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Interpret: Heaven In Her Arms
Titel: Paraselene
Label: Denovali
Erschienen: 10.12.2010

Bewertung:
Autor: 12 von 15 (CUBTB)
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  Cover

Da geht die Sonne unter....
Tracklist: 01. 46x
02. Anamnesis Of Critical
03. Morbidity Of White Pomegranate
04. Jade Vine
05. Echoic Cold Wrist
06. Halcyon
07. Butterfly In Right Helicoid
08. Veritas
Aus Japan kommt diese interessante Band die neben Envy einfach genannt werden muss wenn es um depressiven Screamo-Post-Hardcore geht.

Was beginnt wie eine unausgereifte Screamoplatte wird nach dem Intro zu einem Schmachtfetzen a la Envy. Mit „Anamnesis Of Critical“ wird das Intro nahtlos fortgesetzt. Und neben dem Geschrei gesellt sich eine sprechende Stimme die so tief gestimmt ist, dass man sie erst für einen übersteuerten Bass halten könnte. Daneben scheint das reine Chaos zu regieren, Gitarren kämpfen gegen Bass, Bass gegen das Schlagzeug und der Sänger ist sowieso gegen alles. Doch dann kommt ein unvermittelter Bruch und alles wird so weich, so surreal, so episch und wunderschön. Wie viele andere oder gerade diese eine japanische Band Envy, verstehen es auch Heaven in Her Arms all deine Emotionen anzusprechen. Man versteht kein Wort, da japanisch, aber die emotionale Ebene der Musik vermittelt dir alles Nötige. Die Umsetzung ist mehr als gelungen, grandiose Melodien geben sich ein Stelldichein mit harten und drückenden Riffs. Dach Schlagzeug mal behutsam begleitend. mal forsch treibend oder niederschmetternd dröhnend. Das man die Übergänge zwischen den Liedern nicht mehr ausmachen kann ist Programm, denn selbst innerhalb der Tracks verschwimmen die Grenzen zum vorherigen oder späteren, man hört sich wiederholende Melodien oder wiederkehrende Riffstrukturen. Alles versehen mit einer starken Schreistimme des Sängers der mehr leidet als man es sich vorstellen könnte. Das einzige was der Stimmung ein wenig einen Dämpfer geben könnte ist, dass die Jungs sich je weiter das Album voranschreitet immer mehr im Mathcore verlieren. Manche Passagen wiederholen sich einmal zu oft, überspannen den Bogen oder verschleppen das Tempo zu stark. Auf der anderen Seite wirken dann die mitreißenden und agressiven Parts noch stärker und packen dich noch intensiver. Dennoch ist das ruhige Ende bei „Jade Vine“ und der ruhige Anfang von „Echoic Cold Wrist“ etwas zu sparsam. Dahingegen treibt dich "Veritas" in der richtigen Stimmmung gehört in einen nicht enden wollenden Heulkrampf, ein perfekter Ausklang für diese CD. Voll Emotionen voll Gefühl und dennoch unterschwellig vernichtend.

Trotz einiger längen oder ungewöhnlichen Songstrukturen packen Heaven In Her Arms deine Emotionen und schütteln sie ordentlich durch. Ihr Mix aus depressiven Geschrei, spoken Words und intensiver Musikkulisse bleibt meistes Spannend und verliert nie seinen avantgardistischen Touch. Komplexität vermischt sich mit minimalen Strukturen. Eine Dynamik die man von anderen Bands her schon kennt, die aber bei Heaven in Her Arms manchmal noch ein Stück weiter zu gehen scheint. Ein interessantes Album wenn man sich mit dieser Musikrichtung beschäftigen möchte.
Ähnliche Band: Envy
Weitere vergleichbare Bands: Daitro, This Machine Kills
 
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