cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Silverstein
Titel: Short Songs
Label: Hopeless Records
Erschienen: 17.02.2012

Bewertung:
Autor: 15 von 15 (dose)
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  Cover

22mal draufgehauen
Tracklist: 01. Sick As Your Secrets
02. Sin & Redemption
03. Sos
04. Brookfield
05. La Marseillaise
06. World On Fire
07. Sleep Around
08. My Miserable Life
09. Truth & Temptation
10. One Last Dance
11. See Ya Bill
12. Short Songs (dead Kennedys) (ft. Tim Mcilrath, Scott Wade, Chris Hannah, Paul Rousseau, Jimmy Stadt U.a.)
13. 236 E. Broadway (gob)
14. Good Intentions (gorilla Biscuits)
15. Destination: Blood! (orchid)
16. Coffee Mug (descendents)
17. Xon Our Kneesx (the Swarm) (ft. Liam Corner)
18. Scenes From Parisian Life (the Promise Ring)
19. It's My Job To Keep Punk Rock Elite (nofx)
20. Quit Your Job (chixdiggit)
21. The Ballad Of Wilhelm Fink (green Day)
22. You Gotta Stay Positive (good Clean Fun)
Silverstein gibt es nun schon mehr als 10 Jahre und in der Zeit haben sie sich nicht nur eine treue Anhängerschaft erspielt, sondern sind Aushängeschild für ein bestimmtes Genre, das eine gewisse Zeit mal als Emo tituliert wurde. Dass Silverstein aber mehr sind als weinerlicher Punk mit einer gewissen harten Note beweisen sie nicht zuletzt auch mit ihrem Album „Short Songs“.

Der Name ist Programm: 22 wirklich kurze Songs finden sich auf dem Album und neben eigenen Songs gibt es eine ganze Reihe knackiger Cover-Versionen zu hören. Das Gute an dem Album (und das deckt sich mit ihrem letzten Album „Rescue“) – die Kanadier besinnen sich ihrer Wurzeln und geben abgesehen von wenigen Momenten ordentlich Gas und bauen ungewöhnlich viel punkig-rotzigen Druck auf. Und als Fan der ersten Stunde will man verzückt schreien: Sie können es doch noch! Es finden sich noch cleane Vocals, davon aber weit weniger als für Silverstein üblich und der größere Fokus auf Geschrei steht den Songs gut zu Gesicht.

Mit Post Hardcore stehen die Zeichen der 11 eigenen neuen Songs auf Sturm aber auch die Coverversionen können überzeugen. Und mal ganz ehrlich: bei 22 Songs mit jeweils so kurzer Spielzeit kann man kaum etwas falsch machen – diesmal geht es nicht um ausgereifte Song-Strukturen (sie sich durchaus dennoch manchmal zeigen), diesmal geht es darum, dass es knallt und zwar ordentlich. Von Hardcore-lastigen Kloppern über punkige Rocker bis hin zu kurzen balladesken Ausflügen findet sich eigentlich all das, was schon auf „Rescue“ und vor allem den älteren Alben der Band zu hören war – allerdings komprimierter und mit dem Gewicht auf Druck und nicht auf Melodie oder Pop. Silverstein wagen ein Experiment ohne dabei zu viel zu wagen und machen wieder eine gute Figur. Es macht einfach Spaß und jedes neue Album der Band ist am Ende doch wieder eine Freude, die diesmal leider trotz der 22 Songs schon nach gut 20 Minuten vorbei ist.

Übrigens sind folgende Gastmusiker auf dem Album (mehr oder weniger) zu hören: Tim McIlrath (Rise Against), Chris #2 (Anti-Flag), Scott Wade (ex-Comeback Kid), Chris Hannah (Propagandhi), Paul Rousseau (Burst & Bloom), Jimmy Stadt (Polar Bear Club), Daniel Tremblay (I Am Committing A Sin), Mike Hranica (The Devil Wears Prada), and Nick Diener (The Swellers).
Ähnliche Band: A Day To Remember
Weitere vergleichbare Bands: Senses Fail, Hand To Hand, From Autumn To Ashes
 
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