Interview mit As I Lay Dying
Interview mit Schlagzeuger Jordan Mancino in Köln am 17.09.2007 Das Großartigste, das Gott uns gegeben hat, sind Gefühle.
As I Lay Dying Vor ihrem Konzert in der Live Music Hall hatten wir die Gelegenheit, mit dem Drummer von As I Lay Dying zu sprechen. Das Interview fand in gemütlicher Atmosphäre in der Führerkabine des Tourbusses statt.
Dosenmusik: Hey Jordan, du bist also der Schlagzeuger.Wie lange spielst du schon Schlagzeug?
Jordan Mancino: Ja richtig! Ich spiele seit etwa elf Jahren.
Dosenmusik: Ihr ward in den letzten Tagen in der Schweiz, München und Stuttgart unterwegs. Wie läuft die Tour bisher?
Jordan Mancino: Es läuft wirklich gut, viel besser als wir erwartet haben. Es ist ja unsere erste Headliner-Tour hier, wir haben viel Zeit und können lange Sets spielen. Es gefällt mir wirklich gut.
Dosenmusik: Euer Terminkalender für September und November ist sehr lang. Ihr spielt fast jeden Tag eine Show.
Jordan Mancino: Das stimmt, aber weißt du, wenn du daheim bist willst du auf Tour sein und wenn du auf Tour bist willst du daheim sein. Aber es ist toll auf der Bühne zu stehen und zu spielen, deswegen freue ich mich auf die Tour.
Dosenmusik: Ihr seid als eine christliche Band bekannt. Wie sehr beeinflusst der Glauben eure Musik?
Jordan Mancino: Ich denke, wir bekommen sehr viel Energie durch unseren Glauben. Eine gute Beziehung zu Gott ist das Wichtigste. Aber es ist egal, ob wir nun ausgehen, Musik machen oder an einem Schreibtisch sitzen. Es beeinflusst unser Leben in jeder Situation.
Natürlich bestimmt es unseren Sound nicht direkt, denn wir spielen Metal weil wir Metal lieben. Die Metal Riffs und die Drum Riffs und all das sind nicht unbedingt von etwas Höherem inspiriert, wir spielen das, was wir spielen wollen.
Aber der Glauben beeinflusst uns selbst und unsere Person.
Dosenmusik: Streitet ihr euch da innerhalb der Band manchmal über eure Ansichten?
Jordan Mancino: Insgesamt glauben wir an das Gleiche, aber es gibt manche Gedanken oder Angelegenheiten, in denen wir unterschiedliche Meinungen haben. Aber das ist dann nicht wirklich ein Streit. Wenn Leute jahrelang zusammen in einer Band spielen und dann manchmal darüber diskutieren, was in der Band wie gemacht werden soll, das kann man dann nicht unbedingt als Streit bezeichnen.
Dosenmusik: Spiegelt sich euer Glauben auch in den Lyrics wider?
Jordan Mancino: Ja, auf jeden Fall, sie haben manchmal christliche Phrasen und Sinnbilder. Allerdings kannst du sie auslegen wie du möchtest. Wir schreiben niemandem vor, was er glauben soll. Doch manche Themen betreffen jeden, jeder Mensch braucht Vergebung, und jeder braucht manchmal Veränderung. Da ist es egal ob du christlich bist oder nicht.
Dosenmusik: Habt ihr auch manchmal gottähnliche Erlebnisse bei euren Konzerten?
Jordan Mancino: Ich hatte schon öfter das Gefühl, dass da etwas Höheres ist, aber man kann das natürlich nicht beweisen.
Dosenmusik: Ist dein Gefühl nicht Beweis genug dafür?
Jordan Mancino: Doch, da hast du Recht. Das Großartigste, was Gott uns gegeben hat, sind Gefühle. Darauf kann man bauen.
Als wir damals vor fünf, sechs Jahren mit der Band angefangen haben, da hätte sich niemand erträumen können, dass wir mit der Band mal da stehen, wo wir heute sind. Da gab es Zeiten, in denen wir nicht wirklich realisiert haben, was gerade passiert. Und wenn man das nun gefühlsmäßig betrachtet...das ist einfach unbeschreiblich.
Dosenmusik: Was hat sich seitdem verändert?
Jordan Mancino: Für mich persönlich hat sich nicht wirklich viel verändert. Ich liebe es immer noch zu spielen, ich liebe Musik, ich liebe es immer wieder andere Leute kennenzulernen. Doch die Größe des Publikums hat sich ein wenig verändert. Wir geben definitiv größere Konzerte. Das ist cool. Aber es ist eigentlich egal, wie groß die Menge ist, solange sie gut drauf sind. Dann ist es egal ob wir vor hundert oder zehntausend spielen. Und die Leute sind immer großartig.
Dosenmusik: Lass uns über euer neues Album "An Ocean Between Us" reden. Was unterscheidet es von den vorherigen Alben?
Jordan Mancino: Der größte Unterschied ist wohl, dass dieses Album etwas ist, was wir wirklich von ganzem Herzen tun wollten. Wir haben uns zusammen angetrieben und versucht etwas zu machen, was wir noch nie vorher getan haben. Wir haben viel miteinander gearbeitet, verschiedene Metal-Stile miteingebracht, die wir alle mochten. Es gibt auf dem Album viele melodische Songs, vieles, das den älteren Sachen gleicht, und sehr viel Neues. Wir hatten mehr Zeit für dieses Album als für die letzten.
Ich bin mir sicher, dieses Album ist das, was wir immer schreiben und in unserem Leben haben wollten.
Dosenmusik:Wann habt ihr angefangen daran zu arbeiten?
Jordan Mancino: Im September. Bis März haben wir daran geschrieben und von März bis Mai haben wir es dann aufgenommen. Wir haben viel Zeit in das Schreiben investiert und auch in das Aufnehmen.
Dosenmusik: Was hat sich in der Musik verändert, seit ihr angefangen habt? Wenn du da an Myspace oder Youtube denkst...
Jordan Mancino: Da hat sich viel verändert. Es scheint, als gäbe es jeden Tag etwas Neues. Aber es ist mittlerweile sehr wichtig geworden, die Leute können sich darüber informieren. Die Bands und Labels erreichen ihre Zuhörer viel besser und jeder weiß, was gerade los ist. Es hat natürlich auch viele negative Seiten, und manche Dinge werden sich auch niemals ändern. Du musst das Beste daraus machen.
Dosenmusik: Wenn du wüsstest, dass das Ende der Welt nah ist, wie würde dein letztes Konzert aussehen?
Jordan Mancino: Ähm...Eigentlich hätte ich gerne mal eine Show in einem See. Die Leute wären alle im Wasser und würden schwimmen und uns zusehen.
Dosenmusik: Und du würdest im Wasser Schlagzeug spielen?
Jordan Mancino: Nein, nein. Wir stehen natürlich auf einem Steg. Sonst werden die Instrumente ja alle nass.
Dosenmusik: Denkst du nicht auch, dass es schwierig ist, eine Metal-Band zu interviewen, weil man das Gefühl hat, dass eigentlich schon alles gefragt worden ist?
Jordan Mancino: Doch, das Gefühl habe ich auch manchmal. Aber ich denke auch eigentlich immer nur daran, mir gute Antworten zu überlegen. Mir würde nichts Sinnvolles einfallen, was man eine Band fragen könnte.
Dosenmusik: Was war die dümmste Frage, die dir jemals während einem Interview gefragt worden bist?
Jordan Mancino: Da war tatsächlich einmal jemand, der gefragt hat, wie unsere Band heißt. Es ist ja nicht so schlimm, wenn jemand nicht weiß in welcher Band wir sind. Aber wenn man jemanden interviewt, da sollte man sich doch wenigstens ein bisschen vorbereitet haben.
Dosenmusik: Gut, ich wusste vorher auch noch nicht, mit wem von euch ich sprechen darf...
Jordan Mancino: Aber du wusstest sogar, dass ich Schlagzeug spiele! Das reicht doch schon, darauf kann man aufbauen.
Dosenmusik: Vielen Dank für das Interview und viel Spaß bei der Show!
Jordan Mancino: Danke, dir auch...

Tim Lambesis: Vocals
Nick Hipa: Guitar
Jordan Mancino: Drums
Phil Sgrosso: Guitar

www.asilaydying.com

Autor: panic-at-my-disco | 20.09.2007
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