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Interpret: Moloch
Titel: All Its Grace
Label: Ampire
Erschienen: 14.01.2011

Bewertung:
Autor: 11 von 15 (hollow_crown)
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  Cover

Metropole des Metalcore
Tracklist: 01. Fall Silent
02. Ruined Minds in a City of Old
03. And out of the Midst of our Brightest Lights, as we Suspire, Comes Annihilation
04. A Marine Boneyard
05. Pacific
06. Faces and Shades
07. Through the Moloch
Moloch ist die biblische Bezeichnung für phönizische-kanaanäische Opferriten, die nach der biblischen Überlieferung die Opferung von Kindern durch Feuer vorsahen. In der heutigen Zeit ist es, davon abgeleitet, eine gnadenlose, alles verschlingende Gegebenheit, im übertragenen Sinne häufig eine Metropole. Moloch heißt auch das neueste Werk des Mainzer Metalcore-Quintetts All Its Grace aus dem schönen Mainz. Die Homebase der Combo am idyllischen Rhein lässt sich wohl kaum als Moloch bezeichnen, trotzdem lässt die 7-Track EP in ihrer düsteren Aufmachung etwas ganz anderes vermuten.

Metalcore hin und Metalcore her. Der Begriff ist so ausgelutscht wie die Stilrichtung, die den meisten schon mehr als nur zum Hals raushängen dürfte. Trotzdem bleiben sich All Its Grace in ihrem Genre treu und releasen mit Moloch, dem Nachfolger zweier Demo-CDs und des Debüt-Albums "The Swarm of Decay", eine straighte Metalcore-Platte. Seit 2004 sind sie schon auf den Brettern dieser Welt unterwegs und stehen für eine leidenschaftliche Bühnenshow. Dafür eignet sich die neue Platte definitiv: wie eine Dampfwalze knallt jeder Song, besonders auch produktionstechnisch, direkt in die Fresse und dem Hörer ist nicht eine Verschnaufspause gegönnt. Lediglich die Drums klingen an einigen Stellen sehr steril und verlieren leider so stark an Authenzität und Wirkung. Breakdowns, Moshparts und auch versierte Gitarrenmelodien, die zum Teil leicht an The Black Dahlia Murder oder auch Chelsea Grin erinnern, sind beispielhaft für das Werk. Leichte Ausuferungen in Richtung Trash und Melo-Death Metal sind vor allem in Songs wie "Ruined Minds in the City of Old" zu erkennen und auch Sänger Tobias Keller klingt stimmtechnisch eher nach Death- als Metalcore.

Rundum lässt einen die Platte nach einmaligem Hören also direkt neugierig auf Mehr werden und man schmeißt sie nicht sofort wieder aus der Anlage. Trotzdem muss man definitiv bemängeln, dass sich All Its Grace, obwohl kleine Genreinnovationen vorhanden sind, strikt an die klaren Metalcore-Linien halten und in den Songs an sich eher wenig Abwechslung an den Tag legen. Sie bleiben sich treu, doch die allesverschlingende Gegebenheit des "Moloch" bleibt leider aus. Wer noch immer noch nicht genug von dem archetypischen Szenegekloppe hat, der sollte sich eine Hörprobe genehmigen oder einfach eine Show besuchen, was die Wirkung der Songs sicher verstärken sollte.
Ähnliche Band: Heaven Shall Burn
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