Interview mit Aborted
E-Mail Interview mit Seb am 11.08.2008 Wir wollen unseren Fans treu bleiben und von Herzen schreiben.
Aborted Die Fragen an Aborted gingen schon vor dem Start der Summer Slaughter Tour raus. Die Band fand erst danach wieder Zeit sich der Fragen anzunehmen. So wurden sie von einem ausgeruhten Seb, seines Zeichens Gitarrist bei Aborted beantwortet. Es ging unter anderem um Mitgliederwechsel und warum sie den Produzenten wechselten.

Dosenmusik: Wie geht's euch denn?
Seb: Hi, ach hier geht's allen prächtig. Wir sind gerade von der Summer Slaughter Tour die durch die ganze USA ging zurück. 40 irre Tage die wir richtig genossen haben und uns jetzt noch mehr auf die bevorstehenden Touren freuen.
Dosenmusik: Seid ihr eigentlich mit den Kritiken zu "Styrichnine.213" zufrieden gewesen, oder kümmert euch das ehr nicht was die schreiben?
Seb: Ja die Kritiken waren durchweg positiv, es gab einige die nur ein paar Lieder bei Myspace gehört hatten und gleich rumgemeckert haben. Sie fanden es klingt irgendwie ganz anders. Aber selbst die haben sich die CD jetzt erst richtig angehört und haben ihre Auffassung geändert, nun mögen sie das neue Album auch. Nichtsdestotrotz schreiben wir Musik für uns, wir wollen darauf stolz sein. Wir akzeptieren konstruktive Kritik aber die wird unsere Grundrichtung nie verändern. Wir wollen unseren Fans treu bleiben und von Herzen schreiben, nicht nach irgendwelchen Berechnungen was wer wohl am meisten mögen wird.
Dosenmusik: Euch gibt es ja schon seid 1995 also fast 13 Jahre. Das ist schon ne recht lange Zeit für ne Band, was hält bei euch die Band am Leben?
Seb: Das ist auf jeden fall unser Sänger Sven, er trägt diese Band und ist von Anfang an dabei. Ein Mann mit einer Vision, ernsthaft….
Dosenmusik: Denkst du, dass auch die vielen Mitgliederwechsel der Band immer wieder neues Leben eingehaucht haben?
Seb: Ich würde eher sagen, dass die Wechsel das Überleben von Aborted gesichert haben, sie waren einfach nötig. Viele sind der Band mit falschen Vorstellungen beigetreten, sie wollten Rockstars werden oder sich zumindest eine Ausrede haben warum sie sich so benehmen. Oder noch lächerlicher wollen einen Haufen Kohle damit verdienen. In der Band zu sein macht eine Menge und ist ziemlich aufregend aber es verlangt einem auch eine menge Opfer ab.
Dosenmusik: Wenn neue Mitglieder an Bord kommen, gibt es dann viele Diskussionen über den Stil der Band oder bringt jeder neue auch neues Material mit in die Band?
Seb: Es gibt immer eine gewisse Zeitspanne wo man sich aneinander gewöhnen muss. Erst nach dieser Phase können dann neue Mitglieder auch beim schreiben aktiv mitwirken, aber klar jeder darf und soll sich an allem beteiligen. Da gibt's eigentlich nicht viel zu diskutieren, wir wissen wie sich Aborted anhören soll. Ich denke aber, dass Sven noch immer den Status eines musikalischen Direktors innehat wenn es um die Musik und den Style der Band geht.
Dosenmusik: Das ist die zweite Veröffentlichung mit gleicher Besetzung, scheint so als würde dieses Line-Up mal länger halten?
Seb: Ich denke das ist das Beste Line-Up das wir je hatten. Jeder ist wegen den gleichen Motiven hier, die Leidenschaft für Musik, Spass, einen guten Job abliefern und so professionell wie möglich zu sein. Und auf dem Zwischenmenschlichen Sektor war es noch nie so harmonisch innerhalb der Band!
Dosenmusik: Sven De Caluwé schreibt ja die kompletten texte. Wie sieht es mit der Musik aus, wer schreibt was und wie wird es am Ende zusammengebracht?
Seb: Die meisten Riffs auf diesem Album stammen von Peter Goemaere (Gitarre) und mir. Wenn es dann um das arrangieren geht, das passiert während der Proben. Bevor wir auf Aufnehmen wird geprobt und alles in Zusammenhang gebracht. Aber natürlich steuern die anderen Mitglieder von Zeit zu zeit auch Ideen und Riff bei.
Dosenmusik: Was ist deiner Meinung nach der größte Unterschied zwischen "Strychnine.213" und "Slaughter & Apparatus: A Methodical Overture"?
Seb: "Slaughter…" wurde mit einem instabilen Line-Up aufgenommen, ein Session Schlagzeuger und so weiter. Es war mehr ein Studio Album und hatte keine band Atmosphäre. Ich denke das kann man ganz gut auf der neuen Scheibe hören. Es klingt viel mehr danach das eine Band zusammen spielt, es klingt viel echter und natürlicher.
Dosenmusik: Die Texte von "Strychnine.213" handeln von Serienkillern und ihren Verbrechen. Worin liegt denn die Faszination über solche Themen zu singen?
Seb: Wir wollen ein starkes Konzept haben und uns auch entfernen vom "verrücken Wissenschaftler"-Image welches wir seid "Goremageddon" haben. Wir wollten einfach etwas mehr klassischeres, realistischeres, beängstigendes….
Dosenmusik: Ihr habt auch den Produzenten gewechselt; die letzten zwei Alben wurden von Tue Madsen produziert nun von Eric Rachel. Warum der Wechsel und welche Unterschiede zeichnen die beiden Produzenten aus?
Seb: Im Grunde wollten wir weg vom fetten europäischen Sound, den wir auf den letzten Alben hatten, hin zu einem klarerer, roheren und mehr Live Sound. Erich Rachel mixt das alles sehr klar und wir haben die Platte fast unter Live Bedingungen eingespielt. Kein Beat Detective beim Schlagzeug nur zwei Gitarrenspuren und so weiter. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und werden das auf den kommenden Veröffentlichungen weiter ausbauen.
Dosenmusik: Ich habt ja die Fans einen Titel für das aktuelle Album aussuchen lassen?
Seb: Ja wir haben Sie das entscheiden lassen, wir haben viele Ideen bekommen und einige waren richtig Schlimm und einige sehr Gut! Es war dann ein Belgier der mit der besten Idee ankam.
Dosenmusik: Ich hab ja "Strychnie.213" im Netz als Stream bereitgestellt. Seid ihr nicht besorgt gewesen wegen euren CD Verkäufen? Oder denkt ihr die Leute werden es schon kaufen wenn es ihnen gefällt? Außerdem gab es ja eine Special Edition, irgendetwas mit einer Beweißmitteltüte hab ich gelesen?
Seb: Die Platte verkauft sich sehr gut, besser als wir das mit den Vorgängern geschafft haben. Das Myspace-ding war eine gute Promotion: Da konnten die Leute hin und sich das Album anhören ohne es runterladen zu müssen. Als Resultat stand am Ende wenn es den Leuten gefiel haben sie es sich Online angehört und später dann gekauft und nicht mehr runtergeladen. Ja so eine Special Edition haben wir gemacht, die CD war in so einer Beweißmitteltüte mit einem TShirt, was es nirgends woanders zu kaufen gibt, und noch mehr so kram wie Aufkleber und Poster.
Dosenmusik: Ihr habt auch Videos von euch hochgeladen die euch im Studio zeigen. Was hat euch zu diesem Schritt bewegt eure Fans so tiefen Einblick zu gewähren?
Seb: Ich denke, dass es einige nicht nur interessant finden uns beim arbeiten zuzusehen, sondern sie wollen auch sehen wie die Stimmung war. Außerdem bekommen sie dadurch natürlich einen besseren Eindruck wie wir so als Menschen sind. Ich persönlich liebe es zu sehen wie sich ein Album entwickelt daher versuchen wir sehr viel mitzufilmen. Es gibt auch einen Tour Report von der letzten USA Tour, kann man sich alles auf YouTube ansehen!
Dosenmusik: Die Fans sind euch ja ziemlich wichtig. Wie fühlt man sich dabei wenn Leute verkleidet als Chirurgen zu euren Shows kommen? Mögt ihr überhaupt diesen "Kult" (Aborted Army) den ihr seit 2007 habt?
Seb: Naja, eine Band fällt und steht mir den Fans, ohne sie sind wir halt nun mal nicht existent. So klar sind wir sehr dankbar für ihre Unterstützung. Die "Aborted Army" ist einfach der Hammer, wir lieben diese durchgeknallten Typen. Und ich hoffe das wir eine Menge als Chirurgen verkleidete irre im Mosh Pit haben auf unserer Tour durch Europa mit Neaera.
Dosenmusik: In einigen Tagen geht es los mit der Tour durch die Staaten. Ist so was nach so langer Bandgeschichte noch immer was Besonderes oder hat man sich daran schon gewöhnt?
Seb: Nun ich komme erst zum Antworten nachdem die Tour schon fertig ist. Sie war der absolute Oberhammer! Ich liebe das touren über alles, es ist die einzige Zeit wenn ich mich wirklich am Leben fühle. Klar hast du schon eine gewissen Routine wenn du auf Tour geht's aber die braucht man auch damit alles klappt. Man sollte also schon ein wenig organisiert sein. Aber es ist immer eine geile Zeit und die Summer Slaughter Tour war bisher die beste.
Dosenmusik: Zu guter letzt welche Träume sind mit Aborted noch offen?
Seb: Noch mehr Touren, noch mehr Parties, von Aborted leben können und die Welt erobern!
Dosenmusik: Vielen Dank für die Zeit die du dir für das Interview genommen hast und viel Erfolg mit "Strychnine.213"
Seb: Danke fürs Interview.

Sven de Caluwé - vocals
Sebastien "Seb Purulator" Tuvi - guitar/backing vocals
Peter Goemaere - guitar
Sven Janssens - bass
Dan Wilding - drums

www.myspace.com/abortedmetal

Autor: CUBTB | 13.08.2008
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