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Interpret: Halestorm
Titel: Halestorm
Label: Atlantic
Erschienen: 19.03.2010

Bewertung:
Autor: 9 von 15 (der mann aus wü)
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  Cover

Nur ein laues Lüftchen
Tracklist: 01. It's Not You
02. I Get Off
03. Bet U Wish U Had Me Back
04. Innocence
05. Familiar Taste Of Poison
06. I'm Not An Angel
07. What Were You Expecting
08. Love/Hate Heartbreak
09. Better Sorry Than Safe
10. Dirty Work
11. Nothing To Do With Love
Die Urform von Halestorm hatte sich schon im Jahr 1997 formiert, doch erst Mitte der 2000er Jahre nimmt das Ganze eine neue Dimension für die US-Amerikaner an: Das mittlerweile zum Major Warner Music zugehörige Plattenlabel Atlantic Records klopft an und nimmt die Band unter Vertrag. Nach einer ersten Live-EP und teils prominenten Promo-Auftritten im US-Fernsehen und ein paar Support-Touren für namhafte Acts wie Theory Of A Deadman, Chevelle, Shinedown, Flyleaf, Papa Roach oder Trapt gibt es nunmehr seit Frühjahr 2009 das selbstbetitelte Debüt (erst jetzt, ein Jahr später, folgt die VÖ in Europa). Stellt sich die Frage, warum das alles so lange dauerte.

Über die Musik auf "Halestorm" gibt's jedenfalls kaum Spektakuläres zu berichten. Man bewegt sich deutlich 1980er-beeinflusst im massenkompatiblen Feld des melodischen Hard Rocks mit regelmäßigen Ausflügen in heute unter dem "Alternative"-Banner laufenden, "moderneren" Bereichen. Alles hat soweit Hand und Fuß, nichts wirkt gestückelt oder als bloßer Füller. Die Songs sind dabei relativ einfach gestrickt, folgen dem üblichen Strophe-Refrain-Strophe-Muster und gehen auch ruckzuck ins Ohr. Ein Song wie das balladeske "Better Sorry Than Safe" hätte gar von Avril Lavigne kommen können. Von der ersten bis zur letzten Minute des nur 37 Minuten langen Albums steht die Frau am Mikro Elizabeth "Lzzy" Hale im Mittelpunkt des Geschehens. Die war dann auch schon auf dem Cover des Revolver-Magazins als eines der "Hottest Chicks in Metal" zu sehen.

Den Produzentenstuhl für "Halestorm" übernahm Howard Benson, der schon My Chemical Romance, Daughtry und Kelly Clarkson zum Erfolg verholfen hat. Dem Stück "What Were You Expecting" hat wiederum James Michael (u.a. Arbeit als Produzent und Songwriter für Mötley Crüe, Scorpions, The Rasmus, Alanis Morissette) auf die Beine geholfen. Mit "I Get Off" und "It's Not You" konnten Halestorm schon zwei veritable Chart-Hits in den US of A verbuchen. Textlich gibt sich Frau Hale bei "I Get Off" oder auch "Dirty Work" alle Mühe, irgendwie anrüchig oder "sexy" zu wirken. Das klappt aber irgendwie nur so semi-gut.

Alles im allem ist das Album meines Erachtens trotz seiner langen Reifezeit arg auf Hype und "the next big thing" gebürstet. Die Musik kommt zu glattgebügelt rüber, um wirklich Eindruck zu hinterlassen und irgendwie hat man das alles schon zigmal gehört. Das macht aus "Halestorm" kein schlechtes Album und aus der gleichnamigen Band rund um die durchaus Potential zur Rockröhre zeigenden Sängerin keine nervige Bubblegumband, aber es fehlen einfach... die Eier. Und damit fünf Mark in das Phrasenschwein.

Anspieltipps: It's Not You, What Were You Expecting, I Get Off, Nothing To Do With Love
Ähnliche Band: Shinedown
Weitere vergleichbare Bands: Die Happy, Nickelback, Seether, Paramore
 
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