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Interpret: Caliban
Titel: I Am Nemesis
Label: Century Media Records
Erschienen: 03.02.2012

Bewertung:
Autor: 11 von 15 (dose)
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  Cover

Metalcore again
Tracklist: 01. We Are The Many
02. The Bogeyman
03. Memorial #
04. No Tomorrow
05. Edge Of Black
06. Davy Jones
07. Deadly Dream
08. Open Letter
09. Dein R3.Ich
10. Broadcast To Damnation
11. This Oath #
12. Modern Warfare #
Wenn man nach erfolgreichen deutschen Bands der härteren Gangart guckt, dann kommt man an Caliban nicht vorbei. Die Band begann im Hardcore-Bereich und hat irgendwann festgestellt, dass Metalcore einer breiteren Masse zugänglich war oder ist und auch wenn die musikalische Anlehnung an Bands wie Killswitch Engage oder As I Lay Dying ihnen nicht nur Freunde gemacht hat, hat es doch für steigende Popularität gesorgt.

Die Hochzeit von Caliban war dennoch gefühlt irgendwie vorbei und nach einem durchwachsenen letzten Album, das etwas zu bemüht wuchtiger zu krachen versuchte als die vorherigen Alben, klingt „I Am Nemesis“ zwar nicht unbedingt eigenständiger, aber eben wieder flüssiger, direkter und – im positivsten Sinne des Wortes – fast schon unüberlegter. Caliban gelingt es erneut, einen Ohrwurm nach dem anderen aus dem Ärmel zu schütteln und an wuchtigen Breakdowns und Mosh-Parts fehlt es wiedermal ganz und gar nicht. Sicherlich – in der „Szene“ ist es schon lange nicht mehr cool, Caliban zu mögen und am Ende ist das das größte Problem, mit dem die Ruhrpottler zu kämpfen haben. Aber unterm Strich verstehen sie trotz manchmal vielleicht zu intensiv eingesetztem Keyboard, ordentlich Druck nach vorne aufzumachen. Manko der Band bleibt der cleane Gesang, der gerade live oft unsauber daher kommt – was liegt also näher, als sich Unterstützung gerade in den Vocals zu holen und so scharen Caliban diesmal Unterstützer aus den Lagern Heaven Shall Burn, Suicide Silence und As Blood Runs Black um sich.

Wenn man nun das letzte Album „Say Hello To Tragedy“ und das nun vorliegende „I Am Nemesis“ nebeneinander legen würde, dann stellt das letzte Album die Vorbereitung zu dem vollkommeneren „I Am Nemesis“ dar. Wucht, Wut, Druck und leider immer noch an der einen oder anderen Stelle zu deutlich durchblitzendes Kalkül zeichnen die Songs aus. Es passt alles ein Stückchen besser zusammen und so rotzen und ballern Caliban mit dichtestem Druck nach vorne. Nein, vielleicht ist es nicht cool, die Musik von Caliban zu mögen und auch wenn sie sich den einen oder anderen Breakdown von Parkway Drive abgucken, machen sie (glücklicherweise) den Schritt zu den totalen Frickelbands nicht mit. Rein musikalisch gesehen ist „I Am Nemesis“ ein modernes Vorzeige-Metalcore-Album, das gut reingeht und dann wie eine Bombe explodiert (und die Krankenschwester für die Pflege hinterher ist melodisch gleich mit an Board). Die Überraschungsmomente fehlen, deswegen gibt es nicht mehr Punkte.
Ähnliche Band: Parkway Drive
Weitere vergleichbare Bands: Killswitch Engage
 
meinungen zu der veröffentlichung
14.02.2012 | 16:15 Uhr | dose: 11 Punkte Platz 21 der deutschen Charts ;)

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