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Interpret: Iamx
Titel: The Alternative
Label: Triggertra
Erschienen: 28.04.2006

Bewertung:
Autor: 15 von 15 (DonnieDarko)
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  Cover

A Night full of Inspiration
Tracklist: 01. The President
02. The Alternative
03. Nightlife
04. Lulled By Numbers
05. Song Of Imaginary Beings
06. The Negative Sex
07. Bring Me Back A dog
08. S.H.E.
09. Spit It Out
10. After every Party I Die
11. This Will Make You Love Again
Nachdem ich von einem Bekannten den ersten Song der aktuellen Scheibe gezeigt bekommen hatte wurde ich neugierig. "President" entzückte mich mit einer gelungenen Mischung aus atmosphärischer Spannung, seichten Klavier-Klängen und einer atemberaubenden Stimme des Sängers.

Nachdem ich mich ein bischen über Iamx erkundigt hatte und einige Rezensionen über "The Alternative" las war ich gespannt, wie der Rest des Albums auf mich wirken würde. Ich bestellte es ohne weitere Tracks gekannt und gehört zu haben. Im Verlaufe des ersten Hörens entzückte mich die Vielfalt der Elemente. Insbesondere die Atmosphäre der einzelnen Songs entwickelte sich zu einem prägenden Aspekt, der mich fazinierte. Die Songs sind sehr abwechslungsreich und pendeln zwischen tanzbarem elektronischen Sound und düsteren PopRock, der stellenweise sogar an Depeche Mode und Muse erinnert. Die Stimme von Chris Corner, seines Zeichen Sänger von den Sneaker Pimps, fügt den Kompositionen allerdings eine ganz indivudelle Note bei und drückt einen markanten Stempel auf, mit dem ein Garant für eine Wiedererkennung geschaffen wird.

Song Nummer Zwei 'The Alternative' gehört bereits zu den hochklassigsten Tracks des Albums. Mit einem elektronischen Beat beginnend steigert sich der Song in seinem Verlauf kontinuierlich, eher er dann in seinen persönlichen Zenit in Form des Refrains ufert. Die folgenden vier Nummern spiegelen den stark elektronisch fixierten Teil des Albums wieder. Man verspührt gerade zu den Charme von kleinen verrauchten Nachtclubs, irgendwo in einer Großstadt, die einem nahezu zwanghaft in die Vorstellung eingehämmert werden. Schliesst man die Augen, so kann man sich vorstellen, dass man sich Mitten in einer vibrierenden Masse befindet, die zu diesen sphärischen Klängen die Nacht zum Tage macht und wie in Extase zu der Musik harmoniert und tanzt. Allerdings muss hier deutlich gemacht werden, dass es sich nicht um industrielle Klänge geschweige den Techno-Allüren handelt. Alles hat die Komponente von elektronischen IndiePop.

Ab Song Nummer Acht beginnt eine neue Phase des Albums. Eine melancholischere, eine melodischere und depressivere Stimmung begleiten nun die musikalichen Momente noch stärker und prägender. Auch die düsteren Klavier Klänge werden ab dieser Hälfte des Albums vermehrt eingesetzt und verzaubern den Hörer mit nahezu hypnotischen Melodien. Gerade bei diesen Songs wird das Ausnahmepotenzial von Chris Corners Stimme mehr als deutlich.

Mit "Spit it Out" folgt nun mein persönliches Highlight von "The Alternative". Man kann diesen Track am besten beschreiben, in dem man ihm den Charakter einer Aufbruchstimmung zugesteht. Die zutiefst trauriegen Lyrics spiegeln die emotionalen Elemente wieder, die duch diesen Song transportiert werden. Musikalich, von der Songstruktur und dem Arrangement her könnte man diesen Song teilweise mit Bands wie Dredg oder sogar Coldplay vergleichen. Hinzu kommt allerdings abermals der düstere elektronische Sound und die Stimme des Protagonisten, die den Song zu einem Stück Individualität machen.

"After Every Party I Die" geht wieder ein Stück in Richtung von tanzbarer Disco Musik. Allerdings verliert der starre Beat,der zu Beginn des Songs noch prägend ist, im Verlaufe der steigenden Spannungskurve an Bedeutung und wird mit dem Beginn des Refrains zur Nebensache. Dieser bezaubert den Hörer abermals und verleitet zum Augenschliessen und Träumen. Hierzu trägt nicht minder "Sue Denim" bei, die Chris Corner bei besagten Song im Refrain unterstützt. Ein Duett, das zu entzücken weiß!

"This Will make you love again" könnte man als die Offenbarung des gesamten Kunstwerks bezeichen. Rein orchestral, nur in Form von einem Klavier beginnt der Song sehr depressiv und düster ehe der Refrain einem das berüchtigte Gänsehaut-Feeling verleiht und man ab diesem Zeitpunkt nur nur noch staunen kann. Nachdem einen die Worte fehlen bleibt nur noch die Möglichkeit und die Pflicht diesen Song und den damit perfekten Abschluss des Albums zu geniessen.

Somit will festgehalten sein, dass Iamx zweites Werk nach "Kiss and Swallow" von 2004 sicherlich neben dem neuen Album von Muse zu den besten und wichtigsten Alben des Jahres 2006 hört. Man kann nur hoffen, dass Ausnahmekünstler Chris Corner uns auch in Zukunft mit solchen Ergüssen beglückt und ihn auch weiterhin Dinge wie "Seeliche Vergewaltigung", "Schlaflosigkeit" oder auch die Stadt "Berlin" eine Inspiration bieten.
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