cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Underoath
Titel: Ø (Disambiguation)
Label: Roadrunner Records
Erschienen: 19.11.2010

Bewertung:
Autor: 15 von 15 (dose)
Leser: 11 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Atmosphäre wird größer geschrieben...
Tracklist: 01. In Division
02. Catch Myself Catching Myself
03. Paper Lung
04. Illuminator
05. Driftwood
06. A Divine Eradication
07. Who Will Guard The Guardians
08. Reversal
09. Vacant Mouth
10. My Deteriorating Incline
11. In Completion
Es gibt wenige Bands, in denen der Schlagzeuger eine elementare Rolle spielt und so sollte man meinen, dass die Trennung vom Drummer zumindest weniger Spuren hinterlässt, als die Trennung von einem Sänger. Wie aber ist das, wenn der Schlagzeuger gleichzeitig auch Sänger einer Band ist? Bei Underoath ist Aaron Gillespie ausgestiegen und damit hat die Band den Schlagzeuger und die für den klaren Gesang verantwortlichen Person verloren und insgesamt ändert sich dadurch auch der Sound ein wenig. Ob es jetzt nur an der personellen Veränderung und der damit verbundenen Aufgabe des klaren Gesangs bei Frontmann Spencer Chamberlain liegt oder vielleicht auch am neuen Label Roadrunner Records oder vielleicht schlichtweg am Älterwerden? Man weiß es nicht, Tatsache aber ist, dass Underoath auf „Ø (Disambiguation)“ auf der einen Seite etwas eingängiger, auf der anderen Seite noch ein Stückchen härter und wütender daher kommen.

Wichtigste Änderung ist wahrscheinlich, dass der klare Gesang zurück geschraubt wurde und dass die Songs etwas strukturierter konzipiert sind. Gefrickel gibt es weniger, Atmosphäre wird ein Stück größer geschrieben und trotz einer etwas geradlinigeren Vorgehensweise muss man sich auch dieses Album mehr als einen Durchlauf widmen, um die Brachialität und Struktur zu verstehen. Verzerrt, gebrochen, atmosphärisch, überraschend und durch und durch melancholisch und wütend machen Underoath auch diesmal wieder ganz andere Musik, als man sie vielleicht von ausgesprochenen Christen erwarten würde. Und auch wenn die Songs in sich nicht immer ganz einfach sind, ergibt sich insgesamt ein homogeneres Bild als üblich. Das Album fließt etwas besser und ein gewisses Maß aufgeräumter durch und lässt stärker noch unterschiedliche Bilder entstehen.

„Ø (Disambiguation)“ lebt durch die dichte Atmosphäre und gefällt vor allem, weil sich die Band dicke Ecken und Kanten bewahrt. Umgekehrt entsteht dadurch auch die Schwierigkeit, dass ein echter Hit auf dem Album nicht auszumachen ist. Das Album lebt durch sein komplexes Ganzes und nicht durch einen Song, der der breiten Masse zugänglich ist. Das Album hat dennoch keine Längen, bleibt interessant und enthält tolle Momente wenn Underoath laut sind, und wenn sie leise sind, und vor allem wenn sich plötzlich das eine in das andere entlädt oder das eine in das andere abfällt.
Ähnliche Band: From Autum To Ashes
Weitere vergleichbare Bands: Thursday, Every Time I Die, Hopesfall, Turmoil
 
meinungen zu der veröffentlichung
17.11.2010 | 17:55 Uhr | CUBTB: 11 Punkte keine ahnung wie man das komische O macht... ich finds nen nettes album aber am besten gefallen mir die Remix versionen... dadurch punktet das Album, der rest der songs ist gut aber auch nicht mehr.

15.11.2010 | 22:54 Uhr | coney: 10 Punkte Ø

15.11.2010 | 22:46 Uhr | coney: 10 Punkte underoath waren für mich persönlich immer etwas weniger wert als ihr ruf einem glauben macht und vor allem als ihr vorübergehender hype.

changing of times bleibt mein lieblingsalbum, vielleicht auch ihr bestes album.
aber das muss man wohl ausklammern, weil ja danach der sound komplett gekippt wurde.

chasing safety war ein guter start in diese phase und define the great line war für mich der höhepunkt dieser ära.
danach mit sound of separation und nun auch mit Ø hat sich für mich kaum noch was getan. mehr vom gleichen, mehr vom guten, aber die 15 punkte bekommt da keine platte.

changing of times 14
great line 13
der rest vor den mitgliederwechseln (act of depression, cries of the past) irgendwas knapp unter 10
nach den wechseln (safety, separation) immer noch überdurchschnittlich um die 10-11

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