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Interpret: Bliss
Titel: 3 Seconds Before 21 Grams After
Label: Hellfest Records
Erschienen: 26.02.2010

Bewertung:
Autor: 4 von 15 (Dividuum)
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  Cover

"Nett" is just a Four Letter Word
Tracklist: 01. Intro
02. Try To Live
03. Time To Run
04. Fake Hero
05. One More star
06. Perfect Time
07. Thorn In My Side
08. Chocolate Box
09. Tantalus Child
10. Whatever Happens
11. Enough
12. Bullet For Christmas
Beim ersten Reinhören, noch ohne Hintergrundinfos recherchiert zu haben, beschleicht einen der Gedanke, dass Bliss ein Seitenprojekt von einem der Loeffler-Brüder sein muss, so sehr klingen die ersten paar Songs nach Chevelle. Nach der Recherche weiss man dann, dass Bliss nicht mal vom gleichen Kontinent stammen wie die Geschwister Loeffler, sondern aus Frankreich kommen und laut eigener Aussage bloß eine Vorliebe für amerikanische Rockmusik haben. Dieser Vorliebe ließ dann das 2003 gegründete Trio im Studio mit dem Pariser Produzenten Stéphane Buriez wohl ein wenig zu ungezügelt freien Lauf.

Genauso hört sich das Ergebnis zumindest an: Die Ähnlichkeit zu Chevelle ist schon frappierend bis irritierend, das Riffing, die Vocal-Melodien, es klingt einfach zu ähnlich und dementsprechend zu wenig eigenständig, Songs wie „Try to live“ oder „What happens“ erinnern eher an zweitklassige Coversongs als dass sie als eigene Kompositionen durchgehen würden. Bei „Fake Hero“ wird dann zur Abwechslung mal bei den Foo Fighters abgekupfert und „Chocolate Box“ könnte so auch auf einer Platte von The Used drauf sein. Aber auch davon abgesehen ist „3 Seconds Before, 21 Grams After“ keine wirklich überzeugende Platte, zum einen weil das Drumming einfach nur lahm und langweilig ist, zum anderen weil die Stimme nicht genug hergibt. An vielen Stellen fehlt dem Gesang ganz einfach Druck und Volumen, und teilweise klingt der Sänger so gepresst als würde er schlichtweg keine Luft mehr bekommen (z.B. „Time to Run“). Da kann dann auch die Fraktion an den Seiteninstrumenten, die einen ordentlichen Job macht, nichts mehr rausreißen, wenn das Grundgerüst so einfallslos gestrickt ist.

Entgegen der Selbsteinschätzung der Band, die auf ihrer Seite mal ganz cocky verkünden, dass ihre Musik der „New Shit“ sei, muss man leider sagen, dass diese Platte total altbacken und überholt daher kommt und man innovative oder überhaupt eigene Ideen vergeblich sucht. Auf ganzer Länge bleibt das Album von Bliss belangslos, vorhersehbar und nichtssagend – eben nett.
Ähnliche Band: Chevelle
Weitere vergleichbare Bands: The Used, Staind
 
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