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Interpret: All Time Low
Titel: Dirty Work
Label: Geffen Records
Erschienen: 07.06.2011

Bewertung:
Autor: 6 von 15 (Hans Maulwurf)
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  Cover

Der Anfang vom Ende
Tracklist: 01. Do You Want Me (Dead?)
02. I Feel Like Dancin'
03. Forget About It
04. Guts
05. Time-Bomb
06. Just the Way I'm Not
07. Under a Paper Moon
08. Return the Favor
09. No Idea
10. Daydream Away
11. That Girl
12. Heroes
13. Get On Your Knees and Tell Me You Love Me
14. My Only One
15. Merry Xmas, Kiss My Ass
Nachdem All Time Low aus Maryland zuletzt eine ziemlich überflüssige Live-CD/DVD veröffentlichte, folgt nun das nächste reguläre Album „Dirty Work“. Und das ist: ziemlich überflüssig.

Das gilt zumindest für die dargebotene zahn- und ideenlose Pop-Rock-Mischung. Für das neue Major-Label Geffen ist die Band den richtigen Weg gegangen: Erste Chart-Platzierungen beweisen gute Verkaufszahlen. Die erreicht man nach wie vor mit nicht allzu anstrengendem musikalischem Geplänkel, Texten über Party und Jugendliebe und dem richtigen Trendbewusstsein in Sachen Outfit und Mediennutzung. Irgendwie scheint das ganze Dilemma von schwindender Bedeutung und sich füllenden Bankkonten den vier Musikern ja durchaus bewusst zu sein. Der Albumtitel „Dirty Work“ sei in Anbetracht der Problematik entstanden, die das Tourleben mit sich bringt: Fans und Erfolg weltweit und Distanz und Entbehrungen zu Hause. Damit mögen All Time Low nicht unrecht haben (und diese Meinung vertreten sie wohl auch nicht exklusiv). Sich aber über die Schattenseiten des Erfolgs zu mokieren und andererseits diesen Erfolg mit derart massentauglicher Ware zu befeuern, lässt Mitleid nur begrenzt aufkommen.

„Dirty Work“ ist ein Album, das fast ohne merkliche Höhepunkte auskommt. Das muss kein schlechtes Zeichen sein. Ist es aber dann doch, wenn das allgemeine Niveau der Songs nicht eben berauschend ist. „I Feel Like Dancin’“ ist eine berechtigte Singleauskopplung, die etwas an Wheatus’ One Hit Wonder „Teenage Dirtbag“ erinnert. „Return The Favor“ ist zwar ein waschechter Schmachtfetzen, hat aber immerhin ein paar nette Akkordfolgen sowie eine geschmeidige Hard-Rock-Gniedelgitarre im Hintergrund zu bieten. Der Rest der Songs fällt nicht negativ oder positiv auf.

Die Deluxe-Version des Albums hat noch weitere vier Songs in petto: Das flotteste Stück weit und breit ist das zweideutig betitelte „Get Down On Your Knees And Tell Me You Love Me“. Dazu gesellen sich das abscheulich käsige „My Only Love“, der mit Glockenspiel ausgestattete Sommer-Weihnachts-Hit „Merry Christmas, Kiss My Ass“ (ob es dafür den P. A.-Aufkleber gibt?) sowie eine Akustik-Version von „Time-Bomb“.

Ein Album mit so seltenen Momenten, die den Hörer aufmerksam werden lassen, braucht man eigentlich nicht. Auf der anderen Seite tut es auch nicht weh. Wahrscheinlich ist das heute die entscheidende Erfolgsformel.
Ähnliche Band: Wheatus
Weitere vergleichbare Bands: Blink-182, Third Eye Blind, Sugar Ray
 
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