Interview mit Black Stone Cherry
Interview mit John Young im Juli in Köln "Wir sind Rock'n'Roll Geschichten Erzähler"
Black Stone Cherry Anlässlich der Veröffentlichung ihres zweiten Albums "Folklore and Superstition" trafen wir Black Stone Cherry Drummer John Young. Der sympathische Amerikaner war, trotzdem er schon den ganzen Tag Interviews gegeben hatte, immer noch in Redelaune und erzählte uns unter anderem von der Tour mit Def Leppard, seiner Heimat Kentucky und über seine Hoffnung, dass Musik die Welt verbessern kann.

Dosenmusik: Ihr habt dieses Jahr zum ersten Mal bei Rock am Ring und Rock im Park gespielt- wie war dieses Erlebnis für euch?
John Young: Es war großartig. Wir kamen ja gerade von der Tour mit Def Leppard, und das hat uns schon total beeindruckt, aber Rock am Ring war ein Ereignis für sich. Mit Def Leppard haben wir im Wembley Stadium gespielt, und da haben wir Jimmy Page getroffen! Er ist zu uns Backstage gekommen und meinte, dass er unsere Show super fand, und wir waren alle total sprachlos und haben ihn erst mal nur angestarrt. Er war zusammen mit Richie Samborra von Bon Jovi dort. Sie haben einfach mit uns rumgehangen, es war der Wahnsinn.
Dosenmusik: War es bei diesen Shows einfach für euch, das Publikum zu überzeugen? John Young: Da wir mit Def Leppard nur im UK waren, war es eigentlich ganz gut. Da drüben haben wir schon mehr getourt und haben eine relativ große Fangemeinde, die dann auch zu den Shows kam. Das erste mal waren wir zusammen mit Hinder unterwegs, die auch zum ersten Mal in Europa waren, und es hat mit dem Publikum einfach Klick gemacht. Danach waren wir noch mal mit Aerosmith da, und haben dann letzten Herbst eine eigene Tour dort gespielt, darum kannten uns schon einige Leute. Jetzt gehen wir noch mal auf UK Tour, bald spielen wir in Brixton Academy in London. Deswegen waren bei jeder Show auch einige unserer Fans anwesend, es war aber auch sehr schön, vor so vielen Leuten zu spielen, die uns noch nicht kannten. Es hat auch unheimlich viel Spaß gemacht mit Def Leppard unterwegs zu sein, weil sie einfach echt nette Kerle sind. Rick Alan, der Drummer, ist in der kurzen Zeit zu einem sehr guten Freund von mir geworden. Eigentlich alle von ihnen, sie haben uns immer gut behandelt und sich auch unser Set angesehen. Die Crew war auch total nett, insgesamt war es eine richtig große, schöne Tour- Es war eine sehr gute Erfahrung, bei der wir viel gelernt haben.
Dosenmusik: Gibt es, nachdem ihr mit Def Leppard auf Tour wart, noch Musiker bei denen du weiche Knie bekommen würdest, wenn du wüsstest, dass du mit ihnen auftrittst?
John Young: Als ich Def Leppard getroffen habe war ich eigentlich gar nicht so eingeschüchtert, an den ersten ein, zwei Tagen war man noch etwas unsicher, ab dann war es irgendwie selbstverständlich, weil sie einfach bei uns rumgehangen haben, nicht wie einige Bands, die sich dann in ihre 5 Sterne Hotels zurückziehen. Genauso wie die Leute von Whitesnake, die waren alle total nett. Man betrachtet dadurch junge, noch nicht so erfolgreiche Bands, teilweise auch Bands mit denen wir auf Tour waren, ganz anders. Da verhalten sich einige ziemlich dumm, als wären sie die größten und man denkt sich dann, Moment, wenn Def Leppard und Whitesnake sich verhalten wie Gentleman, so, wie wir auch versuchen uns zu verhalten, warum machen die dann so was? Es gibt dem Ganzen eine ganz andere Perspektive.
Dosenmusik: Habt ihr auf die Weise vor einigen Bands dann auch den Respekt verloren?
John Young: Ja, gewissermaßen. Entweder das, oder man betrachtet sie einfach als sehr unreif. Wir haben uns nie so aufgeführt, wir waren immer sehr bescheiden und sehr freundlich zu den Bands mit denen wir getourt haben, ich denke mal, weil wir aus dem Süden sind, eine Art südstaatliche Gastfreundlichkeit. Wir machen jede Nacht nach den Konzerten noch Meet & Greets, wir sind normalerweise diejenigen, die am Ende von den Securities rausgeschmissen werden. Das ist die Art, wie man als Band sein sollte. Die Fans sind diejenigen, wegen denen man das machen kann was man liebt, und das sollte man auch zu würdigen wissen.
Dosenmusik: Auf eurer Myspace Seite sieht man sehr viele Bilder von Fans mit Tattoos von eurem Logo, wie findest du diese Art der Fan-Liebe?
John Young: es ist großartig. Es gab da einen Kerl in Newcastle, der hatte so eine riesige Kirsche tätowiert, es war der Wahnsinn. Es sah aber auch echt gut aus. Einige Leute haben es auf den Beinen oder auf den Armen, ein Mädel hat es sich auf den Hintern tätowieren lassen... Es ist sehr schmeichelnd, das sie so was tun. Jedes Mal, wenn wir so was sehen, kriege ich echt Gänsehaut.
Dosenmusik: Gäbe es denn eine Band, von der du dir ein Tattoo stechen lassen würdest?
John Young: Generell haben tue ich keins, Chris unser Sänger und John unser Bassist haben einige. Ich würde mir glaube ich kein Band Tattoo stechen lassen, weil....ich würde es einfach nicht tun. Auch wenn Musik mir wirklich alles bedeutet, ist das nicht so wirklich mein Ding. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass sich Leute unser Logo stechen lassen und ich liebe es, mir die Tattoos anzusehen, und auch wenn ich öfters in Versuchung gerate mir eins stechen zu lassen, habe ich zwei Probleme. Erstens habe ich in meinem bisherigen Leben noch kein Motiv gefunden, das ich wirklich ständig auf meiner Haut haben will, und zweitens habe ich noch keinen Tätowierer gefunden, den ich so toll finde, dass ich es mir bei ihm oder ihr machen lassen würde. Und dann ist es immer noch eine Preisfrage. Kennst du die Leute, die diese Miami Ink Geschichte machen? Bei denen bezahlt man bei einem größeren Tattoo locker an die 10.000 Dollar. Vielleicht irgendwann mal, einen ganzen Sleeve voll finde ich schon ziemlich cool.
Dosenmusik: Seht ihr Konzerte, die ihr selbst als Teil des Publikums seht, mit anderen Augen - jetzt wo ihr selbst ständig auf Tour seid?
John Young: Oh ja, vor allem weil wir wissen, wie der Backstage-Bereich aussieht. (lacht) Es ist nicht wie in Waynes World bei dem Alice Cooper Konzert, so sieht es Backstage nie aus. Es besteht normalerweise nur aus ein paar Typen, die rauchen und rumsitzen. Na gut, vielleicht war es im Wembley Stadion schon ein bisschen so, aber das lag nur an der Anwesenheit von Jimmy Page.
Dosenmusik: Ihr habt mal gesagt, dass ihr dadurch, das ihr so isoliert von der Außenwelt aufgewachsen seid, eine ganz eigene Art habt Musik zu machen und einen sehr eigenen Stil entwickelt habt- würdest du sagen, dass ihr jetzt, wo ihr mit vielen anderen Bands auf Tour wart, ein bisschen davon weg kommt?
John Young: Ich würde nicht sagen durch andere Musiker mit denen wir auf Tour waren, aber dadurch, dass wir jetzt viel mehr von der Welt gesehen haben, ja. Das ist eigentlich genau das, was wir auf unserem neuen Album versucht haben, unseren Horizont zu erweitern. Dadurch, dass wir so viel durch Europa, Kanada und vor allem auch die USA getourt sind haben wir eine ganz andere Ansicht in Bezug auf das Leben vieler Leute und die verschiedenen kulturellen Hintergründe bekommen. Das hat unsere Musik, was das Songwriting angeht, sehr stark verändert. Wir werden zwar immer Black Stone Cherry- vier Kerle aus Kentucky sein, mit einem sehr country-mäßigem Sound, aber für mich persönlich, und ich denke auch für den Rest der Band, ist es einfach unglaublich sagen zu können "Hey, heute bin ich in Köln, Deutschland, und morgen wieder in einer Kleinstadt in Kentucky." Wie viele Leute leben hier? Etwa eine Million, richtig? Unser Dorf hat gerade mal 1500 Einwohner und morgen sitze ich wieder auf der Farm meines Großvaters, zusammen mit ihm und ein paar Kühen. Man kommt in diese Länder und hat die Gelegenheit, so viele Dinge zu lernen, die man dann mit sich nimmt. In unserem Proberaum, der sich auf der Farm meiner Großeltern befindet, haben schon mein Vater und mein Onkel gespielt, die in der Band Kentucky Headhunters waren. Musikalisch gesehen wird es uns aber, denke ich, nicht so sehr verändern, denn wir waren schon immer sehr straight on mit unserer Musik. In unserem Proberaum hängen Poster aus den 60ern, von den Headhunters, Sam Cooke, James Brown, Led Zeppelin, Hendrix, alles, was Kinder in den 50ern und 60ern beeinflusst hat, war dadurch auch unser Einfluss vor 8 Jahren. Deswegen natürlich beeinflusst uns das Touren mit Musikern aus der heutigen Zeit in dem Sinne, dass man als Musiker immer was dazulernen kann, aber unsere Wurzeln, Motown, Blues, Southern rock und British Rock, die sind in Stein gemeißelt. Unsere musikalische Richtung haben wir nicht geändert, wir haben nur unseren Horizont erweitert. Die Lieder auf diesem Album sind sehr variantenreich, man hat Southern Rock Songs, Liebeslieder, Anti-Kriegs Lieder, Lieder mit Reggae Einfluss...Hast du das Album schon gehört?
Dosenmusik: Ja, vor allem Sunrise gefällt mir richtig gut.
John Young: Echt? Wow, vielen Dank. Ich mag das Feeling des Liedes, als ob man am Strand sitzt, einfach irgendwo anders...Ben und John haben 2001 angefangen dieses Lied zu schreiben, danach habe ich es dann mit Ben zusammen weitergeschrieben, Ben und John hatten die Idee für das Format des Songs als sie zusammen am Strand waren, sie kamen wieder, Ben und ich haben dann ¾ des Songs in der Nacht weitergeschrieben, als wir die Idee hatten uns Black Stone Cherry zu nennen, weil wir da Black Stone Zigarren mit Kirsch Geschmack geraucht haben. Wir haben Chris und John angerufen und wir haben danach den Song fertig geschrieben, weil wir alles zusammen schreiben. Meistens hat einer eine Idee, gibt sie an die anderen weiter und danach fügt jeder noch mal was dazu. Es ist cool, weil so jeder etwas von allem macht.
Dosenmusik: Wird es dadurch nicht vielleicht manchmal auch schwieriger, etwas zu schreiben, weil jeder von euch so viele und bestimmt auch öfters andere Ideen für einen Song hat?
John Young: Oh ja. Man muss am Ende immer sehen, dass man das tut, was für den Song am besten ist. Manchmal kommen da echt erhitzte Diskussionen zustande, aber meistens schaffen wir es alle unsere persönlichen Gefühle zurückzuhalten. Wenn ich also eine Zeile für ein Lied hätte, die meiner Meinung nach die Beste ist, die ich je geschrieben habe und Ben dann auch eine Zeile hat, ziehe ich mich 9 von 10 mal wieder zurück, weil seine besser ist. Genauso ist es bei Chris und John. Wenn man anfängt ist man praktisch noch ein Kind und besteht auf seinem Recht, wenn man aber älter wird arbeitet man zusammen, und wir sind ein gutes Team geworden. Natürlich streiten wir uns manchmal bis aufs Blut weil wir wie Brüder sind, aber das ist nicht der Punkt.
Dosenmusik: Würdest du sagen es ist schwieriger sich auf die Texte oder auf die Musik zu einigen?
John Young: Das ist eine gute Frage. Um ehrlich zu sein bin ich mir nicht sicher. Ich würde fast sagen, dass es auf das Lied ankommt, denn manchmal fällt es einem sehr schwer einen bestimmten Text zu schreiben, manchmal hat man ihn sofort fertig und dann gibt's Probleme bei der Musik. Unser Songwriting hat sich aber sehr gebessert. Mein Vater Richard hat mit uns am letzten Album als Produzent gearbeitet, dieses Mal hat Bob Marlette das Album produziert, wir hatten also ein wirklich gutes Team zusammen um zu schreiben. Ich denke, das Album hat das Potential erfolgreich zu sein.
Dosenmusik: Was würdest du denn sagen macht dieses Album so besonders und wo habt ihr euch im Vergleich zu eurem ersten Album am meisten verbessert?
John Young: Ich denke unser Ziel war es einfach, ein gutes Rock Album zu machen. Uns war es wichtig, dass wir keine Grenzen hatten, wir haben angefangen und erst mal bewusst nicht darüber nachgedacht, was wir alles nicht machen wollen. Als wir Bob zum ersten Mal getroffen haben war eines der ersten Dinge, die wir zu ihm sagten: "Bob, wir wollen nicht verändern, wer wir sind." Bei vielen Bands ist es so, dass sie bei ihrem zweiten Album einen neuen Produzenten bekommen und boom- das war's. Und Bob meinte direkt, dass er das auf keinen Fall vorhat, uns aber in einem richtig großen Studio aufnehmen lassen wollte, wo man die Instrumente besser hört und wo es verschiedene Arten von Mikros gibt. Wir haben im Blackbird Studio in Nashville aufgenommen. Ist die Sängerin Martina McBride hier bekannt? Sie ist eine Country Sängerin und ihr Ehemann John McBride hat den Sound für einige Garth Brooks Alben gemacht. Nachdem er damit aufgehört hatte, fing er an Vintage Gitarren, Amps, Drums und Mikros zu sammeln, mit denen wir alle für unser Album arbeiten konnten. Wenn man also eine 59er Les Pauls Black Beauty wollte ging er kurz raus und kam damit wieder. Die beiden sind besessen von den Beatles, alles in dem Studio hat irgendwie was mit den Beatles zu tun, wie schon der Name verrät. Für uns war es also echt cool dort aufzunehmen, da wir eine relativ nach Vintage klingende Band sind. Unser erstes Album haben wir zuhause in einem kleinen Independent Studio aufgenommen, was zwar auch super war für ein erstes Album, aber um ehrlich zu sein hatten wir dort nicht den besten Sound für das Album. Es ist noch nichtmal so, dass ich finde, dass unser erstes Album schlecht klingt, aber das Neue ist einfach um einiges besser, dadurch, dass wir in einem größeren Studio waren. Das Album an sich klingt größer und ich denke, dass, was wir bei diesem Album vor allem machen wollten, war es, Geschichten zu erzählen. Wir sind Rock'n'Roll Geschichten Erzähler. In der Geschichte gibt es so viele Stories die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, aber anstatt dass man sie aufschrieb wurden sie immer weiter erzählt und wären sie nicht so gut weitergegeben worden, hätte man sie heute schon längst vergessen. Mit Folklore and Superstition versuchen wir das zu nehmen, und im Rock'n'Roll auszubreiten. Viele dieser Geschichten werden heute noch erzählt, wie "The Ghost of Floyd Collins", dem letzten Lied des Albums. Das ist eine wahre Geschichte über einen Höhlenforscher namens Floyd, der zwar ein brillanter Kopf war, aber auch sehr gefährlich, vor allem für sich selbst. Er hat sich immer in Gefahren gebracht, wenn er irgendwelche Höhlen erforscht hat und hat Mammoth Cave endteckt, was zu den sieben Weltwundern gehört. Wir wollten einen Song über Floyd schreiben weil er es entdeckt hat, und dann in einer der Höhlen eingesperrt war und dort gestorben ist. Es wird gesagt, dass sein Geist immer noch dort herumlungert.
Dosenmusik: Was ist euch wichtiger, Songs über Geschichten und Folklore zu schreiben oder Songs über das, was im Hier und Jetzt passiert zu schreiben?
John Young: Wir werden auf jeden Fall durch beides beeinflusst. Durch die moderne Gesellschaft, weil wir in ihr leben, und durch die Geschichte und das Kulturerbe, weil sie beeinflusst haben, wer wir heute sind. Ich hoffe, dass Lieder wie "Peace is free" irgendwann mal etwas Positives bewirken können.
Dosenmusik: Ihr kommt alle aus sehr musikalischen Familien, ist die Musik etwas, in das ihr dadurch automatisch reingekommen seid oder gab es auch mal einen Plan B?
John Young: Nun ja, mein Vater und mein Onkel waren ja in einer Band und damit bin ich gewissermaßen aufgewachsen. Ich wollte eigentlich Tierarzt werden, aber mit 13 fing ich dann an Drums zu spielen. Der Großvater von Chris baut Akustik Gitarren und sein Vater spielt Gitarre. Ben...sieht gut aus. Seine Mutter ist professionelle Pianistin, aber der Rest seiner Familie ist eher im Theater tätig, also mehr Schauspiel als Musik. Sein Vater ist allerdings ein wandelndes Musik-Lexikon. Es gibt also in all unseren Familien ziemlich obskure Verbindungen zur Musik (lacht). John und ich waren im College als wir anfingen, uns für Musik zu interessieren, aber von da an ging alles sehr schnell. Gottseidank sind wir alle Brüder und lieben uns, denn ich hätte keine Ahnung was wir außer Musik tun würden. Ich wäre wahrscheinlich Farmer. Ich bin froh, dass ich das hier tun kann. Ich liebe es auf der Farm zu sein, zu Angeln oder zu Jagen, aber das hier ist es, was ich will.
Dosenmusik: Würdest du sagen, dass ihr eher Musik für euch schreibt oder für eure Fans?
John Young: Es muss eine gesunde Balance zwischen den beiden bestehen. Man kann nicht nur Musik machen, um damit im Radio gespielt zu werden, oder um die trendige Allgemeinheit zufriedenzustellen. Solange man die Lieder schreibt, die von Herzen kommen, werden die Leute erkennen dass man aufrichtig ist. Dann fühlen sie sich auch aus den richtigen Gründen zu einem hingezogen. Ich denke, das haben wir ganz gut hinbekommen. Wir sind uns sehr sicher, dass wir die richtige Musik machen. Naja, die Musik könnte scheiße sein, aber die Botschaften in den Lieder stimmen.
Dosenmusik: Ihr schreibt Lieder über den Krieg, sprecht euch aber, im Gegensatz zu vielen anderen Bands aus den Südstaaten, nicht für eine Partei aus. Ist es euch wichtig, das ihr die Fans nicht durch zu politische Aussagen, die entweder in Richtung der Demokraten oder der Republikaner gehen, abschreckt?
John Young: Das ist so eine Sache. Ich weiß selber nicht, wo ich stehe. Um ehrlich zu sein bin ich, glaube ich, nicht mal zum wählen registriert, was eigentlich wirklich übel ist. Krieg ist natürlich Scheiße und ist etwas, das nie passieren sollte, aber die USA war immer schon ein Land das sich eingemischt hat. Man hat immer versucht, Leuten in Not zu helfen, wenn auch vielleicht nicht immer mit den richtigen Methoden, aber anstatt rumzustehen haben wir immer angepackt und geholfen. Wir werden sehr oft gefragt, ob wir unseren Präsidenten hassen und ich sage dann immer nur: "Das beste, was man im Bezug auf Politik machen kann, ist sich raushalten." Das was ich tue, und das was die Band tut, wir beschäftigen uns mit der menschlichen Rasse und damit, wie Leute leben. Ich denke nicht, dass irgendjemand, aus irgendeinem Land, sei es ein König oder ein Präsident, etwas an der generellen Situation verändern kann, wenn die Menschen nicht gewillt sind, sich zusammenzuschließen. Es ist doch egal, ob man männlich, weiblich, schwarz, weiß, zu dieser oder jener Religion zugehörig ist. Wenn wir einfach nur Co-Existieren könnten, wären wir in der Lage, etwas an der Situation, in der sich die Welt befindet, zu verändern. Nicht nur was Politik und Krieg angeht, sondern auch Sachen wie die Klimaveränderung. Es ist ja nicht so als ob man einem Einzelnen die Schuld zuweisen kann, es ist ganz einfach der Fakt, dass Leute nicht zusammenkommen wenn sie es sollten. Man müsste aufhören, soviel Geld in Waffen zu investieren, das könnte man alles für hungernde Kinder ausgeben. Es müsste eine positive Kraft geben, die sich in der Welt ausbreitet. Es ist vielleicht verrückt zu denken, dass ein Lied wie "Peace is free" dazu beitragen könnte, aber wenn die Idee, dass alle mal für einen Moment ihre religiösen Kriege oder politischen Differenzen beiseite legen könnten und einfach nur menschlich sein könnten, etwas erreichen könnte..... Wir haben nur eine kurze Zeit zum Leben und wir müssen Co-Existieren. Ich denke wirklich, dass es da draußen mehr Leute gibt, die so denken, aber es wird Zeit brauchen, die Leute zusammen zu bringen.

Chris Robertson- Guitar, Vocals
Ben Wells- Guitar
Jon Lawhon - Bass
John Fred Young- Drums

www.blackstonecherry.com/

Autor: Jerseydevil | 23.08.2007
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