cd-reviews
Interpret: Hamlet
Titel: La Puta Y El Diablo
Label: Roadrunner Records
Erschienen: 15.01.2010

Bewertung:
Autor: 11 von 15 (der mann aus wü)
Leser: noch keine Wertung


» Kaufen bei Amazon
» offizielle Website
  Cover

Schwermetallische Marathon-Läufer
Tracklist: 01. El Habil Reino Del Desconcierto
02. La Tentación
03. El Traje Del Muerto
04. Siete Historias Diferentes
05. En El Nombre De Dios
06. No Habrá Final
07. Escupe Tu Vanidad
08. Si No Tu Quién
09. Revolución
10. Sacrificio
Die Spanier Hamlet sind mittlerweile schon fast 20 Jahre aktiv, haben in dieser Zeit als Band Höhen und Tiefen erlebt, darunter diverses Line-Up-Hin-und-Her, eine Zusammenarbeit mit Colin Richardson, Plattenvertragsauflösungen und Labelwechsel. Nun sind sie mit einem weltweiten Vertrag bei Roadrunner Records auf der vermeintlichen Sonnenseite des Musikerdaseins gelandet und man merkt den Herren in jeder Situation ihre Erfahrenheit und Motivation an.

Trotz vereinzelt nu-metallischer und anderer moderner Einflüsse wie in "Revolución" sind Hamlet in ausladenderen Songs wie "No Habrá Final" am stärksten, wo gleich verschiedene Stimmungen abgedeckt werden und die insgesamt schon geradezu proggig daherkommen. Immer dann, wenn Hamlet im klassischen Sinne schwermetallisch inklusive Gitarrensoli zur Sache gehen, funktionierende Hooks und Refrains reinpacken und der Gesang schön traditionell über allem thront, wird es wirklich spaßig. Wenn hingegen wie bei "En El Nombre De Dios" nach vorne gethrasht wird, dann wirkt das zu gewollt und zu unnatürlich. Das variablere Midtempo steht Hamlet fraglos besser.

In einer anderen Review konnte man lesen, dass Hamlet so etwas wie die härteren "Hereos del Silencio" seien. Das fand ich nach erstem Reinhören total danebengegriffen, nach mehreren Durchläufen aber auf einmal gar sehr nachvollziehbar: Ein paar zwingende spanischsprachige Refrains hier, ein paar tolle Melodiebögen da, andererseits aber leider auch keine höchste Qualitätsstufe über die volle Laufzeit...

Produktionstechnisch gibt's nach dem Mix und Mastering durch Logan Mader (Gojira, Cavalera Conspiracy, Machine Head) nichts zu meckern - "La Puta Y El Diablo" rockt und knallt, ohne die nötige Differenziertheit vermissen zu lassen.

Mein Fazit bleibt damit zwiegespalten: Man kann Hamlet keinen wirklichen großen Vorwurf machen, aber bei "La Puta Y El Diablo" handelt es sich sicherlich auch nicht um das im "info sheet" der Plattenfirma proklamierte Wunderwerk, das "bereit ist, die Welt zu erobern" - dafür ist die (ja: explizit gute!) Scheibe deutlich zu unspektakulär und herausragend im Wortsinne.
Ähnliche Band: Agresión
Weitere vergleichbare Bands: Superbutt, Bobaflex
 
meinungen zu der veröffentlichung
Es wurden noch keine Meinungen zu diesem CD-Review veröffentlicht.
meinung schreiben
Um die Veröffentlichung bewerten zu können, musst du angemeldetes Mitglied der » Community von Dosenmusik und
» eingeloggt sein.
zurück zur Startseite
jetzt registrieren
Registrierte Mitglieder haben erweiterte Möglichkeiten auf dieser Website: Schreibrechte im Forum, Chat, Userprofile mit Buddylist und Bildergalerie, vollen Zugriff auf alle Bildergallerien, exklusive Gewinnspiele und vieles mehr. » hier direkt registrieren
Dosenmusik : der neue Shop
dosenmusik at Facebook Follow dosenmusik on Twitter RSS Feed
cd-empfehlungen
Asking Alexandria - From Death to Destiny I Is Another - I Is Another
Five Finger Death Punch - The Wrong Side Of Heaven and The Righteous Side Of Hell Alice in Chains - The Devil Put Dinosaurs Here
Heaven Shall Burn - Veto Le Fly - Grüß Dich Doch Erstmal!