Interview mit AFI
Interview mit Schlagzeuger Adam am 03.05.2007 in Wiesbaden Wir spielen nichts nur weil wir denken, dass es die Leute hören wollen
Afi Dosenmusik: Hallo, mein Name ist Leonie und dieses Interview ist für das Rock E-Zine Dosenmusik. Schön, dass du dir die Zeit genommen hast.
Adam: Cool, ich habe zu danken!
Dosenmusik: Mit "Decemberunderground" hat es nun endlich eines eurer Alben auf Platz eins der US-Charts geschafft. Ist das das Ende einer langen Reise als nicht kommerzieller "Underground"-Band oder der verdiente Erfolg für viele Jahre harter Arbeit?
Adam: Nun, als wir mit der Band angefangen haben, hätten wir das natürlich nie erwartet. Aber es war auch ein langer und ebenso harter Weg bis hierhin. Dass wir uns jetzt auf diesem Level befinden und mit dem Album solche Erfolge erzielt haben, ist natürlich sehr aufregend und wir sind ziemlich stolz darauf.
Dosenmusik: Warum habt ihr den Titel "Decemberunderground" ausgewählt?
Adam: Das Album ist sehr tiefgründig, es hat sehr gefühlvolle Texte und Melodien. Es wirkt insgesamt etwas düster, denn es beleuchtet auch mitunter unsere dunkleren Zeiten. Deswegen wollten wir dem Album keinen "fröhlichen" Titel geben. Letztendlich hat Davey den Namen ausgesucht.
Dosenmusik: Was sind die größten Unterschiede zwischen den letzten beiden Alben?
Adam: "Decemberunderground" ist der logische nächste Schritt zu "Sing The Sorrow". Es ist sogesehen die gesteigerte Fortsetzung. Ich weiß also nicht ob man die beiden Alben miteinander vergleichen kann, wenn doch, so würde ich sagen, ist "Decemberunderground" das melodischere.
Dosenmusik: Verglichen zu anderen Bands seid ihr schon ziemlich lange im Musik-Business tätig. Wie würdest du die letzten 15 Jahre, musikalisch gesehen, beschreiben?
Adam: Gradual. Schrittweise. Von Auftritt zu Auftritt und von Album zu Album. Jedoch kann ich hier nicht zusammenfassen was in 15 Jahren alles passiert ist, das würde jeglichen Rahmen sprengen.
Dosenmusik: Ihr habt sehr oft euren Musikstil gewechselt, am Anfang eher Punk, dann habt ihr angefangen zu experimentieren und sprecht mittlerweile, wie die Chart-Platzierungen belegen, sehr viele Leute an. Ist das eher ein Umbruch in dem, was die Leute hören wollen, oder eine persönliche Veränderung?
Adam: Veränderung ist nicht das passende Wort. Ich würde es eher als eine Entwicklung beschreiben. Allerdings spielen wir nichts, nur weil wir denken, dass es die Leute hören wollen. Musik ist die ehrlichste Sache die es gibt, wenn du nur etwas für andere spielst, aber nicht selbst dahinter stehst, so kann das gar nicht funktionieren. Wir machen die Musik, die uns selbst gefällt, und es ist großartig zu sehen, dass es andere Menschen ebenso mögen.
Dosenmusik: Ihr habt viele Fans die aus unterschiedlichen "Szenen" stammen, Gothic, Emo, Punk, etc. Ebenso gibt es die alten, "eingefleischten" Fans aus der Zeit vor "Decemberunderground". Gibt das manchmal Ärger, wenn sie auf Konzerten zusammentreffen?
Adam: Nein. Zumindest habe ich noch nichts davon bemerkt. Aber es ist schon wahr, dass sich das Publikum unserer Konzerte in der letzten Zeit verändert hat...
Dosenmusik: Euer Sound wird als "Gothcore" betitelt. Passt das?
Adam: Definitiv: NEIN!
Dosenmusik: Ihr habt diese Bezeichnung also nicht selbst gewählt?
Adam: Um Gottes Willen, ich sehe doch nicht wie ein Goth aus, oder? Außerdem kann man die Musik einer Band nicht mit ein paar Wörtern beschreiben. Ich weiß auch nicht, welche Stilrichtung auf unseren Sound zutrifft, aber ganz sicher nicht "Gothcore".
Dosenmusik: Spielt ihr gerne in Deutschland?
Adam: Ja, wir spielen hier ja schon seit Jahren, ich glaube, 1996 hatten wir das erste Konzert in Deutschland. Die Shows werden immer größer und die Hallen auch, es ist cool.
Dosenmusik: Wer ist eigentlich "Miss Murder"?
Adam: Ich habe keine Ahnung. Sag mir Bescheid, wenn sie dir mal über den Weg läuft.
Dosenmusik: Gut, unsere Zeit ist um, ich bedanke mich für das Interview!
Adam: Und ich bedanke mich bei euch und euren Lesern, und alle die, die uns in irgendeiner Weise unterstützen. Kommt zu unseren Shows, zeigt euch, wir schätzen das wirklich sehr. Vielen Dank.


Davey Havok - Vocals
Jade Puget - Guitar
Hunter - Bass
Adam Carson - Drums

www.afireinsight.com

autor: panic-at-my-disco | 03.05.2007
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