cd-reviews
Interpret: Abandoned
Titel: Thrash Note
Label: Dockyard 1
Erschienen: 17.02.2006

Bewertung:
Autor: 11 von 15 (dose)
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  Cover

Ein frischer Griff in die Mottenkiste
Tracklist: 01. The Oncoming Storm
02. Return To One
03. Take The Spell
04. Holy Terror
05. Breed Machine
06. Phoenix Rise
07. Pay The Dues
08. Demonic
09. Hell Is Home
10. You’re Going Down
11. Nightmares
Das Internet macht es möglich, dass man immer mehr Einflüssen ausgesetzt ist und immer mehr Bands - seien sie auch noch so klein und unbekannt - kennenlernt. In dieser Flut an Bands ist es schwer, sich als innovative Band zu behaupten und manche Bands gehen einen gänzlich anderen Weg: Sie besinnen sich knallhart auf ihre Wurzeln und machen Musik, die auch vor X Jahren genau so hätte entstanden sein können. Abandoned aus Darmstadt gehören ohne Frage dazu.

Wahrscheinlich ist es auch eine Frage, wie weit zurück man in die Historienkiste greift und wie modern ein alter Sound in der Gegenwart wieder ist, wie innovativ also das Ausgraben eines alten Stils ist, wie die Bewertung des Ergebnisses ausfällt. Abandoned machen ziemlich klassischen Thrash Metal der alten Schule und die Produktion von "Thrash Notes" trägt ihren Teil dazu bei, dass man sich fragt, ob die Band wirklich neue Songs aufgenommen hat, oder ob es sie schon seit 20 Jahren gibt und ob sie einfach alte Aufnahmen auf einen Silberling gepresst haben. Aber nein, "Thrash Notes" ist das Debütalbum der Darmstädter und hat alles, was man - ganz dem Albumtitel getreu, von einem Bay Area thrash Metal Album erwartet. Dieser Griff in die Mottenkiste bescherte der Band den ersten Platz beim 2005er SIMeVIL Talent-Wettbewerb und damit einen Platz auf dem Rock Hard Open Air und eben einen Vertrag mit dem Label Dockyard 1. Auch die Auftritte bei dem Wacken Open Air, dem Earthshaker Open Air und dem Thrash 'em All Festival sprechen eine deutliche Sprache und man kann sicher sein: hier bekommt man 80er-Metal irgendwo zwischen Slayer und Testament auf die Mütze und der geneigte Metalhead wird sich freuen, sowas angestaubtes frigeblasen zu bekommen. Und da mittlerweile viele Bands gerade den THrash Metal der 80er Jahre mit Slayer und ähnlichen Bands zu ihren Einflüssen zählen kann man hier bedenkenlos sagen: Innovation durch eine Reise zurück (in die Zukunft) geglückt. Wahrscheinlich würde das Album mit einer aktuelleren, fetteren und drückenderen Produktion der Idee die Authentizität nehmen - also kann man entschuldigend sagen: Auch die Produktioin ist thrashig und fügt sich damit ins Gesamtkonzept ein.

Abandoned haben die Wurzeln ausgegraben, fein säuberlich geputzt und wiederverwertet, eigene Figuren daraus geschnitzt, die aber eindeutig aus dem alten Holz sind. Manchmal tut es gut, den alten Style frisch aufgetaut wieder zu hören und die hessische Schüttelhaarfraktion von (damals und) heute hat wieder etwas, zu dem sie den Propeller kreisen lassen kann.
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