cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Underoath
Titel: Define The Great Line
Label: Solid State
Erschienen: 16.06.2006

Bewertung:
Autor: 15 von 15 (dose)
Leser: 14 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Rauher, ungestümer und unberechenbarer
Tracklist: 01. In Regards to Myself
02. A Moment Suspended in Time
03. There Could Be Nothing After This
04. You're Ever So Inviting
05. Salmamir
06. Returning Empty Handed
07. Casting Such a Thin Shadow
08. Moving for the Sake of Motion
09. Writing on the Walls
10. Everyone Looks So Good from Here
11. To Whom It May Concern
Nachdem Underoath mit "When The Sun Sleeps" schon auf ihrem vorletzten Album einen ersten Disco-Hit verzeichnen konnten, gelang der eigentliche Durchbruch mit "They Are Only Chasing Safety", mit dem sie zu einer der bestverkaufendsten Bands des Labels Solid State wurden und alleine in den USA 450.000 Einheiten verkauften. Entsprechend lang erwartet und heiß ersehnt ist das neue Album der Band, das nun unter dem Titel "Define The Great Line" veröffentlicht wird und vor allem eins beweist: Kommerzieller Erfolg bedeutet nicht zwangsläufig, dass man massenkompatiblere Musik schreiben muss.

"Define The Great Line" hätte es werden können, der nächste Schritt hin zu popigeren und seichteren und damit sicherlich sich besser verkaufenden Kompositionen, aber das wäre zu einfach. Die Querköpfe von Underoath machen all denen, die sich auf eine popigere und vielleicht punkigere Variante der band gefreut haben, einen Strich durch die Rechnung. "Define The Great Line" geht einen deutlichen Schritt zurück und kombiniert die weiter ausgebauten Songwriterfähigkeiten von "They Are Only Chasing Safety" mit dem rauheren Charme der ersten Alben. Hinzu kommt, dass sich die Band weiter von klaren und einfach verständlichen Kompositionen verabschiedet und eher in Richtuzng von Every Time I Die plötzliche und unvermutete Breaks einbaut.

Das neue Album ist damit rauher, ungestümer und unberechenbarer als "They Are Only Chasing Safety" und durch den Mut zu einem Schritt zurück ein großer Sprung nach vorne. Der Band ist es gelungen, einen tick düsterer und verwirrter zu werden und man fragt sich, wie das ansonsten fröhliche Auftreten der Band mit dieser zerreißenden und oft schmerzerfüllten Musik zusammen passt. Der aktuelle Sänger Spencer Chamberlain stieß mitten in den Aufnahmen des letzten Albums zur Band und hatte damit wenig Einfluss auf die Songs des letzten Albums. Bei "Define The Great Line" ist er fester Bestandteil der Band und hat sich damit deutlich eingebracht in die neuen Songs. Wenn es ihm zu verdanken ist, dass die Band weiterhin an ihrem rohen Charme gearbeitet hat, dann war der Wechsel genau zum richtigen Zeitpunkt der Band. Das tiefe Geschrei des Schlagzeugers und der noch besser gewordenen Gesang von Chamberlain sind weiterhin charakteristisch und noch eine ganze Ecke vielfältiger geworden.

Das noch düsterer gewordene Keyboard-Spiel fügt sich mit spärischen Elementen wie in dem traurigen "Salmamir" gut ein und damit ist "Define The Great Line" ein Album für die Fans der ersten Stunde aber auch für alle, die sich auf gut gemachten Emo mit Ecken und Kanten freuen. Natürlich fehlt dabei nie der Sinn für packende Melodien. Und wenn man Songs wie "You're Ever So Inviting" nimmt, dann wird hier deutlich, dass - so unglaublich es klingen mag - die Band sich nochmal gesteigert und entwickelt hat und dass man freudig überrascht sein kann über das, was die Band abgeliefert hat. Auch wenn man viel erwartet hat, diese Vielfältigkeit und trotzdem vorhandenen Stil- und Bandtreue war nicht zu erwarten. Ein großartiges Album, das die Band weiter nach vorne bringen wird und das Emo(core) der obersten Liga bietet, ohne sich dabei anzubiedern.
Ähnliche Band: From Autumn To Ashes
Weitere vergleichbare Bands: Thursday, Hopesfall, Every Time I Die
 
meinungen zu der veröffentlichung
25.10.2006 | 10:21 Uhr | coney: 13 Punkte es hat eine ganze weile gedauert, aber dieses teil ist ein "grower"!! 13 punkte! und ich freu mich riesig auf taste of chaos!

24.08.2006 | 18:48 Uhr | c4stor: keine Wertung lohnt sich die dvd?

23.08.2006 | 16:08 Uhr | burni: 15 Punkte Also jetzt nachdem ich das album ca 100mal durchgehört habe, gebe ich ihm auch 15 Punkte!!!

30.07.2006 | 10:49 Uhr | D_S: 15 Punkte habe garnicht mitbekommen dass es eine edition mit dvd gibt...
als ich die bei saturn sah dachte ich "wie, mit bonus dvd???!!!"

direkt mitgenommen!

25.07.2006 | 09:16 Uhr | burni: 15 Punkte Ich find "To Whom It May Concern" eigentlich am tollsten :)

24.07.2006 | 19:35 Uhr | sop_yannick: 14 Punkte ich persönlich finde "writing on the walls" am geilsten...ordentlich dampf dahinter!

24.07.2006 | 18:20 Uhr | jetsetradio: 12 Punkte Ist auch mit "Regards to Myself" mein Liebling auf der Scheibe. Die eröffnende Zeile "The Time has come for you, to sit this out" ist das brutalste das ich seit langer Zeit gehört habe.

24.07.2006 | 08:29 Uhr | dose: 15 Punkte @ jetsetradio: na also ;-) und die single "You're Ever So Inviting" kam überraschend gut an am samstag... fein das...

20.07.2006 | 23:42 Uhr | jetsetradio: 12 Punkte Aus _oberflächlicher_ Sicht gesehen ist laute Musik "unchristlich". Ich halt von solchen Klischees eigentlich auch nix.

Klar dürfen Underoath zu ihrer Religion stehen wie sie wollen, aber aus subjektiver Sicht (=als relativ stark ungläubiger Mensch, mit kritischem Blick auf die Kirche) finde ich es etwas anbiedernd, wenn man sowas in jedem zweiten Song ausdrücken muss. Aber bei Underoath isses eh nicht so schlimm, es gibt da gewiss krassere Beispiele.

Und zur Platte nochmal: ich hab mich bei meiner ersten Einschätzung völlig vertan und war wohl nicht gerade in bester Laune... denn mittlerweile, nach sehr viel mehr Durchgängen find ich Define richtig hervorragend. Auf jeden Fall die beste Screamo-Emo-Platte des Jahres.

20.07.2006 | 17:05 Uhr | dose: 15 Punkte wie dominant die religion im leben eines gläubigen ist, das sollte man doch ihnen selbst überlassen und dass laute musik unchristlich ist, das ist doch totaler quatsch...

20.07.2006 | 15:07 Uhr | Worscht: keine Wertung kann allgemein mit dieser art von musik nicht sehr viel anfangen. aber nochmal zu jetsetradio: warum sollen christen keine harte musik machen dürfen, wenn sie sie mögen? und natürlich ist die religion dominanter lebensaspekt wenn man gläubig ist, weil man danach sein leben ausrichtet!

zu underoath: lieber "Cries Of Past" hören :)

19.07.2006 | 14:59 Uhr | burni: 15 Punkte Sehr sehr gewöhnungsbedürftig das album, aber auf jeden fall richtig gut! 13 punkte...!

19.07.2006 | 14:59 Uhr | burni: 15 Punkte Sehr sehr gewöhnungsbedürftig das album, aber auf jeden fall richtig gut! 13 punkte...!

01.07.2006 | 03:37 Uhr | jetsetradio: 12 Punkte Und was ich eigentlich sagen wollte: 15 Punkte kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich muss gleich sagen, dass ich mit Underoath noch nie so richtig warm geworden bin (rein musikalisch, hat nix mit Religion zu tun)... aber dieser "Screamo-Emo" oder wie man es auch immer nennen mag ist langsam wirklich ausgeleiert. Ohne jeden Zweifel haben es Underoath drauf, grad der Gesang ist sehr professionell im Vergleich zu vergleichbaren Bands. Aber diese zuckersüßen Gesangslinien oder die bösen Shouts hat man als Genrefan nun schon millionenfach gehört. Und rein musikalisch gehen mir etwas die Grooves und die Breaks ab. Das machen Beloved oder frühere Hopesfall besser. Wie auch immer, finds einfach nur komisch, dass ich die wohl beste Screamo-Emo-Platte des Jahres (zmdst. der Wertung nach zu urteilen) völlig durchschnittlich finde und das obwohl ich das Genre eigentlich mag. Ich fand zuletzt aber auch schon Sachen wie From First to Last, Crash my Deville oder Atreyu ziemlich horrend. Abgesehen davon find Define zumindest aufregender als den relativ schnarchigen Vorgänger. Naja, mal noch öfter hören.

01.07.2006 | 03:28 Uhr | jetsetradio: 12 Punkte Geht mir komplett gleich. Ich riech da auch immer sowas wie ne "Masche" dahinter. Warum macht eine christliche Band denn "unchristliche", also laute, Musik? Ist ja gut und recht wenn die Band gläubig ist, aber deswegen muss man den Glauben ja nicht in jedem Song miteinbringen, denn SO domininant ist die Religion nicht mal im Leben eines Gläubigen.

28.06.2006 | 11:35 Uhr | Fubuki: keine Wertung das war rein subjektiv. ich stehe religion sehr skeptisch gegenüber und wenn eine band so stark für christlichen glauben einsteht dann richtet sie sich gegen meine ansichten und ich kann sie nicht gut heißen.

28.06.2006 | 08:39 Uhr | dosenmusik: keine Wertung ich weiß auch nicht was daran schlimm sein soll zu seinem glauben zu stehen und ihn auch in der musik zu vertreten...

28.06.2006 | 00:36 Uhr | KK: keine Wertung vielleicht bin ich schlecht informiert darüber, wie das propagiert wird und warum das ein problem sein sollte. ansonsten kann ich eine band mit so guter musik erstmal nicht schlecht heißen ;-)

27.06.2006 | 23:57 Uhr | Fubuki: keine Wertung ich kann eine band die ihren glauben so propagiert nicht gut heißen

27.06.2006 | 23:44 Uhr | KK: keine Wertung hab sie incl. dvd und gratis-shirt bestellt aber warte auch noch sehnsüchtig auf die lieferung ...

23.06.2006 | 08:23 Uhr | dose: 15 Punkte ich habs in den staaten als ltd. mit limitierter bonus 7" bestellt. verschickt wurde es schon, angekommen ist es noch nicht.

22.06.2006 | 20:08 Uhr | Sid: keine Wertung scheiss amazon. immernoch nicht da.

19.06.2006 | 14:40 Uhr | Padraic: 15 Punkte Haaaaammeralbum, 15 Punkte, mir war Underoath lange zeit zu schwierig und chaotisch, hab mich nicht viel damit beschäftigt, aber seit ein paar Monaten steck ich drin und ... wow

18.06.2006 | 18:14 Uhr | pauli: keine Wertung im müller fü 16,49 gekauft ;)
album ist für mich noch gewöhnungsbedürftig. muss es anscheinend noch öfters durchhören.

16.06.2006 | 21:09 Uhr | c4stor: keine Wertung habs mir heute in nem laden durchgehört, tolles album....wärs nich so teuer gewesen, hätt ich's gleich mitgenommen (17,99€ is echt zu teuer für ne cd)....mal bei ebay schaun'

11.06.2006 | 00:11 Uhr | Sid: keine Wertung ich freu mich riesig drauf. hab noch nichts gehört, aber schon bestellt.

02.06.2006 | 14:25 Uhr | sop_yannick: 14 Punkte ich finds einfach nur noch geil....auch wenn mir manchmal in gewissen momenten gerade diese konsequenz fehlt, eine dieser wundervollen melodien länger und mit mehr drive und gradlinigkeit durchzuziehen....ansonsten echt genial. 14 Punkte

24.05.2006 | 19:03 Uhr | Worscht: keine Wertung mein letzter hoffnungsschimmer bzgl. underoath ist gestorben, und das album nicht runterzuziehen erspare ich mir meine meinung.

24.05.2006 | 14:09 Uhr | JohnMcClane: 15 Punkte Ich hab nun mal reingehört und muss sagen...
Wahnsinns-album! Großer Respekt.
Knallt echt richtig rein!

23.05.2006 | 15:48 Uhr | dose: 15 Punkte @ bogomil - dann solltest du dir alle reviews angucken, da haben einige auch 6 und 7 punkte bekommen und es gab auch schon noch schlechteres... und - wenn du es anders machen würdest, dann schreib du halt auch reviews :-P

23.05.2006 | 15:32 Uhr | Bogomil: 15 Punkte ihr braucht doch eh nur die 12, 13, 14, 15 .... den rest könntet ihr doch abschaffen ;-)

23.05.2006 | 11:25 Uhr | dose: 15 Punkte das letzte album bekoam bei mir 14 punkte - und das hier finde ich noch besser... bleiben nur noch 15 punkte ;)

23.05.2006 | 11:14 Uhr | Trueside_Eric: 13 Punkte gutes review und gute scheibe, aber 15 punkte finde ich ein bisschen hochgegriffen.

23.05.2006 | 11:00 Uhr | andi: 15 Punkte was ich noch sagen will : hat wenig mit der neuen fata zu tun..eher mit der alten+norma jean einschläge...

23.05.2006 | 10:59 Uhr | andi: 15 Punkte hab bisher nur die ungemasterte version--äh--bekommen, abe rauch die wäre mir schon 15 punkte wert.
einfach unglaublich was aus derr band geworden is...düster,drückend teils verstörend..dennoch teilweise einfühlsam und traurig...

sehr gutes teil und mein cd 2006 bis jetzt.

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