Interview mit Bullet for my Valentine
Interview mit Michael Thomas und Jason James am 10.02.2008 in Köln Findest du nicht auch, dass wir total Emo sind?"
Bullet For My Valentine Kurz vor ihrem Auftritt im ausverkauften E-Werk in Köln trafen wir Bassist Jay und Drummer Moose von Bullet for my Valentine für ein Interview.

Dosenmusik: Es ist ja heute das erste Deutschlandkonzert eurer Tour für das neue Album, darum erst mal danke für das Interview und schön euch wieder hier zu haben. Wie geht ihr denn nach so langer Zeit an das Konzert heute Abend ran?
Moose: Wir freuen uns sehr, wieder hier zu sein.
Jay: Ja, wir fühlen uns sehr wohl hier. Wir finden es super hier herzukommen, alleine schon, weil es heißt von zuhause wegzukommen (lacht)
Dosenmusik: Warum das denn? Ist es da so schlimm?
Jay: Nein, es ist nicht schlimm, vor allem was die Musik angeht ist es zuhause wirklich toll, aber für uns persönlich tut es gut wieder woanders hinzugehen, wir waren schon viel zu lange dort. So können wir woanders Sightseeing machen, wir lieben Europa.
Dosenmusik: Habt ihr da denn überhaupt genügend Zeit für?
Jay: Nein, aber es ist trotzdem ein schönes Gefühl in einem anderen Land zu sein. Natürlich haben wir zum Sightseeing keine Zeit, wir müssen ja Interviews geben.
Dosenmusik: Euer neues Album "Scream, Aim, Fire" ist direkt auf Platz 3 der deutschen Charts eingestiegen, wie sahen eure Erwartungen aus?
Moose: Ich habe einfach gehofft, dass es besser wird als The Poison. Mindestens doppelt so gut.
Jay: Wir sind zwar keine Band, die sich nur für Albumverkäufe und Chartpositionen interessiert, aber wir haben schon gehofft, dass es ganz gut läuft und wir einfach ein gutes Album machen.
Dosenmusik: Wie würdet ihr dieses Album denn selbst beschreiben?
Jay: Ich würde sagen, dass es die Geschichte unserer Reise seit der Veröffentlichung von "The Poison" beschreibt.
Moose: Aber es ist schneller und hat bessere Lieder.
Jay: Wir haben uns als Musiker und was das Tempo des Albums angeht verbessert, es ist das, was die Leute von uns erwartet haben, gewissermaßen ist es der logische nächste Schritt für uns gewesen.
Dosenmusik: Wie groß war für euch der Druck ein besseres Album als The Poison zu schreiben?
Moose: Anfangs haben wir gar keinen Druck gespürt. Wir wollten anfangs nur wieder Songs schreiben mit denen wir selbst zufrieden waren und das ist uns auch gelungen. Ich denke der wirkliche Druck wird beim dritten Album kommen, weil sich das neue in der ersten Woche schon wahnsinnig gut verkauft hat.
Jay: Es gab schon ein bisschen Druck, ich denke da an die Zeit in der Matt die Probleme mit seiner Stimme hatte. Gott sei Dank ist da aber alles gut gegangen.
Dosenmusik: Musstet ihr dadurch denn nur einige Auftritte absagen oder hat sich der Entstehungsprozess des Albums auch verlängert?
Moose: Beides. Wir mussten einen Support Slot bei dem Metallica Konzert im Wembley Stadium aufgeben und noch einige weitere Auftritte absagen, das war echt bitter. Wir konnten nicht nach Australien und Japan fahren, und das Album ist dadurch bis November nicht fertig geworden. Aber jetzt ist es ja da, darum ist alles wieder gut.
Dosenmusik: Gibt es denn außer Matt's Stimmproblemen irgendetwas in Bezug auf das Album, von dem ihr euch wünscht, dass es anders gelaufen wäre?
Moose: Nope, nichts. Mir gefällt, was ich aufgenommen habe und ich hatte noch nie so viel Spaß im Studio wie bei diesen Aufnahmen, darum war es echt gut.
Dosenmusik: Was sind denn eure jeweiligen Favoriten?
Moose: Ich mag "Waking the Demon". Aber eigentlich mag ich alle.
Jay: Ich auch. Sie sind alle wirklich gut. Aber am besten gefällt mir glaube ich "Scream Aim Fire".
Dosenmusik: Im Internet kann man ja einen kleinen Comic zu jedem der Songs finden, wie seid ihr auf die Idee dafür gekommen?
Moose: Leider kam die Idee nicht von uns, sondern von unserer Plattenfirma in den USA, und wir fanden die Idee dann so cool, dass wir zugestimmt haben.
Dosenmusik: Wie wichtig ist euch der Kontakt zu den Fans, jetzt wo ihr immer bekannter werdet?
Moose: Wir versuchen so oft wie es geht auf unser Myspace oder die offizielle Seite zu schauen und so viele Fragen wie möglich zu beantworten, aber es ist leider unmöglich pro Tag 50 Seiten an Fragen zu beantworten. Aber wir versuchen es.
Jay: Uns fehlt leider meistens die Zeit dafür. Wir haben jeden Tag soviel zu tun...wenn wir morgens aufstehen ist unser Tag schon komplett verplant.
Dosenmusik: Was war für euch denn bisher das beste Erlebnis, seid ihr in der Band seid?
Moose: Oh je, das ist so viel...Einfach das unser Album so gut läuft denke ich. Und der Moment, als wir unseren Vertrag bekommen haben.
Jay: Mit Metallica vor 100.000 Leuten zu spielen. Oder das Konzert mit Iron Maiden, und das Download Festival. Oder die deutschen Festivals.
Dosenmusik: Gibt es denn noch irgendwelche Bands bei denen ihr weiche Knie bekommen würdet, wenn ihr die Chance hättet vor ihnen zu spielen, jetzt wo ihr Metallica und Iron Maiden schon hinter euch habt?
Moose: Nein, ich glaube jetzt nicht mehr, da wir die schwierigsten schon hinter uns gebracht haben. Iron Maiden war ziemlich heftig. Es ist vielen Fans egal welche Band vor ihnen spielt...
Jay: Da hat man die ganzen Oldschool Fans, die sich gar nicht damit beschäftigen wollen wer sonst noch auf der Bühne ist. Sprich, es gab immer eine kleine Gruppe von unseren Fans, die ein Circle Pit gemacht hat, aber es waren natürlich mehr Iron Maiden Fans da, die ständig gegen uns gewettert haben. 15.000 erhobene Mittelfinger...Aber die Crew von Iron Maiden hat uns erzählt das wir von allen Bands, die bisher mit ihnen auf Tour waren, noch die besten Reaktionen bekommen haben.
Dosenmusik: In dem Video zu "Scream Aim Fire" habt ihr euch ganz von den Stories entfernt, die ihr bei den Singles vom ersten Album hattet, ist das etwas, das ihr beibehalten wollt?
Moose: Wir wollten in dem Video den Fokus auf die Performance legen, wie bei unserem ersten Video. Bei der neuen Single "Hearts burst into fire" wird es ein Live Video geben.
Jay: Wir hatten bei der gesamten UK Tour ein Kamerateam dabei, die haben dann schon morgens angefangen uns zu filmen wenn wir aus unseren Bunks gekommen sind, beim Soundcheck, mit unseren Kindern und dann natürlich auf der Bühne.
Dosenmusik: Fällt es euch schwer nach einer langen Tour wieder zu eurem normalen Leben zurückzukehren?
Jay: Es ist einfach.
Moose: Man lernt einfach, aus dem Bus auszusteigen und nach hause zu gehen, auch wenn es anfangs etwas merkwürdig ist.
Jay: Ich habe gelernt einfach aus dem Bus auszusteigen und Dad zu sein, und wieder einzusteigen und einfach nur Musiker zu sein. Es sind zwei völlig verschiedene Leben.
Dosenmusik: Der Track "Tears don't fall" vom letzten Album wurde bei der Singleveröffentlichung "entschärft", sprich das Geschrei von Matt ist fast völlig rausgeschnitten worden- Bei dem neuen Album werbt ihr damit, das es härter ist als der Vorgänger, wäre das also etwas, was ihr bei einer Singleauskopplung noch mal machen würdet?
Jay: Das wurde gemacht weil das Radio den Song sonst nicht spielen wollte. Unsere Art von Musik läuft sowieso nicht so häufig im Radio und unser Label wollte das wir gespielt werden, also haben wir es geändert.
Moose: Ich glaube das würde uns bei "Waking the demon" auch passieren, da ist ja auch sehr viel Geschrei drin. Ich persönlich mache das aber nicht gern.
Dosenmusik: Stört es euch da nicht manchmal auch, wenn ihr die Cover von typischen Teenie Zeitschriften ziert?
Moose: Ich finde es merkwürdig, aber andererseits ist es cool wenn die Kids dann zu unseren Konzerten kommen und wir sie von der Musik, die man sonst in diesen Magazinen findet weglocken können, und sie danach dann vielleicht Metal hören.
Dosenmusik: Vor dem Start eurer Tour habt ihr ein kleines Konzert in einem Club in Cardiff gespielt, was ist euch mittlerweile lieber, intime Club Konzerte oder große Hallen?
Jay: Ich mag beides, aber das war kein kleiner Club, das war ein winziger Club. (lacht) Da waren vielleicht 50 bis 60 Leute da und ich fands überhaupt nicht gut. Für mich war es ein beschissenes Konzert. Ich hatte überhaupt keinen Spaß. Wir spielen immer noch gerne in kleinen Clubs, aber das Konzert habe ich echt gehasst. Kein Platz auf der Bühne, kein Hintergrund, keine wirkliche Umkleide- das war ein bisschen zu sehr wie am Anfang.
Dosenmusik: Was war denn eins der schöneren Erlebnisse auf der Bühne?
Jay: As wir mit Metallica aufgetreten sind. Wir haben nicht nur als Vorband gespielt sondern sie haben uns auch für ein Lied auf die Bühne geholt und wir haben mit ihnen gesungen. Das war das Größte.
Dosenmusik: Ihr habt ja auch schon den Metallica Song "Creeping Death" gecovert, gibt es noch andere Lieder die ihr gerne mal covern würdet?
Jay: Da wir Metallica ja schon hatten würde ich jetzt gerne was von Iron Maiden nehmen.
Moose: Ich würde gerne ein Lied von Journey covern! Ich liebe Journey, die sind klasse. Es wäre was anderes, aber wir könnten es uns zu eigen machen.
Jay: Metallica- ach nein, Iron Maiden für mich.
Dosenmusik: Was ist das merkwürdigste Gerücht, was ihr je über euch gehört habt?
Jay: Dass wir Emo sind. Findest du nicht auch, dass wir total Emo sind? Wir kümmern uns doch mehr um unseren Look als um unseren Sound, meinst du nicht auch?
Dosenmusik: Was steht für euch, abgesehen davon, das ihr diese Betitelung hoffentlich schnellstmöglich loswerdet, als nächstes an?
Jay: Taste of Chaos! Wir gehen zusammen mit Avenged Sevenfold auf die Taste of Chaos Tour. Dann haben wir hoffentlich ein paar Tage frei bevor wir uns nach Australien, Japan und zu den Festivals wie Rock am Ring aufmachen.

Matthew "Matt" Tuck - Vocals, Guitars
Michael "Padge" Paget - Guitars
Michael "Moose" Thomas - Drums
Jason "Jay" James - Bass

www.bulletformyvalentine1.com

Autor: Jerseydevil | 15.02.2008
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