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Interpret: Lady Gaga
Titel: Born This Way
Label: Universal Music
Erschienen: 23.05.2011

Bewertung:
Autor: 11 von 15 (Pinkpanterchen)
Leser: 10 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Neuerfindung - Nein. Madonna des 21. Jahrhunderts?! - Bingo.
Tracklist: 01. Marry The Night
02. Born This Way
03. Government Hooker
04. Judas
05. Americano
06. Hair
07. Scheiße
08. Bloody Mary
09. Bad Kids
10. Highway Unicorn (Road To Love)
11. Heavy Metal Lover
12. Electric Chapel
13. You And I
14. The Edge Of Glory
15. Born This Way [Jost & Naaf Remix]
Ich habe mich ja schon etwas schwer getan mit dem Zweitwerk der, als neuen Queen of Pop gehandelten, Lady Gaga. Die ersten beiden Singleauskopplungen „Born this way“ und „Judas“ taten dabei nicht unbedingt ihr Zutun. Denn als Queen of Pop erwarte ich ein bisschen mehr als abgeschmackte Madonna-Liedchen der 90er Jahre nachzuahmen, wobei „Born this way“ ganz offensichtlich im Fahrwasser von „Express yourself“ schwimmt und einem das Video zu Judas nicht zufällig an „Like a prayer“ erinnert. Ist Lady Gaga also eine Mogelpackung? Na ja nicht ganz. Sie kann eben das Rad der Popmusik auch nicht neu erfinden und so macht man eben aus Alt wieder Neu und fertig ist der Hype. Das kennt man ja.

Eines lässt sich jedoch nach Anhören der neuen Scheibe eindeutig festhalten: Die Kompositionen haben nichts mehr von der Leichtigkeit und unbeschwerten ausgelassenen Tanzmodi des Debütalbums oder dem düsteren Elektropop der EP „The Fame Monster“. Stattdessen wird dem Hörer an vielen Stellen ein Gemisch aus völlig überproduzierten, scheinbar wirr aneinander gewürfelten Konstrukten serviert, die teilweise anstrengend („Americano“, „Scheiße“) und wirr zusammengeschustert wirken. Gute Ansätze wie in "Judas", werden spätestens ab dem Refrain in Fremdschäm-Popnummern, die ganz dicht am Eurotrash-Dance Szene entlanghangeln, umgewandelt.

Andererseits versteht es Lady Gaga geschickt, Mainstreamnummern mit unkonventionellen Melodien zusammenzubringen. Denn die meisten der Tracks würden wohl, wenn nicht Lady Gaga draufstehen würde gar nicht mal so Pop-like rüberkommen. „Government Hooker“ und „Bloody Mary“ könnten auch von einer Little Boots stammen, die eine ähnliche Richtung einschlägt, aber eben bei weitem nicht so erfolgreich ist. Der gefällige Opener „Marry the night“ und die typischen Elektropop-Ohrwürmer mit Saxophoneinsatz „Hair“ und „The edge of glory“, sowie „Highway Unicorn“ und "Heavy Metal Lover" lassen nichts zu wünschen übrig.

Ich weiß nicht ob es eine geschickte Marketing-Masche von der Gaga ist ein Stück weit außergewöhnliche Arrangements mit plötzlich umschlagenden Mainstreampop-Refrains zu unterlegen. Bei einigen Songs mag das hinhauen, bei anderen fragt man sich, wie man einen anfänglich genialen Songs damit verwursten kann („Judas“, „Bad Kids“)

Fazit: Ein Langspieler über den man sich streiten kann. Lady Gaga hat ein Gespür für außergewöhnliche Melodien und weiß diese gekonnt in kommerziell erfolgreiches Songmaterial umzusetzen. Stimmlich traut sie sich mehr zu, als auf dem Debüt und für heutige Verhältnisse kommt Autotune nur geringfügig ein. Es ist eben Pop - durch und durch. Dafür kann es sich hören lassen.
Ähnliche Band: Madonna
Weitere vergleichbare Bands: Little Boots, Natalia Kills, Ke$ha, Katy Perry
 
meinungen zu der veröffentlichung
13.07.2011 | 23:28 Uhr | dose: 10 Punkte Für mich ist sie genau das gleiche Phänomen wie Madonna: ein paar durchaus gute oder interessante Pop-Songs, aber nichts, was aus meiner Sicht diesen Megahype rechtfertigt...

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