cd-reviews
Interpret: Waterdown
Titel: All Riot
Label: Victory Records
Erschienen: 24.01.2006

Bewertung:
Autor: 10 von 15 (dose)
Leser: 8 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Leichte musikalische Kurskorrektur
Tracklist: 01. Sleep Well
02. Cut the Cord
03. Disassemble
04. Chewing on Lies
05. You Are the One
06. My Hopelessness and Me
07. Parasites
08. Moshpit Etiquette
09. Repeater
10. 'Til the Very End
11. Recruit
Wenn ein Sänger eine Band verlässt, dann stellt sich immer direkt die Frage, ob die Band weiter bestehen kann und wenn ja, wie sie sich nach dem Wechsel anhört. Auch Waterdown traf dieses Schicksal - der für die melodischen Parts zuständige Sänger hat die Band verlassen und 2005 wurde mit Michael "Zacken" Janczak endlich ein Ersatz gefunden. Die Arbeiten an einem neuen Album kamen auch zwischenzeitlich nicht zum Erliegen und nun veröffentlicht die einzige deutsche Band, die schon seit Jahren einen Vertrag bei Victory Records vorweisen kann, ihr neues Album "All Riot".

Im Verhältnis zu den letzten Alben geht es hier wirklich etwas randalierender zu. Während die Vorgänger zwar gelungen waren, aber doch ziemlich glatt produziert waren, geht es auf "All Riot" wesentlich kratziger und ungestümer zu. Natürlich lebt die Band wie viele ihrer Labelkollegen von dem Wechselspiel aus dem alten Geschrei und dem auf diesem Album neuen Gesang. Musikalisch wird ein Gang zugelegt, damit wird "All Riot" nicht unbedingt härter, auf einen Fall aber weicher und vor allem eben schneller. Punk und viel "Rotz" erhalten Einzug in das zuvor eher am Metal orientierte Sextett. Dabei belibt die Melodie nicht auf der Strecke, trotzdem ist es etwas gewöhnungsbedürftig und manchmal etwas zu "einfach" im Aufbau. "All Riot" ist also ein gutes Waterdown-Album mit etwas anderen Facetten als zuvor. Der Emo-Anteil wurde verringert, moshigen Parts, rotzigem Uptempo-Punkrock und gekonnter Einsatz von Melodie machen dieses Album aus. Es ist trotz Veränderung aber kein wirklicher Schritt nach vorne. Der neue Stil klingt manchmal etwas holperig und erinnert vom Songaufbau hin und wieder zu sehr an eine Band, die bestenfalls am Anfang ihrer Karriere steht. Aber die Abkehr von Emo als wesentlichem Bestandteil der Musik kann der Band gut tun und sie fit machen für die nächsten Jahre abseits des mittlerweile überfluteten Emo-Quarks.

Produziert wurde das Album übrigens von Ingo Knollmann, der auch schon den Donots zu Ruhm und Ehre verholfen hat.
Ähnliche Band: Snapcase
Weitere vergleichbare Bands: Boy Sets Fire
 
meinungen zu der veröffentlichung
09.03.2006 | 11:38 Uhr | jetsetradio: 3 Punkte Erstmal: ich hab nix gegen Waterdown. Ich mochte die erste Scheibe und die zweite ging auch noch relativ gut rein. Aber die "All riot" ist aber Vollschrott. Musikalisch mag man davon halten was man will, aber rein textlich is das mit das Schlimmste das ich seit langem gehört habe. Als ob sich 12-Jährige bemüht hätten ein englischsprachiges Album zu machen. Die Jungs haben nix zu sagen und das is traurig. 1/3 der Texte ist pubertäres "ich hab meinen eigen Kopf"-Gelaber, 1/3 ist einfallsloses Hassen und das letzte 1/3 besteht aus simplen Gefühlsschmarrn oder völliger Peinlichkeit. Der Song "Moshpit Etiquette" hat jetzt schon den Titel für den lächerlichsten Song des Jahres verdient. Grad traurig wenn sie grad in dem Song noch etwas Marke "you'll never understand, you have nothing to fight for" ablassen.
Musikalisch mag man wie gesagt davon halten was man mag, aber selbst da find ich die Platte unheimlich bemüht und aufgesetzt. Wahrscheinlich weil sie dem "Emo/Screamocore-Trend" entrinnen wollten oder weil sie sich die negativen Stimmen vom Vorgänger zu Herzen nehmen wollten. Jetzt kloppt man halt in jedem Song drauflos. Is nich so das Wahre, früher waren Waterdown viel glaubwürdiger, eigenständiger und aufregender. Jetzt haben sie sich wahrscheinlich nicht mehr getraut richtige Emoparts oder Midtempo-Nummern einzubauen. Keine Ahnung obs am neuen Sänger liegt, aber mit der Platte hat sich die Band selbst begraben.

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