Interview mit Coheed And Cambria
Interview mit dem Schlagzeuger Chris Pennie in Köln am 30.09.2007 Diese ganze Sache, für die Coheed and Cambria steht, ist unglaublich cool.
Coheed And Cambria Am Sonntag den 30.9 trafen wir um dreizehn Uhr den neuen Schlagzeuger der New Yorker Progressive-Rock-Band Coheed and Cambria bei seinem Frühstück im Kölner Gloria Theater. Trotz des recht frühen Termins und einem durchgängigen, undefinierbarem Geschrei im Flur des Backstagebereiches verlief das Interview in außergewöhnlich netter Atmosphäre.

Dosenmusik: Hey Chris, du bist also der Neue in der Band. Erzähl uns doch mal etwas über dich und wie du zu Coheed & Cambria gekommen bist.
Chris Pennie: Ja genau, ich bin der neue Kerl. Ich habe vorher bei Dillinger Escape Plan gespielt. Das ist eine tolle Band, allerdings habe ich sie aus persönlichen Gründen verlassen. Ich bin nicht der Typ, der eine Band einfach so hängen lässt, aber da gab es Konflikte mit bestimmten Mitgliedern. Es ist nicht wichtig, was genau passiert ist, aber über die Jahre hinweg hat es einfach nicht mehr funktioniert.
Aber ich wollte erzählen wie ich nun wirklich zu Coheed and Cambria kam. Wir haben letztes Jahr einige Shows als Opener gespielt, das war kurz bevor ihr Drummer aufgrund von Krankheit nicht mehr auftreten konnte. Eine Weile später bekam ich einen Anruf von Coheed und wurde gefragt, ob ich nicht für ein Konzert mit ihnen in Kanada spielen möchte...
(Travis Stever kommt herein)
Travis Stever: Hey!
Dosenmusik: Hi!
Chris Pennie: Hey Travis.
Travis: Oh! Viele Grüße. Lasst euch nicht stören.
Chris Pennie: ...ja gut, seitdem sind noch einige weitere Dinge passiert, aber ich bin nun offizielles Mitglied von Coheed and Cambria.
Dosenmusik: Warst du auch an den Aufnahmen zum neuen Album beteiligt?
Chris Pennie: Das konnte ich leider nicht, da es einige vertragsrechtliche Einschränkungen gab.
Dosenmusik: Aber ich denke du kannst uns trotzdem etwas darüber erzählen.
Chris Pennie: Ja richtig, es heißt "No world for tomorrow" und erscheint am 23.Oktober. Es ist ein großartiges Album und ein wenig anders als die vorherigen. Aber ich kann nicht sagen wie es genau ist, du musst es dir anhören und selbst urteilen.
Dosenmusik: Ihr habt gestern auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg gespielt...
Chris Pennie: ...und es war toll, es lief richtig gut und wir hatten sehr viel Spaß.
Dosenmusik: Spielst du lieber auf Festivals oder eigenen Konzerten?
Chris Pennie: Das kann ich so gar nicht sagen. Bei Festival kann man natürlich nur kurze Sets spielen, gestern haben wir etwa eine Stunde gespielt. Das ist der Vorteil einer Headliner Show, weil du hier alles so weit in die Länge ziehen kannst, wie du willst. Und gerade unsere Band ist ja bekannt für lange instrumentale Parts, die bei Festivals leider nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen können.
Dosenmusik: Gibt es Unterschiede zwischen Konzerten in den USA und in Europa?
Chris Pennie: Wenn man das bloße Auftreten betrachtet, gibt es einige Unterschiede. Doch diese ganze Sache, die Coheed and Cambria darstellt, und wie die Fans dahinter stehen, das ist überall gleich und es ist unbeschreiblich.
Dosenmusik: Du sprachst gerade von der "ganzen Sache", für die Coheed and Cambria steht, also auch die Geschichte die dahinter steckt, von Coheed und seiner Frau Cambria auf dem fremden Planeten, und so weiter. Was ist deine Meinung dazu, steigert es den Wert einer Band oder ist dieser Hintergrund nur nebensächlich?
Chris Pennie: Diese ganze Sache ist so unglaublich cool. Du musst nicht unbedingt das ganze Konzept kennen, um die Musik zu mögen. Aber wenn du an einem Punkt angelangt bist, an dem du denkst alle Melodien und Texte zu kennen, und dich dann auch noch mit der Geschichte und allem was dahinter steht beschäftigst, dann bist du in der Lage das Maximale aus der Band herausholen. Und das ist bei Coheed and Cambria eine Menge.
Dosenmusik: "No world for tomorrow" ist das finale Album der Geschichte. Wird es danach noch weitere Alben geben?
Chris Pennie: Wir werden sicher noch weitere Alben veröffentlichen, auch wenn dieses das letzte der Story ist. Vielleicht gibt es welche, die noch mit in die Geschichte eingebaut werden. Oder Alben, die gar nichts damit zu tun haben. Doch das kann ich nun noch nicht sagen.
Dosenmusik: Was ist mit dem fehlenden ersten Album? Wird es jemals veröffentlicht werden?
Chris Pennie: Bisher steht kein Datum fest aber es ist eine Option. Ich kann mir gut vorstellen, dass Claudio es auch vorhat.
Dosenmusik: Also ist Claudio derjenige der sagt, was zu machen ist?
Chris Pennie: (lacht) Absolut.
Dosenmusik: Was sind eure Pläne für die Zukunft oder die nächste Zeit?
Chris Pennie: Ich persönlich habe nicht wirklich welche. Wir als Band wollen nun die neue Platte vorstellen, das wird wohl so ein bis anderthalb Jahre dauern. Ich freue mich darauf unterwegs zu sein und die neuen Lieder zu spielen.
Wir werden heute Abend auch zwei neue Songs spielen, um zu sehen, wie sie beim Publikum ankommen.
Dosenmusik: Also spielt ihr heute eher ältere Stücke?
Chris Pennie: Ja, drei oder vier Lieder von jedem Album, das ist eine gute Zusammenstellung.
Dosenmusik: Gut, das war dann eigentlich alles, was ich fragen wollte..
Chris Pennie: Okay! Drink your Ovaltine! (lacht)
Das ist ein alter Witz aus einem alten Film namens "A Christmas Story". In dem Film gibt es ein Kind das unbedingt ein Luftgewehr zu Weihnachten möchte, und dann bekommt es eine geheime Botschaft und das einzige was darin steht, ist diese verdammte Werbung: Drink your Ovaltine!
Aber egal, danke für das Interview, es hat viel Spaß gemacht!
Dosenmusik: Ich habe zu danken! Viel Spaß bei der Show heute Abend.


Claudio Sanchez - Gesang, Gitarre
Travis Stever - Gitarre
Michael Todd - Bass
Chris Pennie - Schlagzeug

www.coheedandcambria.com

Autor: panic-at-my-disco | 03.10.2007
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