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Interpret: Delphic
Titel: Acolyte
Label: Cooperative Music
Erschienen: 29.01.2010

Bewertung:
Autor: 10 von 15 (Dividuum)
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  Cover

Zwischen Manchesters Vergangenheit und Gegenwart
Tracklist: 01. Clarion Call
02. Doubt
03. This Momentary
04. Red Lights
05. Acolyte
06. Halcyon
07. Submission
08. Counterpoint
09. Ephemera
10. Remain
Erste Aufmerksamkeit lenkten Delphic als Support bei der letztjährigen Tour von Bloc Party auf sich. Mit den Singles „Counterpart“ und „This Momentary“ entfachte sich dann ein regelrechter Hype in der Musikpresse und schon werden die Briten schwuppdiwupp als DIE Newcomer für 2010 gehandelt. Zudem stammen Delphic aus dem musikgeschichtsträchtigen Manchester, ihr Debut „Acolyte“ haben die Briten jedoch in Berlin aufgenommen, da hier ihr Produzent, der Techno-DJ Ewan Pearson (u.a. Remixe für Depeche Mode, Goldfrapp, The Chemical Brothers, Ladytron), sein Domizil aufgeschlagen hat. Ihre Wurzeln im Musikkosmos von Manchester, der Stadt die Künstler wie New Order, Happy Mondays, Inspiral Carpets, The Smiths, The Fall, Joy Division, The Charlatans und noch unzählige mehr hervor brachte, können Delphic jedoch nicht leugnen – und das scheinen sie auch gar nicht zu wollen.

Auf den ersten Blick gibt es natürlich klare Referenzen an den "Madchester"-Rave der späten 80er, der in jener englischen Stadt das Licht der Welt erblickte, und den NuRave der 90er. Vor allem die späten New Order sind allgegenwärtig auf diesem Album. Doch „Acolyte“ ist weit mehr als ein weiteres Revival-Album, auch wenn Delphic dabei nicht unbedingt das Rad neu erfinden. Die Briten bewegen sich charmant unentschlossen zwischen lupenreinem Pop und verschnörkselter Elektronik, ihre Kombination aus elektronischen Beats, breit angelegten Synthieflächen und Indie-Gitarren, die man oft nicht auf Anhieb als solche identifizieren kann, hat einerseits das Melodische und die deutlich songzentrierten Konturen des Pop, andererseits aber auch das rhythmisch Getriebene von tanzbarem House. Der unterkühlte, klare Gesang, der betont im Zentrum steht und sich von einer hittauglichen Hookline zur anderen hangelt, sorgt dann noch für eine gewisse Hymnenhaftigkeit und fertig sind eingängige Ohrwürmer, die sowohl im Radio als auch im Club ihren Platz finden werden.

Wiegesagt – völlig neu ist es nicht, was Delphic hier am Laptop zusammengebastelt haben. Aber ein großer Spass für Ohren und Beine ist der gekonnte Grenzgang zwischen Pop und Elektro mit Sicherheit.
Ähnliche Band: Two Door Cinema Club
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