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Interpret: Another Moon & Sick Sad World
Titel: Ruins Of A Forgotten World (Split)
Label: Do It Yourself
Erschienen: 18.04.2010

Bewertung:
Autor: 10 von 15 (Tuck)
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  Cover

Am Abgrund gleich links...
Tracklist: 01. There Will Be No Sunshine Anymore
02. Ruins Of A Forgotten World (feat. Juda from Sick Sad World)
03. The End Of All Things
04. White-Room
05. Heads
06. Just Break
Kapitel 1: Another Moon

"There Will Be No Sunshine Anymore" beinhaltet ein ewig langes instrumentales Intro. Schwer. Depressiv. Ungemütlich. Es dauert unerträglich lange bis in dem Song irgendwas passiert und der Verzerrer der Gitarre eingeschaltet wird... Doch schon kurz darauf schlängelt sich das Monster wieder unverzerrt weiter zurück zu seinem apokalyptischen Beginn. 12 Minuten psychedelischer, beängstigender Post Rock ohne ein einziges artikuliertes Wort. Man ahnt schon wohin die Reise geht und dass man hier nicht einfach nur normal nebenbei zuhören kann... ein Blick auf die Titel bestätigt diese Suggestion.

Track 2: Doom at its best... Irgendwie fühle ich mich an Cathedral erinnert, auch ein leichter Hauch von My Dying Bride kommt auf, wenn man den weinerlichen und traurigen "Gesang" hört, an den der ein oder andere sich auch im Hinblick auf den durchschimmernden französischen Dialekt wohl gewöhnen muss - oder ihn gleich von vorneherein nicht mag. Dieser weicht dann später verzweifeltem Geschrei. Man möchte den Sänger aus seiner misslichen Lage befreien, in der er augen- oder besser gesagt ohrenscheinlich steckt.

"The End Of All Things" empfängt mich mit einer düsteren Hammond-Orgel wie sie "The Doors" bis zum Erbrechen verwurstet haben und wird später von einer getragenen und düsteren, hilflosen und zerbrechlichen Melodie "unterstützt", bis sich nach unfassbar quälenden 5 Minuten wieder die verzerrte Gitarre einbringt und sich die nächsten 3 Minuten durch die Abgründe meiner Seele arbeitet. Gegen Ende des Stücks zeigt mir die Orgel wieder den Weg nach draußen. Auch hier wird auf Vocals jeglicher Art verzichtet, was aber insgesamt der stetig vorherrschenden bedrückenden Atmosphäre auf jeden Fall zuträglich ist.

Kapitel 2: Sick Sad World

"White-Room" beginnt deutlich optimistischer und positiver, auch wenn die wahre, depressivere Stimmung schon kurz darauf zum Vorschein kommt. Hier wird von Beginn an auf den Einsatz von traurigem Gesang gesetzt, der zwar dem des Kollegen leicht ähnelt, doch nicht ganz so gewöhnungsbedürftig ist und sich ebenfalls schon bald in verzweifeltes Geschrei verwandelt. Es herrscht nicht ganz so viel Doom vor, sondern eher die etwas schnellere und härtere Gangart. Ich betone "etwas". Von Schnelligkeit im übertragenen Sinn kann hier wahrlich nicht die Rede sein.

"Heads" und "Just Break" überraschen mit einem leicht groovigen Beat. Der Gesang holt mich aber schon bald wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und lässt mich schnell wieder bemerken welche CD eigentlich gerade im Player rotiert.

Prinzipiell schlagen "Sick Sad World" in die gleiche Kerbe wie die Kollegen von "Another Moon". Trotzdem wirken sie nicht so doomig und zerbrechlich, sondern haben hier Songs mit stärkerem Fundament und etwas mehr Optimismus abgeliefert. Der erste Eindruck wird aber trotzdem nach dem kompletten Durchlauf bestätigt: keine leichte Kost, nichts für nebenher und eher für die traurigere und in sich gekehrtere Hörerschaft, um in abgründigere Sphären abzutauchen ohne dabei gänzlich unterzugehen.
Ähnliche Band: My Dying Bride
Weitere vergleichbare Bands: Cathedral, Cubic Space Division
 
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