cd-reviews
Interpret: Sarsaparilla
Titel: Everyone Here Seems So Familiar...
Label: Cargo Records
Erschienen: 21.01.2011

Bewertung:
Autor: 11 von 15 (Hans Maulwurf)
Leser: noch keine Wertung


» Kaufen bei Amazon
» offizielle Website
  Cover

Im Wein liegt die Wahrheit
Tracklist: 01. Hunt
02. Earthling
03. Pyramid
04. Haystack
05. Seduce
06. Part Indian
07. Cleopatra
08. Babysteps
09. Pelican
10. A Hike Unlike
11. Tail Of Cumbs
12. Radio Moscow
13. Build Bigger Bombs
14. Monkey (Hidden Track)
Brandon Millers Projekt Sarsaparilla existiert seit 2006 mit ständig wechselnden Mitmusikern. Das hält den kreativen Prozess lebendig, verändert ständig den Klang der einzelnen Veröffentlichungen. Natürlich nur in den Bahnen, in denen Mastermind Miller es wünscht. Und der betört auf „Everyone Here Seems So Familiar“ die Sinne mit teils bedrückend schönen, teils einlullenden, teils hypnotisierenden Stücken. Herkömmliche Musikkategorien würden das Album mit Folk, Pop, Indie, Neo Acoustic und Lounge beschreiben.

Während „Hunt“ oder auch „Pelican“ deutlich in Dylans Spuren stampfen – man höre auf die Gitarrenarbeit und die Phrasierung –, orientieren sich andere Songs mehr am Motto „Quiet Is The New Loud“ der Kings of Convenience und deren zurückhaltenden Tönen („Earthling“). Hin und wieder wagt sich ein Schlagzeug in einen Song („Baby Steps“) und verleiht diesem sofort eine neue Dynamik, der ihm nicht schadet. Ein echter Schmachtfetzen ist „Cleopatra“ mit seinen von Klavierakkorden untermalten Gitarren-Pickings. Ebenfalls interessant die Travis-Anleihen in „A Hike Unlike“, bei dem Miller sogar den verzweifelten Leidenden gibt und seine Stimme ungewohnt anstrengt. Und siehe da: Am Ende des Albums wird sogar gerockt, allerdings im vergleichsweise unspektakulären „Radio Moscow“. Viel besser steht Sarsaparilla da schon der Vergleich zu Radioheads „The Bends“-Phase im abschließenden „Build Bigger Bombs“.
Die stärksten Songs befinden sich im Mittelteil des Albums. Gleich nacheinander überzeugen das loungige „Seduce“, das seinem Namen alle Ehre macht, das repetitive, tribale, in seinen Bann ziehende „Part Indian“ und allen voran das Kernstück des Albums „Haystack“. Akustik- und E-Gitarre bauen zusammen mit einer wunderbaren Gesangslinie im Refrain eine betörende Atmosphäre auf, die zu allem Überfluss auch noch von einer aus dem Nichts fallenden Trompete umspielt wird. Warum auch immer, ich denke sofort an den Soundtrack zu „Chinatown“, diesem fantastischen Film Noir, dessen gesamte Stimmung in diesem einen Titel eingefangen wird, als die Trompete Jack Nicholson vom Ort des Geschehens begleitet.

Auf solchem Weltniveau spielt Sarsaparillas „Everyone Here Seems So Familiar“ nicht ganz, kann aber mit einigen mehr als guten Songs überzeugen. Die durchaus vorhandenen Variationen in der Instrumentenwahl und dem Songaufbau halten die 14 Stücke darüber hinaus immer wieder aufs Neue interessant. Voraussetzung ist immer, dass man sich auf die Ruhe und Zurückhaltung des Albums einlassen kann.
Ähnliche Band: Kings Of Convenience
Weitere vergleichbare Bands: Sufjan Stevens, American Analog Set, Cat Power, Radiohead
 
meinungen zu der veröffentlichung
Es wurden noch keine Meinungen zu diesem CD-Review veröffentlicht.
meinung schreiben
Um die Veröffentlichung bewerten zu können, musst du angemeldetes Mitglied der » Community von Dosenmusik und
» eingeloggt sein.
zurück zur Startseite
jetzt registrieren
Registrierte Mitglieder haben erweiterte Möglichkeiten auf dieser Website: Schreibrechte im Forum, Chat, Userprofile mit Buddylist und Bildergalerie, vollen Zugriff auf alle Bildergallerien, exklusive Gewinnspiele und vieles mehr. » hier direkt registrieren
Dosenmusik : der neue Shop
dosenmusik at Facebook Follow dosenmusik on Twitter RSS Feed
cd-empfehlungen
Asking Alexandria - From Death to Destiny I Is Another - I Is Another
Five Finger Death Punch - The Wrong Side Of Heaven and The Righteous Side Of Hell Alice in Chains - The Devil Put Dinosaurs Here
Heaven Shall Burn - Veto Le Fly - Grüß Dich Doch Erstmal!