cd-reviews
Interpret: Dashboard Confessional
Titel: Alter the Ending
Label: Geffen
Erschienen: 02.04.2010

Bewertung:
Autor: 7 von 15 (Hans Maulwurf)
Leser: noch keine Wertung


» Kaufen bei Amazon
» offizielle Website
  Cover

Weit weg von den Möglichkeiten
Tracklist: 01. Get Me Right
02. Until Morning
03. Everybody Learns From Disaster
04. Belle Of The Boulevard
05. I Know About You
06. Alter The Ending
07. Blame It On The Changes
08. Even Now
09. The Motions
10. No News Is Bad News
11. Water And Bridges
12. Hell On The Throat
13. Until Morning
14. Belle Of The Boulevard
15. I Know About You
16. The Motions
17. Water And Bridges
Ach, das ist schon ein Kreuz mit dem Mann! Denn eigentlich will Chris Carrabba ja nichts anderes als Musik zu schreiben, die in Wahrheit mehr für ihn selbst und nicht für das Publikum stehen soll. Und da er ein emotionaler Mensch ist, drehen sich seine Songs inhaltlich zumeist um erfüllte Liebe, verfehlte Liebe, Beziehungskisten im Allgemeinen und Erinnerungen an Vergangenes. Das kann man ihm schon abnehmen bzw. konnte: Further Seems Forever machten christlich angehauchten Emocore, der eine Spur zu anspruchsvoll für die breite Masse war, um großen Erfolg zu bekommen. Die ersten akustischen Versuche als Dashboard Confessional waren nach außen gekehrte Seelentherapien, die musikalisch das „Emo“-Genre (wie es heute allgemein verstanden wird) mitbegründeten.

Auf dem aktuellen Album „Alter The Ending“ zollt Carrabba der Entwicklung Tribut, die seit dem riesigen Erfolg des „MTV Unplugged“-Auftritts begann: Mainstream-Erfolg und zugleich Mainstream-Medieninteresse an seiner Person. Was bei „Swiss Army Romance“ eine devote Anhängerschar dazu brachte, den kleinen Sänger mit der schwarzen Gitarre als Heilsbringer im Zustand emotionalen Unwetter zu entdecken, scheint heute verflogen. Man wird das Gefühl nicht los, dass Dashboard Confessional seit etwa drei Album abliefern, was erwartet wird. Diese Einschätzung muss sich natürlich zu allererst auf die Musik beziehen, denn was den Mann im Innersten umtreibt, weiß nur er selbst.

Also die Musik: Nur selten fliegt ein Hauch von Alternative-Rock durchs Album, so etwa bei „Get Me Right“ oder „I Know About You“. Die meiste Zeit ist das durchschnittlicher Pop-Rock, wie ihn Carrabba ja schon mit „Stolen“ (2007) in Zusammenarbeit mit Juli in die Charts gehievt hatte. Bei „The Motions“ wird noch ein Keyboard dazugepackt und auf einmal hört man The Reunion Show mitspielen. Zwischendurch gibt es die Akustiknummer „Even Now“ und schon ist da wieder diese Nähe und Unmittelbarkeit, die DC etwa auf der So Impossible-EP so perfekt inszeniert hatten. Ähnlich verbessert hören sich die abschließenden fünf Akustikversionen an, die bereits vorher gehörte Nummern unplugged zeigen.
Es bleiben Fragen offen. Sollte das Feuer, das Carrabba zu Beginn der Karriere in seinen Songs transportierte, mit zunehmendem Erfolg etwa gelöscht sein? Passt das bekannte Schema des emotionalen Beziehungsverlierers auf einen 35jährigen Popstar immer noch? Ist das musikalisch noch relevant?
Die Fans von Dashboard Confessional werden sich „Alter The Ending“ kaufen, der Rest sollte bei Interesse zu Frühwerken greifen.
Ähnliche Band: New Found Glory
Weitere vergleichbare Bands: The Get Up Kids, The Reunion Show, Saves The Day, Sunny Day Real Estate
 
meinungen zu der veröffentlichung
Es wurden noch keine Meinungen zu diesem CD-Review veröffentlicht.
meinung schreiben
Um die Veröffentlichung bewerten zu können, musst du angemeldetes Mitglied der » Community von Dosenmusik und
» eingeloggt sein.
zurück zur Startseite
jetzt registrieren
Registrierte Mitglieder haben erweiterte Möglichkeiten auf dieser Website: Schreibrechte im Forum, Chat, Userprofile mit Buddylist und Bildergalerie, vollen Zugriff auf alle Bildergallerien, exklusive Gewinnspiele und vieles mehr. » hier direkt registrieren
Dosenmusik : der neue Shop
dosenmusik at Facebook Follow dosenmusik on Twitter RSS Feed
cd-empfehlungen
Asking Alexandria - From Death to Destiny I Is Another - I Is Another
Five Finger Death Punch - The Wrong Side Of Heaven and The Righteous Side Of Hell Alice in Chains - The Devil Put Dinosaurs Here
Heaven Shall Burn - Veto Le Fly - Grüß Dich Doch Erstmal!