cd-reviews
Interpret: Waltari
Titel: Blood Sample
Label: Dockyard 1
Erschienen: 21.04.2006

Bewertung:
Autor: 12 von 15 (dose)
Leser: 8 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

So überraschend kann Musik einer einzigen Band sein
Tracklist: 01. Helsinki
02. Not Enough
03. Too Much Emptiness
04. Never
05. New York
06. I`m In Pain
07. All Roads Will Lead To Rome
08. Digging Inside
09. Fly Into The Light
10. Shades To Grace
11. Aching Eyes
12. Back To The Audio
13. Pigeons
14. Exterminator Warheads
15. Darling Boy
16. Wide Awake
17. Julia
Unglaublich aber wahr - die durchgeknallten Finnen Waltari beweisen alleine mit ihrem 20jährigen Bandbestehen, dass man ruhig experimentierfreudig sein kann, ohne gleich in der Versenkung zu verschwinden. 20 Jahre Waltari bedeutet deswegen lange nicht, dass die Band 20 Jahre das Gleiche gemacht hat, im Gegenteil. Bekannt für ihre Experimente hat sich die Band sogar getraut, das Klassik-Death-Metal-Projekt "Yeah! Yeah! Die! Die! Death Metal Symphony In Deep C" auf CD zu bannen und sogar eine Grindcore-Oper "Evangelicum" aufzuführen. "0 Jahre Waltari bedeutet also - 20 Jahre einer Band voller Überraschungen und das Jubiläum wird nun gefeiert mit dem Album "Blood Sample", das keine Best-Of ist, aber trotzdem einen Überblick über das bietet, was und wie Waltari so gesponnen haben. Der einzige rote Faden, der sich also durch die 17 Songs zieht, das ist die Band selbst, die hier nochmal alle Register zieht und jeder ihrer Ideen in unterschiedlichen musikalischen Gewändern in From von mindestens einem Song Tribut zollt.

So gibt es "Thrashiges", das an Songs wie "So fine!" erinnert, es gibt rockiges, das an die letzten beiden Alben der Band erinnert. Moderner und leicht industrial-mäßig wird es bei Digging Inside, das fast schon an Nine Inch Nails erinnert und Songs wie "Not Enough" oder "Never" und "I'm In Pain" rocken auch in cooler Waltari-Manier. Es darf sogar gerappt werden im Break-Beat Song "Back To The Audio" und bei "Big Bang" wird es noch schräger für eine Rockband. Waltari waren 20 Jahre nicht langweilig und "Blood Sample" als Abbild dieser ungewöhnlichen Karriere ist ebenso abwechlsungsreich und voller Überraschungen, imme rmit viel Spaß an Musik an sich und ohne sich kategorisieren zu lassen. Mit "Aching Eyes" wird in die Goth Rock Schiene geblinzelt, Die Band ist sich dabei nicht zu schade, das Beatles-Cover "Julia" zum Abschluss auf die CD zu packen und auch die MidTempo Nummer "Shades To Grace" und das um so schnellere "All Roads Will Lead To Rome" und das Geknüppel "Exterminator Warheads" wissen auf ihre ganz eigene Art und Weise zu überzeugen. Ein Song wie "Darling Boy" könnte dabei auch eine ruhigere Nummer vom Querkopf Mike Patton sein.

Es wird wohl so sein, dass es viele Fans von Waltari und damit viele Fans ihrer Experimentierfreude und Freunde von stetigen Überraschungen zu geben, sonst gäbe es Waltari wohl schon länger nicht mehr. Diese Fans werden alle begeistert sein von dem Album, das nicht nur ein musikalischer Querschnitt durch die Bandgeschichte in Form neuer Songs bietet, sondern das dabei mit jedem Song wieder einen Tick mehr Hit-Potential abliefert. Wer sich allerdings pro CD auf einen Stil einlassen will, der wird sicherlich mit "Blood Sample" nichts anfangen können. Eine Gruppe grandioser Querköpfe hat mal wieder zugeschlagen - so überraschend und dabei trotzdem erfolgreich kann Musik einer einzigen Band sein!
Ähnliche Band: Mike Patton
Weitere vergleichbare Bands: Clawfinger, 69 Eyes, Helloween
 
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