cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Face Tomorrow
Titel: Face Tomorrow
Label: Redfield Records
Erschienen: 25.03.2011

Bewertung:
Autor: 14 von 15 (dose)
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  Cover

Begeisternd
Tracklist: 01. All The Way
02. The Fix
03. Delirium
04. Enlighten Me
05. Snakes & Ladders
06. Move On
07. Burning Bridges
08. Dead End
09. Guardian
10. Paralusion
11. The Maze
Face Tomorrow haben es nicht leicht. Die Holländer veröffentlichen mit „Face Tomorrow“ ihr bereits viertes Album und sind bisher nie so richtig aus dem Quark gekommen, was mediale Aufmerksamkeit angeht. Dabei kann die Band schon seit dem ersten Album „For Who You Are“ – das sicherlich noch irgendwo im rockigen Emo zu Hause war – großartige Musik schreiben. Emotional, ehrlich, bodenständig und in der Regel recht melancholisch gehen die Holländer um den Sänger mit der großartigen Stimme Jelle schon immer vor und haben sich im Laufe der folgenden Alben „The Closer You Get“ und „In The Dark“ vor Allem in Sachen Songwriting immer weiter entwickelt. Nachdem die ersten beiden Alben über „Reflections Records“ auch hierzulande zumindest zu bekommen war, wurde „In The Dark“ nur bei Excelsior Recordings in ihrer Heimat veröffentlicht. Mit Redfield Records ist jetzt auch ein deutsches Label mit im Boot, das das neueste Album „Face Tomorrow“ veröffentlicht.

Endlich also kann man ein Album von Face Tomorrow auch in unseren Breitengraden problemlos bekommen und „Face Tomorrow“ ist ein gutes Album, um die Band kennenzulernen (ebenso, wie es ein gutes Album ist, um sich weiter über die tolle Musik dieser Band zu freuen). Emotional geht es einen Tick weniger melancholisch zu, auch wenn die Stimme natürlich weiterhin hält, was sie seit vielen Songs und Live-Shows versprochen hat. Auch hier bewegt sich die Band in Nuancen und so knüpfen die Songs in Sachen Melodieführung und nicht immer ganz glatten Rhythmen nahtlos an die Vorgänger an. Vielleicht orientiert sich das Album streckenweise eher an „The Closer You Get“, baut aber stärker auf eine rockige Note, die Muse-ähnliche Auswüchse in Sachen Stadionrock nicht nur zulassen, sondern lückenlos eingliedern in das Gesamtwerk und gerade diese Songs wie „Delirium“ oder „Burning Bridges“ lassen größeres ahnen, als man es bisher bei der Band für möglich hielt. Face Tomorrow sind gereift, sie haben große Songs geschrieben und bleiben dabei die freundlichen, nachdenklichen, intensiven und oft immer noch traurigen Holländer von nebenan und gerade das macht sie so sympathisch. Zwischen intensiver Melancholie und leichtfüßiger Radiotauglichkeit gibt es ein Spannungsfeld, das es in sich hat.

Nachdem der Vorgänger „In The Dark“ gerade im Vergleich zu „Face Tomorrow“ ein bisschen struktur- und zielloser klang, gibt es auf Album Nummer vier fast alles, was ein wirklich großartiges Indie-Rock-Album mit Stadionflair und Bodenhaftung braucht, vielleicht ist es schlichtweg der eine Hit, der hier noch fehlt, aber fehlt das wirklich? Wenn man Songs wie das fast schon optimistisch klingende „The Fix“, den emotionalen Stadionrocker „Delirium“, das zurückhaltendere „Move On“ oder das eingängige ohrwurmmäßige „Burning Bridges“ hört, dann fragt man sich immer noch oder immer wieder, was der Band eigentlich wirklich fehlt für einen internationalen Durchbruch. Vielleicht bleibt es ihnen ja mit ihrem vierten Album vergönnt und spätestens wenn Dredg dieses Jahr mit ihrem neuen Album vielleicht wirklich Gefahr laufen, in poppige Belanglosigkeit abzudriften wird es Zeit, sich nach einem neuen Kaliber umzusehen – und spätestens dann sollte man Face Tomorrow ein Ohr schenken: Die Band ist es absolut Wert.

Abschließend noch eine dringende Empfehlung: schau dir die Band live an, bevor sie vielleicht irgendwann durch große Hallen tourt – denn je näher und familiärer die Auftritte sind, um so mitreißender ist die Band. Und damit ist auch das vierte Album der Musiker aus Rotterdam eine absolute Kaufempfehlung!
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