cd-reviews
Interpret: Taking Back Sunday
Titel: Louder Now
Label: Warner Music
Erschienen: 28.04.2006

Bewertung:
Autor: 13 von 15 (dose)
Leser: 11 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Der Retter des Genres
Tracklist: 01. What's it feel like to be a ghost?
02. Liar (it takes one to know one)
03. Make damn sure
04. Up against (blackout)
05. My blue heaven
06. Twenty-twenty surgery
07. Spin
08. Divine intervention
09. Miami
10. Error: Operator
11. I'll let you live
Auch wenn Taking Back Sunday nicht die Begründer und Wegbereiter der Musikrichtung Emo sind, da waren andere Bands vorher da, sind sie trotzdem wohl die mittlerweile bekannteste und beste Beispielband für dieses Genre. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Band nun ihr neues Album "Louder Now" auf einem Major Label veröffentlichen? Und kann eine Band, die als Beispielband für ein gebeuteltes und überlaufenes Genre herhalten muss und dann auch noch auf ein Major-Label wechselt noch ein interessantes Album abliefern? Überraschend, aber ja - offensichtlich schon. Denn auf "Louder Now" haben Taking Back Sunday im Rahmen ihrer Möglichkeiten und ihres musikalischen Rahmens alles richtig gemacht.

Die Band waurde nach einem recht erfolgreiches Debüt und von einigen LineUp Wechseln gebeutelt und hat ein zweites Album veröffentlicht, das nicht schlecht, aber auch nicht sonderlich markant war. Nun wird mit dem dritten Album "Louder Now" wiedr alles rausgerissen, und das trotz des Wechsels auf das Major-Label Warner Music. Die Band ist sich selbst treu geblieben und hat es geschafft, eine ganze Reihe von Ohrwürmern aneinander zu reihen, die alle sowohl 100% Taking Back Sunday, als auch 100% Emo sind und die trotzdem alles andere als langweilig oder eintönig klingen. Mal punkig-fröhlich, mal ruhig und emotional und immer mit einem Gespür für Melodien, die sich direkt einfressen und nicht mehr loslassen.

Aufgeteilt in eine Seite A und eine Seite B ist der erste Teil alles in allem rockiger, flotter und damit härter und zum Ende des Albums wird es im Teil B mit Songs wie "Divine Intervention" und anderen ruhiger und nachdenklicher. "Louder Now" ist ein Album aus einem Guss, das durch den neuen Produzenten Eric Valentine, der auch schon mit Good Charlotte und Queens of The Stone Age, einen anderen und dichteren Sound bekommt, ohne aber die musikalische Leichtigkeit und Verspieltheit der Band zu überkleben. Taking Back Sunday sind als solche immer noch direkt zu erkennen und haben nun offensichtlich genau das gefunden, was sie machen wollten - zwar radiokompatible, aber dennoch nicht langweilige, ohrwurmtaugliche Sommersongs zum Teil voller Leichtigkeit, zum Teil aber auch mit einer gewissen Melancholie. Bevor man sich eine neue Emoband nach der anderen runterläd oder kauft sollte mandoch bei den wichtigen Bands des Genres bleiben und mit "Louder Now" zeigen Taking Back Sunday auch zu meiner ganz persönlichen Überraschung, was das Genre auch heute noch bieten kann, dass weder die Band, noch das Genre wirklich tot ist, dass man nur wissen muss, was man wann und wie macht.

Fazit: Taking Back Sunday sind mit "Louder Now" für mich zum Retter des Genres Emo geworden. Und auch wenn mich das Genre selbst nicht weiter sonderlich reizt - Taking Back Sunday haben wieder Salz in die Suppe geschüttet, haben bewiesen, dass ein Wechsel zu einem Major nicht immer das Schlechteste ist und dass man mit dem nötigen Gespür eben auch in einem überlaufenden Fass noch schöne schillernde Perlen entstehen lassen kann.
Ähnliche Band: Jimmy Eat World
Weitere vergleichbare Bands: Brand New, Fall Out Boy
 
meinungen zu der veröffentlichung
27.07.2006 | 06:51 Uhr | sop_yannick: 13 Punkte ich halte sehr viel von der platte, da man hier mal sieht, dass sich emo- bands nicht immer hin zu belanglosem gejaule und "wäääh, meine freundin hat schluss gemacht und es tut sooo weh"- pseudo- schwarzmalerei hin entwickeln müssen, sondern genau so gut ihre hasslieben und enttäuschten hoffnungen(was ein schmalz ich schreib...) mit viel schwarzem humor und einer prise leichtigkeit ausdrücken können. und das liebe ich an dieser band im allgemeinen und an dieser platte speziell.

26.07.2006 | 23:17 Uhr | jetsetradio: 8 Punkte Oder besser gesagt die Entwicklung von "anderen Emobands", denn ein richtiger Vergleich sind/waren Thrice und Thursday ja nie.

26.07.2006 | 23:15 Uhr | jetsetradio: 8 Punkte OK, da bin ich jetzt anderer Meinung. Für mich hat das Ganze mit "Emo" im eigentlichen Sinne nicht mehr viel zu tun. Vielleicht haben sich TBS nach dem drei (doch recht ähnlichen) Alben für mich ausgereizt, aber so glatt, poppig und berechenbar klangen TBS noch nie. Selbst der Doppelgesang der auf den Vorgängern noch so herrlich und absolut top notch war kann mich hier nicht mehr so begeistern, weils eben früher emotionaler, intensiver und rauher klang. Es gibt zwar ein paar richtige Highlights wie Spin oder Make damn sure, aber dafür auch überraschend viele käsige Songs. Ich kann da leider nicht mehr als 8 Punkte geben. Vielleicht liegts wirklich dran, dass sich TBS ausgereizt haben, aber wenn man die Entwicklungen von vergleichbaren Bands wie Thursday, Thrice oder Finch sieht, treten TBS doch ziemlich auf der Stelle... derzeit gibts echt zig bessere Emobands, die diesem Begriff auch noch eher gerecht werden.

18.07.2006 | 13:07 Uhr | STE: 14 Punkte gefällt mir ein kleines bisschen besser als where you want to be.

26.04.2006 | 09:40 Uhr | dose: 13 Punkte ich höre ohenhin wenig emo und wenn ich eine emo-platte viel hören würde, dann wäre es wahrscheinlich diese ;)

25.04.2006 | 19:07 Uhr | theo b: 10 Punkte @dose: okey, das mit thursday...:)

und klar, meinungen sind verschieden..ich glaub nur nich dass due die palatte lange hörst.
und besser als hawthorne ist tbs sowieso.

25.04.2006 | 14:34 Uhr | jetsetradio: 8 Punkte Retter des Emos sind für mich Silent Drive. Die schaffen es 90er-Emo-Feeling mit modernen Seiten zu verbinden.
TBS sind aber auf jeden Fall keine schlechte Band, zumindest viel aufregender als Durchschnittscombos wie Hawthorne Heights die in Amiland abgefeiert werden wie nix.

25.04.2006 | 13:06 Uhr | dose: 13 Punkte tja - geschmäcker sind verschieden und ich habe der full collapse keine 10 punkte gegeben, ich habe den review ja nicht mal geschrieben ;) und im vergleich zu dem, was ich kenne und aktuell von emo-bands gehört habe, finde ich das album eben sehr sommertauglich und damit für mich 13 punkte wert... thursday ist ein anderes kaliber und die bekommen bei mir auch 13 punkte - aber thursday sind eine ecke eckiger und rauher - emocore während tbs emo machen... für meinen geschmack.

25.04.2006 | 12:33 Uhr | theo b: 10 Punkte Nein, stimme dir nicht zu. diese platte is maximal 10/15 wert. Die ersten drei Songs sowie "Spin" und "Error Operator" sind gut, der Rest wird sehr schnell langweilig.
Retter des Genres Emo?
Das sagt einer, der Full Collapse 10 Punkte gegeben hat.

Hör dir lieber mal die neue Moneen ("The Red Tree") an.
Das is "New Emo" wie er sein muss. Dynamisch und gefühlvoll. :)

Neue Thursday ist garantiert auch besser als die TBS hier, an der mich besonders die Refrains stören. Die Strophen sind meistens echt gut, aber die Refrains sind sehr einfallslos. "Miami, Miami...." oder "Liar (Liar)..."

Naja, Fazit: ganz schöne Sommerplatte, aber echt keine 13 Punkte wert. Kurze Halbwertszeit.

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