Interview mit Billy Talent
Interview mit Aaron und Benjamin am 05.09.2003 Eine junge Band wird umjubelt
billy talent dosenmusik: ich habe mir euer bald erscheinendes album in letzter zeit oft angehört und das nicht nur, um mich auf das interview vorzubereiten. der sound von billy talent hat einen hohen wiedererkennungswert. sei es deine stimme (benjamin) oder auch die für billy talent typischen melodien. und auch in den medien hört man immerwieder von einer einzigartigkeit, die die band umgibt. wie würdet ihr billy talent beschreiben und was macht eurer meinung nach diese band zu etwas besonderem?
benjamin: vielen dank! normalerweise werden wir in interviews immer sofort mit irgendwelchen bands verglichen. aber schön, soetwas von dir zu hörn...
dosenmusik: keine angst, zu den bandvergleichen komm ich gleich!
benjamin: ich finde, dass jede band etwas besonderes darstellt, wenn die chemie zwischen den einzelnen bandmitgliedern stimmt. eine natürliche beziehung zwischen den einzelnen individuen ist eben das wichtigste in einer band. ian, jon, aaron und ich haben uns erst durch die musik und durch die jahrelange zusammenarbeit in der band kennen und schätzen gelernt. dadurch ist eben auch ein einzigartiger sound entstanden, den man auf die gesamte band als eine einheit zurückführen kann.
dosenmusik: jetzt komm ich wie angedroht zu den vergleichen...in der presse werdet ihr ja auch oft mit bands wie...
benjamin und biffy (gleichzeitig): ...at the drive in...
benjamin (lacht): ...und alles anderem...
dosenmusik: ...afi und so weiter verglichen. die bezeichnung "emotional punk" taucht auch sehr oft auf.
benjamin: ja, das haben wir auch schon gehört.
dosenmusik: was mir ebenfalls nicht aus dem kopf ging, war "ein musikalisches aufeinandertreffen von at the drive in und den sex pistols". was haltet ihr von solchen vergleichen?
benjamin: ich denke, dass viele menschen dinge einfach vergleichen müssen, um sie zu verstehn. vorallem, wenn es um was neues geht oder wenn uns eben der großteil der welt nicht kennt. viele denken sich einfach: "oh, du klingst wie johnny rotten und die musik könnte von at the drive in sein". und auf einmal treffen die sex pistols auf at the drive in. oder es heißt dann, man ist eine punk band oder man ist emo oder screamo oder lamo (lacht) oder was auch immer...wir selbst bezeichnen uns als rock'n'roll band. wir haben schließlich einflüsse, die so viele verschiedene musikarten miteinbeziehn. da ist es dann eben schwer auf die schnelle einen überbegriff zu finden für das, was wir tun. wenn die leute auch nur eine künstlerische seite von uns mögen und diese sie wirklich berührt, dann find ich das ok. man kann das als künstler nicht kontrollieren. ich denke, dass die jenigen, die uns mögen, die vielfalt an einflüssen erkennen und nicht einfach sagen, dass wir wie at the drive in klingen.
dosenmusik: wenn du schon von vielen einflüssen sprichst, dann nennt mir doch mal ein paar eurer lieblingsalben!
aaron: "nothing's shocking" von jane's addiction
benjamin: das erste led zeppelin album, das erste album von rage against the machine, das blaue weezer album
aaron: das neue mars volta album
benjamin: "relationship of command" von at the drive in ist sehr gut!
aaron: nirvana
aaron und benjamin (gleichzeitig): "in utero"
benjamin: oder "nevermind"
aaron: es gibt einfach zu viele...
benjamin: oh, refused... "the shape of punk to come"...zu viele!
dosenmusik: und was hat euch neben der musik am stärksten beeinflusst?
benjamin: ich würde sagen, dass meine freunde mich am meisten beeinflusst haben...und meine familie. aber mein älterer bruder steht wohl an der spitze. ohne ihn würde ich jetzt nicht hier sitzen und bei billy talent singen. er hat mir damals immer die platten von jane's addiction, skinny puppy, den deftones oder nine inch nails gezeigt und mir somit die türen zu sovielen anderen bands geöffnet. mein bruder hat mich wohl am meisten beeinflusst...
aaron: mein bruder ist definitiv nicht derjenige, der mich am stärksten beeinflusst hat. er wäre die letzte person auf dieser welt, die mich beeinflusst hat (lacht).
dosenmusik: gibt es im moment irgendwelche bands, die ihr bewundert?
benjamin: the mars volta
aaron: afi
benjamin: the blood brothers sind einfach unglaublich!
aaron: boy sets fire ist auch eine tolle band...queens of the stone age
benjamin: burning brides...sparta
aaron: oh ja, sparta sind auch ne wirklich tolle band.
dosenmusik: ihr habt euch nach einer figur aus dem film "hard core logo" benannt. gibt es eine verbindung zwischen der band und der figur oder einen bestimmten grund wieso ihr euch genau nach dieser benannt habt?
benjamin: der film basiert auf eine art ansammlung von kurzgeschichten aus der feder von michael turner. es entstand zuerst das buch, das erst später verfilmt worden ist und um ehrlich zu sein, habe ich zuerst den film gesehn. der schauspieler, der "billy tallent" spielt, heißt callum rennie und stammt aus kanada. ich finde ihn einfach großartig und als wir gerade dabei waren unseren namen zu ändern, schauten wir uns den film an und irgendwie hat sich der name bei uns durchgeschlagen. aber irgendwie nervt der name, da viele denken, dass einer von uns billy talent heißt, was verdammt nochmal nicht so ist...
dosenmusik: als ich den namen das erste mal aufschnappte, dachte ich auch, dass es sich hierbei um einen singer/songwriter handelt...
benjamin: ...was sehr ärgerlich ist (lacht).
dosenmusik: naja, aber damit muss man doch rechnen. wisst ihr eigentlich was michael turner dazu gesagt hat, als er euren bandnamen in einer zeitung bemerkt hat?
benjamin: ja, ich habe mal was darüber gehört. ich glaube, dass er meinte, dass wir im vergleich zum film eher schwach wären...genau weiß ich es nicht. was hat er denn gesagt?
dosenmusik: "ohne den artikel auch nur weitergelesen zu haben, wusste ich, dass diese band erfolg haben wird, da sie noch nicht mal wissen wie man "tallent" buchstabiert."
benjamin: das lustige daran ist, dass wir uns nun über ihn lustig machen können, da er den namen mit zwei "l" buchstabiert hat und wir nur mit einem, damit er uns nicht verklagen kann. wie du siehst, sind wir hier die schlaueren (lacht).
dosenmusik: euer erstes album "watoosh" erschien 1998 und ich hatte bisher nicht die möglichkeit es anzuhören, da ich es weder legal noch illegal auffinden konnte. beschreibt mir, wie das album klingt und inwiefern es sich vom neuen unterscheidet.
benjamin: rückblickend muss ich sagen, dass es ziemlich abgedreht ist. ein haufen spinner, die ein album aufgenommen haben. wir waren in musikalischer hinsicht damals auch noch sehr unentschlossen, was aber eine großartige sache war, da wir eine vielfalt an musikrichtungen für uns entdeckt haben. wir haben mit punkrock angefangen und kamen schnell mit ska und dub in berührung, da viele unserer freunde in skabands vertreten waren. irgendwann probierten wir auch ein paar surf sounds aus und experimentierten mit pop und classic rock. und er hier (zeigt auf aaron) kannte sich gut mit der rap- und hip hop-szene aus.. wir waren also auch sehr beat orientiert und entwickelten uns ständig weiter. irgendwann hatten wir dann ein album mit sieben-minuten-songs, die alle ziemlich verrückt klangen. es war für uns alle eine sehr aufregende zeit. zufällig habe ich mir das album heute mal im bus angehört und es war einfach nur unglaublich lustig zu hören, wie wir uns seit damals entwickelt haben. der unterschied zwischen "watoosh" und dem neuen album liegt in der vorangehensweise beim songwriting. wir konzentrieren uns dabei auf bestimmte punkte und klingen somit etwas direkter ohne etwas schwammig zu wirken. weißt du, was das lustige an der sache ist? dass ich persönlich noch nicht mal ein exemplar von "watoosh" besitze! der grund, weshalb ich mir das album heute im bus angehört habe, war, dass er (zeigt auf den guitar-tech, der das interview mitfilmt) es mit nach europa gebracht hat. du müsstest dich mit ihm schlagen, damit er es dir gibt. ich glaube, dass wir damals nur um die 1000 exemplare veröffentlicht haben.
aaron: 250!
benjamin: 250?
aaron: vielleicht
benjamin: wie du siehst, hat uns damals niemand gemocht. wir mussten unsere freunde dazu überreden eine unserer cds zu kaufen (lacht).
dosenmusik: also habt ihr auch nicht vor ein re-release des debut-albums zu veröffentlichen nachdem ihr jetzt als musiker erfolgreich seid?
aaron: nein, aber ich werde dir eine kopie des albums mitbringen, wenn wir das nächste mal nach deutschland kommen.
benjamin: ...und dazu noch den film "hard core logo".
dosenmusik: das klingt gut! aber nun zu den texten, die du (benjamin) alleine schreibst. wie kommt man auf songtexte, in denen es um die erfahrungen einer heroinabhängigen prostituierten oder um einen an multipler sklerose erkrankten geht? sind das fiktive gestalten oder personen aus eurem umfeld?
benjamin: ich höre mir eben gerne die geschichten anderer menschen an und verarbeite diese in meinen texten. dabei werden auch situationen aus der sicht anderer beschrieben, aber in einer sehr treffenden weise. dazu muss ich dir was lustiges erzählen (lacht). als ich letztens in deutschland ein paar interviews hatte, fragte mich ein mädchen, wieso unsere texte so schockierend wären und ich zum beispiel bei "try honesty" singen würde: "forgive me father, i shot your mother". und ich sagte dazu nur: "wie bitte?!". wenn sie richtig zugehört hätte, wüsste sie, dass es...
dosenmusik: "forgive me father, why should you bother" heißt.
benjamin: genau...vieles wird einem durch übersetzungen im munde verdreht und dadurch denken viele, dass man seltsame dinge sagt. was aber auch manchmal ganz witzig ist. und wenn das album dann erscheint, werden alle texte abgedruckt sein, damit wir uns darüber keine gedanken mehr machen müssen (lacht).
dosenmusik: ihr hattet vor kurzem in den usa auftritte als vorprogramm von sum 41 und den buzzcocks. wie hat denn das publikum auf euren auftritt reagiert?
aaron: es war schon ein wenig verrückt. wir spielten für ein publikum, dass zur einen hälfte aus 14/15 jährigen jugendlichen bestand und zur anderen hälfte aus 42 jährigen, riesengroßen punkrock leuten und viele mochten uns überhaupt nicht. es war ein reiner kulturschock. aber es war eine harte zeit, als wir sechs wochen lang jeden tag die show für die buzzcocks eröffnet haben und jeden abend ausgepfiffen worden sind. ich fand's trotzdem toll. wir haben einfach jedesmal weitergespielt und versucht uns nicht einschüchtern zu lassen.
benjamin: eine menge leute fanden uns schrecklich. aber das hat uns natürlich auch die augen geöffnet. und wir haben uns gut mit den buzzcocks verstanden.
dosenmusik: wenn ihr euch eine band aussuchen könntet, für die ihr als vorprogramm spielt, welche würdet ihr wählen?
benjamin: schwer zu sagen. wir haben in letzter zeit so viele bands gesehn und es gibt so viele verschiedene szenen. es macht einfach spaß mit den verschiedensten bands zu spielen. du steckst dann jedesmal in einer ganz anderen welt. wir spielen gerne mit jeder band, die auch gerne mit uns spielt. wir verhalten uns eben wie eine gewöhnliche hure...
dosenmusik: ihr durftet dieses jahr sogar am lollapalooza festival teilnehmen. wie habt ihr euch dabei gefühlt auf so einem wichtigen festival zu spielen?
benjamin: für mich war es ein traum, der sich dadurch erfüllt hat. das selbe habe ich dabei empfunden, als ich perry farrel und tom morello dort getroffen habe. und dann laufen dort queens of the stone age und jurassic 5 rum. man ist überall umgeben von diesen großartigen und talentierten persönlichkeiten und mittendrin stehn vier idioten von billy talent. (fängt an wie ein idiot zu sprechen)...hi, wo gibt es was umsonst zu essen?...(lacht). es hat aber wirklich spaß gemacht und es war uns eine große ehre, teil eines solchen spektakels zu sein.
dosenmusik: wie haben euch denn vergleichbar die festivals in europa gefallen? zum beispiel das terremoto festival in deutschland oder das pukkelpop festival in belgien...
aaron: großartig! es ist alles so gut gelaufen. es ist auch einfach unglaublich, wie gigantisch alles ist und trotzdem läuft alles glatt und es herrscht nirgends chaos. das ganze festival findet einfach ohne irgendwelche probleme statt. soetwas habe ich noch nie erlebt. wir haben jeden tag auf einem anderen festival gespielt mit 100.000 bis 150.000 menschen. und wir hatten das gefühl, dass die leute auf den meisten festivals auch größtenteils spaß hatten bei unseren auftritten. es ist auch sehr cool als unbekannte band aufzutreten.
benjamin: ja, es hat uns allen gefallen, dass uns vorher niemand richtig kannte.
aaron: viele dachten sich wohl auch: "was zum teufel ist das?!" (lacht).
benjamin: und einige konnten mit uns nichts anfangen. aber das ist gut so!
dosenmusik: also haben euch auch die club-gigs in deutschland gefallen?
aaron und benjamin: natürlich!
aaron: ich will deutschland garnicht mehr verlassen! wir können es kaum erwarten wieder hier her zu kommen. und im november sind wir auch schon wieder da. wir haben gerade erst erfahren, dass wir ende des jahres erneut nach deutschland kommen.
dosenmusik: na dann hoffe ich mal, dass frankfurt wieder dabei sein wird.
aaron und benjamin: klar!
benjamin: frankfurt wird sicherlich dabei sein. ich glaube, dass wir wieder in den selben städten spielen werden. in köln und hamburg würden wir auch sehr gerne wieder spielen und wir sind auch sehr aufgeregt heute in frankfurt zu sein. ich hoffe, dass heute auch ein paar leute da sind.
dosenmusik: es sind sogar mehr leute da, als ich erwartet hatte.
benjamin: wir können es kaum glauben, dass überhaupt leute zu unseren shows kommen. wir dachten nämlich, dass uns hier niemand kennt.
dosenmusik: ihr bekommt ja auch inzwischen viel aufmerksamkeit von der presse.
aaron: das kann ich alles garnicht glauben...
dosenmusik: gibt es denn auffallende unterschiede im bezug auf die konzerte in deutschland und den usa?
benjamin: es gibt da so eine art sprichwort, das besagt, dass man bei einem auftritt in amerika, bei dem die leute einen nicht mögen, diese dann bier auf die bühne werfen und wenn die leute in europa einen nicht mögen, gehen sie sich stattdessen ein bier kaufen. und genau das ist uns auch aufgefallen. es ist witzig, wenn man soetwas hört und bezweifelt und anschließend bemerkt, dass es doch stimmt. ich denke, dass die leute in deutschland die musik auch einfach genießen können.
aaron: in den usa gehen die leute aus irgendwelchen anderen gründen auf konzerte.
benjamin: weil es cool aussieht, wenn die frisur sitzt oder wenn man nur rumsitzt und an allem etwas auszusetzen hat. diese leute sollten einfach zu hause bleiben und sich in den schlaf heulen...
aaron: die leute in deutschland tanzen, lachen und haben spaß während auf der bühne eine band spielt.
benjamin: naja, aber gestern (dortmund) wurde ich auch mit einem becher beworfen.
aaron: aber der becher war aus plastik.
benjamin: stimmt. es war ein plastikbecher. das ist noch ok (lacht).
dosenmusik: nach jedem auftritt werft ihr eure instrumente auf den boden. ist das auf die dauer keine kostspielige art, die zuschauer zu unterhalten?
benjamin: (lacht) das ist alles nur illusion. in wirklichkeit geht nichts kaputt.
aaron: alles nur show!
benjamin: wir benutzen falsche instrumente (lacht).
aaron: wir sitzen im bus auf dem weg zur nächsten show und reparieren sie.
benjamin: das drumkit hält eine menge aus und ian wirft oft seine gitarre durch die luft, aber wir haben immer unseren gitarrentechniker dabei, der die teile dann wieder zusammenklebt.
aaron: schau dir doch gleich mal die gitarren an. die haben alle unzählige risse.
benjamin: und sind teilweise durchgebrochen.
dosenmusik: welches equipment benutzt ihr denn am liebsten?
benjamin: ich nehme jedes mikrofon, das mir in die hände kommt. allerdings bevorzuge ich ein beta 58.
aaron: ich benutze orange county drums. großartige drums!
benjamin: und ian benutzt eine zerbrochene fender strat und ein stevenson amp.
dosenmusik: ich habe gehört, dass ihr mal den fugazi song "waiting room" gecovert habt. spielt ihr den immernoch auf euren konzerten?
benjamin: für gewöhnlich nicht.
dosenmusik: könnt ihr ihn nicht heute mal spielen?
benjamin: ok, dann werden wir das tun. wir werden ihn für dich spielen.
aaron: hast du die neue fugazi dvd gesehn? die ist großartig! die heißt "instrument".
benjamin: kann ich auch nur weiterempfehlen.
aaron: wer auch immer dieses interview liest: kauf die dvd!
benjamin: wenn du dir die dvd anschaust, wirst du sie sehr respektieren.
dosenmusik: erzählt doch mal was über eure erste band pezz!
benjamin: es ist die selbe band. wir haben nur unseren namen geändert. aber es sind noch die selben vier jungs bei billy talent. das "watoosh" album kam unter dem bandnamen pezz raus. das ist nun unser erstes album unter dem namen billy talent. jetzt weiß ich auch, wieso du das "watoosh" album nicht gefunden hast (lacht).
dosenmusik: ihr habt als schulband angefangen. wie ging es denn nach der high school weiter?
benjamin: wir hatten alle beschissene jobs. aber ich bin der könig der beschissenen jobs. und abends trafen wir uns dann zum musik machen. es ist schön, dass wir mittlerweile durch die musik unsere rechnungen bezahlen können. es ist der beste beruf der welt!
dosenmusik: habt ihr irgendeine musikalische ausbildung?
aaron und benjamin (gleichzeitig): nein!
aaron: wir haben uns alles selbst beigebracht.
benjamin: ich habe in der high school ein jahr lang saxophon gespielt.
aaron: ich habe in der grundschule tuba gespielt. das ist alles was ich je beigebracht bekommen habe. ich kann den "root beer song" spielen. ich weiß nicht, ob du den kennst.
benjamin: (singt den "root beer song")
aron: genau! von der "root beer" werbung... tuba ist eigentlich ein tolles instrument...
dosenmusik: erzählt mir von eurem aufregendsten erlebnis auf der tour!
benjamin: das war wohl, als ich auf dem lollapalooza festival in dem jam-zelt singen sollte. es gibt dort nämlich backstage ein jam-zelt, indem alle dort vertretenen musiker gemeinsam spielen können. dort gibt es alles was man brauch: schlagzeug, gitarre, bass und mikrofone und jeder kann sich dort einfach ein instrument schnappen und mitspielen. jonathan und ich sind dort reingelaufen und stevon perkinson, der drummer von jane's addiction, spielte mit dem gitarrentechniker und jon nahm sich einen bass. plötzlich fingen sie an, meinen lieblingssong von jane's addiction zu spielen, den "mountain song". und ich sollte dazu singen.
aaron: ich fand es aufregend mit tom morello kuchen zu essen. er setzte sich einfach zu mir und fragte mich, ob ich ein stück von seinem schokokuchen haben will. und ich dachte mir nur: "oh mein gott, da steht tom morello!". aber ich versuchte natürlich cool zu wirken. ich lief den ganzen tag dort herum, wo all diese superstars waren und sprach zu mir selbst: "i'm cool, i'm cool".
dosenmusik: wie wichtig ist für euch styling und mode? achtet ihr sehr auf solche image-geschichten?
benjamin: wir tragen nur was uns selbst gefällt. schau dir das an (zeigt auf sein haar)! das ist wohl die hässlichste frisur, die du je in deinem ganzen leben gesehn hast. das nennt man "sich in sieben monaten keinen haarschnitt machen lassen". es sieht verdammt grässlich aus. wir sind modisch nicht besonders gut ausgestattet (lacht). wir tragen gerne schwarze klamotten. und rot mag ich auch sehr gern (grinst).
dosenmusik: seid ihr euch eigentlich bewusst, dass "try honesty" in fast jeder deutschen alternative-disco läuft?
benjamin: ja...wir haben gestern in dortmund gespielt und jemand hat uns dort erzählt, dass "try honesty" in deutschland richtig gut ankommt. und als wir uns anschließend im club ein bier bestellt haben, lief plötzlich "try honesty" und es kam mir so verdammt seltsam vor. aber es klang wirklich gut bei der lautstärke. wir hatten nie die gelegenheit "try honesty" richtig laut zu hören. es war aber ein schönes gefühl.
dosenmusik: kommen wir zur letzten und wichtigsten frage: wenn ihr vier auf einer einsamen insel stranden würdet, welchen eurer bandkollegen würdet ihr als ersten verspeisen?
benjamin: ich würde jon als ersten verspeisen. (guitar tech lacht) er ist nämlich gemein.
aaron: nein, er müsste einfach als erster sterben!
benjamin: ja, und außerdem ist er von uns allen der dickste. ich hätte also auch mehr zu essen. mich würde man als letzten auswählen. i'm just a fucking chicken wing! (alle lachen)


benjamin kowalewicz - vocals
lan d'sa - guitar
john gallant - bass
aaron solowoniuk - drums

www.billytalent.com

autor: biffy | 05.09.2003
Dosenmusik : der neue Shop
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