cd-reviews
Interpret: Remembering Never
Titel: She Looks So Good In Red
Label: Ferret
Erschienen: 02.04.2002

Bewertung:
Autor: 12 von 15 (STE)
Leser: 13 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

I hope you slit your fuckin wrists to save me the effort of writing your suicide note.
Tracklist: 01. to the girl I loved for an hour
02. a clearer sky
03. feathers in heaven
04. big jims mistake
05. alisons song
06. meadows
07. blue
08. the moment you've realized you are nothing to anyone
09. heartless
10. rapekissing jesus
11. late night alone
Voller Entsetzen musste ich feststellen, dass noch kein CD-Review zum zweiten (ersten Full-Length) Remembering Never-Release gibt. Das muss (s)ich ändern! Remembering Never kommen wie die artverwandten Poison The Well, Evergreen Terrace etc. aus Florida und haben seit ihrem Debut "Suffocates My Words To You" zwei Alben auf Ferret released.

"She looks so good in red" gehört in jedem Fall zu meinen absoluten Lieblingsalben, was HC-Metal-Cocktail-Musik angeht, um genau zu sein die Beste neben dem Erstling von Avenged Sevenfold. Relativ alt ist es nun schon, circa 3 1/2 Jahre, sber längst nicht vergessen, zumindest nicht bei mir. Zum ersten Mal gehört habe ich von dieser Band vor ziemlich genau 3 Jahren, als ich den netten Anspieltipp "Big Jim’s Mistake" bekam, welcher sich heute im Olymp meiner liebsten HC-Songs befindet. Tja, wie nennt man diese Musik nun genau? Newschool Hardcore mit einem Schuss Metal? Oder doch Metalcore? Mit dem Trendcore-Zeug hat diese Band jedenfalls nicht viel gemein. Qualitativ.

Vom Songaufbau und –ablauf her mag es da Ähnlichkeiten bieten, aber wo As I Lay Dying und Co. poliert und glattgebügelt klingen, klingen Remembering Never sehr rau und ungestüm. Auch wenn wütende Shouter Mean Pete nicht immer die passenden Töne trifft – besonders wenn er versucht zu singen – trotzdem (oder gerade deshalb) wirkt das Album irgendwie echter, roher, intensiver, ehrlicher. Das Album beginnt recht plötzlich und direkt: Länger als 30 Sekunden braucht "To the girl I Loved for an hour" nicht, um dich in seinen Bann zu ziehen, dich umzutreten, dich an den Haaren wieder hochziehen und anschließend wieder hinzuschmeißen. Innerhalb von Sekunden ist man voll drin. Und da geht's auch schon weiter: "A Clearer Sky" und "Feathers in Heaven" kommen dermaßen druckvoll und vollgepumpt mit Energie. Intensität totale. Immer und immer wieder Rhythmus- und Tempowechsel, und genau das ist es was dieses 11-Lieder-39 Minuten-Album ausmacht: Abwechslung.

Auch wenn wilden Parts ganz, ganz eindeutig zahlreicher sind. Natürlich haben das schon viele Bands gemacht, aber nur ganz selten so enorm. "Alison's Song", welches ruhig anfängt, steigert sich ständig weiter und weiter rein, so extrem, bis es bei ca. 1:30 Min. nicht mehr zu toppen ist. Doch auch in ruhigeren Momenten können Remembering Never überzeugen: Zum einen "Blue", passend in der Mitte vom Album platziert, besteht nur aus Akustikgitarren und Gesang, trotzdem sehr atmosphärisch und zum anderen Anderen das überragende "Big Jim's Mistake", ein Sandwich aus ruhiger Passage – Heavy Passage – ruhiger Passage, 5 Minuten lang, genial.

Unmittelbar auf "Blue" folgt das Monster "The moment you’ve realized you are nothing to anyone": Wie bei den ersten drei Songs, hier gibts keine Luft zum Atmen, keine Zeit zum Ausruhen. Wenn man glaubt, man sei an der Spitze der Extreme angekommen, wird sofort noch einer draufgesetzt. Egal, ob es einen langsamen Songaufbau gibt (Rapekissing Jesus, Big Jim's Mistake, Alison's Song) oder dir sofort in die Fresse haut wie das Intro, "The Moment..." und "Feathers in heaven". Ein und Her der Extreme. Sauschnell hier, sauschleppend da. Krachende Moshparts wandeln sich mit einem Schlag zum ultrafasten Slayer-Groove. Nichts neues? Genau. Es möge erwähnt sein, dass dieses Album 2002 enstanden ist. Meiner Meinung nach eine relativ unterschätzte und oft zu unrecht unbeachtete Band. Remembering Never haben leider mit "Women and children die first" nicht das halten können, was sie mit "She Looks So Good In Red" versprochen hatten. Was für ein hervorragendes Album.
Ähnliche Band: From Autumn To Ashes
Weitere vergleichbare Bands: Unearth, Anterrabae, As I Lay Dying
 
meinungen zu der veröffentlichung
03.12.2005 | 11:32 Uhr | Trueside_Eric: 14 Punkte auch wenn das neue album christlich wird, na und?
ist doch egal ob die christen sind oder net...


aber she looks so good in red ist nicht christlich...genauso wenig wie der vorgänger...und die women and chrildren dies first auch net...

03.12.2005 | 11:06 Uhr | Mac_Kay: 14 Punkte hm, auf der Bandsite steht, dass das nächste Album God Save us betitelt werden soll, soviel dazu oOO...
Musikalisch find ich die CD allerdings auch saugeil, der schnelle Wechsel zwischen brachlialer Gewalt und ruhigen Passagen ist echt atembreaubend.
Was die Diskussion zu den Inhalten der Band betrifft, das erinnert mich an die moralische Grundsatzdiskussion, ob man eine Band hören darf, deren Werte fragwürdig sind, auch wenns in diesem Falle ja "nur" der christliche Galube ist, dem einen aufdiktiert wird.

29.11.2005 | 11:17 Uhr | Trueside_Eric: 14 Punkte @ serpentine

word!

27.11.2005 | 19:03 Uhr | Serpentine: 15 Punkte Eben, hab mich auch grad sehr gewundert. Eine Band, die einen Song namens "Rapekissing Jesus" nennt und ihr nächstes Album "Women And Children Die First" betitelt sieht mir nicht gerade nach einer christlichen Band aus. Nichtsdestotrotz natürlich tolle Band!

25.11.2005 | 11:12 Uhr | Trueside_Eric: 14 Punkte naja, der typ singt wie er inner badeanne seine freundin ertrinkt...wie christlich ist das denn?
oder she looks so good in red, auch net grad sehr christlich...

ähm...leute ihr meint da ganz sicher ein anderes album...
auf diesen gehts nur um rache!!!

17.11.2005 | 08:14 Uhr | dose: 13 Punkte ich finds gut, wenn bands darüber singen, was ihnen wichtig ist und wenn es nunmal menschen sind, denen das thema (in dem fall christliche) religion und ihr glauben am herzen liegt, dann passts auch für meine begriffe... finde ich zumindest interessanter, als all die anderen 0815-texte anderer hc bands...

16.11.2005 | 18:21 Uhr | jetsetradio: 11 Punkte Ach du Güte... aber deswegen muss man ja nicht auf volle Albumlänge darüber singen / shouten und ständig über Sachen wie den Himmel, den Horizont oder die Herrlichkeit Jesus singen. Das find ich zum kotzen, weil man ja gläubig sein kann und das vor mir aus in dem ein oder anderen Song auch mal andeuten kann, aber wenn eine Band die ganze Zeit darüber sinniert, hat das eher was von Priester.

Aber das is natürlich Einstellungssache. Ich bin überhaupt nich religiös und vielleicht stoßt es mir bei solchen Bands deshalb so hoch. Ganz gutes Beispiel sind auch Hopesfall, die mit "The Satellite Years" wirklich ein Meisterwerk abgeliefert haben, aber ins Booklet schauen brauchte man da nicht. Nein, meine _persönliche_ Liebe zu einer Band oder einer Platte schränkt ne starke nach außen gekehrte Religiösität ziemlich ein.

16.11.2005 | 17:43 Uhr | dose: 13 Punkte wieso ist eine christliche einstellung, die in texten weitergegeben wird, zum kotzen? ich finds gut, dass menschen stellung beziehen - auch was das angeht...

16.11.2005 | 15:43 Uhr | jetsetradio: 11 Punkte Die Musik ist wirklich klasse, aber die Texte und die extrem christliche Einstellung der Band ist zum Kotzen und verdirbt einem irgendwie den Hörspaß.

21.10.2005 | 20:08 Uhr | ALF: keine Wertung Jup, besser als die Women And Children Die First... Wobei "Incisions" ein echt hammer Lied ist!

21.10.2005 | 14:02 Uhr | Trueside_Eric: 14 Punkte absolut bestes RN album. allein der opener killt alles!!!

21.10.2005 | 13:29 Uhr | dose: 13 Punkte tolles album!

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