir jetzt fast kaum noch. Wir denken da eigentlich nur noch von Abend zu Abend. Wir sind eingespielt und brauchen eigentlich keine Proben mehr. Die Planungen übernehmen dann auch andere Leute für uns.

Nach den auch teilweise öffentlich in den Medien dargestellten Problemen im Vorfeld der Veröffentlichung des aktuellen Albums "Saturday Night Wrist" darf die Frage zu einer Stellungnahme seitens der Band nicht ausbleiben. Viel wichtiger ist jedoch die daraus resultierende Schlussfolgerung von Frank Delgado.

Dosenmusik: Für "Saturday Night Wrist" habt ihr fast 3 Jahre gebraucht. Chino war eine zeitlang weg, um für sein Projekt "Team Sleep" zu arbeiten, es gab Probleme mit eurem Produktionsteam usw.; Wie betrachtet ihr diese Phase im Nachhinein?
Abe: Nun, es ist so, dass wir auch für unsere letzten Alben relativ lang gebraucht haben, um sie fertigzustellen. In diese Zeit vor der Veröffentlichung von "Saturday Night Wrist" fiel auch noch eine Tour, die uns etwas im Produktionsprozess aufgehalten hat. Wir brauchten dann einfach auch mal eine Pause. Seit 18 Jahren gibt es die Deftones, die letzten 12 Jahre waren wir mehr oder weniger ununterbrochen auf Tour. Man wird müde, man muss sich Auszeiten gönne. Es ist meiner Meinung nach ganz normal, wenn man sich dann mal zurückzieht, wie Chino es gemacht hat, oder auch dass es Probleme mit anderen Mitarbeitern gibt, die aber allesamt ausgeräumt wurden. Das Album ist da und es gefällt uns sehr gut.
Dosenmusik: Eure Konstanz, das stetige Line-Up eurer Band ist auf jeden Fall ein großes Plus und mittlerweile eine Ausnahme in diesem Geschäft.
Frank: Unsere Band basiert auf Freundschaft. So einfach ist das. Und jede Freundschaft macht auch schwere Zeiten durch.

Die Freundschaft innerhalb einer Band ist eine Seite, aber was ist mit dem Druck von außerhalb - Plattenlabel, Fans und Verkaufszahlen?

Dosenmusik: Gab es denn seitens des Labels keinen Druck für euch, die Platte endlich fertig zu machen? Und spürt ihr auch Druck von den Fans duch deren Erwartungshaltung, wenn ihr neue Songs schreibt?
Frank: Es gibt immer Druck. Von allen Seiten. Aber wir haben unseren Platz gefunden.
Abe: Bei den ersten beiden Alben lief alles sehr entspannt. Kein Druck durch die Plattenfirma. Man ließ uns einfach das machen, was wir für uns selbst am besten hielten. Wir haben die Songs geschrieben, sie aufgenommen, alles gemixt und gemastered und dann die fertige Platte dem Label gegeben, ohne dass man uns jemals irgendwie reingeredet hat. Erst mit der "White Pony" fing das Label an zu realisieren, dass man mit uns auch Geld verdienen könnte und ab da fing auch der Druck an. Die Industrie hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert, allein durch das Internet, und unsere Plattenfirma wollte plötzlich viel mehr involviert sein in unserer Band. So im Sinne von: "Wir wollen wissen, was ihr mit unserem Geld macht. Ihr seid unsere Investition." Aber davon haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Dosenmusik: Wurde das "B-Sides and Rarities" Album auf Drängen des Labels veröffentlicht?
Frank: Nein, das haben wir uns schon sehr lange überlegt.
Abe: Die Songs und die Idee dazu stand schon eine ganze Weile im Raum. Die Plattenfirma hatte damit nix zu tun.
Dosenmusik: Haben die geringeren Verkaufszahlen des aktuellen Albums das eigene Vertrauen in eure Musik beeinträchtigt?
Abe: Überhaupt nicht. So ist eben das Klima in der Musikwelt heutzutage - es werden einfach nicht mehr so viele Einheiten verkauft. Sich da jetzt deswegen so viele Gedanken zu machen, führt zu nichts. Und auch wenn die Zahlen schlechter sind, sind sie noch gut genug, dass wir diese Gedanken tatsächlich beiseite schieben und uns auf wichtigere Dinge konzentrieren können.

Bereits seit 18 Jahren gibt es die Deftones. Vor der Grungewelle gegründet, wurde jedoch erst 1995, mitten im Nu Metal Wahnsinn, das erste Album "Adrenaline" veröffentlicht. Viel mehr wiegt allerdings die Tatsache, dass es die Deftones auch im Jahr 2007 immer noch gibt und das allem Anschein nach motivierter und positiver wie seit "Around The Fur"/"White Pony"-Zeiten nicht mehr.

Dosenmusik: Wie schafft ihr es, euch 12 Jahre nach Veröffentlichung eures ersten Albums immer wieder zu motivieren und alles frisch zu halten?
Abe: Ich weiß selbst nicht, warum wir immer noch hier sind. Ehrlich! Alles ist so schnelllebig und vergänglich, aber wir sind immer noch hier. Wir haben uns nie Gedanken darüber gemacht, geschweige denn uns gefragt, wie wir uns motivieren können. Es ist eben einfach so. Wir sind Freunde, wir haben unsere Probleme, aber meistens macht es uns nur Spaß. Dafür gibt es kein Patentrezept... außer vielleicht Glück. (grinst) Ich liebe meine Freunde und ich liebe unsere Musik.
Dosenmusik: Und ihr könnt bei euren Nebenprojekten auch etwas kreativen Dampf ablassen.
Frank: Das kann man so sagen. Aber das meiste unserer Energie geht in diese Band. Das wird auch immer so bleiben, solange es uns noch gibt. Ups and Downs, so funktioniert das Leben, genau wie die Deftones. Im Moment geht es uns richtig gut und wir haben eine tolle Zeit miteinander.

Wer die Karriere der Deftones verfolgt hat, der verbindet mit Sicherheit einen Namen ganz eng mit dem Werdegang der Band: Terry Date - seines Zeichens Produzent von Bands wie Pantera, Soundgarden, Limp Bizkit und Funeral For A Friend. Aber dazu eben auch langjähriger Produzent der Deftones für insgesamt 4 Platten seit ihrem Debüt 1995 mit bis zum selbstbetitelten Album 2003.

Dosenmusik: Ihr habt bei allen euren Alben immer mit Terry Date zusammengearbeitet. Für "Saturday Night Wrist" habt ihr Bob Ezrin verpflichtet. Er hat u.a. Alice Cooper, Lou Reed, Pink Floyd produziert - eine ganz andere Richtung als eure Band...
Abe: ...und genau deswegen haben wir ihn ausgewählt. Wir wollten in eine andere Richtung mit der Produktion und mal etwas neues ausprobieren. Terry ist perfekt, ein toller Produzent und ein besonderer Freund von uns. Wir haben schon bei den letzten Alben immer wieder über eine Veränderung nachgedacht und waren auch schon dabei, unsere Arbeit umzustellen. Letztlich sind wir dann doch wieder bei Terry gelandet. Aber dieses mal wollten wir das unbedingt durchziehen, auch wenn es dann im Studio ein paar Schwierigkeiten gab und Chino und wir dann einige Aufgaben übernommen haben.
Dosenmusik: Habt ihr eure Songs auch auf Tour geschrieben? Ich habe gelesen, dass Korn dies in jüngerer Vergangenheit verstärkt tun.
Frank: Viele Bands machen das, aber wir nicht... obwohl ich das eigentlich immer mal ausprobieren wollte.

Abgedroschen oder nicht - in Interviews führt kein Weg an zumindest einer Frage über den Musikgeschmack vorbei.

Dosenmusik: Drehen wir die Frage nach eurem Musikgeschmack mal um - Könnt ihr mir Bands nennen, die eure Bandkollegen hören und die ihr überhaupt nicht ausstehen könnt?
Abe: Das war vielleicht mal so, aber ich liebe alles, was meine Bandkollegen so hören! (lacht) Außer Country-Musik! Aber im Ernst: Alles, was wir so hören, was meine Freunde hören, gehört zum Soundtrack unseres Lebens - Justin Timberlake, Mike Patton, irgendein ein Metal-Song von Max, dann was chilliges wie Portishead - es gibt wirklich nichts, was wir nicht gern hören - oder zumindest dulden, wie Chinos Mixtapes! Aber das hört ihr ja wieder über die Soundanlage vor dem Konzert.

Gemeinsam mit Serj Tankian, Sänger der pausierenden System Of A Down, entstand der Song "Mein", der vor kurzer Zeit als Single inkl. eines Musikvideos veröffentlicht wurde.

Dosenmusik: Ihr habt zuletzt "Mein" als Single rausgebracht. Sprecht ihr da wirklich von dem deutschen Wort "mein" und worum gehts in dem Song?
Abe: Ja, das ist das deutsche Wort. Der Song ist allein Chinos Ding! Er hat die Lyrics geschrieben und viel zu oft - wie auch hier - weiß ich garnicht, was er überhaupt sagen will. (grinst) Wieder mal sehr experimentell das ganze. Das kommt häufig vor. "Mein" war auch so eine Last-Minute-Geschichte. Fast wäre der Song nicht auf dem Album gelandet.
Dosenmusik: Zusammengearbeitet habt da mit Serj Tankian von System Of A Down.
Frank: Ja, aber das lief eher zwischen Tür und Angel ab. Das war so: "Wollt ihr?" - "Wollt ihr?" - "Ja." - "Cool, dann laß es uns machen!" Wir wollten den Song unbedingt auf der CD haben und Chino hat ewig dran rumgebastelt und fast wäre er weggefallen, aber wir haben Chino bekniet, dass wir ihn mit drauf nehmen, weil er uns anderen einfach so gut gefallen hat.
Dosenmusik: Hattet ihr Spaß beim Videodreh?
Frank: Ja, war schon cool. Wir hatten zwar schon bessere Videos und bessere Aufnahmen, aber es hat alles funktioniert und die Breakdancer waren unglaublich!
Dosenmusik: Ihr spielt in euren Videos immer nur euch selbst als Band mit euren Instrumenten bzw. am Mikrophon. Habt ihr je darüber nachgedacht, mal zu schauspielern in euren Clips?
Frank: Nicht wirklich. Das wäre den ganzen Aufwand wohl auch nicht wert.

Der Tour Manager der Deftones steht mittlerweile seit ein paar Minuten in der Tür und wirkt zunehmend ungeduldiger. Bleibt uns die Gelegenheit für eine letzte, nicht ganz ernstgemeinte Frage.

Dosenmusik: So langsam müssen wir fertig werden. Diese Frage muss noch sein: Habt ihr Madonna getroffen?
Beide: (lachen) Ja!
Dosenmusik: Sie ist ja eure Label-Chefin. Wie wärs mal mit einem Cameo bei einem eurer Konzerte?
Frank: Oh, nein! Lieber nicht!
Dosenmusik: Habt ihr Probleme mit ihr?
Frank: Sie wollte mich, aber ich hab sie abblitzen lassen! (lacht)
Abe: Nein, keine Probleme mit ihr. Sie kümmert sich auch schon lange nicht mehr um die Arbeit ihres Labels. Das ist mittlerweile sowieso alles Warner Music.

Zum Abschluss des sehr entspannten und aufschlussreichen Interviews blieb noch eine Frage übrig - natürlich mit einer zu erwartenden Antwort, aber überraschenderweise auch mit einer ungekannten Offenheit zwischen den Zeilen.

Dosenmusik: Wie lange macht ihr das alles noch mit - Platten aufnehmen, auf Tour sein, ständig unterwegs - nochmal 18 Jahre?
Abe: So lange es geht! Genießt die Show heute! Wir waren lange nicht so gut drauf wie jetzt!

Eine Aussage, die man nur bestätigen kann, wenn man die Hochs und Tiefs der Deftones in den vergangenen Jahren miterlebt hat. Das Konzert - und da waren sich Fans wie auch die Band nach der Show einig - war der Beweis, dass die Deftones noch lange nicht abgeschrieben werden dürfen - ungeachtet der schwächeren Verkaufszahlen und kleineren Konzerthallen.

Nach dem Interview lernten wir die gesamte Band kennen und kamen mit allen sehr gut ins Gespräch. Die Stimmung war sehr gelöst - die Jungs wissen, wie man eine entspannte Atmosphäre schafft.
Sie verteilten Gitarren-Picks und gaben Autogramme. Der Gitarrist Stephen Carpenter spielte über zwei externe Boxen seines MacBooks einen Song nach dem anderen ab - Justin Timberlake (ein Favorite der gesamten Crew), War, Soulfly, Faith No More etc. - bei "I'm easy" sangen sogar einige der Jungs gutgelaunt mit Mike Patton den Chorus.

Es stellte sich heraus, dass Chino ein großer Fan der populären US-TV-Serie Lost ist, die neuen Folgen auf seinem MacBook aber nicht auf einem großen Fernsehschirm anschauen kann, da ihm ein Adapter fehlt. Kurzerhand erklärten wir uns bereit, ihm das fehlende Teil schnell zu besorgen. Um noch rechtzeitig vor dem Konzert wieder zur Band zu gelangen, bekamen wir zwei Backstage-Pässe. Als wir dann nach dem Einkauf wieder zurückkehrten, konnte man Chinos Gesicht die Verwunderung anmerken - er hatte nicht damit gerechnet, uns wieder zu sehen, geschweigen denn, den Adapter zu bekommen.
Als Gegenleistung durften wir uns nach dem Konzert mit T-Shirts vom Merchstand eindecken.

Dank der Backstage-Pässe verfolgten wir das gesamte Konzert vom Bühnenzugang aus. So gut gelaunt wie während des Interviews und vor dem Auftritt waren die Deftones auch während der gesamten Show. Dem Publikum verschafften sie einen tollen Konzert-Abend und mir einen fantastischen Tag.

Bis zum nächsten Mal...


Stephe Carpenter - Guitar
Abe Cunningham - Drums
Frank Delgado - Samples/Keyboards
Chino Moreno - Voice/Guitar
Chi Cheng - Bass

www.deftones.com

autor: Coney | 23.03.2007
Dosenmusik : der neue Shop
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