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Interpret: Matchbook Romance
Titel: Voices
Label: Epitaph
Erschienen: 10.02.2006

Bewertung:
Autor: 9 von 15 (dose)
Leser: 11 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Ein Wandel, dem die ein paar eigenen Ideen fehlen
Tracklist: 01. You can run, but we'll find you
02. Surrender
03. My mannequin can dance
04. Goody, like two shoes
05. Monsters
06. Say it like you mean it
07. Portrait
08. Singing bridges
09. Fiction
10. What a sight
11. I wish you were here
Als Matchbook Romance 2001 anfingen Musik zu machen, da war es ihr Traum, einmal von ihrer Musik leben zu können und viele Menschen damit anzusprechen. Nachdem sich ihr Debüt-Album "Stories And Alibis" über 200.000 mal verkaufte stellte sich die Frage, wie es mit der Band weitergeht. Entgegen aller Vermutungen haben Matchbook Romance ihren Stil nicht verfeinert, sondern verändert - und das deutlich. Wo musikalisch hin und wieder noch die Emorocker Matchbook Romance rausblinken, überdeckt der langezogenere Gesang das Punkige und Frische und schiebt die Band in eine Alterantive-Ecke mit ganz klaren Vorbildern.

Vorbild für den Sänger von Matchbook Romance ist offensichtlich sowohl vom Gesang, als auch vom Songwriting mittlerweile ganz offensichtlich Muse, statt irgendeine Punk- oder Hardcoreband. So klingt vor allem der Gesang nach den Vorbildern und raubt Matchbook Romance jegliche Individualität, wenn man mal davon absieht, aus welcher Ecke die Band gekommen ist. Mutig hätte man einen Wandel nennen können, wenn das Ergebnis nicht zu sehr kopiert klingen würde. Keine Frage, auf "Voices" sammeln sich einige schöne Stücke Musik, die aber allesamt auch aus der Feder von Muse hätten stammen können. Auf "Voices" finden sich viele kräftige Chords, einige Riffs, alles aber dominiert vom Gesang und auch einzelne musikalische Parts klingen nicht mehr nach den Matchbook Romance, die man kannte. So könnte "My mannequin can dance" auch eine beschwingter Bruder des Songs "New Born" von, natürlich, Muse sein. Gerade auch der ruhige Klavier-getragene Anfang klingt nicht nach Emo, nicht nach Punk, nicht nach Rock. Überhaupt ist es für "Voices" bezeichnend, dass das Album mit einem ruhigen Song beginnt, anstatt frisch loszurocken.

Wenn man mal davon absieht, dass das Album ein zu offensichtlicher Klon der populären Ideen von Muse ist, ist es der Band wohl auch dadurch gelungen, melodische, nachdenkliche, manchmal etwas zu triefende Songs zu schreiben, die gerade in ruhigeren Momenten schnell Gefühle auslösen können und das ist wohl das einzige, was an "Voices" noch Emo ist. Und da es noch ein paar Momente gibt, in denen die alten Matchbook Romance rausscheinen, und die populären Ideen von Muse durchaus gute Momente haben, ist das Urteil nicht vernichtend, dazu sind die Songs trotz Kopie zu gelungen. Hinzu kommt, dass das Album mit jedem Song etwas mehr Eingenständigkeit gewinnt, der Muse-Nachgeschmack bleibt aber dennoch haften. Auch wenn die Idee, der überlaufenden und langweiliger werdenden Schublade Emo den Rücken zuzukehren gut ist, wenn dabei nichts neues, eigenes entsteht, dann rutscht man nur von einem Kopieren ins Nächste. Wenn ich Muse hören will, dann mache ich das - also bleibt für "Voices" nur, sich die paar eigenständigeren Songs rauszupicken und zu genießen und die anderen mit einem Schulterzucken zu betrachten.
Ähnliche Band: Muse
Weitere vergleichbare Bands: Far, Taking Back Sunday, My Chemical Romance
 
meinungen zu der veröffentlichung
19.09.2006 | 00:21 Uhr | Fubuki: 7 Punkte kann dem album so gut wie nichts abgewinnen. dröge, langweilig, energielos. die einzigen tracks an denen ich gefallen gefunden habe sind "surrender" und "monsters" und die beiden klingen ja dermaßen nach chemical romance. neee, nix für mich und dabei bin ich doch so emo.

07.03.2006 | 21:03 Uhr | ALF: keine Wertung Mir irgendwie zu kantenlos...

17.02.2006 | 14:31 Uhr | theo b: 12 Punkte tja...ich finds echt gut ;)

16.02.2006 | 08:50 Uhr | dose: 9 Punkte ach ... jetzt wo ich das album im original (und nicht als so eine blöde gebrannte promo) geschickt bekommen habe, finde ichs auf einmal doch etwas besser ;)

09.02.2006 | 14:32 Uhr | dose: 9 Punkte da steht aber auch: Muse sind allgegenwärtig ... und: ich finde das album gelungen, wäre es nicht zu sehr eine kopie von genannten bands (mcr stimmt, habe ich nicht dazu geschrieben) ... die kopie ist mir aber zu krass und die eigenen ideen zu wenig, als dass ich das in dem fall besser bewerten könnte. gäbe es muse und mcr nicht, dann hätte das album wohl 13 punkte bekommen.

09.02.2006 | 13:45 Uhr | theo b: 12 Punkte nope kann dir gar net zustimmen , dose...ich find das album toll.
klnigt aber eher nach muse meets my chemical romance, ohne schreiparts natürlich...für mich is das im vergleich zum letzten album ne deutliche steigerung, das review auf plattentests.de triffts ziemlich gut.
12 punkte.

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