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Interpret: Yersinia
Titel: Efter Oss Syndafloden
Label: Blackstar
Erschienen: 10.12.2010

Bewertung:
Autor: 9 von 15 (Hans Maulwurf)
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  Cover

Kompromissloser Metalcore, kein Fashion Victim
Tracklist: 01. Den Sista Sång Jag skriver Till Dig
02. Det Vi Gav Till Havet
03. Barlast, Jag
04. Ett Rödstänkt Landskap
05. Ensamhetens Lov
06. Bär Mitt Lik I Guld
07. Flashbang Kniv (Bland Allt Vitt Är Jag Osynlig)
08. Efter Oss Syndafloden
09. Gör Ett Jävla Hål Här
10. Hoppas Kräftan Tar Dig
11. Hågadalen (Krigsidyll del II)
Die Bakteriengattung Yersinia beherbergt u. a. das für die Beulen- und Lungenpest verantwortliche Bakterium Yersinia pestis, weiß Wikipedia. Und das Schwedisch-Lexikon übersetzt „Efter Oss Syndafloden“ mit „Nach uns die Sintflut“ (im Nachhinein könnte man fast darauf kommen …). Da passt es ganz gut, dass die Bilder im Inneren des Booklets ein paar recht anschauliche Beispiele diverser Krankheiten (an Lebewesen), die die Erde bereits heimgesucht haben.

Und auch die dargebotene Musik hält mit Giftigkeit nicht hinterm Berg. Denn was auf diesem Debütalbum an Metalcore aufgeboten wird, hat mit dem verwässerten Mode-Schnickschnack vieler anderer Bands, die sich mit dieser Musikrichtung brüsten, kaum etwas zu tun. Yersinia nutzen Breakdowns nicht, um anschließend einen schönen Refrain nur noch schöner zu präsentieren. Im Gegenteil wird in der Folge nur vehementer drauf los geholzt, dass die Fetzen fliegen („Det vi gav till havet“). Das gute daran ist, dass dieses Schema nicht Mittel zum Zweck ist, sondern tatsächlich eine ziemlich bedrohliche Stimmung heraufbeschwört. Das Energielevel ist ständig am oberen Anschlag. Unüberhörbar ist dabei die Vorliebe der Bandmitglieder nicht nur für Metalcore, sondern darüber hinaus für fiesere Spielarten wie Death- und Blackmetal.

Unvermeidlich ist dabei allerdings, dass sich die Gangart nach einigen der elf Songs etwas abnutzt. Dass die Jungs ihr Handwerk beherrschen und keine Lust auf sanftere Zwischentöne haben, ist nämlich spätestens ab der Hälfte des Albums klar. Eine Ausnahme gibt es mit „Hågadalen (Krigsidyll del II)“: Doch welche Bedeutung der bilderbuchartige Landstrich Hågadalen nahe der Heimatstadt Uppsala in irgendeinem Krieg spielte, lässt sich mit Hilfe des etwas nachdenklicher zu Werke gehenden Abschlusstracks nur erahnen (der Sprachbarriere sei Dank).

Yersinia aus Schweden machen ihre Sache recht gut, überzeugen in ihrer Kompromisslosigkeit und brauchen sich mit ihrem schlagkräftigen Sound vor keiner Konkurrenz des Metalcore-Lagers verstecken. Die mitunter von Hardcore durchzogenen Passagen werden auch Freunden von Throwdown, Killswitch Engage oder Cataract gefallen.
Ähnliche Band: Twelve Tribes
Weitere vergleichbare Bands: Zao, Unearth, Killswitch Engage, Cataract, Throwdown
 
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