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Interpret: October File
Titel: Monuments
Label: Golf Records
Erschienen: 14.11.2005

Bewertung:
Autor: 9 von 15 (dose)
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  Cover

Eigenständigkeit vs. Eingängigkeit
Tracklist: 01. One And All
02. Blood And Sweat
03. Monuments
04. 4 (Features Boyd Rice Sample)
05. Sleeping Through (BBC Session)
06. Enemy In A State (BBC Session)
October File kommen aus Groß Britannien und sind in ihrer "Einfachheit" nicht leicht zu kategorisieren und schaffen das, was so vielen anderen nicht gelingt: Sie klingen wie sie selbst und Parallelen lassen sich schwer finden. Hier wird "Art Rock" wie man ihn von den Briten Earthtone 9 kennt, mit der Düsterheit von Neurosis kombiniert und das ganze mit alten Punk, den man von Black Flag oder den Ramones kennt, verbunden. Dabei klingt der Sänger mal nach Raging Speedhorn, das Soundgewand manchmal sogar nach Will Haven und doch behält alles einen gewissen Touch von Punk oder Hardcore und selbst Boy Sets Fire kann man gelegentlich durchschimmern hören.

Was October File auf der mit "Monuments" betitelten EP abliefern ist düster und druckvoll, aber keine in erster Linie auf Wucht und "Rumms" ausgelegte Produktion. Und auch wenn die Vergleiche zu Earthtone 9 oder Will Haven über Phasen hinweg durchaus Bestand haben - so zum Beispiel gerade bei dem Song "Monuments", ist es weniger aggressiv, sondern einfach düster und in sich gekehrt. Gelegentlich schon fast monoton schaffen October File eine Stimmung, die zwischen allen Stühlen hängt und genau so schwer zu fassen ist, wie die Musik selbst. Alle Songs fließen, poltern, rennen vorwärts, ohne Unterlass, ohne Breaks, ohne Unterbrechung und verbreiten sich wie schwarzes Blut in den Venen.

Und wohl gerade duirch ihre Eigenständigkeit kommen Sie zu der "Ehre", dass Andy Caims von Therapy? October File beschreibt mit dem Satz: "The best UK band i have seen in ten years!". Das Artwork der Veröffentlichung rundet das atmosphärische Gesamtwerk ab. Auch wenn die Musik nicht sehr komplex oder kompliziert ist, die EP ist schwer zu greifen, schwer einzugrenzen und damit trotz ihrer Einfachheit kein leichtes Stück Musik, sondern ein ernst zu nehmendes Gefühl, das über Aggression und herausgeschriene Wut hinaus geht und fernab von Eingängigkeit ein eigenes Leben beginnt. Vielleicht würde October File ein Hauch mehr Eingängigkeit bei all ihrer Eigenständigkeit gut tun, um ihre musikalischen Ideen noch etwas besser hörbar zu machen.
Ähnliche Band: Earthtone 9
Weitere vergleichbare Bands: Will Haven, Neurosis, Black Flag
 
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