cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Pain of Salvation
Titel: Road Salt One
Label: Insideout
Erschienen: 14.05.2010

Bewertung:
Autor: 13 von 15 (der mann aus wü)
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  Cover

1970s revisited and reworked
Tracklist: 01. No Way
02. She Likes to Hide
03. Sisters
04. Of Dust
05. Tell Me You Don't Know
06. Sleeping Under the Stars
07. Darkness of Mine
08. Linoleum
09. Curiosity
10. Where it Hurts
11. Road Salt
12. Innocence
Oh, wow. Keine Ahnung, wie oft ich "Road Salt One" jetzt schon gehört habe, bevor ich mich an diese Review getraut habe. Und verdammt, ich fühle mich richtig schlecht, überhaupt etwas kritisches vom Stapel zu lassen. Ich glaube nicht, dass mir derartiges wirklich zusteht. Denn das hier, das ist Kunst. Das ist grundehrlich, bricht durch die krasse Rückbesinnung auf die Grundpfeiler des Rocks mit allem, was diese Band zuvor gemacht hat und bleibt bei alledem dennoch eigenständig mit großem Pain-of-Salvation-Wiedererkennungswert. Wohlgemerkt, ohne auch nur einen Pfifferling weiter im zuvor beackerten Prog-Metal-Universum zu verweilen.

Mittelpunkt ist mehr denn je Bandkopf Daniel Gildenlöw, der mit seiner eindringlichen Stimme geradezu in einer eigenen Liga zu spielen scheint. "Road Salt One" geht tief, hat Seele, ist vollkommen zeitlos und gibt auch schon durch die subtile Anspielung im Artwork auf Deep Purples "In Rock" die Marschrichtung vor.

"Curiosity" schielt zeitweilig auf die Großtaten eines Jeff Buckley, "Innocence" lässt Erinnerungen an psychedelische Mother Tongue aufkommen, während stimmlich Dave Gahan (Depeche Mode) Pate gestanden zu haben scheint. Das herausragende "No Way" lässt mich gar an späte Faith No More denken, die Stimme gleitet gelegentlich in Soundgarden-Sphären ab. "Linoleum" hätte ebenso auf die letzte Silverchair-Scheibe gepasst und nicht selten ist die "Rocky Horror Picture Show" nicht allzu fern. "Sleeping Under The Stars" ist Zirkusmusik, die so ähnlich auch in alten französischen Filmen zu vernehmen ist. Vom perfekten 70er-Orgel- und Chorgesang-Einsatz wie in "She Likes To Hide" ganz zu schweigen.

Wer dieses Album als wenig ehrenhaften Abgesang der ursprünglichen Pain of Salvation sieht, die klassische und fantastisch dynamische Produktion als altbacken oder angestaubt verkennt, das Songwriting als zu einfach abstempelt oder gar Daniel Gildenlöw den Vorwurf macht, nur noch seinen Ego-Trip zu fahren ohne die Band sich beteiligen zu lassen, der hat - mit Verlaub - Scheuklappen auf und einfach keine Ahnung von Musik.

Man darf gespannt sein, welche Richtung die Band auf dem schon angekündigten "Road Salt Two" einschlagen wird.
Ähnliche Band: Deep Purple
Weitere vergleichbare Bands: Led Zeppelin, Porcupine Tree, Silverchair, RPWL, Mother Tongue
 
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