Interview mit Architects
Interview mit Gitarrist Tom Searle Architects - great dudes, great band!
Architects Dosenmusik: Dies ist das erste Interview für Dosenmusik, und es kann sein, dass einige unserer Besucher euch nicht kennen oder zumindest nicht so gut, wie sie sollten. Stell Deine Band einfach mal vor!
Tom: Ich bin Tom und spiele Gitarre. Sam singt, Dan sitzt an den Drums, Tim ist mein Gegenpart an der Gitarre und Ali zupft den Bass.
Dosenmusik: Kannst Du uns kurz die Geschichte von Architects erzählen?
Tom: In der Schule fing schon alles an, aber noch unter einem anderen Namen. Das war ich, mein Bruder Dan, unser alter Sänger Matt und der Original-Bassist Dollar. Auf der Uni trafen wir unseren aktuellen Gitarristen Tim und auf einigen Shows in Brighton schließlich Ali, der dann später bei uns den Bass übernahm. Die Leuten kamen und gingen und wir machten unsere erste Tour im November 2005. Damals war das Line-up so: Dan, Ali, Matt, Tim und ich. Nach einem Jahr entschloss sich Matt, die Band zu verlassen, weil es einfach nicht mehr das war, was er wollte. Sam ersetzte ihn und vervollständigte unser heutiges Line-up. Eigentich eine verwirrende und langweilige Story.
Dosenmusik: Und um die sogenannten Basics abzuschließen, beschreib bitte eure in ein paar Worten eure Musik!
Tom: Hmm... das ist immer eine schwierige Frage. Ich denke wenn man Bands wie Botch, Underoath und Dillinger Escape Plan mag, dann mag man Du vielleicht auch uns.
Dosenmusik: Um nun etwas ins Detail zu gehen – ihr habt ein neues Album names “Hollow Crown”. Ich hab ein Review dazu geschrieben und letztlich resümiert, dass ihr mit den sporadischen cleanen Vocals und etwas konventionellerem Songwriting ein bißchen in Mainstream Gefilde reinschnuppert, dabei aber eure Ecken und Kanten beibehaltet. Passt das Deiner Meinung nach ungefähr?
Tom: Klingt gut! Wir hatten schon etwas die Schnauze voll davon, dass immer alles so komplex ist. Wir wollten einfach gute Songs schreiben. Ich wollte aus dieser Schublade raus, dass Architects nur eine weitere Tech Metal Band ist. Durch den vernachlässigten Fokus auf die technische Seite unserer Musik sind wir in der Lage, den Sound zu erweitern und neue Elemente einzubeziehen.
Dosenmusik: Ich habe außerdem behauptet, dass dieses Album kommerziell effektiver sein könnte. Ging es euch auch explizit um mehr Erfolg?
Tom: Natürlich wollen wir Erfolg! Wir sind eine ambitionierte Band und schauen in unserer Karriere immer nach vorne. Aber es geht dabei nicht um Geld. Dafür müssten wir viel, viel größer sein. Was zählt, ist die Zufriedenheit, geile Shows zu spielen.
Dosenmusik: Was sind Deine Erwartungen für die neue Platte?
Tom: Auf jeden Fall, dass es gut läuft. Jetzt ist es draußen und wir nichts mehr kontrollieren. Ich bin gespannt was passiert!
Dosenmusik: Gibt es ein Konzept für das Album?
Tom: Es gibt kein zentrales Konzept. Sam sings über Sachen wie Abhängigkeit, Arroganz und Dinge um uns herum, die wir nicht begreifen. Der Titel “Hollow Crown” fasst diese Themen aber alle ganz gut zusammen. Inspiriert ist der Name von Leuten, die nicht für ihren Erfolg arbeiten, die alles auf einem Silbertablett bekommen und dann ohne Grund arrogante Schwänze sind. Wir finden, wir haben uns alles sehr hart erarbeitet und somit auch verdient. Der Titel ist eine Art Kommentar dazu. Die Texte fügen sich da ein, aber da solltest Du mal mit Sam reden, ich bin nur ein lausiger Gitarrist.
Dosenmusik: Erzähl uns mal etwas über die Aufnahmen!
Tom: Wir haben das Album in den Outhouse Studios aufgenommen, mit John Mitchell und Ben Humphries. Gemixt wurde es von John Mitchell und gemastert von Alan Douches. Insgesamt haben wir ungefähr 18 Tage gebraucht, bis alles im Kasten war. Das Songwriting haben wir größtenteils vorher erledigt. Wir waren nicht zum ersten Mal im Outhouse und fühlen uns sehr wohl dort. Mit den Leuten ist es ein sehr entspanntes Umfeld.
Dosenmusik: Ein paar Sätze zum Touring. Ich hab euch letztes Jahr auf der Never Say Die Tour in Deutschland gesehen und ihr habt wirklich aus dem Line-up herausgestochen. Wie lief die Tour für euch?
Tom: Never Say Die war großartig! Vor so einem großen Publikum zu spielen, ist immer klasse. Es hängt natürlich auch vom Publikum selbst ab. Bei Never Say Die war es toll. Ich hab Shows gespielt vor 200 Leuten, die mir mehr Spaß gemacht haben als Konzerte mit 1000 Besuchern. Headline-Shows sind was besonderes, weil die Leute alle da sind, um uns live zu sehen.
Dosenmusik: Ihr seit schon fast überall aufgetreten, Hast Du Favoriten?
Tom: London, Belgium, Toronto, Athen, New York, San Diego und natürlich Brighton.
Dosenmusik: Ist es schwierig, Fans in neuen Ländern dazu zu gewinnen?
Tom: Ja, das ist immer schwierig. Wenn man irgendwo ankommt, fühlt es sich immer an wie ein Kampf, wie einen Berg zu erklimmen. Ich denke man kann nur sein Bestes geben und hoffen, dass die Leute es gut finden.
Dosenmusik: Wie reagieren die Leute auf euer neues Material?
Tom: Es ist fantastisch! Komplimente ohne Ende von allen Seiten. Auf dass es llange so weiter geht! Bei Konzerten auf unerer letzten Headline-Tour sind die Fans total auf die neuen Songs abgegangen. Ich liebe es, dass alle so auf das neue Zeug stehen.
Dosenmusik: Das ist ja eher selten der Fall! Wie lenkst Du Dich auf Tour ab und was machst Du in Deiner Freizeit?
Tom: Ich spiele Gitarre, schreibe Songs, spiele Xbox und häng mit Freunden ab – manchmal alles zur selben Zeit!
Dosenmusik: Ok, zum Abschluss noch ein bißchen Trivia. Welche Platte hast Du Dir zuletzt gekauft?
Tom: The Gaslight Anthem - The '59 Sound
Dosenmusik: Was ist Deine beste Konzerterfahrung?
Tom: Das erste Mal, dass ich Dillinger Escape Plan gesehen hab, ich glaube irgendwann 2003 oder 2004 in Brighton.
Dosenmusik: Welchen Film hast Du Dir zuletzt angeschaut?
Tom: Species 1. Ein Meisterwerk!
Dosenmusik: Und das letzte Buch, was Du gelesen hast?
Tom: Oh Gott, keine Ahnung.
Dosenmusik: Was hast Du zum Jahreswechsel gemacht?
Tom: Ich war bei ein paar Freunden in Sheffield. Eine gute Zeit. Neujahrsvorsätze gab es bei mir aber keine. Reine Zeitverschwendung, ich halte mich nie dran.
Dosenmusik: Manchmal fällt es mir schwer, eine gute Überschrift für ein Interview zu finden. Hast Du eine Idee?
Tom: Wie wärs mit “Architects - great dudes, great band”?
Dosenmusik: Die nehm ich! Zeit für die berühmten letzten Worte!
Tom: Kauft unser neues Album “Hollow Crown”! Ich verspreche, es wird euch gefallen.

Architects

Sam Carter - vocals
Tom Searle - guitar
Tim Hillier-Brook - guitar
Alex Dean - bass
Dan Searle - drums

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Autor: coney | 27.02.2009
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