cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Periphery
Titel: Periphery
Label: Roadrunner Records
Erschienen: 28.05.2010

Bewertung:
Autor: 13 von 15 (der mann aus wü)
Leser: 13 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Djent-djent!
Tracklist: 01. Insomnia
02. The Walk
03. Letter Experiment
04. Jetpacks Was Yes
05. Light
06. All New Materials
07. Buttersnips
08. Icarus Lives!
09. Totla Mad
10. Ow My Feelings
11. Zyglrox
12. Racecar
Der Bandname klingt nach typischem Old-School-Death, leitet damit aber auf eine völlig falsche Fährte. Es wird jedoch nicht weniger heftig und intensiv, dafür bürgen alleine schon die drei topfitten Gitarristen am Start, die auch noch meinen, 8-Saiter zu benötigen. Die selbstbetitelte Debütscheibe von Periphery knallt einem über 70 Minuten ohne Unterlass ein dermaßen massives Brett vor den Latz, dass man wirklich gucken muss, wo man bleibt. Die grobe Marschrichtung möchte ich mal als Progressive-Emo-Tech-Death umschreiben.

Das, was die Instrumental-Fraktion abbrennt, macht Meshuggah alle Ehre, die Komplexität der Kompositionen bei aller Nachvollziehbarkeit lässt die Jungs von Nevermore und Dream Theater sicherlich anerkennend nicken und die klinisch-harsche Kälte verweist hin und wieder auf Fear Factory oder Divine Heresy, während die einzelnen Songs häufig durch kleine Electronica-Outros miteinander verbunden sind und dem Hörer bitter benötigte Auszeiten geben. Da passt es auch, dass man sich zuletzt als Vorband von The Dillinger Escape Plan austoben durfte.

Peripherie haben in kürzester Zeit seit ihrer Gründung 2005 diverse Mitgliederwechsel durchgemacht, unter anderem ist mit Spencer Sotelo mittlerweile schon der dritte Sänger mit an Bord. Dieser macht seine Sache abwechslungsreich und verdammt gut - je nach Situation erinnert das an SikTh, Atreyu, Hopesfall oder The Fall of Troy. Die häufig cleanen Vocals werden aber dem ein oder anderen sicherlich übel aufstoßen, auch wenn wirklich häufig gekeift, gebrüllt, gegrowlt und geschrieen wird. Wem die hymnenhaften Melodien zwischen all dem hochtechnischen Getrümmer einfach nicht passen wollen, der darf gerne auf die über itunes verfügbare, rein instrumentale Version des Albums ausweichen.

Der 15-minütige Rausschmeißer "Racecar" fasst dann noch mal alles zusammen, was "Periphery" zu bieten hat und pendelt zwischen schwelgerischer Ruhe, wunderschönen Klang-Oasen, komplexer Instrumentalakrobatik und erbarmungslosen Attacken.

Muss man mehrfach hören, bevor man sich überhaupt ein Urteil bilden kann und kann man dann auch gar nicht mehr schlecht finden. Wahrlich beeindruckender Stoff.
Ähnliche Band: Meshuggah
Weitere vergleichbare Bands: Between The Buried And Me, SikTh, Devin Townsend, Opeth, Gojira
 
meinungen zu der veröffentlichung
29.06.2010 | 19:27 Uhr | Worscht: keine Wertung aufgrund dieser wirklich wiederlichen clean vocals geb ich mal vorsichtshalber keine wertung ab :D

06.06.2010 | 23:09 Uhr | der mann aus wü: 13 Punkte ah, nur ein hänger im dosen-system! *g*

06.06.2010 | 22:24 Uhr | dose: 13 Punkte isses doch ;)

05.06.2010 | 22:27 Uhr | der mann aus wü: 13 Punkte hmm, warum ist die scheibe eigentlich keine "empfehlung" hier? das prangere ich an! :)

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